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Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 9.072 mal aufgerufen
 Allgemeines Canadierforum
Zündler Offline



Beiträge: 4

04.06.2008 20:03
Imprägnieren von Baumwolle antworten

Hallo!
Wer kann mir Tipp`s zum imprägnieren von Baumwolle geben? Soll ein Regencape werden und so dicht werden
wie z.B. Barbour Motorradbekleidung o.Ä. Habe bisher beispielsweise meine Fjällrävenjacke mit dem em-
pfohlenen Wachs eingeföhnt und gebügelt usw. Habe das Ganze trotz massenhaft Wachs nicht dicht bekommen.

Manfred Offline



Beiträge: 320

04.06.2008 20:31
#2 RE: Imprägnieren von Baumwolle antworten

Hi!

Nimm doch das Barbourwachs dafür. Eine Garantie kann ich aber auch nicht geben, das es wirklich so dicht wie die Barbourklamotten wird.
Das Fjällrävenwachs kannste in punkto wasserdichtigkeit vergessen. Ich weiss auch nicht, warum diese Fjällrävenwasserdichtigkeitsgeschichte rumgeistert. Ist schlichtweg falsch.


Manfred

josh Offline




Beiträge: 175

04.06.2008 22:29
#3 RE: Imprägnieren von Baumwolle antworten

stimmt,
du kannst die klamotten wachsen, bis deine finger wund sind oder sie von ganz alleine stehen. gewachst mögen die fr klamotten etwas wasserresistenter sein als ungewachst aber von dicht kann keine rede sein. ein regencape aus baumwolle wäre mal etwas neues, wird aber nicht wirklich funzen fürchte ich.
gruß
ole

Trapper Offline




Beiträge: 1.561

05.06.2008 09:09
#4 RE: Imprägnieren von Baumwolle antworten

In Antwort auf:
Das Fjällrävenwachs kannste in punkto wasserdichtigkeit vergessen. Ich weiss auch nicht, warum diese Fjällrävenwasserdichtigkeitsgeschichte rumgeistert. Ist schlichtweg falsch.

Wobei meines Wissens von Seiten des Herstellers niemals von Wasserdicht gesprochen wurde, sondern von Wasserabweisend.Somit wohl die ersten Softshells der Outdoorgeschichte
Barbour verwendet für seine Sachen sehr enggewebte Baumwolle besonderer Hersteller. Nur da funktioniert das Wachs auch leidlich,wie ich schon des öfteren festellen durfte.
(Wachsjacken von Billiganbietern)Aber auch meine Barbourjacke hat so einige Stellen wenn es länger regnet......
Schau dich mal nach den Tauchimprägnierungen der Zelthersteller um. Da könnte was dabei sein!

Internette Grüße Thomas

Manfred Offline



Beiträge: 320

05.06.2008 13:53
#5 RE: Imprägnieren von Baumwolle antworten

Hi!

Oder wie wärs wenn du ETA Proof nimmst. Dann brauchste nix wachsen und dicht ist es trotzdem.

ETA Proof gibts hier:

http://www.extremtextil.de/catalog/produ...products_id=549

Hat man früher auch für die Originalen Militär Trenchcoats genommen.

Manfred

Zündler Offline



Beiträge: 4

07.06.2008 17:45
#6 RE: Imprägnieren von Baumwolle antworten

Hallo Manfred,
Danke für deine Antwort-klingt überzeugend, auch die Info die extermtextil dazu gibt. Komme vermutlich vor
meiner Lapplandreise nicht mehr dazu das Ding anzufertigen, gebe aber auf jeden Fall bescheid wenn`s funktioniert. Steige auf gewachste Baumwolle um, auch auf die Gefahr hin, dass es nicht 100% dicht ist.
Von dem Goretexgeraffel habe ich nun endgültig die Nase voll. Habe X-mal bei mir selbst und Freunden beobachtet, dass man bei schwerem Gepäck, bergrauf und runter nach einigen Stunden Regen klatsch nass ist.
Bei solchen schweißtreibenden Aktionen ist`s schluss mit "Atmungsaktivität" - und: der Eigengestank ist nach
einigen Regentagen unerträglich.
Übrigens Regen, bzw. Wasser: wenns dich interessiert wie du mit trockenen Schuhen Bäche durchqueren kannst
lass as von dir lesen Gruss Zündler

Zitat von Manfred
Hi!
Oder wie wärs wenn du ETA Proof nimmst. Dann brauchste nix wachsen und dicht ist es trotzdem.
ETA Proof gibts hier:
http://www.extremtextil.de/catalog/produ...products_id=549
Hat man früher auch für die Originalen Militär Trenchcoats genommen.
Manfred

Manfred Offline



Beiträge: 320

07.06.2008 23:18
#7 RE: Imprägnieren von Baumwolle antworten

Und noch en Link:

http://www.manufactum.de/Produkt/169122/...elEtaProof.html


Stolze Preise aber auch gute Information.

Was du über das Gore Tex Geraffel schreibst kann ich voll unterstützen, habe da auch meine Probleme. Bin halt nen Schwitzer.

Trockenen Fusses durch einen Bach? Komme immer mehr zu Gummistiefeln zurück.
Schöne Firmen: Le Chameau, Aigle, Nokia, ne Schottische Firma (hab den Namen nicht parat)...kosten aber auch ne Stange

Manfred

Kanuhans Offline




Beiträge: 74

08.06.2008 10:48
#8 RE: Imprägnieren von Baumwolle antworten

Aufgrund meiner Erfahrungen mit Baumwoll-Zeltstoffen kann ich nur sagen:
Dichtigkeit (relativ) hängt in erster Linie von der Webart ab. Ein Freund hat ein ca. 50 Jahre altes Klepper-Zelt, das noch heute dicht ist. Mein Strohmeier-Zelt aus den 70er-Jahren brachte ich noch nie dicht.
Vom Wachsen bin ich nicht begeistert, man schwitzt mit gewachster Kleidung genau so wie mit Membranklamotten. Ich halte High Tech Bekleidung für viel besser als alles Andere - wenn's um Wetterschutz geht.
Gruß Hans

Paddelgruß Hans

Zündler Offline



Beiträge: 4

08.06.2008 19:29
#9 RE: Imprägnieren von Baumwolle antworten

Hallo!
Hier mein Tipp - ist aber wohl in erster Linie für Berg- und Lapplandwanderer interessant, die
nicht soviel`"Stauraum" wie ihr Paddelkönige zur Verfügung haben. Also: alten Schlauch von `nem
Montainbike der Länge nach aufschneiden. Aufrollen, sieht nun aus wie eine elastische Binde. Das
freie Ende wird nun zwischen Absatz und "Vordersohle" geführt. Dieses Ende liegt nun oben auf dem
Schuh(da wo die Schnürsenkel sind) und wird nun mit der nächsten Wicklung fixiert. Nun wird weiter
sehr, sehr straff und überlappend gewickelt, oben am Schaftende besonders gründlich. Noch etwas weiter über die Wadeln, ebenso, dass der Schaftbereich gut "abgedichtet" ist. Nun sollte vom Schuh
nur noch der vordere Bereich der Spitze und ein Teil der Verse-Absatz sichtbar sein. Das andere
Ende (oben)Schiebst und verknotest du einfach. Wichtig ist, dass alles sehr straff gewickelt ist-
und: deine Bergschuhe sollten noch eine halbwegs funktionierende Membran besitzen und möglichst
wenig Nähte haben. Nachdem ich oft weglos hier in den Alpen und in Lappland unterwegs bin habe
ich damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Gewicht etwa 300Gramm /Paar, und das Packmaß ist ebenso
im Vergleich zu Turnschuhen etc. sehr gering.Anlegen dauert keine 5 Minuten und der Sicherheitszugewinn ist gerade beim durchwaten tieferer und stark strömender Bäche/Flüsse einfach
enorm, gerade wenn, wie in Skandinavien häufig der Fall mit 20 Kg Rucksack gewandert wird. Da bieten
Turnschuhe, wie häufig empfohlen, meiner Ansicht nach zuwenig Halt.
Habe mich bereits vergeblich an Firma Ortlieb gewandt, ob die nicht Interesse hätten eventuell das
ganze mit leichterm Material und eventuell noch verbessert zu entwickeln. Na ja - so bleibt`s billig
und für jedermann leistbar. Grüsse : Zündler

Zündler Offline



Beiträge: 4

08.06.2008 19:41
#10 RE: Imprägnieren von Baumwolle antworten

Hallo Hans,
Ich denke die Frage ob Goretex oder Baumwolle, oder Wolle oder Funktionskleidung ist schon bald
ein "Glaubensstreit" den jeder für sich beantworten muss. Habe erst kürzlich wieder den Nässe-Kälte
-Test mit Goretex (Berghaus dreilagig) und darunter Funktionsflies vollzogen. Bedingungen: 15kg
Rucksack, alpines wegloses Gelände und von morgens 10 bis abends 18 uhr Dauerregen, dazu noch teil
weise starker Wind. Ergebnis: absolut negativ, war klatschnass und habe das erste Mal seit Jahren
richtig geschlottert. Ansonsten habe ich bei meinen Wintertouren (mehrtägig und ohne Hüttenschutz)eben mit Wollbekleidung und selbst
der nicht dichten Fjällräven Jacke bessere Erfahrungen gemacht. Na ja bin gespannt auf das empfohlene Eta Proof.

welle Offline




Beiträge: 1.525

08.06.2008 22:23
#11 RE: Imprägnieren von Baumwolle antworten

Trockenen Fußes durch einen Bach und auch
bequem beim Kanufahren:
Chota MUkluks nicht vergessen
Gruß
Albert

Björn Zimmer Offline



Beiträge: 3

11.12.2015 10:59
#12 RE: Imprägnieren von Baumwolle antworten

Hallo zusammen!

Also ich hab ja mit dem wachsen sehr gute Erfahrung gemacht. Ich hab zuletzt meine Baumwolljacke damit bearbeitet und muss sagen,
dass gefällt mir schon ganz gut. Hab allerdings auch nicht von fjäll räven bestellt sondern hier

http://www.ebay.de/itm/Dr-Gees-Impregnat...VkAAOSwcBhWaBTD

Weiß jetzt aber nicht, ob das son großen Unterschied macht....

Schönen Gruß

Björn

Dull Knife Offline




Beiträge: 754

12.12.2015 01:22
#13 RE: Imprägnieren von Baumwolle antworten

Da hat aber jemand einen gaaaanz alten Faden ausgegraben.

Warum nicht??


Fjäll Räven neu gewachst: alles Wasser perlt ab, ohne das Gewebe überhaupt wahrzunehmen.

Hat man die vorbildlich gewachste Hose ein paar Tage getragen, wird das Gewebe weicher, anschmigsamer. Kurz: die vorher geschlossene Wachsschicht bricht.

Im Regen quellen die Fasen nicht auf. Ein gegenseitiges Abdichten findet nicht statt.

Regen fließt an den Fäden des Gewebes durch.
Beim letzten Regen hatte ich das erste mal das Gefühl, dass das Wasser, als es durch den Stoff drang, innen entlanglief.

Nunja, die einzelnen Fäden des Gewebes nehmen, da sie ja mit Wachs imprägniert sind, wenig Wasser auf.

Dadurch trocknet gewachstes Gewebe schneller.(aber die Socken werden nass) Wasserdicht ist es nie.

Soweit ich mich erinnere, wurde die Wachserei und G-1000 für Grönland genommen.
Da regnet es selten.

.

Im Leben ist es wie beim Paddeln: Wenn die großen Wellen kommen, immer in der Hüfte schön locker bleiben.

Dull Knife Offline




Beiträge: 754

12.12.2015 01:35
#14 RE: Imprägnieren von Baumwolle antworten

Zitat von Andreas Schürmann im Beitrag RE: Alternative zu Grönlandwachs
Das ist ja Alles schön und einfach.

Hat sich Jemand hier schon mal mit der Imprägnierung und dem Brandschutz beschäftigt?

Wachs und brennbare Fasern, so funktionieren meine Feuerstarter auch.

Vor allem für Zelt, Tarp usw. wäre mir ein Zusatz oder eine weitere Schicht etwa so was, ganz lieb.
Wenn man sich nicht auf anderer Seite eventuell neue Probleme einhandelt.

Hat da jemand Erfahrung?



Während ich den untenstehenden Post schrieb, musste ich immer an das obige Zitat denken.


.

Im Leben ist es wie beim Paddeln: Wenn die großen Wellen kommen, immer in der Hüfte schön locker bleiben.

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

12.12.2015 11:01
#15 RE: Imprägnieren von Baumwolle antworten

@Dull Knife Hallo Martin

Auf die zitierte Frage kam ja damals keine Antwort. Ich habe selbst ein wenig herum gekokelt.
Relativ, zu den heute üblichen Kunststoff-Klamotten, ist selbst dick gewachste Baumwolle schwierig zu entflammen.
Sie brennt zwar prima, geht aber nur an der offenen Flamme mit ordentlich dran halten an.

Die Kunststoffe verschwinden teils fast explosionsartig und brennen zum Teil mit herunter fallenden brennenden Tropfen.
Zusammen mit heißklebe Eigenschaften und den Giftstoffen die in Brandwunden abgelagert werden, ist mir jede Wachs getränkte Naturfaser lieber.

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