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Dieses Thema hat 64 Antworten
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 Ausrüstung > Zelte, Öfen, Kochen, Lagerleben
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artbergmann Offline



Beiträge: 23

14.02.2012 15:25
Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

Hallo liebe Forenmitglieder,

ich hab vor mein Lavvu ( Helsport Reisa ) auf einem Campinggelände fix stehen zu lassen, weil ich relativ oft darin wohnen will. Das Zelt soll ein richtiges Bett und einen Ofen drin haben. Eigentlich dachte ich daran, ein echtes Tipi zu kaufen, aber die dürften erstens weniger windstabil sein als ein Lavuu und zweitens schimmelt reine Baumwolle gerne. Ausserdem ist ein echtes Tipi nicht dicht wegen der Stangen die oben durchlaufen müssen.

Was mich nun interessieren würde, sind Langzeiterfahrungen mit Polyestergewebe im Hinblick auf Sonneneinstrahlung. Ich hab zu dem Thema verschiedene Foren durchsucht, aber nichts gefunden. Ich sehe es so - wenn ein Kunststofflavvu drei oder mehr Jahre Dauereinsatz überlebt, dann liegt man in einem Bereich, wo auch Baumwolle bereits ziemlich gammelt, hätte aber in dieser Zeit die Probeme mit durchnässter Zelthaut nicht und kann ausserdem leicht ein Innenzelt für den Thermoeffekt montieren.

Ja, warum tu ich das eigentlich? Ein Grund ist, dass ich ein Leben im Zelt testen will, ein anderer ist, dass ich verschiedene Arbeitsorte habe und so eine "zweite Wohnung" hätte.

Hatte einer von euch mal ein Zelt jahrelang draussen stehen?

GünterL Offline




Beiträge: 1.033

14.02.2012 15:35
#2 RE: Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

Hi,
ich würde für den Dauereinsatz zu Baumwoll- bzw Baumwollmischgeweben tendieren.

Erstens sind Baumwollzelte UV-beständiger,
zweitens hast Du in einem Baumwollzelt ein besseres Raumklima.

Im Sommer hast Du im Polyesterzelt einen Backofen.
Im Baumwollmischgewebe (Hanf-Baumwolle) konnte ma sich dagenen
locker aufhalten.

Schimmelproblem hast Du meines Wissenstandes nur beim nassen Zusammenlegen und
aufbewahren eines Baumwollzeltes. Wenns steht trocknet es ja sowieso wieder.

Ich würde Dir zu Greenoutdoorzelten raten.
ZB. von Albert (Absolut-cnaoe.de)

Warum soll ein Tipi nicht so Windstabil sein wie ein Lavvu?
Das Firmentipi von Lauche&Maas hat meines Wissens mehrere
schwere Stürme überstanden.

LG Günter

http://www.aoc.or.at/Willkommen_beim_AOC...Open_Canoe.html

artbergmann Offline



Beiträge: 23

14.02.2012 15:52
#3 RE: Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

Hallo Günter,

danke für die Antwort! Wegen Schimmel und Stockflecken bei Tipis warnen sogar die Hersteller selber. Im Winter liegt ja die Baumwolle am Boden auf und bleibt so dauernd nass.

Wegen der Sturmfestigkeit: ich habe bisher weder im Lavvu noch im Tipi einen schweren Sturm erlebt, aber bei so hohen Zelten entstehen laut Herstellern an der Spitze bis zu zwei Tonnen Zugkraft. Da Winde oft in Böen auftreten, wird eine flexible Konstruktion widerstandsfähiger sein. Beim Lavvu bewegt sich die Mittelstange bei Böen mit dem Wind, während beim Tipi alles ziemlich steif ist und daher mit einem Knall zusammenbrechen kann. Bei den mittleren winden die ich im Lavvu erlebt habe, war das Problem eher, dass die Häringe aus dem Boden gezogen werden, was man aber bei einem fixen Aufstellort ändern könnte. Mit Gummiringen an den Abspannpunken kann man bei Windböen eine Elastizität erreichen, die dafür sorgt, dass bei so einer Böe der Stoff nicht reisst und nach der Böe die Abspannung wieder optimal ist.

Ohne Zweifel sehr gut sind sicher die Baumwoll/Polyestermischungen wie bei Tentipi, aber leider auch sauteuer.

Trapper Offline




Beiträge: 1.561

14.02.2012 16:16
#4 RE: Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

Nette Seite zum Thema:>Klick<
Kunstfaserzelte würde ich auf keinen Fall unnötig der UV-Strahlung aussetzen;darüber gibt es im Netz auch vieles zu finden!

Internette Grüße Thomas

Albert Offline



Beiträge: 241

14.02.2012 16:27
#5 RE: Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

Moin,
mein Nachbar hatte mal 4 Jahre lang eine große Pfadfinder-Kote auf der Wiese stehen,
beim abbauen habe ich dann mitgeholfen es gab nix zu meckern sah alles noch gut aus.
Albert

artbergmann Offline



Beiträge: 23

14.02.2012 16:36
#6 RE: Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

Zitat von Albert
Moin,
mein Nachbar hatte mal 4 Jahre lang eine große Pfadfinder-Kote auf der Wiese stehen,
beim abbauen habe ich dann mitgeholfen es gab nix zu meckern sah alles noch gut aus.
Albert



Aha, das klingt interessant. Ich hatte zwar mal ein Baumwollzelt, hab es aber wegen dem Gewicht selten verwendet und daher keine Langzeiterfahrung. Kohten sind glaub ich aus reiner Baumwolle mit 280gr/m2 oder so?

Caspar Honig Offline




Beiträge: 197

14.02.2012 16:51
#7 RE: Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

Moin

Für Infos über Kohten kannst Du hier beim Pfadfinderversand Wiese oder hier beim Hersteller kucken. Es gibt Kohtenbahnen mit verrottungsfesten Erdstreifen, die sind im Dauereinsatz wahrscheinlich sinnvoll und halten auch Zugluft ab.

LG
Martin

"Sieh mal Johnny" rief der kleine Eisbär fröhlich, "Eis und Schnee! Da bin ich zu Hause" Hans de Beer

saniwolf Offline




Beiträge: 437

14.02.2012 17:03
#8 RE: Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

Hallo,

da wäre dann noch das Nordisk Sioux - 100 % Baumwolle, hat unten einen umlaufenden Kunststoffstreifen, gibt's mit 500 und 400 cm Durchmesser und ist auch nicht so hoch, aber hoch genug:

Nordisk Sioux

Lass' mal von dir hören, was aus deiner Unternehmung geworden ist!

Gruß aus Unterfranken

Wolf

artbergmann Offline



Beiträge: 23

14.02.2012 17:16
#9 RE: Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

Zitat von saniwolf
Hallo,

da wäre dann noch das Nordisk Sioux - 100 % Baumwolle, hat unten einen umlaufenden Kunststoffstreifen, gibt's mit 500 und 400 cm Durchmesser und ist auch nicht so hoch, aber hoch genug:

Nordisk Sioux

Lass' mal von dir hören, was aus deiner Unternehmung geworden ist!

Gruß aus Unterfranken

Wolf



Daran hab ich auch schon gedacht. Bei Obelink gibt es auch so ein Zelt aus reiner Baumwolle ( 5 m Durchmesser, 3,5 m hoch mit Faulstreifen ) um derzeit 399 Euro. Aber erstens hab ich ja das Helsport, welches sehr solide ist und zweitens war ich eben etwas skeptisch was reine Baumwolle betrifft. Umzusteigen würde nur Sinn machen, wenn ich absolut sicher bin, dass das jeweils andere Ding weniger schnell verrottet oder undicht wird.

moose Offline



Beiträge: 1.478

14.02.2012 18:50
#10 RE: Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

tipis sind fürs trockene klima gemacht und müssen beraucht werden
dass macht sie wasserfest und schimmelfest
ich habe das lange genug gemacht
es spielt keine rolle ob durch die rauchöfnung regen komnmt, hauptsache alle 14 tage wird geräuchert bessert 1 x die woche, am besten täglich

dies bezieht sich auf die klassiker

moose

artbergmann Offline



Beiträge: 23

14.02.2012 19:03
#11 RE: Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

Zitat von moose
tipis sind fürs trockene klima gemacht und müssen beraucht werden
dass macht sie wasserfest und schimmelfest
ich habe das lange genug gemacht
es spielt keine rolle ob durch die rauchöfnung regen komnmt, hauptsache alle 14 tage wird geräuchert bessert 1 x die woche, am besten täglich

dies bezieht sich auf die klassiker

moose



Du dürftest dich auskennen. Was bedeutet das in der Praxis? Stell dir vor, das Tipi ist nett eingerichtet, weil es ja eine Wohnmöglichkeit ist ...

... dazu kommt noch, dass es eventuell mal eine Woche nicht bewohnt wird und somit auch nicht geheizt wird. Das ist eben genau der Punkt wo ich skeptisch bin, obwohl sonst begeistert. An ein echtes Tipi kommt wohl vom Wohngefühl her so schnell nichts heran.

Hast du Erfahrungen, wie lange die serienmässige Imprägnierung und Schimmelresistenz wirkt, wenn das Ding einfach nur so dasteht?

moose Offline



Beiträge: 1.478

14.02.2012 19:37
#12 RE: Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

artbergmann Offline



Beiträge: 23

14.02.2012 20:30
#13 RE: Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

Nach meinen Erfahrungen ist ein Ripstop-Polyesterlavvu so stabil, dass es nur zwei Dinge umbringen können: entweder ein Orkan ( da steht kein Zelt mehr ), oder die Sonne, welche die PU-Beschichtung austrocknet. Da man den Sturm sowieso nicht verhindern kann, geht es also nur darum, die Sonne auszuschalten. Wenn das gelingt, hält das Lavvu fast ewig - glaub ich zumindest.

Eine Möglichkeit wäre, das Lavvu so aufzustellen, dass es immer im Schatten steht. Das würde bedeuten - im Osten ein grosser Baum und im Westen ein grosser Baum - oder man beklebt das Ding mit irgendwas. Geht das? Kann man auf eine PU-Beschichtung was draufkleben?

Ich weiss, dass das völlig ungewöhnliche Gedankengänge sind, aber bei einem stationären Zelt stellt sich diese Frage.

Um das aber wirklich beurteilen zu können, wäre interessant, ob jemand ein Polyesterzelt mal für mehrere Jahre fix aufgebaut stehen liess - am besten voll in der Sonne? Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass hier keiner dabei ist, der schon jahrzehntelang mit demselben Zelt Urlaub macht. also seid so nett und lasst mich an euren Erfahrungen teilhaben, ich berichte dann dafür darüber, wie es ist, ein Zelt als Wohnung zu benutzen. Passt der Deal?

Ganz im Ernst - ich will mein Helsport nicht wegschmeissen oder billigst verkaufen, nur weil ich auf stationären Betrieb wert lege, statt auf Gewicht und Funktionalität reflektiere. Es ist ein sehr gutes Zelt und ich möchzte es gern behalten, dshalb interessieren mich Meinungen von Leuten, die was Ähnliches haben.

Ulme Offline




Beiträge: 793

14.02.2012 20:36
#14 RE: Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

Inhalt aus Rücksichtnahme auf die Interessen des Vereins gelöscht!

artbergmann Offline



Beiträge: 23

14.02.2012 21:04
#15 RE: Fragen zu Zelt im Dauereinsatz antworten

Zitat von Ulme
An meinem Heimatfluss findet sich ein "Indianerlager" eines mittlerweile nicht mehr existenten Vereins.
Deren "Hinterlassenschaften" in Form mehrerer Tipis (heute würde man sagen Größe 10 bis 15) und einer Schwitzhütte
wurden vor ca. 15Jahren in Form von Holzstangen als Traggerüst und Bespannung in Form von ausgedienten Filtermattten
aus der Papierindustrie (Zelluslosefilterbahnen) errichtet.
Die Tipis wurden mittlerweile nahezu von der umgebenden Natur assimiliert, dennoch ergab mein Lokalaugenschein im vergangenen
September folgendes Ergebnis: Das Innere ist nach wie vor blanke Erde, ohne Vegetation, obwohl trotz unzähliger Flechten, Moose und Stockflecken
Licht durchscheint.
Ergo ist das Zeug dicht.
Und selbst Kyrill konnte den Dingern nichts anhaben.



Mit "Kyrill" meinst du einen Sturm, vermute ich. Hab mir die Namen von den zahllosen Stürmen nicht gemerkt. Willst du mir per PN sagen, wo der Fluss ist? ich bin Österreicher und falls es mir nicht zu weit weg ist, seh ich mir das an. Weisst du vielleicht auch, welche Ideologie die Leute hatten, die so wohnten?

Ich will euch allen was sagen, auch wenn ihr mich für vollkommen verrückt haltet: das kapitalistische System bricht grade zusammen und das ist auch ein Grund, weshalb ich ursprünglich leben möchte.

Jeder von euch, der manchmal irgendwo in der Wildnis unterwegs ist, weiss welche Kraft die Natur geben kann. Die Masse der Menschen ist davon weit entfernt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

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