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Bootswagenempfehlung
#1 Bootswagenempfehlung
Hallo liebe Gemeinde,
ich besitze seit 20 Jahren einen Eckla-Bootswagen mit 250x80mm luftbereiften Rädern ohne Stütze, mit einem Gewicht unter 2,9 kg!
Wenn ich mit meiner Frau und somit 2.Boot unterwegs bin, borge ich mir je nach Streckenführung einen Zweiten.
Allerdings habe ich mir durch die quer zum Boot verlaufenden Holme auch schon mal das Laminat meines Helmi 2er-Kajaks zerknackt.
Durch intelligentere Positionierung des Bootswagens und auch der Ladung ist mir das später nicht mehr passiert.
Bei der Suche nach einem Wagen für meinen leichten 15´ Solokanadier, der ähnlich schwer mit gleichgroßen luftbereiften Rädern, aber Längsholmen ausgestattet ist, bin ich auf nachfolgende Modelle gestoßen.
https://www.prijon.com/crossover.html
https://www.prijon.com/steel-l.html
Hat jemand Erfahrung mit den Modellen.
Vielen Dank, Peter.
#2 RE: Bootswagenempfehlung
Hallo Peter,
zwar nicht mit diesen beiden Modellen, aber mit der Bauform. Der Erste wird bei etwas rumpliger Strecke mehr Freude machen als der Zweite, der im Vergleich immer etwas besser fixiert werden will.
Beide werden beim Herauffahren an hohen Bordsteinen oder beim Herausfahren aus größeren Schlaglöchern sehr punktuell, evtl. einseitig, auf den Rumpf wirken. Da hilft nur defensiv fahren.
Selber habe ich den etwas besser zerlegbaren Vorgänger von diesem hier: https://www.rtmkayaks.com/en/fiches-prod...trolley-rollin/
und einen steckbaren aus Holz mit extra Bodenfreiheit.
Gruß, Chris
Hallo Peter,
zu den Prijon Wagen kann ich leider nichts sagen, kann jedoch diesen hier empfehlen.
https://shop.titaps.com/Kanu-Transportwa...UPROD-KW261-Alu
Habe mir diesen vor kurzem geholt und bin sehr zufrieden. Vor allem das Packmaß ist super (würde sogar in eine Kajakluke passen)
Stabil und mit pannensicherer Bereifung.
LG, Rob
Ich werde mal den C-Tug ins Rennen.
Ich benutze den für all mein Wasserspielzeug.
Der zerkratzt nicht mal meine CarbonSUPs.
Neigung der Auflage stufenlos verstellbar.
Ist komplett zerlegbar in 10sek. passt dann in jede Tasche.
Der C-Tug R hätte Längsholme.
Ich liebe ihn gerade weil er keine Luftbereifung hat.
#5 RE: Bootswagenempfehlung
Hallo,
danke für eure Empfehlungen.
Würdet ihr euren Bootswagen einen komfortablen Transport eines mit 20kg Wandergepäck beladenen Bootes über eine Strecke von 3km zutrauen?
Ansonsten hoffe ich, das sich noch jemand meldet, der einen wie am Anfang von mir verlinkten Bootswagen besitzt.
Lieben Gruß, Peter.
Das ist eine gute Gelegenheit für mich mal nach Erfahrungen mit dem Camba Cart zu fragen. Das Konzept mit den geländegängigen Pendelachsen finde ich interessant, allerdings wüßte ich gerne wie der dann auf festem Untergrund läuft, und wie der Kraftaufwand im Vergleich zu Starrachsen-Wägen ist.
https://www.sport-schroeer.de/online-sho...orld-camba-cart
Ich habe seit nunmehr 20 Jahren einen Eckla mit Luftbereifung für Canadier und bin insgesamt zufrieden damit.
Anfangs hatte ich meine Probleme. Rel. hohe Abnutzung an der Achse (durch die Gleitlager), bei nachlässigem Verschnüren kann das Boot wegrutschen - ich hatte einige Kritikpunkte.
Mittlerweile habe ich mich eingefuchst, habe letztes Jahr die Räder ausgetauscht, gegen welche mit Nadellager und habe eine m.E. gute Verschnürungstechnik.
Wichtig ist, dass beim Verzurren darauf geachtet wird, dass der Wagen sich weder verdrehen noch zusammenklappen kann. Soll heißen, ich nehmem lieber etwas längere Seile und gehe von der einen Seite des vorderen Bügels des Wagens an die vordere Ducht, dort einen halben Schlag um die Ducht, rüber auf die andere Seite, wieder halber Schlag, und runter zur anderen Seite des Bügels und Knoten setzen. Das Ganze mit dem hinteren Bügel an der hinteren Ducht wiederholt - fertsch.
Wenn man dann noch schaut, wo man lang fährt - sprich nicht jedes Schlagloch bzw. jede Wurzel mitnimmt, steht einem "unbeschwerten" Tranport(vergnügen) nichts mehr im Weg.
Im NC-Prospektor aus Royalex lasse ich während des Transport das ganze Gerödel im Boot, während bei meinen empfindlicheren Booten maximal die leichten, weichen Sachen drin bleiben.
Ja, wem es aufs Packmaß ankommt, der wird damit nicht glücklich.
Wenns um Haltbarkeit und Stabilität gegen Verdrehen geht, wird die Auswahl dann schon deutlich enger.
Btw. Mit zwei Paddeln lässt sich auch ganz gut eine Transportkarre für den verpackten Falter improvisieren.
#9 RE: Bootswagenempfehlung
@wanderer57 "Würdet ihr euren Bootswagen einen komfortablen Transport eines mit 20kg Wandergepäck beladenen Bootes über eine Strecke von 3km zutrauen?"
Klar, aber das Problem wäre ja nicht so sehr die Entfernung, sondern immer der Untergrund. Je schlechter er ist, desto größer, dicker und weicher sollten die Reifen sein. Ist der Untergrund schlecht, die Räder klein und hart, dann geht es auch - aber es ist eine Frage des Verzurrens und der Geduld.
Zitat von wanderer57 im Beitrag #5
Würdet ihr euren Bootswagen einen komfortablen Transport eines mit 20kg Wandergepäck beladenen Bootes über eine Strecke von 3km zutrauen?
Dem Herkules traue ich das zu:

Zitat aus dem Lainio-Reisebericht:
"Zur Einsatzstelle am Fluss Tavvaätno, einem der beiden Quellflüsse des Lainio, mussten wir Boot und Gepäck noch 10 km durch die Tundra karren. Extra dafür haben wir uns einen neuen Bootswagen zugelegt, der schon im Namen versprach, nicht gleich auf den ersten Kilometern schlapp zu machen: den 'Herkules' mit relativ großen, kugelgelagerten Rädern. Der Weg war von Quads ausgefahren und erheblich steiniger und steiler, als ich mir das vorgestellt hatte. Aber wir haben es dennoch geschafft. Nach 8 h waren wir da."
#11 RE: Bootswagenempfehlung
Hallo liebe Gemeinde,
ich habe mich für einen "Herkules" entschieden.
Nach dem Aufbau wurde er gleich für euch fotografiert.
Trotz der kleineren Räder, aber mit Kugellagern, rollt er sehr gut.
Die von mir gewählte Traversenbreite, gepaart mit den 260mm Lufträdern, erlaubt es mir den Wagen quer hinter dem Sitz zu platzieren.
Die Auflagebreite 35cm (Mitte zu Mitte Holm) passt außer zu meinem Faltboot (RZ85) auch zu allen meinen Kajaks.
Leider ist der Bootswagen ca. 400gr. schwerer, als beim Konfigurieren angezeigt wird! Für Gewichtsoptimierer ist dieser Hinweis vielleicht hilfreich.
Vielen Dank für alle Beiträge.
Lieben Gruß, Peter. 




Ich habe über das Forum hier einen gebrauchten Herkules bekommen und bin damit überglücklich! Zumal dieser jetzt sogar noch eine weitere Aufgabe bekommen hat, die ich Euch nicht unterschlagen möchte.
Ich habe mit für den Unterbau eine Transportplatte gebaut (nicht gerade UL aber dafür stabil) und eine Deichsel an das mit gekaufte Zubehör. Das war ursprünglich glaube ich zum ein kurzes Boot schieben oder also Transportkarre, aber das fand ich nicht besonders gelungen gelöst.






Zitat von wanderer57 im Beitrag #1
Allerdings habe ich mir durch die quer zum Boot verlaufenden Holme auch schon mal das Laminat meines Helmi 2er-Kajaks zerknackt.
Durch intelligentere Positionierung des Bootswagens und auch der Ladung ist mir das später nicht mehr passiert.
Ich hänge mich mal an das Thema hier ran, mit meinen Fragen zu Bootswagen:
Von zuhause bis zum Wasser sind es je 2km, einmal auf Asphalt zum Kanal oder über holprigen Waldweg und durch tiefen Zuckersand zum Fluss. Dafür nutze ich bisher einen kleinen leichten Bootswagen (siehe Foto) mit quer verlaufenden Holmen. Das Boot ist ein Kevlar UL. Das das Material so empfindlich ist, das man das Boot mit einem solchen Wagen beschädigen kann, war mir so nicht bewusst!
Worauf muss ich achten, wenn ich das Boot auf einen solchen Wagen schnalle, wie sollte es positioniert sein? Und was mache ich, wenn ich noch Gepäck dabei habe? Letztens waren es ca. 30kg Übernachtungsgepäck, die ich zum Transport möglichst mittig im Boot direkt über dem Wagen verstaut habe. Kann ich das so machen oder ist das schon kritisch für das Kevlar?
Was mir an meinem kleinen Wagen noch aufgefallen ist: mit leerem Boot auf Asphalt rollt er sehr gut und selbst im Sand ging es noch ganz passabel voran. Allerdings mit den besagten 30kg Gepäck war es selbst auf glatter Strecke sehr anstrengend, im Sand war es nahezu katastrophal. Dazu kommt, das ich bereits deutlichen Abrieb auf den Aluachsen habe.
Gibt es Erfahrungen, ob der hier besprochene Herkules mit großen, breiten und kugelgelagerten Rädern spürbar leichter läuft?
Danke!
Zitat von Theresa im Beitrag #13
Gibt es Erfahrungen, ob der hier besprochene Herkules mit großen, breiten und kugelgelagerten Rädern spürbar leichter läuft?
Ich habe keinen Vergleich zu deinem Bootswagen, aber ich kann versichern, dass der Herkules mit großen, breiten und kugelgelagerten Rädern sehr leicht läuft.
Link1
Bild2
Das Problem mit den mittig platzierten herkömmlichen Bootswagen ist ja, dass sie Druck auf die strukturell schwächste Stelle des Rumpfes ausüben. Insbesondere wenn da dann noch Gepäck gelagert ist. Hinzu kommt, dass sie - um auf möglichst viele Rumpfformen zu passen - Querauflagen haben.Ich habe bei meinen Eigenbauten für "leichte" Boote darauf geachtet, dass sie sich "kraftschlüssig" an den Rumpf anschmiegen (im Fall des letzten abgebildeten Wagens, der aus einem alten Kinderwagengestell etwas spontan zusammengeschstert wurde, habe ich gepolsterte Längsstreben gewählt) und dass sie weit an den Enden des Bootes platziert werden.

Das hat zur Folge, dass ich einen Teil des Bootsgewichts an der Hand habe und dass ich eventuelles Gepäck bei der "Bootswagen-Portage" verlagern muss. Es muss dahin, wo der Bootswagen ist oder sogar ein Stück dahinter. Das entlastet dann nämlich die Hand, die das Boot führt. Ich habe ganz gute Erfahrungen damit gemacht Boote auf diese Weise ein paar Kilometer mit dem Fahrrad an einer Hand hinter mir her ziehend zu befördern.
Sollte ich mich - bei schwereren Booten - für einen mittig platzierten Bootswagen entscheiden würde ich auf alle Fälle darauf achten, dass er optimal an den Rumpf angepasste Streben hat. Der Rumpf hat in der Mitte des Bootes wenig Stabilität weil er das im Wasser nicht braucht weil sich der Druck über die ganze Fläche verteilt.

Es sind die Seitenwände des Bootes, die Druck von unten abfangen und die sind in der Mitte des Rumpfs am weitesten von der Kiellinie entfernt. Deshalb sind Krafteinwirkungen hier besonders schädlich. An den Enden ist das anders. Dort überträgt sich die Druckkraft fast unmittelbar auf die steifen Seitenwände und verteilt sich damit besser.
Axel
#16 RE: Bootswagenempfehlung
Moin Theresa,
der von dir gezeigte Bootswagen ist für 30 kg Gepäck + 15 kg Boot einfach nicht geeignet. Der Abrieb an den Aluachsen wird satten Reibungswiderstand erzeugen, und das wird, wenn die Eloxalschicht vom Alu runter ist noch verstärkt. Je kleiner die Raddurchmesser desto mehr Rollwiderstand hast du, besonders im Gelände. Je schmaler die Räder ebenso.
Die Bootswagen mit kugelgelagerten Rädern sind sicher deutlich leichter zu bewegen.
Quer- oder Längsstreben ist aus meiner Sicht und Erfahrung eher nicht soo entscheidend. Aber die Auflagelänge im Kontakt zur Bootshülle sollte speziell bei Transporten mit Gepäck so groß wie möglich sein, damit die Gewichtskräfte möglichst nicht zu punktuell am Bootskörper wirken. Also je länger/breiter der Kontakt von der Bootshülle zum Bootswagen ist desto besser.
Ich persönlich habe einen Bootswagen aus Edelstahl mit Querauflagen und einer Auflagebreite von ca. 45 cm. Er hat luftbereifte Räder ohne Kugellager (die Reibpaarung Stahl zu ABS-Kunststoff ist gut) und wiegt 3,7 kg. Der geht auch für einen Tandemkanadier mit Gepäck.
Dazu: Gepäck wie Axel schon beschrieb beim Transport immer nah am Bootswagen im Boot stapeln sonst muss die Bootshülle die entstehenden Kräfte aufnehmen! Die UL-Boote aus Kevlar können in den verstärkten Bereichen schon eine menge Außeneinflüsse vertragen. Es können aber bauartbedingt relativ kleine Dellen entstehen, wenn die Belastung sehr punktuell z.B. am Bootsboden wirkt. Der versteifende Schaumkern schiebt dann halt die relativ dünne Kevlarschicht nicht wieder zurück in die ursprüngliche Form. Also schön breite, gut gepolsterte Auflagen am Bootswagen haben, dann passiert da nix.
Moin Theresa,
generell laufen kugel-/rollengelagerte, luftbereifte Räder (oder harte Räder wie z.B. am Herkules) am leichtesten. Bei deinem Bootswagen sieht es so aus, als wären dort pannensichere Reifen montiert. Die haben die Eigenschaft, dass sie einen guten Teil der mühsam hineingeschobenen Energie in Geräusche und Wärme umwandeln. Dieser Effekt verstärkt sich, je wärmer es wird. Auf heissem Asphalt und mit Gepäck definitiv keine Freude.
Rollengelagerte Lufträder kannst du einzeln kaufen.
An den schon beschriebenen Auswirkungen von Bootswagen auf das Boot ändert sich dadurch natürlich nichts, aber wenn du die Räder an deinem Wagen austauschst, rollt es sich schon sehr viel leichter.
Viele Grüße
Dominik
#18 RE: Bootswagenempfehlung
Danke euch allen für eure Antworten! Dann werde ich mich mittelfristig für die nächste längere Passage mit Gepäck nach einem stabileren Bootswaagen umschauen müssen. Für das leere Boot reicht mein leichter Wagen erstmal, hier achte ich auf eine optimale Position unterm Boot - möglichst weit aussermittig und genau unterhalb der steiferen Skelettrippen.
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