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Dieses Thema hat 139 Antworten
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 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
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docook Offline




Beiträge: 884

23.03.2015 08:45
#61 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Moin Andrè,
zu-- Stevenband aus Messing. Wie wichtig ist das wirklich? Kann es auch weg bleiben oder riskiere ich damit ständig den Bug reparieren zu müssen?
So absolut kann man das wohl nicht beantworten. Ich kenne Canadier mit und ohne Stevenband. Ich denke, je nach Revier (eben als Schutz an exponierter Stelle) und nach Vorliebe. Ich habe Stevenbänder an Bug und Heck bis ca. 50 cm unter den Rumpf in Messing halbrund, verschraubt. Bezugsquelle: Firma Toplicht (müssen in Eigenarbeit gebohrt werden). Da ich hier viele rauhe Steine (Tidegewässer) habe und oft Anleger mit hässlichen Anbauteilen nutze, finde ich die Stevenänder ganz sinnvoll. Am Steven kommt es ja immer schnell zu Punkt- oder zumindestens Druckbelastngen.
Viele Grüße
docook

Info für die "Holzwürmer" unter uns:
6. Holzkanadiertreffen 19.6. – 21.6.2015 DAS ORIGINAL in Ritterhude. Infos siehe hier im Forum im eigenen thread.

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

23.03.2015 09:29
#62 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Historisch hat das Stevenband eine sehr exponierte Stelle geschützt, an der sich ja auch die Naht bei WoodCanvas befindet.
Da ist es aus meiner Sicht ein Muss.

Bei einem Boot das eh mit Glasfaser beschichtet wird doch eher Deko, also Geschmackssache.
Würde ich mir tatsächlich sorgen um die Stelle machen würde ich an der Stelle die Kombi Glas-Kevlar vorziehen. Die Stevenleisten wie von Toplicht vertrieben werden, sind für einen Canadier schon heftig schwer.
Für einen schweres Original wie bei docook natürlich eine optische Pflicht.
Wenn ich aber das leichteste (edel) Holz verbaue, gibt mir ein zusätzliches Kilogramm schon zu denken.

absolut canoe Offline




Beiträge: 1.361

23.03.2015 12:45
#63 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

moin
lieber ein paar hundert Gramm an massiven Stevenband am Holzkanadier
als bei Kollision stundenlange Reparaturarbeit......auch bei nicht
so "schweren Originalen" wie bei docook

gleiter Offline



Beiträge: 199

24.03.2015 19:54
#64 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Danke Euch. Interessant, dass dieser Aspekt polarisiert.

Dürfte also Auslegungssache und dem individuellen Einsatzzweck geschuldet sein. Wiewohl das Argument mit dem Auflaufen auf Grund schon gewichtig scheint.

Ich lasse das auf mich zukommen, danke auch für den Hinweis auf Toplicht, nette Seite mit hohem Suchtfaktor.

Gruß aus dem Wein/4, André.

P.S.: Die Frage zu den Sitzen ist unter gegangen?

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

26.03.2015 07:57
#65 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Zitat von gleiter im Beitrag #64
... P.S.: Die Frage zu den Sitzen ist unter gegangen?


Ab ca. 80kg des Paddlers mehr zur Mitte als im Buch vorgeschlagen.
Für wilderes Wasser mehr zur Mitte als im Buch vorgeschlagen.
Komplett fahrfertig soll das Boot völlig gerade im Wasser liegen.
Für wechselnde Crews ist vorn ein Schiebesitz sehr gut.

Sitzhöhe hängt von der Sitzhaltung ab, kniend, sitzend, beides und vom bevorzugten Schuhwerk.
Ebenso die optimal Schrägung des Sitzes.

Ich würde nichts fest einbauen bis ich einige Stunden mit Hilfskonstruktionen herum probiert habe, um die für uns optimalen Positionen zu finden.

Die Möglichkeit des persönlichen Anpassens sollte man sich nicht entgehen lassen.

Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

26.03.2015 09:19
#66 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Moin,
die Sitzgeschichte sehe ich genau so wie Andreas, Löcher sind schnell umsonst gebohrt wenn man sich danach nicht in der Sitzposition wohl fühlt also erst mal probieren bringt Vorteile. Manchmal machen auch ein paar Zentimeter etwas aus wenn z. Bsp. eine kleine blaue Tonne gerade noch hinter den Sitz passt kann das packtechnisch Vorteile haben.
Ein Aspekt kann wichtig sein wenn man Probleme mit den Gelenken hat und nur kurzzeitig in kniender Position bleiben kann, dafür sind etwas höhere Sitze evtl. bequemer. Ich komme gut zurecht auf der Ebene der Süllrandhöhe und sitze beim "neuen" Dampfer hauptsächlich auf dem Deck und rutsche nur bei Bedarf in die kniende Position runter. Für überwiegend WW-Fahrer oder Kringler ist das sicher kontraproduktiv.
Kevelarschutz sieht beim Holzdampfer nicht so schön aus deswegen habe ich vorerst nur eine deutliche Glasverstärkung in Bug und Heckbereich. Zuvor war unter allen drei Kielen eine Messingleiste, in der Mitte bis zu den Steven hoch gezogen. Da ich nun gar keine Kiele mehr habe verzichte ich ganz auf die Schienen wegen der Gewichtsersparnis und habe das Unterwasserschiff in der Mitte mit starkem Zopfgewebe geschützt.
Ihre Vorteile halte ich sonst für enorm gerade beim Auflaufen mit der Brandung oder beim Erwischen einer größeren Klamotte unterwegs. Wenn mir das Gesamtbild nachher nicht gefällt mache ich mir Messingleisten nur im Sichtbereich dran.

Gruß
Jürgen

gleiter Offline



Beiträge: 199

26.03.2015 14:24
#67 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Gut, Danke, um die Sitze mache ich mir ebenfalls später Gedanken.

Was, bitte schön, ist Zopfgewebe?

Gruß aus dem Wein/4, André.

P.S.: Geplant für immer die gleiche Besatzung, keiner von uns hat über 80 kg, Wildwasser ist nicht vorgesehen.

Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

26.03.2015 22:57
#68 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Vielleicht kann Sebastian oder jemand anders das besser erklären. Das sind recht dicke Glasstränge die nicht wie Rowinggewebe geflochten sind sondern eher wie ein zusammen und auseinander ziehbarer Jägerzaun aussehen und viel Gewebemasse bringen. Ich versuch ein Bild zu finden.
Gruß
Jürgen

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Canoe Nomade, René Offline



Beiträge: 28

27.03.2015 01:12
#69 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Hi, will nur kurz was einstreuen. Ein Freund baute drei Boote, eines aus Eiche, eines aus Fichte, eines aus Pappel.
Eiche ist klar, schwerer und hart, super Teil. Pappel hatte er viel mit Durchschlägen durch das Glasfaserzeugs zu tun, zu weich also. Ist ähnlich weich wie Linde. Das nächst härtere ist seiner Erfahrung nach ok - eine engjährig gewachsene Fichte mit stehenden Jahresringen.
Das Holz ist hell, leicht und Du hast Stabilität.
Kiefer ist auch schön, aber dunkler und harzhaltiger.
Viel Freude beim bauen, ich hoffe ich schaffe es dieses Jahr auch endlich mal weiter zu machen. die Spanten und Steven liegen schon seit min. 7 Jahren hier rum.
Grüße aus Südniedersachsen und immer ne Handbreit Wasser unterm Kiel.
René

gleiter Offline



Beiträge: 199

29.03.2015 16:49
#70 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Danke.

@ Jürgen: Hab' dank der Bilder eine Vorstellung was Du meinst.

@ René: Na ja, die Wahl des Holzes habe ich schon vor Längerem abgeschlossen gehabt - es wurde letzten Endes WRC. Wiewohl ich Linde auch mal im Fokus hatte, verarbeite ich sehr viel davon in der Werkstatt und gefällt mir ausnehmend gut. Für den Bau des Bootes wurde mir allerdings dringend abgeraten - zu weich.

Inzwischen habe ich Phase 1 - Planung und Vorbereitung - abgeschlossen, mit dem Anpassen der Stevenleisten bin ich ja sowieso in Phase 2 - Bau - gleitend hinüber gerutscht...

Die ersten drei Leisten leimen gerade friedlich vor sich hin, ab jetzt ist Disziplin gefordert um dem Leim seine Zeit zu geben...

Faszinierend allemal.

Gruß aus dem Wein/4, André

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gleiter Offline



Beiträge: 199

02.04.2015 13:01
#71 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Grüßt Euch!

Es geht voran, erstaunlich, wie gut sich die WRC verarbeiten läßt. Die vergleichsweise einfache Phase des Strakens ist zwar definitv vorbei, aber auch jede einzeln gesetzte Leiste macht Freude.

Klassischer Anfängerfehler: Ich habe das Baugerüst zu hoch ausgelegt und muß es nun um gute 10 cm absenken, wird sicher "lustig" werden...

Gruß aus dem Wein/4, André.

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MrDick Offline




Beiträge: 1.234

02.04.2015 13:52
#72 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Zitat
Ich habe das Baugerüst zu hoch ausgelegt und muß es nun um gute 10 cm absenken, wird sicher "lustig" werden...


Alternativ vier Kanthölzer auf den Boden legen und ne Bohle drauf?

LG, Sebastian

Canoes aus Naturfaserlaminaten und Canadierkurse am Bodensee: http://www.lakeconstance.de

gleiter Offline



Beiträge: 199

04.04.2015 01:38
#73 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

War dann doch einfach zu lösen - ohne Zwingen, Zulagen und dem ganzen Drumherum am Gerüst hat sich ergeben dass das Ganze recht einfach zu handhaben war. Aufbocken - umarbeiten - und mit Hilfe eines Freundes absenken.

Aktuell sind die Verleimungen sehr anspruchsvoll, geht ergo nur sehr langsam weiter...

...spannend allemal, nach wie vor.

Gruß aus dem Wein/4, André.

gleiter Offline



Beiträge: 199

06.04.2015 20:52
#74 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Grüßung in die Runde!

War ein langes WE - traditionell im Kreise der Familie mit viel Freizeit - ergo ist's ein gutes Stück weiter gegangen.

Der Rumpf beginnt sich zu schliessen, ab jetzt ist jeder Schnitt ein Schifterschnitt, natürlich an beiden Enden, und mitsamt der Rundung soll's wohl auch passen - nette Spielerei am Rande...

...aber nun auch wieder nicht die ultimative Herausforderung.

Gruß aus dem Wein/4, André.

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gleiter Offline



Beiträge: 199

11.04.2015 22:20
#75 RE: Vom Traum zur Realität - ein leistengeplanktes Kanu antworten

Grüßt Euch!

Es läßt sich nicht vermeiden - der gemütliche Teil am Bau des Bootes neigt sich dem Ende zu...

...und es dräunt die Angstphase - das Laminieren.

Vorab hätte ich noch zwei Fragen an die Erfahrenen:

-) Verschleifen der Schale. Bis auf welches Korn schleift der Fachmann runter? Theoretisch ist 240 machbar, meinethalben auch feiner, ich denke aber dass 120 ausreichend ist - das Laminatklumpert will ja wohl Halt finden, oder?

-) Aussenkiel, Übergang zum Unterboden. Wird das auf quasi Null runter geschliffen, oder soll da was stehen bleiben, also eine Art "Stufe"?

Wäre sehr nett wenn auch hiezu weiter geholfen werden kann, Danke schön.

Gruß aus dem Wein/4, André.

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