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Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 1.425 mal aufgerufen
 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
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Loisachqueen Offline



Beiträge: 162

29.06.2013 21:15
#16 RE: 3 Kanus - Restauration oder Schrott? antworten

Ich möchte mal den Verein (ca. 100 Mitglieder, keine eigenen Liegenschaft, d.h. Liegenschaft gepachtet) sehen, der mal kurz 3 High-End Boote kaufen kann ohne super an die Rücklagen gehen zu müssten. Also meiner nicht, deshalb gibt's für die Kids demnächst ausragnierte Slalomkajaks als Laminat (zusätzlicher Vorteile: leicht, schnell; so können die Kids mühelos mit den Erwachsenen mithalten und können die Boote auch selbst gut händeln).

Und warum nicht restauieren. Ich halte, dass auch für jeden Neueinsteiger möglich. Im Bekanntenkreis hat letztens auf ähnliche Weise ein Kajak (zwar nicht ganz so "beschädigt") den Besitzer gewechselt. Mit ein bisschen Harz und Matte alles kein Problem. Bei den Booten hier würde ich noch ein bisschen Lack einplanen, dann noch Sitzbänke und los kann es gehen auf den Baggersee um die Ecke oder sonst wo hin. Wie Axel schon erwähnt, viele hier haben mit irgendeinem billigen schwimmbaren Untersatz begonnen und wurden iffiziert. Also warum nicht mit sowas ...

Wenn man sich bei den Reperaturen des Risikos der GFK-Bearbeitung bewusst ist und dementsprechend dagegensteuert ist das alles kein Problem. Auch für Jugendliche ...

sputnik Offline




Beiträge: 2.004

29.06.2013 21:59
#17 RE: 3 Kanus - Restauration oder Schrott? antworten

Wie konnten wir als Kinder der 60er und 70er nur überleben ???


Hier was für die Älteren!

Wenn du nach 1980 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun!
Aber du kannst es trotzdem lesen!

..........................

Wenn du als Kind in den 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend
kaum zu glauben, dass du so lange überleben konntest!

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium.

Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen,
genauso wie die Flasche mit dem Bleichmittel.

Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen und
auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.

Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen
aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter,
dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.

Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg
und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.

Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!
Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde
deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir
selbst.

Keiner fragte nach "Aufsichtspflicht". Kannst du dich noch an "Unfälle"
erinnern?

Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir
leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.

Wir aßen Kekse, Brot mit dick Butter, tranken sehr viel und wurden
trotzdem nicht zu dick.

Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an
den Folgen.

Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64
Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer,
Internet-Chat-Rooms.

Wir hatten Freunde!!!
Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten
einfach zu denen Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht
klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer
gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns...

Wie war das nur möglich?

Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem
aßen wir Würmer.

Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in
unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch
nicht besonders viele Augen aus.

Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut
war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.

Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch
Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu
emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.

Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner
konnte sich verstecken.

Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, dass die
Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel heraushauen. Im
Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei!

So etwas!

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und
Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.

Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem
wussten wir umzugehen!

Und DU gehörst auch dazu?!?

Herzlichen Glückwunsch !!!

geb. nach 1980 = So, jetzt wisst ihr Warmduscher das auch ;-)

geb. vor 1980 = WIR WAREN HELDEN!!!!!!!!!!!!!!


Sorry, daß ich den thread zwerquatscht habe. Ich finde diesen Artikel nur endgeil. geb.1966

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Mahyongg Offline



Beiträge: 248

27.07.2013 14:36
#18 RE: 3 Kanus - Restauration oder Schrott? antworten

Auf die Gefahr hin, dass mir wieder Unwissenheit über die finanziellen Möglichkeiten eines Vereines vorgeworfen wird möchte ich trotzdem vorsichtig darauf hinweisen, dass auch korrekte Schutzmaßnahmen - neben dem Reparaturmaterial selbst - Geld kosten. Da kommt eine Restaurierungsaktion schnell mal kostenmäßig in die Bereiche eines Gebrauchtkaufs... nicht ganz so drastisch wie bei Fahrzeugen, aber möglich ist es allemal.

Dabei finde ich die Idee, dass man auch (verantwortungsbewussten und gut, verantwortungsvoll und kompetent in Bezug auf die Verarbeitung dieser Dinge angeleiteten) Kids beibringt, wie Boote korrekt repariert werden, ohne dass Sie sich dabei selbst vernichten, sehr gut. Für mich gehört die Bootspflege zum Bootfahren dazu - im Wildwasser sowieso. Das ist ja wiederum für einen Verein dann direkt in gepflegteres Material umsetzbar, wenn eventuelle Schäden eben auch gemeinsam bzw. eigenverantwortlich durch die Verursacher repariert werden (können). Ganz im Sinne einer Allgemeinbildung, die eben nicht nur den paddelnden Konsum und den Kauf neuer Boote propagiert, sondern eben auch die Ursprünglichkeit eines Fortbewegungsmittels, dessen Bau - historisch und auch heute noch in vielen Teilen der Welt ganz alltäglich - vor dem ersten Paddelschlag stand.

Was den Beitrag über die Kinder der 60er und 70er angeht.. naja, wir haben auch Molotow-Cocktails mit Toluol gebastelt und der Kampfmittelräumdienst kam sicher auch das eine Mal nicht ohne Grund in die Schule, aber selbst wenn auch da heute sicher mehr Umstände drum gemacht würden - im Nachhinein hätte ich auf einige "Aktionen" und die damit verbundenen Chemikalien gerne verzichtet. Man wird sehen, wie lange wir das überleben. Daraus nun verharmlosend eine "Helden-Generation" zu machen, geht m.E. am Ziel vorbei - Gift bleibt Gift und wenn man es vermeiden kann, dieses in Umwelt und Körper gelangen zu lassen, sollte man das auch tun. Bei irgendwelchen vor zig Jahren verarbeiteten Billig-Glasfaserspritzlaminaten kann man nicht vorsichtig genug sein.. Verantwortung gehört eben mit dazu, beim "Spiel mit dem Feuer".

Cheers & nix für ungut,

Jan

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