Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Zur Vermeidung weiterer rechtlicher Auseinandersetzungen werden alle Beiträge und Äußerungen über die Firma Gatz-Kanus, den Namen und deren Produkte nicht mehr geduldet.
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 1.362 mal aufgerufen
 Tourenberichte
lej ( gelöscht )
Beiträge:

05.10.2011 12:24
Küste , stressfrei, leichtgewichtig oder back to the roots antworten

Moin,
irgendwie war es in letzter Zeit oft stressig und anstrengend mit den Touren, das schöne Gefühl von Leichtigkeit und Entspannung war abhanden gekommen. Ich identifiziere mich gerne mit der Art Bill Mason´s zu reisen, mal abgesehen von den Canvas-packs und dem Baumwoll- Campfiretent, was hier an der Küste etwas unpraktisch ist, schätze ich sein "wenig Überflüssiges dabei".
Lej hatte am Sonntag keine Lust auf "schon wieder Schwentine" und ich liess mich überreden. Pünktlich um 16 Uhr mogelten wir uns durch das Getümmel des Abpaddeltags der Kieler Vereine vom Gelände, hatten leichte Schwierigkeiten die korrodierten verzinkten Drehknöpfe am Schwert gangbar zu bekommen aber dann war´s soweit. Mit leichter Brise und Paddelunterstützung glitten wir über die Förde der Ostsee entgegen, unzählige Segelschiffe und Motorboote begleiteten uns und der eine oder andere Frachter kam uns entgegen Richtung Holtenauer Kanalschleuse.
Kurz vor Laboe begegnten wir mit Hallo einem Laminat-Mustang, kurz darauf lief der Rettungskreuzer mit Volldampf direkt hinter uns aus dem Hafen. Wir fragten uns, wer bei diesem Wetter wohl in Schwierigkeiten wäre.
Die Glockentonne passierend kamen wir in freieres Gewässer mit deutlich weniger Betrieb, Ostkurs. In der Ferne das Ehrenmal langsam kleiner werdend senkte sich die Sonne zum Horizont, ein starkes Gefühl von Weite und Ruhe entstand, was sicher ein Stück weit Antrieb für die Küstenpaddelei ist.
Weit vom Ufer entfernt, bei trotzdem geringer Wassertiefe, hatten wir mangels Algenaufkommen, glasklare Sicht zum Grund und so entdeckten wir plötzlich einen großen Plattfisch am Grund, Durchmesser gut ein halber Meter. Eine Monsterscholle oder ein Steinbutt? Lej sprang vor Aufregung fast aus dem Kanu und forderte mich mit den Worten" Papa, der reicht für uns beide, nimm das lange von Jörg", zu Taten auf.
Der Versuch den sicher köstlich schmeckenden Fisch mit einem gezielten Stoß zu erlegen schlug fehl, der Fisch schoss davon. Jörg, deine Shaw and Tenney´s sind ca. 10cm zu kurz!!!
Mit einem weinenden und einem lachenden Auge ging es weiter, dann ein kurzer Stop am Wendtorfer Graben. Da die Sonne dem Wasser jetzt deutlich auf die Pelle rückte drängte ich zum Weiterfahren. Wir fanden bald einen schöne Stelle für unser Nachtlager in den Dünen.
Während ich das kleine Zelt aufstellte, die Betten und das Abendessen vorbereitete, vertrieb sich Lej die Zeit mit Muschelsuche und Kormarane anpirschen.
Nach Norbert´s Mockturtel, ausgiebigem Hobofeuer mit Marshmellows und Wurst am Spieß, verschwand Lej in der Koje und ich bummelte bei klarstem Sternenhimmel, begleitet vom Rufen der aus Russland anreisenden Gänse, noch eine Weile am Wassersaum entlang. Geniessen, Entspannung, Ruhe, Leichtigkeit.
In der Nacht drei Minuten Regen, morgens reichlich Frühdunst und endlich Wind. Frühstück, Klamotten packen, aufriggen war Eins und wir im Nu auf dem Wasser. Auf Grund unserer diesmal stark abgespeckten Ausrüstung kam der Yellowstone schon bei 3-4 auf guten Speed und leicht ins Surfen. Direkt auf "am Wind Kurs" lagen wir plötzlich um ein Haar im Bach, was war passiert? Ich war im Rausch des fast lautlosen Dahingleitens etwas in meiner Tagträumerei gefangen und Lej hatte nichts besseres zu tun als wegen ein paar kleinen Fischen, bei voller Fahrt den Kescher auf der Leeseite ins Wasser zu rammen. Ich war stinksauer und froh zugleich, dass es noch mal gut gegangen war.
Lej wurde zu Kescherverbot verdonnert und vergrub seine Nase beleidigt in sein Bejbladecomic.
Der Schreck hatte sich langsam aus meinen Knochen verzogen, Lej bekam Hunger und wollte am Strand spielen, so steuerten wir hinter Staakendorf ans Ufer und beendeten die Paddelei. Wir genossen den Rest der Zeit am Strand, machten den Canadier mit Bootswagen reiseklar und wanderten zu einem geeigneten Abholplatz, meiner Frau in Richtung Schöneberg entgegen. Die Wartezeit verkürzten wir uns noch mal mit einer Dose Mockturtle und frisch gekochtem Kaffee.
Das war´s, mit weniger unnötigem Ballast als in letzter Zeit war die Leichtigkeit und Entspannung wieder da. Weniger ist manchmal mehr.
LG
Lej+Jürgen

Bilder wollten nicht mit, kommen gleich.

Angefügte Bilder:
PA020568.JPG   PA020569.JPG   PA020574.JPG   PA020576.JPG   PA020579.JPG   PA020585.JPG   PA020592.JPG   PA020599.JPG   PA020601.JPG   PA030602.JPG   PA030607.JPG   PA030608.JPG   PA030612.JPG  
Als Diashow anzeigen
lej ( gelöscht )
Beiträge:

05.10.2011 12:33
#2 RE: Küste , stressfrei, leichtgewichtig oder back to the roots antworten

Fotos

ich Offline




Beiträge: 463

05.10.2011 12:36
#3 RE: Küste , stressfrei, leichtgewichtig oder back to the roots antworten

Einfach nur Klasse!

Ich muss dringend mal mit dem Kanadier an die Küste...

LG
Bene

lej ( gelöscht )
Beiträge:

05.10.2011 12:39
#4 RE: Küste , stressfrei, leichtgewichtig oder back to the roots antworten

Moin
Hier läuft was falsch, statt Bildern habe ich jetzt die Rechte der Administratoren und bekomme aufgezeigt wie ich eingreifen kann. Ich stoppe jetzt erst mal und bringe die Bilder später. Hallo Frank, Hilfe!
LG Jürgen

lej ( gelöscht )
Beiträge:

05.10.2011 13:35
#5 RE: Küste , stressfrei, leichtgewichtig oder back to the roots antworten

Hallo again,
Bilder stehen jetzt unterm Bericht und alles funktioniert wieder normal.
LG Jürgen

 Sprung  

Canadier.com ACA Kanuschule