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Dieses Thema hat 39 Antworten
und wurde 3.474 mal aufgerufen
 Allgemeines Canadierforum
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Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

18.12.2012 14:12
#16 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten

Hallo Mike,
am Anfang und Bei 27 liegen rechts 2 Steine, um an dem zweiten dichter dran vorbei zu kommen wäre die Anfahrt von links schon okay. Mit Gepäck würde ich bis 27 kein Vollgas geben aber ohne macht das steuern wenig Sinn.
LG Jürgen

Donaumike Offline




Beiträge: 993

20.12.2012 09:12
#17 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten

Das heißt üben. Ich bin davon ausgegangen das ich mit einem Tandem zu zweit fahre und mein Bugpaddler in dieser Situation nichts macht außer sich am Süllrand festklammert.
Ich gehe davon mal aus dass nur der Heckmann reagiert. Hätte ein Duffek auch vom Heck aus Sinn gemacht, geht das überhaupt? Habe dies leider noch nicht probiert, erfuhr erst in Axels Buch davon. Ein Ziehschlag vom Heck aus, hätte das etwas genutzt? Was ist das sinnvollste wenn nur vom Heck aus „operiert“ wird? Ich finde das Zeitfenster um zu reagieren auch sehr knapp, das erfordert wohl viel Übung.

Wenn ich jetzt könnte, würde ich gleich aufs Wasser und es ausprobieren.

Gruß Mike

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

20.12.2012 10:07
#18 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten

Hi Mike,
auch wenn Axel das in seinem Buch ganz anders sieht ... mach am besten einen guten Kurs. Komplexe Bewegungsabläufe hier im Forum zu erklären ist eine Sache, das Wochen später fehlerfrei umzusetzen eine andere Sache und zweifelsfrei unmöglich.
Grundsätzlich agieren beide Paddler im Tandem als Team, nur vom Heck aus paddeln ist nicht sinnvoll.
Süllrand festhalten ist der beste Weg, zu kentern. Duffek im Heck geht nicht, zumindest nicht mit dem Ergebinis, was Du gern hättest. Ich lasse mal nen Side Slip und Rückwärts außen vor ...

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

20.12.2012 20:59
#19 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten



Ich sehe das, glaube ich, gar nicht "ganz anders". Ich würde mal behaupten ich sehe das eben etwas differenzierter und fokusiere Kurse nicht ausschließlich auf gewerbliche Anbieter einer ausgewählten Schulrichtung.

Links der Textausschnitt des Buches, der sich mit Kursen (und Vereinen) beschäftigt. Der ist auf Seite 7 und Seite 8 dieses PDF-Dokuments, der "Leseprobe", zu finden. Kann jede/r gerne nachlesen. Als Urheber kann ich das ja wohl hoffentlich ungestraft veröffentlichen.

Axel

P A D D E L B L O G - 2. Sicherheitstreffen am 21./22.09.2013
There's more means to move a canoe than paddles

sputnik Offline




Beiträge: 2.005

20.12.2012 22:00
#20 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten

Zitat von Frank_Moerke im Beitrag #18
...., nur vom Heck aus paddeln ist nicht sinnvoll....


Hier spreche ich mal Fragen aus, auf die ich schon seit Wochen eine Antwort suche:

Warum haben die Trapper früher ihre Canadier alleine vom Heck aus gepaddelt?
Warum wird diese Technik nicht beibehalten, das Equipement wie WoodCanvas Boote oder Duluth Packs schon?

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Jörg Wagner Offline



Beiträge: 871

20.12.2012 23:09
#21 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten

Hallo Stefan,
Deine Fragestellung alleine ist noch kein Beleg, daß das früher so gehandhabt wurde, ich bezweifle das. Falls es so wäre, könnte eine möglicher Antwort lauten "das Eine hat sich nicht bewährt, das Andere sehr wohl"
Jörg Wagner

sputnik Offline




Beiträge: 2.005

20.12.2012 23:21
#22 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten

Zitat von Jörg Wagner im Beitrag #21
... "das Eine hat sich nicht bewährt, das Andere sehr wohl" ...


Das könnte eine logische Schlußfolgerung sein.

Ich wurde schon per PN nach Quellen zu meiner Aussage gefragt. Kann ich spontan keine nennen. Mir ist das
nur immer wieder aufgefallen bei alten Abbildungen in Büchern. Diese "klassischen" Bilder vom Trapper mit
Waschbärmütze und Biberfellen im Boot oder so ähnlich.

Mich beschäftigt das schon seit geraumer Zeit. So richtig nachforschen konnte ich bisher leider noch nicht.

edit:
auf die Schnelle habe ich jetzt auch kein Bild dazu gefunden. Jedoch eines, das mich schwer beeindruckt hat.
Ein Indianermädel beim Kringeln

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß\\\'

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

21.12.2012 08:03
#23 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten

Wer sich wie Dick Proenecke (interessanter Link, spannende Lektüre) eine Hütte am See baut muss dorthin allerhand Baumaterial befördern. Das geht am besten im Boot. Auch die Felle und Jagdbeute von Trappern werden am einfachsten im Kanu transportiert. An einem ruhigen See wird das Gerümpel eben in die Bootsmitte gewuchtet und man setzt sich ins Heck weil sichs da leichter paddeln lässt.
Das gilt für den See.

Es ist auch so, dass in Zeiten als noch nicht fotografiert sondern gemalt und gezeichnet wurde eher ein ungewöhnlicher als ein gewöhnlicher Anblick fest gehalten wurde. So erkläre ich mir die etwas häufigeren Abbildungen von Booten, in deren Heck ein einzelner Paddler sitzt.

In bewegtem Wasser werden die Leute auch eine sicherere Sitzposition gewählt und ihr Gepäck entsprechend austariert haben.

Axel

P A D D E L B L O G - 2. Sicherheitstreffen am 21./22.09.2013
There's more means to move a canoe than paddles

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

21.12.2012 08:33
#24 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten

Ganz konkret zum angesprochenen Film, dem Stein ausweichen oder ähnliche Manöver: Wenn nur der Heckpaddler agiert, hat man nur 50% der Leistung, 50% der Möglichkeiten. Im konkreten Fall dürfte das eher nicht reichen.

Paddeln aus dem Heck grundsätzlich:
So lange das Wasser nicht oder nur wenig bewegt ist und das Boot mit den üblichen Utensilien wie Biberfelle, Whisky und Winchester einigermaßen richtig getrimmt ist, kommt man ja auch ohne Probleme voran, auch wenn man sich dadurch in den Möglichkeiten selber begrenzt. Alle Paddelschläge vor dem Drehpunkt des Bootes gehen dann nähmlich nicht - sind aber auch nicht so dringlich, wenn genügend Platz auf dem Wasser ist.

Historie:
1. Viele Filme zeigen uns die Bilder, von denen der Regiseur meinte, dass es so schön aussieht. Ob Winnetou tatsächlich historisch korrekt unterwegs war, bezweifel ich mal ...
2. Bei allem Respekt vor den Leistungen und Erfahrungen von Trappern und ähnlichen Leuten: Ich bezweifel stark, dass die sich permanent Gedanken um effiziente Paddelschläge, Trimm und ähnliche Dinge gemacht haben. Nicht jeder, der vor 200 Jahren im Kanu saß, hat es automatisch besser gemacht. Die wenigsten waren damals im Kanuverein oder haben Kurse besucht. Da haben sicher viele Leute, die draußen lebten, die auch mal mit dem Kanu unterwegs waren, ihre ganz individuellen "Problemlösungen" gehabt.

Wolfgang Hölbling Online




Beiträge: 2.918

21.12.2012 08:48
#25 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten

.. ist ja auf offenem Wasser auch kein Geheimnis - kann jeder ausprobieren: schlecht getrimmt bei Wind.
Wo sitzt eigentlich Bill Mason im Kanu?
LGW

Ps Ich kenne Paddler, die fahren schon 20 Jahre im OC ..... und werden es auch nicht mehr lernen.

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

sputnik Offline




Beiträge: 2.005

21.12.2012 09:05
#26 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten

Gut, daß wir darüber gesprochen haben. Das Argument Flachwasser ist entscheidend. Ich hatte mir als Parallelen
die Spreewald-Stocherkähne und die venezianischen Gondeln gedacht. Schön, da wird nicht gepaddelt, aber der Typ
steht hinten und muß auch sein Schiffchen um die Kurve bringen.
Daß der Canadier zum Materialtransport auch in der Mitte beladen wird, die das größte Volumen bietet, klingt logisch.
Daß diese wichtige Ladekapazität nicht für ein dürres Männchen verschwendet wird ist einleuchtend. Schwierige
Schwallpassagen werden dann eben getreidelt.

Wolfgang, damit

Zitat von Wolfgang Hölbling im Beitrag #25
.....
Ich kenne Paddler, die fahren schon 20 Jahre im OC ..... und werden es auch nicht mehr lernen.

meinst du zum Glück nicht mich. Habe gerade nachgerechnet. Bei mir sind es erst 17 Jahre

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

ronald Offline



Beiträge: 209

21.12.2012 10:53
#27 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten

[quote="sputnik"|p9985448]...Ich hatte mir als Parallelen
die Spreewald-Stocherkähne und die venezianischen Gondeln gedacht. Schön, da wird nicht gepaddelt, aber der Typ
steht hinten und muß auch sein Schiffchen um die Kurve bringen.
Daß der Canadier zum Materialtransport auch in der Mitte beladen wird, die das größte Volumen bietet, klingt logisch.[quote]

Hi,

diese Parallele liegt durchaus nahe. Lasten bewegst du am besten vom hinten, dazu kommen Faktoren wie Übersicht usw. Und ursprünglich ist der Canadier halt zum Lasten schippern erfunden worden, Waren oder Menschen. Ein schweres Boot drehst du (allein) schon aufgrund des Hebels leichter von hinten, besonders wenns recht lang ist (was auf alten Darstellungen fast immer der Fall ist).
Dass viele heute den C. als Sportgerät verstehen und nutzen erklärt m.E. die häufig bevorzugte mittige Sitzposition, da sich hier das (kürzere!) Boot natürlich leichter drehen und manövrieren lässt. Gewicht/Masse sind sekundär.

Trotzdem gibts, denke ich, kein "richtig" oder "falsch", höchstens ein "klassisch" oder "modern" - jeder eben wie er will.
Und dass auf alten Abbildungen, Filmen usw. der Solist meist im Heck sitzt, ist mit Sicherheit korrekt dargestellt.

Gruß, Ronald

Hans-Georg Offline




Beiträge: 656

21.12.2012 12:25
#28 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten

Hallo Ronald,
richtig oder falsch erweisen sich immer situationsbedingt. Auf einem See mit böigem Wind erweist sich die Heckposition sehr schnell als wenig praktikabel, auch und gerade beim sologefahrenen Tandem. Nicht umsonst hat Mason , der jährlich über Jahrzehnte mindestens 6Monate im Boot war, eine andere Paddelposition bevorzugt. Und ich freue mich dann auch immer, dass ich , welches Boot auch immer , in der Situation aus der Mittelposition unter Kontrolle habe.
Die Richtigkeit der Position in Filmen würde ich stark anzweifeln. Von einem Protagonisten im klassischen Indianerfilm weiss ich persönlich, dass er die Mittelposition bevorzugt hätte, das damals aber sehr großformatige Kameraequipment auch irgendwo untergebracht werden mußte..Nur deshalb sitzt er im Heck.

Gruß
Hans-Georg

Jörg Wagner Offline



Beiträge: 871

21.12.2012 14:29
#29 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten

Hi,
@ Frank : 50 % sind sogar eher zu hoch gegriffen, weil solche Phänomene wie Sidewash etc. bei normal leicht hecklastigem Trim nochmals effizienzminderrnd sind etc. Meiner Meinung nach würden die vielen Nachbetrachtungen, den Protagonisten vorher zugeflüstert, diesen auch nicht geholfen haben, die waren in der Situation auf ihrem Könnensstand überfordert, Andreas´Bemerkungen über die Flachwasserlastigkeit des Teams treffen es wohl am besten.
DIE BRÄUCHTEN EINEN WW KURS
@ Ronald die meisten erhaltenen echt alten Kanus aus Indianerhand belegen nicht, daß die Canadier als Lastentransporter konzipiert waren, dazu hat die der Weiße Mann gemacht, der mit Unmengen an Ausrüstung unterwegs war, die Indianer haben merheitlich eher kleinere Boote für den Eigenbedarf gebaut, hatten halt nicht so viel Geraffel dabei, sondern lebten auf ihren Wegen vom Land. Erst die Aufträge der Weissen Eroberer führten zu mehr Volumen, Extrembeispiel sind die Montreal-Canoes der einschlägigen Pelzhandelsgesellschaften bzw. die "Canoes du Nord" der Leute, die das ganze Jahr über bei den Indianern lebten und die Pelzausbeute einmal im Jahr beim Großen Rendezvous bei Grand Portage am Lake Superior gegen Handelsgüter eintauschten, da war Kapazität von Bedeutung,
heute ist sie für Ausrüstungsfetischisten wichtig (da schließe ich mich nicht aus).
Jörg Wagner

gast Offline



Beiträge: 153

21.12.2012 14:44
#30 RE: Aus Fehlern anderer lernen? antworten

leider nicht auf Deutsch aber vielleicht zeigen die Bilder genug?
http://home.planet.nl/~xele42sb/bofh.html
Kanu A ist ein tandemkanu wo nur ein Heckpaddler agiert
Kanu B ist ein tandemkanu wo Heckpaddler und Bugpaddler zusammen agieren

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