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Dieses Thema hat 139 Antworten
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 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
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champagnierle Offline



Beiträge: 143

12.04.2015 14:34
#76 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Hi André,
leider keine Hilfe bei Deinen Fragen, weil ich mich mangels Fachwissen lieber zurückhalte, aber sehr wohl eine Unmenge Respekt für Deine bisherige Arbeit. Der sieht toll aus!

Gruß aus Singen

Marc

==
ohne Worte

gleiter Offline



Beiträge: 199

12.04.2015 23:26
#77 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Danke, Marc, Dein Lob nehme ich gerne an.

Mittlerweile habe ich die letzte Leiste am Leimen, und in der Gesamtsicht schaut's mal recht stimmig aus.

Kollateralschaden: Das m.E. stumpfe Stemmeisen zum Verputzen der Leimüberstände ist noch immer scharf genug um einen veritablen Schnitz im rechten Zeigefinger zu generieren - vor lauter Schreck habe ich auch gleich den linken Zeigefinger an einer scharfen Holzkante geschlitzt - toll gelaufen, Murphy läßt grüßen.

Jetzt ist mal Pause angesagt - ich brauche noch Infos rund ums Laminieren nebst dem Material, verschliffen will der Pott auch werden, der Aussenkiel wartet ebenfalls auf den Anbau, fade wird mir nicht.

Vielen Dank für Eure guten Tips bis hierher.

Gruß aus dem Wein/4, André.

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MartinZwo Offline



Beiträge: 41

14.04.2015 16:59
#78 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Hallo André,

ich habe hier eine ältere Broschüre von WestSystems mit dem Titel "Holzboote - Reparieren und Restaurieren". Darin gibt es viele gute Hinweise zur Epoxi Verarbeitung. Darunter auch Oberflächenbehandlung und Beschichtung.

Betr. schleifen wird bei Harthölzern eine 80er Körnung empfohlen.

Wo im Wein/4 bist Du daheim ? Wenn Du Interesse hast kann ich Dir die Broschüre gern irgendwie zukommen lassen. Mir hat die seinerzeit bei Reparaturen an meiner Holsegeljolle (ein alter Sperrholz FD) geholfen.

Gib einfach Bescheid,

LG, Martin

gleiter Offline



Beiträge: 199

27.04.2015 22:19
#79 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Grüßt Euch!

Ich möchte hier mal die Frage zum Thema "Tragejoch" auf's Tapet bringen.

Inzwischen weiß ich dass es tunlichts im Mittelpunkt des Bootes ausgerichtet sein soll, und mit der - für einen Anfänger etwas seltsamen Ausformung - ein Tragen des Bootes quasi "freihand" ermöglichen kann.

So weit, so klar.

Nur - wir sind wohl zu zweit und so wie's z.Z. aussieht auch nach wie vor im eher ruhigen Wasser unterwegs, einen Bootswagen will ich mir auch gerne bauen...

Unter diesen Auspizien scheint es eher nicht opportun ein ausgeformtes Tragejoch einzubauen, ein einfaches Hölzel würde wohl auch reichen. Ich gehe davon aus dass es wichtig ist für die Stabilität des Bootes, richtig? Oder kann das auch komplett weg bleiben?

Könnt Ihr mir da Infos geben, bitte, danke?

Aktueller Stand am Projekt: Nach einem ganz bösen Fehler beim Ausschleifen für einen Aussenkiel mußte ich nacharbeiten, dürfte gelungen sein das auszubessern. Mangels Zeit komme ich mit dem Ausschleifen nur recht langsam voran, immerhin sind schon die Kiele sowie eine komplette Seite ausgeschliffen...

...knapp 100 Stunden bis hierher, übrigens.

Gruß aus dem Wein/4, André.

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Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

28.04.2015 08:26
#80 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

>>> "Tragejoch" ... tunlichts im Mittelpunkt des Bootes ausgerichtet sein soll
Vielleicht ja nur eine sprachliche Missdeutung, aber es geht um den Schwerpunkt und der liegt auch bei symmetrischen Booten nicht immer in der geometrischen Mitte.
Diskutieren könnte man, ob man lieber etwas mehr Last nach rückwärts, vorwärts hat oder das Boot genau im Schwerpunkt auflegt.

Ich würde das Joch zunächst länger lassen, mit einem Seil sichern und durch verschieben und tragen, meinen Lieblingspunkt suchen.
Bei mir circa 1cm vor dem Schwerpunkt. So kippt das Boot immer nach rückwärts. Mit einer Hand am Süllrand, die etwas runter zieht hat man dann ein zuverlässig liegendes Boot.

>>> wichtig ist für die Stabilität des Bootes, richtig? Oder kann das auch komplett weg bleiben?
Gerade ein Sandwichbau wird auch ohne Querverstrebungen recht steif.
Allerdings kehrt einem nach einer Kenterung in einem Hindernis, auch nur mäßig fließendes Wasser das Boot dann auch schnell mal auf Links.

Also Querverstrebungen besser ja, aber genau in der Mitte muss es aus Kraftgründen nicht unbedingt sein.
Das Solohandling an Land geht mit einem Joch unter dem Schwerpunkt, aber auch deutlich besser.

Ausformen würde ich das Joch immer, das sieht gut aus, macht Spaß (zur Not sogar mit Deinem Rotex) und verbessert den Solo Tragekomfort enorm.

Bei einem gebraucht Boot mit plattem Joch, war meine erste Aktion das Joch aus zu formen, weil es so höllisch am Halsansatz gedrückt hat, auch wenn es nur 15m vom Auto zum Wasser waren.

gleiter Offline



Beiträge: 199

06.05.2015 23:39
#81 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Zitat von Wolfgang Hölbling im Beitrag #45
Ande', nach getaner Arbeit solltest Du das Büchlein, in das Du alles Wissenswerte über Dein Vorhaben schreibst, zugänglich machen. Über das eine oder andere zu Beginn wird man vielleicht schmunzeln, aber als Quelle für angehende Kanubauer wird das wertvoll.
Viel Erfolg, W

Bitte schön. Die Arbeit ist zwar längst noch nicht getan - dafür hat es mein Webmaster geschafft nicht nur auf meiner Seite einen Blog einzurichten, sondern auch mir verständlich zu erklären wie ich den Blog bedienen kann - ohne dass das www zusammen bricht.

http://www.hippesroither.at/index.php/blog

für die Interessierten.

Gruß aus dem Wein/4, André.

gleiter Offline



Beiträge: 199

06.05.2015 23:50
#82 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

@ Andreas: Da hatte ich unklar formuliert - schon klar, es geht um den Schwerpunkt, und nicht um den Mittelpunkt.

Und womit Du natürlich auch recht hast - ein ausgeformtes Joch ist optisch deutlich ansprechender als ein lediglich "gerades Stangl".

Zur Not mit dem Rotex muß nun nicht sein - mir stehen da schon die eine oder andere Alternative zur Vefügung...

...beim Stöbern in der Werkstatt unlängst bin ich sogar auf einen Schiffhobel gestossen.



Gruß aus dem Wein/4, André.

gleiter Offline



Beiträge: 199

31.05.2015 10:15
#83 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Grüßt Euch!

Hätte da mal eine Frage an die Profis: Das Boot ist nach wie vor auf dem Baugerüst, bin noch immer am Schleifen. Immerhin ist der Grobschliff erledigt.

Bedingt durch die nun höheren Temperaturen hat sich wohl das Ganze ein wenig gedehnt, der komplette Boden liegt nun nicht mehr satt auf dem Gerüst auf, hat sich um gut einen cm gehoben.

Zwei Optionen: -) Lassen, wie es ist und weitermachen. Oder -) Den Boden mittels kleiner eingeleimter Klötzchen wieder ans Gerüst anlegen, zumindest im flachen Bereich ginge das.

Hintergrund der Frage mangels Nichtwissens: Ändert sich was an den Fahreigenschaften wenn der Boden ein wenig runder ist (so, wie es eben jetzt wäre) - oder ist das zu vernachlässigen und ich mache mir nur unnötig Gedanken?

Eine weitere Frage betrifft das Tragejoch. Inzwischen habe ich mir eine Menge Bilder angesehen, so richtig das ultimative Joch scheint es da eher nicht zu geben. Ergo: Irgend wie so ausformen, dass das Teil so bequem wie möglich auf der Schulter liegen kann? Ja?

Dank und Gruß aus dem Wein/4, André.

gleiter Offline



Beiträge: 199

23.06.2015 20:18
#84 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Update:

Aussen fertig geschliffen und mit Harz/Härter grundiert.

Dass diese Mischung dermassen stark anfeuert - damit habe ich nicht gerechnet.

Eigentlich fast schon zu schade um diesen Pott ins Wasser zu werfen und über Stock und Stein zu brettern - aber, je nun - das ist ja der Sinn des Ganzen...

...eigentlich.



Gruß aus dem Wein/4, André.

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Wolfgang Langthaler Offline




Beiträge: 50

24.06.2015 12:26
#85 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Hallo Andre´

schön, die Weiterentwicklung zu verfolgen - erinnert mich an meine eigene Zeit vom Bau des Woodstrip-Hiawatha. Ja ja, so schön sehen sie am Anfang aus, aber wie heisst es in einem bekannten Song so treffend: "The First Cut is The Deepest" - auch wenn da sicher kein Woddstrip Canoe damit gemeint war...

Viel Spaß noch beim Weiterbauen und eventuell ein Wiedersehen am Faaker-See.

Gruss, Wolfgang
www.kanuten.com

"may our paddles cross"

gleiter Offline



Beiträge: 199

24.06.2015 22:42
#86 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Zitat von Wolfgang Langthaler im Beitrag #85

Viel Spaß noch beim Weiterbauen und eventuell ein Wiedersehen am Faaker-See.


Danke.

Irgend wo werden wir - so alles gut geht und letztendlich ein fahrbares Kanu bereit zum Wasserlassen ist - wohl mal anfangen müßen.

Idealer Weise dort, wo uns ein Fachkundiger helfen kann beim definitven Einpassen der Sitze, z.B. Bin ja nach wie vor Theoretiker auf diesem Gebiet.

Warum also nicht am Faaker See?

Gruß aus dem Wein/4, André.

gleiter Offline



Beiträge: 199

04.07.2015 02:06
#87 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Grüßt Euch!

Ein besonderer Tag war das heute - nach drei Monaten Bauzeit kieloben haben wir das Boot nun ins neue Gestell gelegt.

Erstaunlich, wie viel Platz und Volumen sich da auftut, auch faszinierend das aktuell kaum vorhandene Gewicht. Gut, schon klar, da kommt noch was dazu, dennoch.

Freu' mich schon auf's weitere Schaffen.

Gruß aus dem Wein/4, André.

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gleiter Offline



Beiträge: 199

09.07.2015 18:31
#88 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Grüßt Euch!

Schön langsam wird's was - und ich mache mir Gedanken um den Einbau der Sitze:

-) Bespannung mit Wiener Geflecht, wie wird die Oberfläche behandelt/geschützt?

-) Einbau der Sitze: Die Logik (und auch Ted Moores) meinen, dass der Schwerpunkt der beiden Personen im Boot gleich weit von der Mitte des Bootes entfernt sein sollten, soweit klar. Frage dazu: Eher zur Mitte des Bootes oder doch eher zu den Enden hin die Sitze einbauen? Gibt es da eine "Goldene Regel"?

-) Höhe der Sitze, resp. Abhängung vom Weger: Läßt sich das irgend wie berechnen?

-) Befestigung der Sitze und des Tragejoches: Torbandschrauben sind wohl sehr oft zu sehen, je nun. Ich könnte auch eine Lösung in Messing realisieren - oben eine Hutmutter, Gewindestange, unten Beilagscheibe und Mutter mit Kontermutter. Frage hierzu: Hutmuttern stehen nun mal ab, kann das irgend wie zu einem Problem im Betrieb werden?

Danke schon mal und Gruß aus dem Wein/4, André.

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Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

10.07.2015 09:26
#89 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

>>> -) Bespannung mit Wiener Geflecht, wie wird die Oberfläche behandelt/geschützt?
Das ist doch in natura schon recht resistent.

>>> -) Einbau der Sitze: Die Logik (und auch Ted Moores) meinen, dass der Schwerpunkt der beiden Personen im Boot gleich weit von der Mitte des Bootes entfernt sein sollten, soweit klar. Frage dazu: Eher zur Mitte des Bootes oder doch eher zu den Enden hin die Sitze einbauen? Gibt es da eine "Goldene Regel"?

Ist weniger eine Frage der Maße, sondern eher der Masse.
Das Boot sollte fahrbereit neutral getrimmt sein.
Dann gilt noch, schnelles Marathon Boot Sitze weit in die Spitzen, Wildwasser Sitze mehr zur Mitte.

>>> -) Höhe der Sitze, resp. Abhängung vom Weger: Läßt sich das irgend wie berechnen?

Probieren dürfte schneller zur richtigen Höhe führen als "berechnen".

>>> -) Befestigung der Sitze und des Tragejoches: Torbandschrauben sind wohl sehr oft zu sehen, je nun. Ich könnte auch eine Lösung in Messing realisieren - oben eine Hutmutter, Gewindestange, unten Beilagscheibe und Mutter mit Kontermutter. Frage hierzu: Hutmuttern stehen nun mal ab, kann das irgend wie zu einem Problem im Betrieb werden?

Mir sind schon Torbandschrauben (DIN 603) deutlich zu klobig. der Knubbel auf dem Süllrand stört vor allem beim aufladen.
Hutmutter birgt schon eine gewisse Verletzungsgefahr und ist mir deutlich zu hoch.
Mir war schon die Standartscheibenlösung (Süllrandwarzen) zu hoch.
Wenn sowieso mit Epoxi geklebt wird, bliebe auch noch das direkte einkleben der Gewindestange in ein Süllrandsackloch.
(siehe: Gougeon Brothers ...)

gleiter Offline



Beiträge: 199

10.07.2015 18:16
#90 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Danke für die ausführliche Antwort, Andreas.

Zitat von Andreas Schürmann im Beitrag #89
Das ist doch in natura schon recht resistent.

Das ist schon klar, eine zusätzliche Schichte Lack oder Öl oder Wachs kann kaum schaden...

Zitat von Andreas Schürmann im Beitrag #89
Ist weniger eine Frage der Maße, sondern eher der Masse.
Das Boot sollte fahrbereit neutral getrimmt sein.
Dann gilt noch, schnelles Marathon Boot Sitze weit in die Spitzen, Wildwasser Sitze mehr zur Mitte.


Und gemütliches Plätschern in der Badewanne?

Hab' mal an Hand unser aktuellen Gewichte Abstände zur Mittenlinie errechnet und die Situation simuliert. Wenn ich das mit Bildern andere Boote vergleiche schaut das recht stimmig aus. Der hintere Sitz kann zwar nur noch 42 cm breit sein, das passt schon. Den vorderen Sitz werde ich vermutlich breiter bauen.

Zitat von Andreas Schürmann im Beitrag #89
Probieren dürfte schneller zur richtigen Höhe führen als "berechnen".


Auch richtig - ich kann mich ja schön langsam von oben nach unten vorarbeiten, mit jeweiligem Absetzen der Querholme bis es passt - und dann erst die Distanzhölzer passgenau ablängen.

Danke auch für den Hinweis zu Deinem Thread die Schrauben betreffend, wenn schon der Hubbel einer Torband störend auffällt ist eine Hutmutter gar nicht praktikabel.

Ideal wäre eine Messingschraube mit Senkkopf und Schlitz, das kann schön bündig eingelassen werden. Alleine - die gibt es lediglich nur als sehr kurze Ware, für diesen Zweck völlig unpassend.

Dank und Gruß aus dem Wein/4, André.

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