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Dieses Thema hat 23 Antworten
und wurde 2.122 mal aufgerufen
 Allgemeines Canadierforum
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Klaus ( gelöscht )
Beiträge:

05.07.2010 20:13
#16 RE: UV Schäden? antworten

Hallo Joe, sei doch nicht sooooooo

Alternative im Vorgarten als Blumenkübel eingraben

Klaus

Vielleicht erfährt man ja was daraus geworden ist.




:

Man muss sein Leben aus dem Holz
schnitzen , das man zur
Verfügung hat.
Th.Storm
www

1967oldmaster Offline




Beiträge: 258

05.07.2010 21:21
#17 RE: UV Schäden? antworten

in 2 hälfen sägen und als eingangsbewacher nehmen...
nix für ungut

Robert
aka Oldmaster
http://www.fishsign.at

Kanuotter Offline




Beiträge: 551

05.07.2010 21:48
#18 RE: UV Schäden? antworten

Hallo Waschtel,

hab´ heute Abend keine Zeit Bilder und vorschläge einzustellen. Melde mich im Laufe der Woche.

Die humorvollen Einlagen der anderen abtun gemäß dem Motto: "Wer Schaden hat braucht sich um Spott nicht zu sorgen." Schick doch Klaus, Joe und Robert deine Bankverbindung. Sie überweisen bestimmt gerne eine kleine Summe, damit du einen angemessenen Neustart machen kannst.

Grüße Norbert

markuskrüger Offline




Beiträge: 1.010

06.07.2010 06:13
#19 RE: UV Schäden? antworten

Das sind ja wirklich erschreckende Bilder!

Ich würde das Aufwand-/Nutzen-Verhältnis auch für zu ungünstig halten, um noch eine Reparatur anzufangen. Da muß man schon eine gehörige Portion Enthusiasmus mitbringen...

@waschtel: Wie sind denn Risse dieses Ausmaßes entstanden?

Markus

Penobscot Offline




Beiträge: 9

06.07.2010 09:31
#20 RE: UV Schäden? antworten

Hallo Waschtel,

das Boot sieht ja recht schlimm aus. Die Spachtelmasse von Old Town Heißt "Reparatur-Kitt ABS (Putty) Epoxi Gel". Mit viel Zeit, Gedult und Glasfasermatte mit epoxy Harz mit 2Lagen. Nachteil ist das die nachgibigkeit des Royalex verlohren geht, aber was anderes wüßte ich derzeit nicht. Ob sich der Zeit Material aufwand dafür noch Lohnt bin ich mir nicht sicher.

MfG Thomas

--------------------------------------------------
Das Leben ist nur Lebenswert wenn man es Lebt :-)

http://kanu-depot.de

Kontiki Offline




Beiträge: 87

06.07.2010 17:11
#21 RE: UV Schäden? antworten

Ich würde einfach wieder Klebeband drüber kleben: minimaler Aufwand und dann hält das Boot sicher noch ein paar Jahre. Auch den sich lösenden Kevlar-Bugschutz kann man abkleben, quer und Dachziegelartig ein bisschen überlappt. Selbst bei den GFK-Wildwasserkajaks konnte man so eine aufwändige Reperatur recht lange noch hinausschieben. Immer noch sehr viel besser als wegwerfen!
Servus
Erich

markuskrüger Offline




Beiträge: 1.010

06.07.2010 20:16
#22 RE: UV Schäden? antworten

Pietätvoller wären wasserfeste Pflaster...

1967oldmaster Offline




Beiträge: 258

06.07.2010 21:19
#23 RE: UV Schäden? antworten

Hi
Ich hab mich echt geschreckt als ich die
Bilder sah!
Hab selber ein Polyesterding mal neu zum
Leben erweckt... Leichenwiederbelebung...
Das war allerdings vom Material her leichter ;)

Robert
aka Oldmaster
http://www.fishsign.at

Kanuotter Offline




Beiträge: 551

09.07.2010 23:09
#24 RE: UV Schäden? antworten

Hallo Waschtel,

die Schäden auf den Fotos sind auf den ersten Blick ziemlich heftig. Es ist aber schwer abschätzbar, ob einiges nur so schlimm aussieht, weil die Klebeband-Reste viel Raum auf den Bildern einnehmen. Das must du abschätzen.
- Wie spröde ist der Bootskörper?
- Gibt es Bereiche, wo der Kunststoff sich pulverartig abschaben lässt (fortgeschrittene Uv-Schäden).
Das ist aus der Ferne nicht zu diagnostizieren - deine Sache. Daraus würde ich zwei Strategien ableiten.
a) Reperatur für die Saison - schnell und dreckig
b) etwas mehr Mühe bei der Reperatur, wenn es noch ein paar Jahre werden.

Zum Bugschutz:
Epoxiverklebungen auf Thermoplasten haften zunächst gut. Wegen der Elastizität vom Boot und der geringen Elastizität vom Bugschutz kann aber die Verklebung müde werden und sich lösen. Ist aber kein Problem. Bugschutz so gut sichern, dass er, wenn er komplett ablöst nicht im Wasser verloren geht. "Anbinden" oder Schraube zwischen Schutz und Rumpf durchschrauben?
Dann an der gleichen Stelle mit elastischen Klebern wieder draufkleben. Im Baumarkt gibt es sogenannte "Konstruktionskleber", die durch Luftfeuchtigkeit aushärten. Das sind meist silan modifizierte Polymere. Wichtig ist ein gewisser Fugenspalt. Elastische Kleber können nur elastisch wirkenen, wenn durch etwas Fuge tatsächlich elastischer Längenausgleich entstehen kann. Bei Null-Spalt keine Elastizität. Das gleicht Wärme- und Materialdehnungsspannungen zwischen Duoplast (Bugschutz) und Thermoplast (ABS-Rumpf) aus. Die Festigkeiten dieser Kleber sind zunächst erschreckend gering (2-3 N/mm²). Das sind eigentlich Dichtmassen und keine Hochleistungskleber Aber: die Fläche machts!!! Beim Boot nie ein Problem.

Beim Rumpf habe ich bei meinem Royalexboot vor 3 Jahren begonnen Risse entsprechend der anliegenden Fotos zu reparieren. Das sind keine Durchrisse sondern Risse in der Innenhaut und eine Durchscheuerung vom Transport durch Wiesen bzw. beim Anladen in der Außenhaut. Bei Druchrissen würde ich einfach von beiden Seiten aufkleben.

Die Lösung ist sicher nichts für Ästheten, könnte handwerklich schöner durchgeführt werden, wenn die Zeit dafür vorhanden ist.
Vorgehensweise: ich hatte aus der Bauphase elastische 1 mm Kunststoff-Platten über behalten. Materialart konnte ich nicht rausfinden. Deshalb einfach einen Klebertest mit einem Streifen gemacht und ausprobiert wie fest der Kleber haftet. Als das Ergebnis positiv war folgende Arbeitsgänge:
- Kunststoffplatte auf die passende Größe zugeschnitten und die Kontur auf das Boot aufgezeichnet.
- Das Rissende vorsichtig mit einem z.B. 6er Bohrer anbohren, damit die Spannungsspitze nicht weiter läuft.
- Die Luftfeuchte kann ca. 1,5 cm durch den Kleber wandern. Der rest bleibt flüssig. Deshalb mit Lochzange Lochmuster gestanzt.
- Alternative zum Lochen: 2-K Kleber besorgen (z.B. Terostat 939-9). Der ist aber "sau teuer", schwieriger zu verarbeiten (Mischrohr, 2-Komponenten-Dosierpistole, nichts für Heimwerker).
- Beide Oberflächen gut anrauhen (Kreuzschliff, 60er oder 80er Schleifpapier), dannach die Klebeflächen reinigen
- Reinigen am besten mit Aceton, evtl. Isopropanol (Alkohol).
Kein Spiritus oder andere Reiniger mit Duftzusätzen. Aceton nur bei guter Belüftung.
- Kleber aufbringen und Platte aufkleben. Evtl. die Flächen umzu mit einer Klebeband-Abdeckung schützen, weil Kleber seitlich austritt.
- Den Anpressdruck entweder mit Klebeband aufbringen oder eine leichte Gewichtsfixierung vornehmemen.
- Fixierung mit Klebeband absolut wichtig, weil die Aushärtung Stunden bzw. 2 Tage dauert.
- Feuchten Lappen drauflegen, damit Feuchtigkeit an den Kleber kommt. Ca. 8h ruhen lassen, Endfest nach 48 Stunden.

Alternative zu einer geeigneten elastischen Kunststoffplatte könnte auch LKW-Plane sein. Dann PVC-Kleber verwenden.
Wenn nur die oberste Farbfolie in Streifen abblättert keine Sorge. Das ist nur die PVC-Deckschicht. Ist UV-Schutz und Farbanstrich, damit jeder Kunde seine gewünschte Farbe bekommt. Wenn das Boot drinnen gelagert wird kann diese Farbe ruhig abblättern. Das verschlechtert nur die Schönheit, evtl. den Strömungswiederstand im Wasser aber nicht die Grundfunktion vom Boot.

Grüße Norbert

Angefügte Bilder:
DSCN5872.JPG   DSCN5873.JPG   DSCN5876.JPG   DSCN6876.JPG   DSCN6877.JPG   DSCN6878.JPG  
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