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Dieses Thema hat 17 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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Spartaner Offline




Beiträge: 846

02.03.2013 09:07
Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

Hallo Leute,
wir schauen gerade nach Flüssen, die sich für eine mehrtägige Ostertour eignen würden. Die Berliner Osterferien sind von 25.03. - 06.04. Das ist recht früh im Jahr, und so denken wir, an Ardeche oder Tarn oder so findet man mit höherer Wahrscheinlichkeit bereits etwas Wärme vor.
Ich habe mir gerade einen informativen Thread zur Ardeche durchgelesen (Ardeche für Anfänger?) und weiß, hier im Forum wimmelt es nur so von Experten für diesen Fluss. Manche sind sogar schon mit Faltkanadier runtergefahren.

Nun zu meiner Frage. Ich weiß bisher nicht, von wo nach wo das längstmögliche Stück reicht, welches man mit vollbeladenem 2er (Ally Tour 16.5') befahren kann. Wir sind zwar schon einiges Wildwasser gefahren (Dunajec, Glomma, Lainio, Spree), aber richtige Experten sind wir noch nicht.

Von wo nach wo wäre ein schöner Abschnitt? Wieviele Tage wäre man da unterwegs? Natürlich würden wir uns Zeit lassen und die schwierigen Stellen wohl vorher inspizieren. Ich will ja kein Leck im Faltkanadier.

Im Moment ist ordentlich Regen angekündigt für das Ardeche-Gebiet. Insofern sollte nicht _zu_ wenig Wasser da sein.

Nebenbei, von wo nach wo wäre denn auf dem Tarn eine adäquate Strecke?

Gruß Michael

raftinthomas Offline




Beiträge: 555

02.03.2013 10:44
#2 RE: Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

Moinsen, eine tolle Strecke am Tarn ist Florac bis Millau. Aber vorsicht, um die Zeit ist es dort mitten im Zentralmassiv meist noch sackkalt. Die Campingplätze werden zu 97% alle noch geschlossen sein.

An der Ardeche ist es imemr etwas wärmer, da durch die Rhone das Mittelmeerklima reindrückt. Aber ich finde die Ardeche als Wanderfluss nicht so dolle. Gerade für unerfahrenere Paddler mit Gepäck vielleicht stellenweise dann doch zu schwer, um Vallon herum einige sehr anstrengende Wehrumtragungen. Eher kurze Gesamtstrecke, weniger als 70km maximal.
Einsatzmöglichkeit etwa ab Lanas oder Vogue, keinesfalls oberhalb Aubenas. Ausstieg St. Martin, eventuell auch später, bin aber nie selbst weiter gefahren.
Die beiden Biwakstellen in der Schlucht müssen vorher reserviert werden, die Campings haben meist schon auf.
Unsicherer Wasserstand, wenn es jetzt regnet hat das für in vier Wochen fast keine Aussage. Zur Zeit sinds am Charlemagne 40 Kubik, das ist zwar Grundberührungstechnisch schön, aber die Strömung zieht auch ganz ordentlich.

Kennst du das Canadierfestival an der Drome? http://www.opencanoefestival.com/

Um ehrlich zu sein: Ich hab mich dieses jahr auch aufgrund des frühen Zeitpunktes entschieden nach Spanien zum Seekajakpaddeln zu fahren. Ich mags warm

grüsse vom westzipfel, thomas

Marmotta Offline



Beiträge: 166

02.03.2013 21:18
#3 RE: Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

eine der Herausforderungen an der ardeche (und auch am Tarn) ist der Wasserstand,
Schneeschmelze im Zentralmassiv ist nicht mehr viel los, und den Flüssen wird (vermutlich) mehr wasser als früher entzogen.

Die eigentliche Ardecheschlucht ist als Tagestour möglich, auch bei niedrigem Wasserstand, wenn man halbwegs paddeln kann. GGf treideln, Achtung die Steine können sehr glatt sein.
Umsetzen/Nachholen des Autos geht nur mit Fahrrad oder Zweitfahrzeug, öffentlicher Nahverkehr ist mir nicht erinnerlich. Und ob die Verleihfritzen einen mitnehmen?

Ähnliches gilt für den Tarn, hier ist das Klima in der tat rauher, dafür der touristische Druck ist geringer.
Schau Dir mal in der Stadtbüchereo von R. Steidle, den Bildband und Führer Alpenflüsse (oder so ähnlich) an, ist alt wie die Fasnacht (1978??) aber die Beschreibung passt im großen und ganzen immer noch.

Gruß
marmotta

Kanu-Werft Offline




Beiträge: 140

04.03.2013 16:58
#4 RE: Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

Hallo Michael,

mal so vorab: die Ardèche ist eigentlich nichts für Anfänger, auch wenn sich in der Saison tausende den Bach runterstürzen. Vor allem die Strecke ab Vallon Pont d'Arc ist nicht ganz ungefährlich. Jährlich sind einige Todesfälle zu beklagen. Was viele nicht wissen: Im Ardèche-Tal gibt es auch Sturzfluten. Ich hatte mir mal einen Diavortag reingezogen, bei dem der Vortragende ausführlich und mit allem Nachdruck darüber berichtet hatte. Wenn in den Bergen starke Gewitter toben, steigt der Pegel der Ardèche gewaltig an. Dann wird es ungemütlich. Von verschiedenen Besuchern weiß ich, dass der Pegel über Nacht um ein paar Meter gestiegen ist. Abgesehen von der Kellerfeuchte im Zelt ist dann vor allem auf die gestiegenen Ansprüche an das Fahrkönnen hinzuweisen.

Ich haben die Ardèche mal von Vogüé aus gemacht, weil ich auch ein paar Tage paddeln wollte. Es war eine Schinderei. Schon 200 m nach der Einsatzstelle war der Bach weg! Er floss unterm Kies weiter - also: tragen. So ging das noch ein paar mal. Dann immer wieder Wehre; zum Teil verfallen. Die Gegend oberhalb von Vallon Pont d'Arc ist auch recht unerschlossen.

Die Ardèche kann also von fast kein Wasser bis zu Wildwasser IV / V alles. Und lange Touren ...da ist ein anderes Gewässer vielleicht besser. Wir hatten 4 Tage Kocher, 5 Tage Regen oder 4 Tage Main - war schön.

Klaus von der Kanu-Werft

raftinthomas Offline




Beiträge: 555

04.03.2013 18:28
#5 RE: Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

Wenn du abentuerlustig bist würde ich den Vidourle ausprobieren. Abenteuerlustig weil ich nix von Befahrungen weiss. Ich würde in der Ecke St Hippolyte, je nach Wasser Sauze einsteigen und bis zum Mittelmeer fahren.
Vorteil: Einsam, wild zelten sollte kein Problem darstellen. Du startest am Rand der Berge im Karst, durchfährst die Ebene, paddelst an Aigues Mortes und endest in der Camarque und in maritimer Umgebung. Mittelmeerklima!
Nachteil: Viele Wehre und undurchfahrbare Brücken im oberen Bereich, keine bekannte Paddlerinfrastruktur, auch nur rund 75km.

Weitere Möglichkeiten für Ein- oder Zweitagestouren in der Nähe: Orb, Hrault, Kleine Rhone, Gard, Ceze

Die Hochwassergefahr besteht bei allen Flüssen, die aus dem Zentralmassiv kommen. Man sollte das Wetter im Auge behalten, auch das oberhalb. Aber wirklich Sorgen würde ich mir da nicht machen, die plötzlichen Hochwasser sind selten und echte Flashfloods noch mehr. Aber ein Fluss bleibt immer noch ein Fluss.

grüsse vom westzipfel, thomas

Spartaner Offline




Beiträge: 846

04.03.2013 21:56
#6 RE: Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

Danke, Leute, für diese Tipps und Hinweise.

Zitat von raftinthomas im Beitrag #2
An der Ardeche ist es immer etwas wärmer, da durch die Rhone das Mittelmeerklima reindrückt.

Das höre ich gerne. Sicher wird es dennoch recht kühl sein, aber vielleicht haben wir ja auch Glück?? Wenn sich klar abzeichnet, dass in Polen besseres Wetter sein wird als an der Ardeche, werden wir sowieso fix umdisponieren. Ist ja kein Problem, weil wir nirgendwo was buchen. Ich kann mich noch an ein Jahr erinnern, wo die Leute auf Mallorca im kalten Dauerregen saßen, während Deutschland und Polen 20°C und Sonnenschein hatten zu Ostern.

Zitat von raftinthomas im Beitrag #2
Aber ich finde die Ardeche als Wanderfluss nicht so dolle. Gerade für unerfahrenere Paddler mit Gepäck vielleicht stellenweise dann doch zu schwer, um Vallon herum einige sehr anstrengende Wehrumtragungen. Eher kurze Gesamtstrecke, weniger als 70km maximal.
Einsatzmöglichkeit etwa ab Lanas oder Vogue, keinesfalls oberhalb Aubenas. Ausstieg St. Martin, eventuell auch später, bin aber nie selbst weiter gefahren.

Tja, wir werden uns den Fluss ab Aubenas ansehen. Aubenas ist gut mit Bus erreichbar, nach Ende der Tour zum Auto holen. Etliche Youtube-Filmchen, die wohl überwiegend bei Niedrigwasser gedreht wurden, bestärken uns in der Annahme, dass wir da mit Faltkanadier heil runterkommen könnten.
Und 70 km, länger war unsere Ostertour letztes Jahr auch nicht. Wenn man sich viel Zeit nimmt, vielleicht kleine Wanderungen einschiebt, dann sollte das gut gehen.

Zitat von raftinthomas im Beitrag #2
Die beiden Biwakstellen in der Schlucht müssen vorher reserviert werden, die Campings haben meist schon auf.

Ist die Vorreservierung zwingend? Reicht es telefonisch am selben Tag, also dann, wenn wir wirklich wissen, an welchem der beiden Plätze wir anlanden würden?

Zitat von raftinthomas im Beitrag #2
Unsicherer Wasserstand, wenn es jetzt regnet hat das für in vier Wochen fast keine Aussage. Zur Zeit sinds am Charlemagne 40 Kubik, das ist zwar Grundberührungstechnisch schön, aber die Strömung zieht auch ganz ordentlich.

Der Durchfluss scheint (wegen Kraftwerksbetrieb?) ständig sehr stark zu schwanken (Beispiel). Ich denke, um Ostern rum wird es keinesfalls _zu_ wenig Wasser geben.

Zitat von raftinthomas im Beitrag #2
Kennst du das Canadierfestival an der Drome? http://www.opencanoefestival.com/

Ich habe mir die Website angeschaut. Leider liegt das Event genau in der Mitte unseres Urlaubs, so dass man davor oder danach kaum eine längere Tour hinbekommt. Wir hetzen ja auch nicht ständig für Tagestouren von einem 'Spot' zum nächsten. Die angebotene Shuttelei würde uns zwar sehr entgegen kommen, aber ich denke, für den einen Tag Drome lohnt sich das für uns eher nicht.

Zitat von Marmotta im Beitrag #3
Umsetzen/Nachholen des Autos geht nur mit Fahrrad oder Zweitfahrzeug, öffentlicher Nahverkehr ist mir nicht erinnerlich. Und ob die Verleihfritzen einen mitnehmen?

Von Pont St. Esprit nach Aubenas gibt es eine private Buslinie (Fahrplan), und über eine größere Ecke färt auch ein Regionalbus des Departement de l'Ardèche (Netzplan).

Zitat von Kanu-Werft im Beitrag #4
Ich haben die Ardèche mal von Vogüé aus gemacht, weil ich auch ein paar Tage paddeln wollte. Es war eine Schinderei. Schon 200 m nach der Einsatzstelle war der Bach weg! Er floss unterm Kies weiter - also: tragen. So ging das noch ein paar mal. Dann immer wieder Wehre; zum Teil verfallen. Die Gegend oberhalb von Vallon Pont d'Arc ist auch recht unerschlossen.
Die Ardèche kann also von fast kein Wasser bis zu Wildwasser IV / V alles.

Interessant, dass das Wasser auch ganz weg sein kann. Naja, zu Ostern rechne ich noch nicht mit zu wenig Wasser. Falls das aber tatsächlich eintreten sollte, dann würden wir halt zum Tarn weiterziehen. Oder doch zur Drome? Im Moment jedenfalls zieht viel Regen auf: http://www.mr-wetter.de/component/meteog...-Languedoc.html
Das Wetter behalten wir weiter im Blick. Bei richtig Hochwasser würden wir keinesfalls da runterfahren.

Zitat von raftinthomas im Beitrag #5
Wenn du abentuerlustig bist würde ich den Vidourle ausprobieren. Abenteuerlustig weil ich nix von Befahrungen weiss. Ich würde in der Ecke St Hippolyte, je nach Wasser Sauze einsteigen und bis zum Mittelmeer fahren.
Vorteil: Einsam, wild zelten sollte kein Problem darstellen. Du startest am Rand der Berge im Karst, durchfährst die Ebene, paddelst an Aigues Mortes und endest in der Camarque und in maritimer Umgebung. Mittelmeerklima!
Nachteil: Viele Wehre und undurchfahrbare Brücken im oberen Bereich, keine bekannte Paddlerinfrastruktur, auch nur rund 75km.
Weitere Möglichkeiten für Ein- oder Zweitagestouren in der Nähe: Orb, Hrault, Kleine Rhone, Gard, Ceze

Das wären dann Möglichkeiten, falls sich die Ardeche als unfahrbar herausstellen sollte. Aber irgendwann wollen wir diesen grandiosen Fluss halt auch mal befahren. Ostern halte ich für geeignet, in den Sommerferien ist viel Trubel und womöglich zu wenig Wasser, und im Herbst kann es auch noch mit höherer Wahrscheinlichkeit zu wenig Wasser geben. Also soll es jetzt sein ;-)

Dank und Gruss, Michael

raftinthomas Offline




Beiträge: 555

04.03.2013 22:45
#7 RE: Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

Wasserschwankung: Ja, die machen an der Fontauliere und am Chasszac Strom.

Wasserstand generell: Der Fluss ist jung und fliest auf den interessanten Strecken durch den Karst. So schnell Wasser kommt, so schnell geht es auch wieder. Es gab schon Jahre Ostern, da war fast gar kein Wasser. Gearde mit dem Ally müsst ihr darauf geafsst sein, immer wieder mal treideln zu müssen. Es sei denn, der Wasserstand bleibt, wie er ist.

Biwakplätze: Normal muss man deutlich vorher reservieren, da die nur sehr wenig Leute Platz bieten. So früh im jahr könnte es aber gehen. Ich würde das aber auf jeden Fall am Tag vorher machen.

Viel Erfolg auf jeden Fall!
Vielleicht sehen wir uns ja. Ich halt mal die Augen auf nach einem Ally.

grüsse vom westzipfel, thomas

Spartaner Offline




Beiträge: 846

22.03.2013 10:20
#8 RE: Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

Ich bin grad beim Packen, obwohl es an der Ardeche auch nicht gerade gemütlich aussehen wird.

Gerade stellt sich die Frage: Bootswagen mitnehmen oder nicht? Lohnt sich das? Gibt es überhaupt Umtragen, wo man rollern kann?

Und dann würde ich auch gerne mal wissen, welche Pegelhöhen mit den Farben (Verbot oder nicht) an der Brücke in Vogue verbunden sind (Pegel Vogue). Ich habe das in den letzten Tagen irgendwo gelesen, finde es aber nicht mehr. Der Pegel wird ja eher hoch bis sehr hoch werden. Wo liegen die Grenzen der Befahrbarkeit?

Oder sollten wir doch besser an den Guadiana fahren???

Gruß Michael

Doc Offline




Beiträge: 304

22.03.2013 11:00
#9 RE: Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

Hallo,
wenn es an der Ardeche nicht geht, könnt Ihr immer noch an den Aveyron fahren.
Gruß
aus dem heute sonnigen Südbaden
Rolf

Angela Offline



Beiträge: 83

22.03.2013 12:52
#10 RE: Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

Im Augenblick geht es ja mit dem Wasserstand, kann sich aber bei entsprechendem Regen in den Bergen oberhalb schnell ändern um diese Jahreszeit, auch über Nacht (über Nacht fünf Meter bei Regen habe ich schon erlebt).

Bei höherem Wasserstand kann sich die Schwierigkeit (auch in der beliebten Schlucht) dramatisch ändern, um diese Jahreszeit muss man noch mit großen Schwankungen rechnen. Bootswagen kann sich lohnen bei den großen Wehren zwischen Chassezac-Mündung und Vallon Pont d'Arc. Die Bootsgassen dort sind bei höherem Wasserstand (und bei sehr niedrigem wohl auch) nicht mehr zu befahren, dann unbedingt aussteigen und anschauen. Mit Faltkanu sowieso.

Über die Grenzen würde ich nie etwas sagen wollen, ohne euch zu kennen. Ab Aubenas ist es bei ausreichend Wasser ziemlich sportlich. Der Flußgrund besteht da aus schrägen Felsriegeln, die interessante Schrägwalzen, recht beeindruckende stehende Wellen und Löcher bilden. Ohne Wildwasserausstattung und -ausbildung ungeeignet.

Wenn das Wasser braun ist, lieber woanders hin fahren.

Spartaner Offline




Beiträge: 846

06.04.2013 18:38
#11 RE: Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

Also Leute, meinen Dank für Eure Tipps - hat alles hingehauen.

Zitat von raftinthomas im Beitrag #2
Aber ich finde die Ardeche als Wanderfluss nicht so dolle. ... um Vallon herum einige sehr anstrengende Wehrumtragungen. Eher kurze Gesamtstrecke, weniger als 70km maximal.
Einsatzmöglichkeit etwa ab Lanas oder Vogue, keinesfalls oberhalb Aubenas. Ausstieg St. Martin, eventuell auch später, bin aber nie selbst weiter gefahren.

Wir sind in 5 Paddeltagen von Aubenas (vom
Camping Le Plan d'Eau
, wo das Auto einfach am Ufer stehen bleiben konnte) bis 4 km vor Pont-Saint-Esprit gepaddelt (80 km Track). Mit vollbeladenem Ally, ca. 230 kg Gesamtgewicht. Super Tour, WW-Schwierigkeiten lt. DKV-Führer I - II (max. III), aber real vergleichbar mit den schwedischen IVern vom Lainio. 3 Wehre haben wir umtragen, den Rest sind wir gefahren (Bootsgassen).
Natürlich waren wir dort Exoten. Die Faltbootquote erreichte ca. 2 zu 1000. Bis auf einen weiteren Ally (nur gesehen auf einem Busdach auf der Schluchtstraße) waren alle anderen in Wildwasserbooten unterwegs, maximal Tagestouren. Davon ca. 95 % Deutsche, die 6 Franzosen und die 2 Araber gingen in der Masse der Deutschen unter.

Zitat von Marmotta im Beitrag #3
eine der Herausforderungen an der ardeche (und auch am Tarn) ist der Wasserstand,
Schneeschmelze im Zentralmassiv ist nicht mehr viel los, und den Flüssen wird (vermutlich) mehr wasser als früher entzogen.

Schmelzender Schnee war nur noch in großen Flecken auf den Höhen des Zentralmassivs zu sehen. Dafür hatten wir 2 Tage reichlich Regen, aber wiederum auch nicht so viel wie an der Drôme. Das Ardèche-Wasser blieb klar, der Pegel reichte in Vogüé knapp bis an den roten Bereich, war also noch orange. Insgesamt ein super Wasserstand für unseren Frachter, siehe Grafik vom Durchfluss am Pegel Vogüé unten: der rote Balken kennzeichnet den Fahrtzeitraum). So rammten wir nur wenige Felsen, ein kleines Loch wurde wohl auch reingerissen, ist aber noch nicht verfiziert, ob es die Haut voll durchstochen hat.

Zitat von Marmotta im Beitrag #3
Umsetzen/Nachholen des Autos geht nur mit Fahrrad oder Zweitfahrzeug, öffentlicher Nahverkehr ist mir nicht erinnerlich. Und ob die Verleihfritzen einen mitnehmen?

Es gibt eine gute Busverbindung Pont-Saint-Esprit → Bourg-Saint-Andéol (Umsteigen) → Aubenas. 70 km für satte 3 €!

Zitat von raftinthomas im Beitrag #2
An der Ardeche ist es imemr etwas wärmer, da durch die Rhone das Mittelmeerklima reindrückt.

Davon haben wir leider nicht viel gemerkt, ich meine vom Reindrücken warmer Luft. Sicher, wir hatten 10 - 15 Grad wärmere Luft als hier im Winterdeutschland, aber doch recht durchwachsen. Der Wind, an den ich mich erinnere, war kühl und kam aus Nord.

Zitat von raftinthomas im Beitrag #2
Die beiden Biwakstellen in der Schlucht müssen vorher reserviert werden, die Campings haben meist schon auf.

Wir haben in der Schlucht erst am Plage des Templiers genächtigt, und da war noch kein Mensch, der sich für uns näher interessiert hätte.

Insgesamt eine tolle Tour, ein Reisebericht folgt später.

Gruß Michael

Angefügte Bilder:
Vogue2451_1365182113a.png  
Biki Offline




Beiträge: 119

06.04.2013 21:18
#12 RE: Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

Ich hab die Augen aufgehalten, aber den Ally nicht entdeckt

War in einer der WW-Gruppen unterwegs, aber mit dem Packraft. Auf der Ardeche war ich 4 Tage - der Wasserstand verführte, öfters zu kommen.

Spartaner Offline




Beiträge: 846

07.04.2013 23:29
#13 RE: Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

Ach schade. Wo wart ihr wann? Bei uns sah es etwa so aus: 1. Tag Aubenas, Camping Le Plan d'Eau, bis Höhe Saint-Sernin, 2.+3. Tag abwettern, 4. Tag bis Pradons, 5. Tag bis Höhe Les Mazes, 6. Tag in die große Schlucht bis zum Camping Plage des Templiers, 7. Tag bis 4 km vor Pont-Saint-Esprit.

Zitat von Biki im Beitrag #12
der Wasserstand verführte, öfters zu kommen.

Das ging uns auch durch den Kopf. Am Tag des Auto-Rückholens war allerbestes Frühlingswetter. Ich bin die Schluchtstraße gefahren und habe fotografiert, aber besser wäre gewesen, die Schlucht einfach noch mal zu befahren. Ging dann bloß zeitlich nicht noch mal.

Gruß Michael

Biki Offline




Beiträge: 119

08.04.2013 01:58
#14 RE: Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

Ostermontag und Mittwoch danach die große Schlucht, davor und danach die oberen Abschnitte ab Vogüe - alles als Tagestouren. Dazwischen auch noch andere Bäche. Ich hatte 2 Wochen Zeit.

Ich fand, besonders die Bootsrutschen hatten's in sich. Am besten gefallen hat mir der Abschnitt ab Balazuc, etwa km 60: die Felsformationen, die steil anfallendes Wasser vorgaukeln und das dann elegant zwischen den Felsblöcken durchschlängelt.


raftinthomas Offline




Beiträge: 555

08.04.2013 09:32
#15 RE: Längstmögliche Tour Ardeche im 2er-Faltkanadier? antworten

Mal etwas zu den Wasserständen: Die waren/sind ungewöhnlich hoch, normalerweise läuft um Ostern ein Drittel bis ein Fünftel des Wassers, in den letzen Jahren auch mal nur ein Zwanzigstel. Und nicht als völlige Ausnahme.
Das Wasser kommt tatsächlich vom Regen in Kombination mit Schnee im Zentralmassiv. Und so viel Schnee wie es diesen Winter gegeben hat gibt es auch nicht regelmässig. Exakt das gleiche gilt für Korsika.

grüsse vom westzipfel, thomas

Angefügte Bilder:
P3307557.jpg  
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