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Dieses Thema hat 51 Antworten
und wurde 6.376 mal aufgerufen
 Allgemeines Canadierforum
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Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

22.01.2013 20:36
#16 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Jetzt wo Wolfgang es erwähnt, an die Tiere in der Stadt kommt man echt nah ran, ohne das sie sich gestört fühlen.
Und damit meine ich nicht nur Enten, die mir auf dem Teller besser gefallen als auf dem See.

Bei meiner Aufzählung habe ich Bremerhaven ganz vergessen. die Geeste mitten durch die Stadt hat auch noch Tide zu bieten. Da muss man dann aber wieder planen, sonst erreicht man sein Ziel nicht, dafür geht es aber hin und zurück mit Strom.

Loisachqueen Offline



Beiträge: 162

22.01.2013 23:02
#17 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Stimmt, damit den Enten in Städten ist ganz lustig. Kaum kommen Paddler von außerhalb, wundern sich die über komplett unscheuen Enten.
Sogar der Eisvogel gibt uns in unser 1,4 Millionen-Stadt seine Ehre.
Ohne die Isar wäre München nicht München. Und durch die Isar können wir Paddler mehr oder minder mitten in der Stadt sogar ein bissch komplett Natur rückgegeben Flussteil paddeln ...

Bei mir ist's wie bei Axel, meine meisten Flusskilometer legen ich "daheim" zurück. Und irgendwie ist das schon toll, unter der Woche abends noch schnelle eine Runde drehen zu können, ohne Fluss direkt vor der Haustür ginge das nicht. Und nachdem unser Bootshaus auch noch direkt an der U-Bahn liegt, ist der Weg sogar quer durch die Stadt ein Akt.

Auch wenn ich nicht gerne im Dunstkreis einer Großstadt wohne, ohne Fluss (mehr oder minder nah) hätte ich auf dem Land so eine Probleme.

Paula Paddel Offline




Beiträge: 77

23.01.2013 00:02
#18 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Es gibt wunderbare stille Stunden auf der Alster, besonders da, wo sie noch unkanalisiert fließt. Das Bootshaus liegt 20 Autominuten von zu Hause an der Oberalster. Die Alster kann man auch gegen die leichte Strömung befahren und sie läßt schnell vergessen, daß man mitten in der Stadt ist. Perfekt für ein Sonntagsnachmittagspaddeln mit Enten, Gänsen, Schwanfamile, Reiher und Eisvogel. Stadteinwärts geht es über die Fuhlsbüttler Schleuse 10 km Richtung Außenalster zu Kaffee und Kuchen in Kübis Bootshaus. Schlenker nach rechts und links in die idyllischen Kanäle verlängern die Tour und geben Einblicke in Schreber-und Villengärten. Wir leben mitten in der Stadt und genießen die Möglichkeit, schnell mal eine kleine Tour machen zu können.

Angefügte Bilder:
DSC_3231.jpg  
ceerge Offline




Beiträge: 286

23.01.2013 08:53
#19 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Dann möchte ich hier auch mein neues homewater, den Dortmund-Ems-Kanal bei Münster erwähnen. Knapp 1000 m schiebe ich unser Boot auf dem Wägelchen zum Wasser, so ist Paddeln häufiger möglich als in München, wo ich zwar nur 300 m zur Isar hatte, im Münchener Stadtgebiet ist Paddeln untersagt.
Gruß. C

absolut canoe Offline




Beiträge: 1.361

23.01.2013 10:32
#20 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Moin
City paddling - in Hamburg ein Genuss
und nicht nur auf der oberen Alster wie Paula Paddel beschrieben hat
auch die Alsterkanäle - beim Cafe Canale wird Dir der Kaffee ins Boot herab-
gelassen -

oder ganz interesaant und gar nicht bekannt: Auf der zweitgrößten
bewohnten Flussinsel der Welt Hamburg Wilhelmsburg zu paddeln ist sehr schön.

(Mit der dieses Jahr laufenden IBA und IGa wurden die Kanäle saniert)
Eindrücke auch hier:

http://www.absolut-canoe.de/abenteuer/20...im-fruehsommer/

Angefügte Bilder:
DSCN0031.JPG  
raftinthomas Offline




Beiträge: 555

23.01.2013 11:44
#21 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Urbane Subkultur. Heiayei. Grosse Worte.

Wie auch immer, genau so wie ich Flüsse in ihren alpinen Oberläufen mag, genau so mag ich auch urbanes paddeln. Ausschliesslichkeiten sind mir fremd, fast alles hat seinen Reiz, egal ob absolute Einsamkeit, ein Industriehafen, das Meer, der Kleinfluss im Mittelgebirge, der an den Rückseiten der Gewerbebetrieben vorbei läuft, der Strom mit seinen Fracht- und Kreuzfahrtschiffen oder paddeln in der City. Es ist nicht immer schön, aber interessant allemale. Und man versteht Land und Leute besser, denn man sieht oft die "Rückseiten" und begreift das Verhältnis der Leute zu ihrem Gewässer.
Einer meiner absoluten Favoriten ist nach wie vor Amsterdam. So ruhig (auch akustisch) und entspannt kann man die Stadt sonst nicht erkunden. Und es wird niemals langweilig.

grüsse vom westzipfel, thomas

Hans-Georg Offline




Beiträge: 656

23.01.2013 12:28
#22 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

und begreift das Verhältnis der Leute zu ihrem Gewässer.

Thomas, das hast Du schön gesagt. Man merkt wirklich, ob eine Stadt mit ihrem Fluss lebt, oder sich von ihm abgewandt hat. Bei Cottbus ist eher Letzteres der Fall.
Ob man das schon als urbane Subkultur betrachten kann, weiss ich auch nicht, auf alle Fälle hat gerade das Freestylen das Potenzial dazu: Es gibt einem die Mögliuchkeit, ohne großen Aufwand, und ohne viel Naturfläche zu beanspruchen,sehr intensiv bei sich und in der Natur zu sein. Nicht umsonst sprechen viele, die das sehen, vom Zen des Paddelns. Doch merke ich an mir , dass das oft nur Theorie ist, und mir doch nicht egal ist, in was für ein Gewässer ich mein Paddel tauche.
Gruß
Hans-Georg

Manfred Agne Offline



Beiträge: 15

23.01.2013 19:36
#23 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Ich habe Ende der 90er ein paar Jahre in Halle/Saale gewohnt, für mich war damals die Saale der wichtigste "Rückzugsraum" vom Leistungsdruck einer nicht ganz einfachen und nur mässig erfolgreichen Promotion in Experimentalphysik. Ich hatte es nicht weit zum Fluss, und viele Abende und Wochenenden habe ich paddelnd auf dem Wasser verbracht. Richtig schön war die Saale damals nicht, dafür war das Wasser noch zu dreckig, die Ufer zu vermüllt. Aber ich konnte mich je nach Bedarf auspowern oder an ruhigeren Abschnitten ganz gemütlich treiben lassen, und aufwärts paddelnd und abwärts treibend habe ich damals ein paar Entscheidungen getroffen, die Weichen in meinem Leben gestellt haben. Und das Sightseeing in den Ruinen der ehemaligen DDR vom Wasser aus hatte auch was für sich - zumindest für mich als "Wessi".

mgiese Offline




Beiträge: 71

24.01.2013 21:40
#24 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Hallo Sebastian,

das urbane Paddeln ist für mich vor allem deshalb wichtig, weil es - wenn man in der Großstadt wohnt - das "Alltagspaddeln" ist.

Ich wohne in Hamburg und wurde vor über 30 Jahren in Schweden mit dem Paddel-Virus infiziert, als ich mit einem Freund und dessen Eltern dort mit Kajaks unterwegs war. Die Vermieter von unserem Ferienhaus am Östra Silen hatten auch einen laminierten Kanadier. Wir hatten viel Spaß mit dem Boot. (Dort haben wir damals übrigens in vier Wochen weniger als fünf andere Boote gesehen. Heute findet man da kaum noch einen Platz zum Anlanden, wo noch kein anderer sein Lager aufgeschlagen hat.)

Ich habe die nächsten 15 Jahre umständehalber kein Paddel mehr in der Hand gehabt. Das erste Boot (Seekajak) habe ich mir dann 1996 gekauft, den ersten Kanadier 1998. Alle Boote lagen aber meist nur in der Garage und wurden höchstens zweimal im Jahr in Urlauben bewegt. In manchen Jahren bin ich überhaupt nicht gefahren.

Ich habe dann für einige Jahre ein Tandem-Kanadier in einem Bootslager an einem der Alster-Kanäle liegen gehabt, bin aber so selten zum Paddeln gekommen, dass sich die 250,-€ pro Jahr nicht lohnten. Von dort aus konnte man natürlich die bekannten Wasserwege der Alster mit ihrer zum Teil sehr noblen Uferbebauung befahren oder zum legendären Feuerwerk, das aus Anlass des Japanischen Kirschblütenfestes jährlich über der Alster stattfindet, wo Massen an Booten unterwegs sind, da man vom Wasser aus am besten sehen kann.

Zum urbanen Paddler in deinem Sinne bin ich aber erst seit gut einem Jahr geworden, als ich einen Paddel-Verein ganz in meiner Nähe aufgetan habe, in dem ich jetzt ein Tandem- und ein Solo-Canadier liegen habe. Mit dem Rad bin ich da in 5 Minuten, nehm meinen Einer, setze ihn ins Wasser, und weg.... Meistens Abends vor Sonnenuntergang oder auch mal Sonntagmorgen. Seltener fahre ich mit Frau oder Tochter im Zweier.

Mein Verein liegt nicht an Alster oder Elbe, sondern am dritten Hamburger Fluß, der Bille. Dort paddelt kaum jemand, so dass ich meistens allein bin. Die Bille mit ihren Kanälen reicht vom sehr schönen Wiesenflüsschen bis fast ins Zentrum mit sehr urbaner Bebauung. Die Möglichkeit ohne nennenswerten Aufwand paddeln zu können wenn ich Zeit habe, ist für mich ein enormer Gewinn an Lebensqualität. Ich habe ein paar Fotos angehängt.

Gruß

Manfred

absolut canoe Offline




Beiträge: 1.361

25.01.2013 18:02
#25 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

moin Manfred
vollkommen neue Persepktive - muss ich mal an einem Sonntag
in Angriff nehmen - ist das alles oberhalb von dem Wehr in der
Bergedorfer Innenstadt??
Gruß aus der Nordheide
Albert

mgiese Offline




Beiträge: 71

25.01.2013 22:02
#26 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Moin Albert,

die Bilder sind von der unteren Bille im Abschnitt von der A1 bis zum Hafen (s. Karte). Diese hat mit der oberen Bille, die in Bergedorf über den im Mittelalter gegrabenen Schleusengraben in die Dove Elbe fließt, keine Verbindung mehr.

Gruß

Manfred

absolut canoe Offline




Beiträge: 1.361

26.01.2013 08:49
#27 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

moin Manfred,
das war für mich bisher "dead terretory"
danke für den Hinweis und die Info - vielleicht drehen wir mal
eine Runde zusammen?
Gruß
Albert

mgiese Offline




Beiträge: 71

26.01.2013 18:49
#28 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Moin Albert,

das können wir mal machen.

Gruß

Manfred

Gegendenstrom Offline



Beiträge: 140

26.01.2013 19:17
#29 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Moin Manfred, ich habe bisher verzweifelt versucht einen öffentlich zugänglichen Bootseinstieg in diesen Bereich der Bille zu finden. Hast Du einen Tipp?
Gruss Henrik

Wer zu den Quellen will, muss gegen den Strom schwimmen

mgiese Offline




Beiträge: 71

28.01.2013 00:01
#30 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Moin Henrik,
das ist tatsächlich ein Problem. Einen bequemen öffentlichen Einstieg mit Steg gibt es nicht. Ich habe mal eine Abbildung angehängt, wo ich drei theoretisch mögliche Einstiege eingezeichnet habe, die nicht weit von einer Parkmöglichkeit entfernt sind. Ausprobiert habe ich keinen davon. Bei "2." habe ich aber schon mal Paddler einsetzen sehen.
Gruß
Manfred

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