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Dieses Thema hat 41 Antworten
und wurde 3.932 mal aufgerufen
 Allgemeines Canadierforum
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Trapper Offline




Beiträge: 1.561

29.07.2014 09:24
#16 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

Zitat
wie oft ist man mit Gepäck unterwegs? Ich sehe schon, ich muss dem Vorurteil gerechter werden, dass Canadierfahrer immer ihr Tentipi dabei haben


Ein kleines Pack ist bei mir immer dabei! Wo lasst ihr denn die obligatorische Wechselwäsche, die Brotzeit, das erste Hilfepack,Regenschutz und die anderen Kleinigkeiten die auch auf Tagestour nötig sind? Der Auftrieb reicht völlig aus um das Boot etwas höher aus dem Wasser zu bringen.Frank hat es auf einem Canadiertreffen auch schon demonstriert das es perfekt funktioniert.....und hier beschrieben:http://www.canadier.com/selbstrettung1.pdf
Da ist eigentlich alles zur Selbstrettung gesagt!

Internette Grüße Thomas

Sirob188 Offline




Beiträge: 335

04.08.2014 15:12
#17 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

Also....

TWISTER alleine zu flippen geht gut, der ist dann auch nahezu leer. Was mir wichtig erscheint ist, dass vor dem Flippen das Boot senkrecht möglichst weit aus dem Wasser gehoben wird. Dann lasse ich ihn über mir auf den Kopf drehen und kann dann auch direkt unter das Boot und habe genügend leeren Raum, um atmen zu können. Dann schwimmt der gut auf, wenn dann der Luftschlitz auf gemacht wird, dann sinkt er deutlich ab. Daher, Luftschlitz öffen und dann auch gleich werfen. Funktioniert überraschend gut.

Soweit so gut....

Beim PAL von NovaCraft ist das anders. Entweder ist der deutlich schwerer als die angegebenen 27 kg oder ich mache grundlegend was falsch. Den flippe ich alleine nicht und wenn, dann ist der nicht im Ansatz leer.

Wie macht das ein Junge mit einem 27 kg Boot?

Fragt sich der Boris

PS: Das mit dem Pack werde ich nächstes Wochenende ausprobieren, vielleicht geht es dann?

Bin mal eben Holz streicheln oder nen TWISTER versenken...

sputnik Offline




Beiträge: 2.004

05.08.2014 14:49
#18 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

Zitat von Sirob188 im Beitrag #17
....
Beim PAL von NovaCraft ist das anders. Entweder ist der deutlich schwerer als die angegebenen 27 kg oder ich mache grundlegend was falsch. Den flippe ich alleine nicht und wenn, dann ist der nicht im Ansatz leer.

Wie macht das ein Junge mit einem 27 kg Boot?

Fragt sich der Boris
....



Hallo Boris,

ich habe keine Ahnung, wo dein Problem liegt. Kann dir auch gerade nicht das versprochene Filmchen machen, da ich in Urlaub bin und Sohnemann nicht zugegen.

Wie der Ablauf schulisch richtig ist, kann ich dir auch nicht sagen. Bin weder Instructor, noch Fachübungsleiter. Wir haben einfach so lange probiert, bis es geklappt hat. Learning by doing. Die einfachste Art des Lernens und m. E. die Beste. Bin eher praxisorientiert, als hier Doktorarbeiten zu schreiben und über Molekülwanderung im Holz zu debattieren Vielleicht findet sich noch einer, der es besser erklären kann. Wir heben keinesfalls das Boot vorher komplett aus dem Wasser. Zu schwer und das hältst du nicht lange durch. Es schwimmt kieloben, reintauchen, in Süllrandnähe die Hände dran, wassertreten, ankanten, stärker treten und schwupp.

Mal sehen, nächste Woche sind wir irgendwo an der Loire unterwegs. Genügt dir auch, wenn ich es filmisch zeige? Weiß nicht, wann ich mit meinem Sohn das nächste Mal paddel.

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

07.08.2014 09:46
#19 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

Wir haben gestern auch mal das schöne Wetter und das warme Wasser hier zum üben genutzt.

T-Bergung und assistierter Widereinstieg, Tandemeinstieg, das geht Alles leicht von der Hand.


Aber das Leerschwappen des "Morningstar" will Solo einfach nicht gelingen. Zu zweit reicht die Schubkraft um das Boot unter der entstehenden "Welle" weg zu schieben. Solo spritz das Wasser vom eingezogenen Süllrand nur wieder ins Boot.
Schwappen übers Heck geht zwar ist aber ein Geduldsspiel, weil die Welle im Boot so elend langsam läuft.

Flippen gelingt uns auch nicht, Rieke bekommt durch ein schmerzendes Knie keinen rechten Druck beim Beinschlag.
Ich bin dank "Husten, Schnupfen, Heiserkeit" und der voran gegangenen Übungen völlig Platt.

Fazit: üben, üben, üüüübeeen

Für das Nächste mal werde ich mich Solo zunächst auf die Bergung "übers Pack" wie in Franks PDF beschrieben konzentrieren.
Leerschwappen ist dagegen sehr bootsspezifisch und deshalb als Standart nicht wirklich optimal.

Der Versuch nach einer realen Kenterung zu flippen macht dann Sinn, wenn das Team sich sicher ist es auch zu schaffen.
In einem Team "kräftig" und "nicht kräftig",wollen schon die optimalen Hebepunkte am Süllrand gut überlegt werden.

sputnik Offline




Beiträge: 2.004

12.05.2015 12:47
#20 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

Ich weiß nicht, was ihr falsch macht. Vielleicht solltet ihr mal einen Kurs.......

Scherz beiseite. Vergangenen Samstag nach der Schlapphuttour und abendlichen Grillen noch zum Kringeln auf den See gegangen. "Normale" Kleidung, Chotas und dicke Wildwasserweste mit Wurfsack hinten dran, Cowtail.... also zusätzlich zu mir noch recht voluminös.
Dann nicht aufgepaßt und beim Cross Christie vorüber ins Wasser. Yellowstone (Tandem) kieloben. Hab ihn alleine incl. der daran angebundenen 1400er Pelibox mit der Spiegelreflex geflippt. Ist mir erst hinerher aufgefallen, daß die noch daran war. Paddel und Kniematte reingeworfen. Angela kam im Felicity längsseits und sagte: "auf los, steig ein!" Sie drückte mit den Unterarmen den gegenüberliegenden Süllrand nach unten, während ich mich ins Boot hievte.

So, nun stellt euch das Bildlich vor. Der große Yellowstone und ich mit Ü100kg (nasse Klamotten, schwere Schwimmweste, vermutlich 130kg insgesamt), daneben der zierliche Felicity und ein Persönchen wie Angela als Gegengewicht.

Es war das erste Mal, daß wir die Bergung in dieser Konstellation machen mußten. Und es war keine geplante Übung, sondern schlichtweg Notwendigkeit, weil wir mitten auf dem Tümpel waren. Flippen und Einsteigen klappten beim ersten Versuch.

Geht ned gibt's ned

Gruß,
Stefan

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Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

docook Offline




Beiträge: 884

12.05.2015 13:28
#21 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

Moin,
wenn ich mich da mal einmischen darf: Auch ich bekomme den Capistrano nicht hin. Ich habb`s schon vielfach versucht. Rumpf etwas anheben ist klar, Schwimmhilfe tragen (50NM ist klar, Beinschlag und los. Meine Armkraft reicht wohl aus aber ich drücke mich inkl. Weste unter Wasser-das war`s.
Ach ja-Eigengewicht allerdings nur 5 kg.
Dafür gelingt die Eigenrettungsmethode mit dem seitlichen "einschwimmen" immer super
Viele Grüße
docook

Info für die "Holzwürmer" unter uns:
6. Holzkanadiertreffen 19.6. – 21.6.2015 DAS ORIGINAL in Ritterhude. Infos siehe hier im Forum im eigenen thread.

sputnik Offline




Beiträge: 2.004

12.05.2015 15:49
#22 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

Zitat von docook im Beitrag #21
Moin,
wenn ich mich da mal einmischen darf: Auch ich bekomme den Capistrano nicht hin. Ich habb`s schon vielfach versucht. Rumpf etwas anheben ist klar, Schwimmhilfe tragen (50NM ist klar, Beinschlag und los. Meine Armkraft reicht wohl aus aber ich drücke mich inkl. Weste unter Wasser-das war`s.
Ach ja-Eigengewicht allerdings nur 5 kg.
.......


Du bist aber leicht

Docook, vielleicht habe ich die Ursache gefunden: beim Capistrano verhält es sich wie beim catch. Besser kurz und knackig als langsam und bedächtig. Das Boot muß oben sein, bevor du abtauchst.

Gruß,
Stefan

__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Jörg Wagner Offline



Beiträge: 871

12.05.2015 16:08
#23 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

Hallo Enno,
alles, was Du schreibst, paßt ins Bild, bei Deinem Eigengewicht (Null Vergessen) hast Du, besonders im Vergleich mit Stefan eine deutlich geringere Massenträgheit und Verdrängung, deshalb geht das bei Dir nicht, dafür kann Stefan die "Seitlicheinschwimmmetthode wohl eher nicht), Hauptsache, Du kommst rein (nach mehreren vergeblichen Capistranos ist eh die Luft raus).
Jörg Wagner

docook Offline




Beiträge: 884

12.05.2015 17:40
#24 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

Moin,
-Stefan, Jörg: Ja natürlich 50 kg, das kommt vom zu schnellen schreiben.
Zitat: kurz und knackig. Kurz kann ich ja schon von Natur aus-auch neeh Du meintest ein anderes "kurz" - und knackig geht auch. Was Jörg schreibt ist wohl die Erklärung. Ich hab es auch schon in Kursen unter Anleitung versucht, keine Chance für mich. Und genau was Jörg schreibt, den Capistranoversuch mache ich nur 2-3 x dann bin ich groggy.
Stefan, Dein Wiedereinstieg am See war aber dann ja eine tolle erfolgreiche Übung unter realen Bedingungen. Was auch wichtig ist im Team mit unterschiedlichen Größen und oder Gewichten zu üben. Ich wurde da schon ein paarmal unfreiwillig über den Canadier durch die luft geworfen (bis es dann irgendwann weh tut).
Viele Grüße
docook

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Klaus HH Offline



Beiträge: 13

13.05.2015 07:33
#25 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

Habe letzten Sommer mit einem Kumpel das Entleeren, Einsteigen mit dem Argosy geübt und wir sind auf noch eine abgewandelte Methode gekommen.
Der Argosy ist nicht schwer, hat aber einen stark eingezogenen Süllrand durch die Wenohnah-typische Bootswölbung. Da gab´s Probleme damit, ihn hoch genug kieloben aufs Wasser zu legen, um flippen zu können. Sank immer zu tief ein.

Vorbereitung ist ja, das Boot in Längsrichtung vertikal am Süllrand an die Wasseroberfläche zu ziehen, um es mit dem Süllrand möglichst flach auf die Oberfläche zu legen. Wenn in der Wölbung zu viel Wasser bleibt, geht das Hochziehen schlecht, man zieht das Wasser mit, weil´s nicht rausläuft. Also ein extrem schweres Boot.

Kippt man das Boot dabei aber zu sich selbst hin an, zieht also im Bogen schräg zu sich hin nach oben (Kiel LEICHT gen Himmel), bekommt man ihn höher raus. Effekt: das Boot hat schon einen Schwung um die eigene Achse mit dem es sich entleert.
Im letzten Moment vor dem "auf-den-Süll-legen" haben wir (1 Person allein) ihm von unten einen kräftigen Schwung in die entgegengesetzte Richtung versetzt. Der Schwung der Bewegung drehte sich entsprechend in einer S-Form um und das Boot lag völlig leer (nicht eine Pfütze) auf ebenem Kiel. Ohne Flip und ohne Abtauchen.

Die Wasseroberfläche ist dann so was wie ein Hebelpunkt zum Umlenken der Bewegung. In etwa eine extreme Form des shake-out.
Oder eben doch Flip, aber ohne Zwischenstopp.

sputnik Offline




Beiträge: 2.004

13.09.2016 23:24
#26 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

Zitat von Jörg Wagner im Beitrag #23
Hallo Enno,
alles, was Du schreibst, paßt ins Bild, bei Deinem Eigengewicht (Null Vergessen) hast Du, besonders im Vergleich mit Stefan eine deutlich geringere Massenträgheit und Verdrängung, deshalb geht das bei Dir nicht, dafür kann Stefan die "Seitlicheinschwimmmetthode wohl eher nicht), Hauptsache, Du kommst rein (nach mehreren vergeblichen Capistranos ist eh die Luft raus).
Jörg Wagner


Jörg, ich habe deine Worte nicht vergessen: Masseträgheit!

Heute, mehr graue Haare im Bart und steifere Glieder, Dory steht zum Verkauf, aber ich habe meinen Yellowstone immer noch.... und habe es nochmals probiert (diesmal mit guter Fotografin am Ufer )...... da geht noch was



Zuvor hatte ich den Felicity und den Yellowstone geflippt. Weniger gutes Ergebnis, da ich keine Schwimmweste anhatte. Mit Schwimmweste fliegt das Boot deutlich höher und Mann taucht nicht so weit ab

Wisst ihr, was euer Fehler ist? Ein richtiges Vesper. Nach dem Abtrocknen war Kohlehydrataufnahme angesagt:



In diesem Sinne: frohes Üben und Vespern.

Grüßle,
Stefan und Angela, die Fotografin


P.S. zum Thema da geht noch was... vielleicht geht noch mehr. Demnächst gönne ich mir die Verrücktheit ein 35kg Boot zu kaufen. Meint ihr, das bekomme ich auch noch geflippt? Stark und Groß durch Spätzle mit Soß'

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Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

docook Offline




Beiträge: 884

14.09.2016 10:00
#27 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

Moin Stefan,
ich bekomme gerade Angst-Du schaffst den Capistranoflip mit 3 Liter Wasser in Bug und Heck
Aber ist ja auch klar: Stark und Groß durch Spätzle mit Soß-das gibt`s hier im Norden nicht täglich
...und dann versteht Ihr noch zu leben, so mit Weinglas und co.Irgendwann muß ich da mal vorbei schauen...
Viele Grüße
docook

Grundl Offline




Beiträge: 67

14.09.2016 10:50
#28 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

Das mit dem Boot werde ich nie schaffen, eher das Gläschen lupfen.

Zwei sehr schöne Bilder und man freut sich mit

SL_Paddler Offline




Beiträge: 84

14.09.2016 14:21
#29 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

Ich grübel gerade, wie ich wohl mein 40kg "großes rotes Ungeheuer" flippen soll...
Bringe zwar auch gut 100kg Masse mit, aber dennoch: ich fürchte, dat ward nix!

sputnik Offline




Beiträge: 2.004

14.09.2016 21:14
#30 RE: Nach dem TWISTER versenken.... antworten

@docook: da waren nicht nur das Wasser, sondern auch noch mein schweres Wildwasserpaddel drin
Du dürftest den Wein natürlich auch aus einer deiner selbstgeschnitzten Tassen trinken, kein Problem.

@Grundl: nur Mut. Vorneweg aufgeben gilt nicht.

@SL_Paddler: übernächstes WE starte ich den Versuch mit 35kg. Werde berichten, ob da noch 5kg nach oben offen sind

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Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

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