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Dieses Thema hat 20 Antworten
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 > SELF MADE
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el_largo Offline




Beiträge: 563

02.05.2014 15:20
Selfmade-Motorhaubenschlaufen für Dachtransport antworten

Hallo zusammen,

wie ich hier schon einmal angesprochen habe, verfolgte mich das Thema Dachtransport seither.
Auf dem Markt gibt es ja verschiedene Möglichkeiten, u.a. auch Gartenschlauchstücke mit Gurtband, um sie unter der Motorhaube zu verankern.
Gerne hätte ich Gurt mit einem Haken unter der Haube eingehängt, aber mangels Befestigungsmöglichkeit bin ich heute nach gedanklichem Diebstahl selbst tätig geworden.

Gurtband, Gartenschlauch, Garn und auch ein Stück Fahrradschlauch waren ja vorhanden...
Und zusammengesetzt siehts so aus: (unter dem Fahrradschlauch zum Schutz des Lacks an Kotflügel und Haube ist der Gurt einfach durch einen Schlitz im Schlauch geführt und vernäht.)

Grüße aus dem südlichen Süden,

Klaus

Angefügte Bilder:
2014-05-02 15.04.39.jpg  
Lasse Lachen Offline




Beiträge: 219

02.05.2014 17:44
#2 RE: Selfmade-Motorhaubenschlaufen für Dachtransport antworten

Das sieht doch gut aus!
Ziehst du die Schlaufen noch irgendwo durch, klemmst du sie nur ein, oder wie hast du dir die befestigung vorgestellt? Hast du ggf. auch noch Bilder im eingebauten zustand?
Ich suche auch noch, hab aber das Problem, dass bei minem Auto der Spalt zwischen Motorhaube und Kotflügel nicht nach oben sondern mehr zur Seite geht.

el_largo Offline




Beiträge: 563

02.05.2014 19:00
#3 RE: Selfmade-Motorhaubenschlaufen für Dachtransport antworten

Danke @Lasse Lachen.
Das Schlauchstück wird bei offener Haube an den Kotflügel gelegt, die Schlaufe schaut bei geschlossener Haube noch raus. Ich dachte eigentlich, dass der Spalt zu eng sei, aber das geht ganz gut.
Ein auf die sie gehender Spalt ist doch eigentlich kein Problem, der Gurt liegt dann eben ein Stück auf der Haube auf.. dem Scheuerproblem versuche ich mit dem Fahrradschlauch entgegen zu wirken. Vielleicht findest Du ja was ähnliches..

Grüße aus dem südlichen Süden,

Klaus

Lasse Lachen Offline




Beiträge: 219

02.05.2014 19:06
#4 RE: Selfmade-Motorhaubenschlaufen für Dachtransport antworten

Naja, das Problem sehe ich darin, dass man ja versucht, mit diesen Schlaufen möglichst weit nach vorn zu kommen. Vorn ist aber nur das Haubenschloss in der Mitte. Die beiden vorderen Ecken liegen nur auf Gummipuffern auf. Eine Belastung der beiden Ecken nach oben wird wohl bei der Auslegung von Versteifungen keine Rolle gespielt haben.

Wenn ich also richtig Spannung auf die Gurte gebe, dann biege ich das Boot nach unten und die Ecken nach oben. Beides im elastischen Bereich, wenn man es nicht total übertreibt; ist schon klar. Aber ein stabiler Befestigungspunkt sieht in meiner Vorstellung trotzdem anders aus.

mgosx Offline



Beiträge: 154

02.05.2014 19:20
#5 RE: Selfmade-Motorhaubenschlaufen für Dachtransport antworten

Hallo zusammen,

ich nutze eine ähnliche "Konstruktion", bei mir (Touareg) habe ich die Schlaufen durch Bohrungen im Kotflügel (genau in der Sicke des Kotflügels auf der die Haube aufliegt).
Als Scheuerschutz habe ich Klarsichtfolie die beim Fahrrad als Schutz gegen eine abrutschende Kette verklebt wird verwendet.
Nach nunmehr rund 10 Transporten hat sich auf der einen Seite der Aufkleber abgelöst, aber dann kommt eben ein neuer drauf.

Ich sehe es ähnlich, dass "nur" ein Klemmen weit vorne bei starker Abspannung doch erhebliche Spannung auf die Haube gibt.


Gruss Mark

el_largo Offline




Beiträge: 563

02.05.2014 20:01
#6 RE: Selfmade-Motorhaubenschlaufen für Dachtransport antworten

Ich sehe das so: da ich relativ weit am Scharnier "spannen" muß, bringe ich relativ wenig Zug auf das Haubenschloß. Ich habe auch nicht vor, viel Spannung auf die Abspannung zu bringen, da ich die vordere Verspannung nur als Sicherung nach oben sehe. Ich werde also nicht den Bug nach unten biegen sondern lediglich den Abstand zur Haube fixieren.
Die bisherigen (wenigen) Transporte machte ich ohne diese Verspannung und konnte bei vorsichtiger Fahrweise keine Bewegung des Bootes beobachten.

Grüße aus dem südlichen Süden,

Klaus

Atze69 Offline




Beiträge: 179

02.05.2014 20:16
#7 RE: Selfmade-Motorhaubenschlaufen für Dachtransport antworten

Hallo erstmal,

Was soll denn die vordere Abspannung bewirken?
Es soll das Boot nicht nur nach unten ziehen, sondern im Falle eines Auffahrunfalls, die Vorwärtsbewegung des Bootes etwas bremsen, im besten Falle aufhalten.

@el_largo Versuch doch mal Deine Schlaufe im eingebauten Zustand noch vorne zu ziehen. Ohne feste Verbindung zum Auto dürfte die rutschen, bliebe also nur der Querspalt zwischen Motorhaube und Windschutzscheibe, am besten neben den Scharnieren, da ist auch eine gewisse Stabilität gegen Aufbiegen der Motorhaube gegeben.
Desweiteren mache mal einen Belastungstest Deiner Schlaufen: Den Schlauch fest einspannen, ein Seil durch die Schlaufe und so fest ziehen, wie geht. Ich hatte vor kurzem ein 8mm Seil auf ca 10cm länge mit 2 Bahnen Zickzackstich, Abstand 3mm zu einer Schlaufe genäht, beim händischen Belastungsversuch hat irgendwann das Garn nachgegeben. Bei 3 Bahnen mit Abstand 2 hatte ich auf einer Zug-Druckprüfmaschine einen Wert von ca 160kg Reißkraft

Besser ist es da schon, es wie @mgosx zu lösen, mit einer festen Verbindung zum auto, ich habe dafür eine Schraube vom Kotflügel gelöst und meine Schlaufen dann dort festgeschraubt. Dazu ein Loch in den gurt stanzen und verschmelzen oder gleich mit einem Lötkolben oder ähnlichem lochen.

Was man in dem Zusammenhang auch gerne liest, ist die vordere Abschleppöse!
2 Gründe dagegen:
1. Darf das Boot zumindest in Deutschland vorne nicht überstehen, also wirkt diese Art der Abspannung schon mal in die falsche Richtung, 2.sind die Ösen ausserhalb der Mitte, also nur einseitige Wirkung, ausser es gibt 2 davon (gibts das?)

Ist nicht böse gemeint, nur meine Gedanken und Erfahrungen!

Grüße,

Martin



"a canoe named SUE"

el_largo Offline




Beiträge: 563

02.05.2014 20:29
#8 RE: Selfmade-Motorhaubenschlaufen für Dachtransport antworten

@Atze69
Ich glaube nicht, dass im Falle eines Aufpralls ein mittels Reepschnur an was auch immer am Auto gesichertes Kanu dort bleibt, wo man es zu Beginn der Fahrt verspannt hatte.
Ich hatte eigentlich im Sinn, denn Bug des Kanus an der Haube zu verspannen, um zu verhindern, dass Wind unten Boot etwas anrichten kann.

Eine Sicherung, die kräftig genug ist, ein Kanu bei einem Auffahrunfall sicher auf dem Dach zu halten. .. wie muss die denn aussehen?

Grüße aus dem südlichen Süden,

Klaus

Atze69 Offline




Beiträge: 179

02.05.2014 20:36
#9 RE: Selfmade-Motorhaubenschlaufen für Dachtransport antworten

Deswegen schrieb ich auch

Zitat von Atze69 im Beitrag #7
[...]die Vorwärtsbewegung des Bootes etwas bremsen,[...]

Und ich denke schon, das eine vernünftige Gurt/Seilkombi dieses gewährleisten kann. Und wenn es das Boot statt 15m vor dem Auto eben nur 3m davor landen lässt.

Grüße,

Martin



"a canoe named SUE"

el_largo Offline




Beiträge: 563

02.05.2014 20:47
#10 RE: Selfmade-Motorhaubenschlaufen für Dachtransport antworten

Dann muss ich aber auch hinten an die Hängerkupplung abspannen.
Eine Verspannung an der Motorhaube kann keine Vorwärtsbewegung bremsen! Die hintere Abspannung dagegen schon.
Also ist meiner Ansicht nach die hintere Sicherung gegen vorwärts rutschen, die Vordere gehen Anheben durch Wind. Und da reicht mein Gartenschlauch meine ich aus.

Grüße aus dem südlichen Süden,

Klaus

Lasse Lachen Offline




Beiträge: 219

02.05.2014 20:59
#11 RE: Selfmade-Motorhaubenschlaufen für Dachtransport antworten

Zitat von Atze69 im Beitrag #7
Was soll denn die vordere Abspannung bewirken?
Es soll das Boot nicht nur nach unten ziehen, sondern im Falle eines Auffahrunfalls, die Vorwärtsbewegung des Bootes etwas bremsen, im besten Falle aufhalten.


Nehmen wir mal an, dass im Fall eines Auffahrunfalls sowohl die vordere Befestigung, also Seil oder Gurt, als auch die beiden Befestigungspunkte am Auto und am Boot stabil genug sind um die entstehenden Kräfte aufzunehmen und nicht zu versagen. Dann würde diese Verbindung im Falles dieses Unfalls bewirken, das die Nase des Bootes direkt vor dem Auto auf der Straße aufschlägt, und zwar mit maximal der Entfernung zum Befestigungspunkt, wie die Befestigungsschnur lang ist.

Im Falle eines Unfalls ist die Wirkung dieser Befestigung zur Sicherung des Bootes also weitgehend zu vernachlässigen. Einziger Vorteil: Das kaputte Boot liegt direkt vor dem eigenen Auto und man muss es nicht diverse Meter weiter vorne einsammeln.

Gegen das Verrutschen bei Auftreten extremer Kräfte helfen wohl eher die beiden Gurte über die beiden Grundträger (kraftschlüssige Verbindung), entsprechende Anlagen an den Grundträgern (formschlüssige Verbindung) und selbst das hintere Sicherungsseil von der hinteren Bootsspitze zur Abschleppöse oder Anhängerkupplung wird da mehr gegen einen Spontanen Bootsweitwurf wirken (edenfalls nach einer gewissen Rutschstrecke).
(Ich hab jetzt bewußt nicht von Bug und Heck des Bootes geschrieben. Mein Boot fährt auf meinem Auto z.B. immer rückwärts, weil sonst die Antenne an die Einbauten schlägt und klappert)

Zitat von el_largo im Beitrag #8

Ich hatte eigentlich im Sinn, denn Bug des Kanus an der Haube zu verspannen, um zu verhindern, dass Wind unten Boot etwas anrichten kann.


Da sehe ich auch mehr den Sinn einer solchen Abspannung.
Wenn ich auf einem Zafira (altes Modell) Grundträger montiere und darauf meinen 17' Penobscot so befestige, dass er vorne bündig mit der Fahrzeugvorderkante abschließt, dann liegt er auf dem vorderen Träger fast im Schwerpunkt auf. Was bedeutet, dass er gut 2,5 m frei über den Grundträger ragt. Statisch gesehen kein Problem. Dynamisch sieht es da aber schon anders aus. Und wenn dann noch zu den ganz normalen Belastungen einer Autobahnfahrt Seitenwindböen kommen, dann ist die Nase des Bootes deutlich in Bewegung obwohl die Verbindung am Grundträger bombenfest ist. Genau hier sehe ich den Nutzen der vorderen Befestigung.

Übrigens wäre eine Befestigung durch reine Klemmung der Gurtschlaufen zwischen Kotflügel und Motorhaube im Falle eines Unfalls sogar komlett nutzlos. Aus Gründen des Fußgängerschutzes sind heutzutage die meisten Motorhauben so ausgelegt, dass bei frontaler Belstung die Schaniere sich verformen und dadurch die Motorhaube an der Windschutzscheibe anheben. Folglich wird der Spalt zwischen Motorhaube und Kotflügel deutlich größer und somit die Klemmung aufgehoben. Da die Motorhaube nicht weiß, ob sie gerade mit einem Fußgänger, oder einem anderen Auto, einem Baum, oder sonstigem Gegenstand zusammengestoßen ist, wirkt diese Mechanik bei jeder Art von Frontalcrash.


Edit: OK, ihr wart schneller als ich.

Atze69 Offline




Beiträge: 179

02.05.2014 21:13
#12 RE: Selfmade-Motorhaubenschlaufen für Dachtransport antworten

Zitat von Lasse Lachen im Beitrag #11
das die Nase des Bootes direkt vor dem Auto auf der Straße aufschlägt, und zwar mit maximal der Entfernung zum Befestigungspunkt,

Dann sind wenigstens die Insassen im Auto vor Euch bzw Fußgänger in der Nähe geschützt! Sinn erfüllt!

Grüße,

Martin



"a canoe named SUE"

Lasse Lachen Offline




Beiträge: 219

02.05.2014 21:30
#13 RE: Selfmade-Motorhaubenschlaufen für Dachtransport antworten

Naja, bei einem Auffahrunfall dürfte das Boot dann wohl zur Heckscheibe oder spätestens zum Schiebedach ins vordere Auto eintreten.

Ich denke, wenn es um Unfallschutz geht, dann ist ein Kanadier nicht das optimale Gerät für den Dachtransport. Und selbst wenn wir alles gut uns richtig festgebunden und verzurrt haben, dann bleibt immer noch die Frage, ob die Grundträger an der Dachreling und die Relingholme am Auto bleiben.

Mit unseren Abspannungen können wir da wohl nur Schadensbegrenzung betreiben. Hier liegt es dann wohl an uns, durch möglichst umsichtige Fahrweise das Risiko von Unfällen möglichst weitgehend zu minimieren.

Zurück zum eigentlichen Thema: Ich halte die Gurt/Garten-/Fahradschlauchlösung trotzdem für eine interessante Idee.

el_largo Offline




Beiträge: 563

03.05.2014 07:53
#14 RE: Selfmade-Motorhaubenschlaufen für Dachtransport antworten

Hallo zusammen,

ich dachte mir schon vor dem Einstellen des ersten Beitrages dieses Themas, dass sich die Diskussion, die ich auch beim Thema Bootskauf und dessen Heimtransport losgetreten habe, wiederholen wird.

Es ist wohl ein Thema, bei dem keine einstimmige Meinung zu erwarten sein kann, denn es ist wohl auch von Auto zu Auto und Boot zu Boot so unterschiedlich und individuell zu entscheiden.
Meinen 15' Bob Special kann ich ebenso wie Lasse Lachen nicht so weit nach vorne laden, um auch nur annähernd an eine Verspannung mit Abschleppöse oder sonstigen stabilen Möglichkeiten zu denken. Daher lade ich das Boot mit dem Schwerpunkt doch besser über die Querträger auf dem Dach und sichere den Rest so gut es eben geht.

Den Heimtransport habe ich ja ebenfalls nur mit Gurten am Dachträger und einer (nach Meinung Einiger hier im Forum nutzlosen) Gewissensberuhigung hinten an die Anhängerkupplung bewerkstelligt und hatte dabei nicht das Gefühl eines extremen Risikos oder gar vernachlässigten Ladungssicherung. (Auch das blau-weiße Auto hat nicht umgedreht, um sich meine Ladung genauer anzusehen...)

Nachdem die Gartenschläuche aber auch kommerziell vertrieben werden, werden sich sicher auch ein paar Köpfe darüber Gedanken gemacht haben, die im Schadensfall eine Anfrage von Versicherern und Geschädigten bekommen werden. Daher wird es schon nicht ganz sooo verkehrt sein...

Grüße aus dem südlichen Süden,

Klaus

el_largo Offline




Beiträge: 563

04.05.2014 15:21
#15 Praxistest leider nicht bestanden antworten

Hallo,

heute wollte ich eigentlich die Motorhaubenschlaufen einsetzen, um unser Boot auf dem Dach besser zu fixieren.
Leider habe ich nicht bedacht, dass meine Motorhaube doch einen beträchtlichen Winkel nach unten zum Spalt hin macht und der Bug halt doch mittig über Haube hängt... wie hier zu sehen
Die Gurte liegen so also auf der Haube auf. Schade.
So geht's also nicht.

Der Transport ohne diese Sicherung über knapp 100km ging aber trotzdem mal wieder gut.

Grüße aus dem südlichen Süden,

Klaus

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