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Dieses Thema hat 51 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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MrDick Offline




Beiträge: 1.234

22.01.2013 09:52
Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Hallo zusammen! Ich habe mal ein etwas ungewöhnliches Thema das mir Im Kopf rumspukt und hoffe, dass ich es schaffe mich halbwegs verständlich auszudrücken.

Mir ist in den letzten Tagen klar geworden wie verschieden die Paddel-Lifestyles doch sein können. Die meisten verbinden mit der Paddelei vermutlich Touren oder Wochenendausflüge in Gegenden die zumindest nach Wildnis und Natur pur aussehen. Gewissermaßen als Gegenpol zum zivilisierten Arbeitsleben.

Ich habe das Glück in einer Stadt zu leben die quasi mitten im Wasser liegt. Und so ist der See hier Teil des Alltags. In den letzten Jahren paddeln wir viel weniger Touren, genießen aber häufiger eine oder zwei entspannte Paddelstunden in der Abendsonne nach Feierabend. Als Kringler braucht man ja nicht viel und so hält sich auch der logistische Aufwand in Grenzen. Man sitzt mit Freunden zusammen und wer Lust hat schnappt sich ein Boot und ein Paddel und geht spielen.

Mir war gar nicht aufgefallen wie sehr sich das vom „normalen“ Paddeln unterscheidet. In der Regel plant man ja mindestens eine Tagestour, hat Anfahrtswege, muss eventuell umsetzen. Gepäck, Portagen, Strecke machen, Kaffee kochen. Und mit dabei die gefühlte Ausrüstung für einen Trip nach Alaska. Das ist schon sehr anders und beschränkt das Paddeln doch meist auf die Wochenenden oder Urlaubszeit.

Ich frage mich jedoch: Wie viele von Euch sind auch Stadtpaddler, genießen die Ruhe und kleinen Abenteuer unter dem Radar der Metropolen, schleichen sich durch Kanäle und Grachten und spielen in versteckten Winkeln von Hafenanlagen und unter Brücken oder nutzen kurzer Hand den Teich im Stadtpark als Spielwiese? Und in welchen Städten seid Ihr zu Hause? Was ist das Besondere dort? Paddelt Ihr alleine oder trefft ihr Euch mit Komplizen? Was war das schönste was Ihr dort erlebt habt? Und habt ihr vielleicht auch urbane Paddel-Fotos die die Fantasie beflügeln?

Ich bin gespannt was Ihr zu berichten habt!

Liebe Grüße, Sebastian

-
100% pure canoeing: http://www.canoespirit.de
Canoe Labor am Bodensee: http://www.lakeconstance.de/

Frank_Moerke Online




Beiträge: 1.432

22.01.2013 10:20
#2 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Vermutlich ist mein Beitrag außerhalb der "Wertung", da das Nest in dem ich wohne weit verstreut grad mal 1.000 Einwohner hat. Also nix mit Stadt, dafür 5 Seen in unmittelbarer Umgebung und auch reichlich Wald. Neben den Kursen und gelegentlichen Touren zieht es mich aber auch "nach Feierabend" einfach mal aufs Wasser. Das ist für mich sehr einfach, Boot aus dem Regal ziehen, 20 Schritte tun, dann schwimmt das Boot.

Dabei geht es nicht ums Erleben oder "Abenteuer", irgendwann kennt man ja jede Ente auf dem See. Es ist eher ein Abschalten, sich ausklinken ... mal für eine halbe Stunde, mal auch eine Stunde. Mein "Denken" reduziert sich dabei aufs Paddeln, man bekommt den Kopf frei - nach so einer kleinen Paddelrunde fühle ich mich gut ...

trullox Offline



Beiträge: 616

22.01.2013 10:38
#3 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Na , das hängt nun mal vom Wohnort ab, und manche haben, im Gegensatz zu euch, weite Wege zurückzulegen, bevor sie ihr kleines "Alaska" finden.
Hier in Berlin z.B. stehen wir schon in den Startlöchern, um in die wenige km entfernte Havel einzusetzen und die vielen verbundenen Gewässer zu erkunden. In den letzten Tagen kommen mir allerdings Zweifel, weil ich mir einige Uferstrecken angesehen habe. Alles ist zugebaut mit mehr oder weniger hohen Wohnhäusern und vollen Parkplätzen.
Es gibt, außer bei Marinas, kaum Zugang zum Wasser. Da liegen massenhaft Motorboote und Segelyachten. Ich fürchte, man wird sich an schönen Tagen auf der Havel zwischen all den Kähnen hindurchwinden müssen und ständig dem Lärm ausgesetzt sein. Aber um Berlin herum gibt es so unendlich viel Wasser, und weiter entfernt lässt sich bestimmt etwas schönes finden. Doch momentan hält uns der Winter noch fest im Griff.
Lieben Gruß!
Fred&Caroline

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

22.01.2013 10:39
#4 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Obwohl ich ja nun wirklich unverhältnismäßig viel paddele sind mindestens drei Viertel meiner gepaddelten Strecken derartige „urbane“ Unternehmungen. Wenn ich das Suchwort „Neckarinselrunde“ in mein Paddeltagebuch eingebe werden mir über mehrere Seiten eine Vielzahl dieser kleinen unspektakulären Fahrten gezeigt.

Nun kann es an meiner Schwatzhaftigkeit liegen, dass ich jeder dieser Fahrten einen anderen berichtenswerten Aspekt abgewinnen kann oder einfach an dem Umstand, dass man niemals auf demselben Fluss paddelt. Auch in unserem kleinen beschaulichen Universitätsstädtchen tut sich zu jeder Jahreszeit auf und am Fluss irgendetwas.

Das macht diese kleinen Entspannungsrunden, die ich in der Regel euphemistisch unter „Training“ abbuche, so angenehm. Mir geht es wie Frank: ich kann – sobald ich im Boot sitze und ins „Gleiten“ komme – abschalten, den Kopf frei kriegen, den Alltag verlassen und die kleinen Dinge die sich am Rand oder auf dem Wasser tun würdigen.

Der Umstand, dass ich vom Bootshaus, in dem meine Boote lagern auch nur wenig Schritte zum Fluss habe, und dass ich das Bootshaus von zu Hause innerhalb von 10/12 Minuten mit dem Rad erreiche, ersetzt für mich jede andere Art der sportlichen Ertüchtigung. Ich bekenne, dass ich in dieser kalten Jahreszeit ab und zu mal kneife aber spätestens morgen – wenn ich ausnahmsweise mal während eines Wochentags frei habe – werde ich mich wieder ins Boot knien.

Axel

P A D D E L B L O G - 2. Sicherheitstreffen am 21./22.09.2013
There's more means to move a canoe than paddles

docook Offline




Beiträge: 885

22.01.2013 10:55
#5 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Moin Sebastian,
so wie Du an einem See zuhause bist, bin ich an einem kleinen Fluss bzw Flusssystem zuhause. Die verschiedenen Erlebniswelten zwischen eben mal paddeln, eine oder zwei Std. so zu sagen vor der (Dorf)tür und der Wochenendtour empfinde ich schon recht deutlich. Ich differenziere da ganz bewusst. Ist der Tag und die Woche sehr voll ergibt sich eher die schnelle 1-2 Std. Auszeit. Wobei ich mich dann schon bei der Frage ertappe: lohnt sich das? Die bessere und für mich tiefere Erholung ist aber der klassische Wochenendtrip. Sicher ist der Aufwand dann größer. Wobei ich in der komfortablen Lage bin, meinen Aufwand, je nach Ziel und Lust, steuern zu können. Wenn ich will reduziert sich die Tourvorbereitung auf 5 Minuten Fahrt zum Verein, Boot in`s ´Wasser ,beladen und los. Nach 1/2 Std. habe ich Ruhe. Ebenso sind aus dem Stand, ohne An- und Abfahrt diverse verschiedene Ziele und Rundkurse inkl. Übernachtungsmöglichkeiten machbar. Auch von der Größe der Gewässer kann ich wählen bis zur Seeschifffahrtswasserstrasse (Anfahrt auf eigenem Kiel), sofern ich „Aktion „ haben möchte.
Man neigt sicher ab und zu dazu die heimatlichen Möglichkeiten aus Gewohnheit, nicht mehr als “gut“ oder „interessant“ ein zu schätzen.
Außerdem fahre ich ab und zu noch weitere Reviere im näheren oder entfernteren Umland an. Da ist der Aufwand inkl. Bootstransport, Autofahrt usw dann schon deutlich höher. Soweit das für mich die Ausnahme bleibt ist das für mich gefühlsmäßig ok.
Stadtpaddler bin ich eher nicht und das Umfeld spricht mich auch nicht so sehr an. Z.B. bin ich schon durch Hamburg gepaddelt. Das war interessant aber für mich nicht in dem Wortsinn erholsam.
Ich finde mich also besser wieder als Tourenpaddler im “flachen Land“
Ich merke gerade beim schreiben, es ist schwierig seine Empfindungen richtig zu formulieren…

Viele Grüße
docook

Wenn mir dann mal nach Strand ist, finde ich den im Tidebereich (siehe Bild)

Angefügte Bilder:
DSC00122.JPG  
MrDick Offline




Beiträge: 1.234

22.01.2013 11:17
#6 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Hi!
Ein anderer Aspekt der mir gerade noch einfällt:

Könnte man das städtische Umfeld auch als eigene Qualität betrachten? Also eben nicht nach der Lücke mit dem kleinen Alaska zu suchen, sondern Bauten, Industrieanlagen und wassernahe Zweck-Architektur als eigene, reizvolle Abenteuerwelt zu begreifen? Ich denke dabei daran wie wir als Kinder auf Baustellen rumgestreunt und in Abwasserrohre geklettert sind. Mit der gewissen Mischung aus Grusel und Faszination. Gerade in einer Stadt erlangt man vom Wasser aus ja Winkel und Einblicke die einem Fußgänger verwehrt bleiben. Auch ein Trip mit der Kamera könnte sich da lohnen und Kontrastreiches zu Tage fördern.

Ihr seht schon... ich hab gerade ein ziemliches Kopfkino... :-P

Liebe Grüße, Sebastian

-
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Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

22.01.2013 11:26
#7 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Moin Sebastian,
bei uns ist es nicht so unterschiedlich zu Dir. Wir laufen 10 Minuten zu Fuss und sind am Bootshaus, das nutzen wir je nach Wetter zur Entspannung bei der kleinen Paddel/Angelrunde mit dem Kanu. Dazu gehört auch der soziale Klönschnack, das sitzen an der Vereinsfeuerschale etc..
Unabhängig davon bietet hier die Förde ein großes Tor zur Welt des Tourenpaddelns mit Abenteuer für ein Wochenende oder mehr und allem was wir darunter so verstehen.
Verabredungstouren sind bei den vielen Fließgewässern und Seen im Umland auch mal ganz schön. Dann gibt es die spannenden Ferienabenteuer wofür uns heute fast die ganze Welt zu Füßen liegt.
Beim urbanen Paddeln versuche ich eigentlich Abstand von der Hektik des Alltags zu bekommen, der Natur näher und dem Lärm etwas ferner zu sein, das Land aus der Distanz zu betrachten fährt mich ganz gut runter(Erholung).
"Normal" ist für mich beim Paddeln das was möglich ist.
Liebe Grüße
Jürgen

Frank_Moerke Online




Beiträge: 1.432

22.01.2013 11:31
#8 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Ich habe da wohl eine relativ radikale Außenseitermeinung, die sich nicht nur aufs Paddeln bezieht:

Auch wenn ich Berlin vor der Haustür habe und sich gelegentliche Fahrten in die Stadt ja nicht vermeiden lassen, mich kotzt es an, an hundert roten Ampeln zu stehen, ewig nach einem Parkplatz zu suchen, immer wieder irgendwo zu warten, umgeben von Lärm und Gestank. Ich könnte nie in einer Stadt wohnen, auch wenn es dort ein paar grüne Ecken gibt. Dafür verzichte ich gern auf die Vorteile, die eine Stadt zweifellos auch zu bieten hat.
Daher würde es mir auch sehr schwer fallen, zwischen betonierten Ufern und Verkehrslärm aufs Wasser zu gehen und dem noch etwas abzugewinnen ... auch wenn es parkähnliche Areale gibt und der Lärm mal etwas weiter zurückgedrängt ist.

Ist halt meine private Position zum Thema Stadt, viele werden es ganz anders sehen ...

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

22.01.2013 12:07
#9 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

In meinem persönlichen Lieblingsvideo (es geht um Poling) wird am Ende gezeigt wie sich Bill Cummings im Boot durch seine Stadt bewegt, mit Passanten plaudert, hinter Gebäuden entlang etwas baufällige Brücken unterfährt und überbaute Flussabschnitte befährt und ein innerstädtisches Wehr umträgt. Im Kontrast mit den übrigen Szenen sprechen mich diese "sozialen" Szenen besonders an.

Als wir Silvester auf der Erms unterwegs waren habe ich mich an dieses Filmchen erinnert. Auch dort waren es der Blick in Hinterhöfe, kurze nette Wortwechsel mit erstaunten Anwohnern, Zivilisationsmüll am Flussrand (nicht liebenswert!) und ausgewaschene Flusseinfassungen, die die Fahrt besonders unterhaltsam machten.

Das ist eben ein Blick aus dem Naturidyll heraus in die Realität. Die ist ein wenig marode aber auch irgendwie liebenswert. Mir gefällt das sehr und ich will gerne akzeptieren, dass wir beim Paddeln mit beidem konfrontiert sind.

Axel

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Trapper Offline




Beiträge: 1.561

22.01.2013 12:18
#10 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Zitat
Ich könnte nie in einer Stadt wohnen, auch wenn es dort ein paar grüne Ecken gibt. Dafür verzichte ich gern auf die Vorteile, die eine Stadt zweifellos auch zu bieten hat.
Daher würde es mir auch sehr schwer fallen, zwischen betonierten Ufern und Verkehrslärm aufs Wasser zu gehen und dem noch etwas abzugewinnen ... auch wenn es parkähnliche Areale gibt und der Lärm mal etwas weiter zurückgedrängt ist.

Ist halt meine private Position zum Thema Stadt, viele werden es ganz anders sehen ...



Da gehe ich mal wieder voll drin auf....

Internette Grüße Thomas

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

22.01.2013 12:39
#11 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Wenn Frank mit 1000 Einwohnern startet, biete ich mal 15000.
Nicht Urban, aber die Grundidee Boot aus dem Regal und einfach Paddeln steht wie bei Sebastian und den anderen dahinter.

Da ich schon einige Male Gelegenheit hatte in Hamburg zu paddeln mein Tipp einfach mal machen.
Hamburg ist vom Wasser aus völlig anders. Es ist ruhiger als man denkt und die (Ein-)Blicke sind sehr lohnend.
Und Berlin reizt mich auch und Amsterdam (Ich hoffe der Termin den Mark regelmäßig anbietet passt mal.) und ...

Micha-KCA Offline



Beiträge: 75

22.01.2013 12:51
#12 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Mir geht es auch so, dass ich nicht unbedingt Strecke machen muss, um zu entspannen, den Kopf frei zu bekommen. Ich finde es himmlisch, nach Feierabend auf dem nach Hause Weg das Boot bei Tiefwerder in die Havel zu setzen und durch dieses unfassbar andere Berlin zu paddeln. Hier ist nicht Großstadt, hier ist Natur! Das begeistert mich jedesmal von neuem! Entspannt paddeln, Seele baumeln lassen, sich an der Umgebung erfreuen!
Andere Interessen, die ich vom Wasser aus befriedigen könnte (Architektur, Geschichte o.ä.) habe ich nicht.
Übrigens, Frank! Es gibt in Berlin mehrere Stellen, wo die Natur die Großstadt vergessen lässt! Glaube einem "Ureinwohner"! Allerdings - und da muss ich Dir Recht geben - muss man dort zunächst einmal hinkommen. Und das kann durch den Berliner Verkehr absolut ätzend sein!
Sei's drum, ich mache gerne für die "Ungläubigen" den Fremdenführer!
schöne Grüße! Michael

Saleha Offline




Beiträge: 36

22.01.2013 14:21
#13 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Hier in Potsdam bin ich schnell am Wasser und habe letzten Sommer häufig die langen Tage genutzt, um nach Feierabend eine Stunde zu paddeln.

Am Wochenende bei schönem Wetter ist die Havel voll, aber es gibt immer Ecken abseits der frequentierten Routen. Oder man geht dem Rummel aus dem Weg indem man zeitlich ausweicht, in die frühen Morgenstunden z.B, kostet viel Überwindung, ist aber wunderschön.

Viele Grüße
Sandra

Hans-Georg Offline




Beiträge: 656

22.01.2013 14:23
#14 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Bin schon in Hamburg gepaddelt, in Amsterdam mit Katrin und auch schon in Cottbus an verschiedenen Stellen. Ich hatte ein Boot im Kanuverein liegen, doch betrug der Beitrag pro Jahr 180Euro zuzüglich von zu leistenden Arbeitsstunden.

Die Anfahrt von 10min zu Rad war ganz O.K. , nicht so schön die Spree an dieser Stelle und die Tatsache , dass man sich den etwa 50-70m breiten Fluß mit den ganzen Wettkampfpaddlern teilen mußte. Irgendwann hatte ich dann mal genug von den brüllenden alten Trainern und den Tränen in den Augen der Kinder und Jugendlichen und den endlosen Bemerkungen darüber, dass ich das Gradeausfahren wohl noch üben müsse.

Auf Badeseen in der Stadt haben wir schon öfter Aufführungen gemacht, Training geht dort leider nicht wegen der Angler.

Auch die erste große Freestyleaufführung Europas fand 2004 mitten in der Stadt Cottbus auf einem kleinen und sehr gut geeigneten Teich statt, das ist inzwischen ja auch schon Legende(und nächstes Jahr ein Grund für ein Jubiläum).

Wir haben auch schon einige unserer Küren in der Stadt auf der Spree trainiert, wenn wir unter der Woche Training brauchten, doch ist in den letzten Jahren an dieser Stelle die Strömung des Flusses etwas flotter geworden, außerdem fährt man in Cottbus immer unter den Augen von Publikum, so viel Exhibitionismus haben wir dann doch auf Dauer nicht: Wanderwege mit Joggern etc. führen direkt am Ufer entlang und wir wollen mit der zwar sehr leisen , aber immerhin hörbaren Musik niemanden stören.

So bleibt uns dei Spree einige km weiter stromab im Spreewald doch das liebere Paddelrevier. Man ist Draussen und bei Verwandschaft gleichzeitig(ein weiterer Grund) und selbst bei touristischer Hochsaison nach wenigen Paddelschlägen ganz für sich und bei sich. Die Anfahrt von 35km nehmen wir dafür in Kauf.
Gruß
Hans-Georg

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.916

22.01.2013 18:05
#15 RE: Paddeln als urbane Subkultur? antworten

Gar nicht so selten, in der Stadt paddeln.

10 bis 20 mal im Jahr bin ich Donnerstags um ca 17:00 Uhr zum Schnupperpaddeln an meinem Hausbach, der Lavant. Zu Fuß und mit Kanuwagen habe ich gerade mal 500m zum Einstieg. Ca 800m WW2, dann ca 500m schwache Strömung, zum Auspaddeln reicht es allemal, zB flußaufwärts.
Die Gemeinde hat mir zum nicht Kommerziellen Schnupperpaddeln einen kleinen ( wenn auch nicht besonders schönen ) Einstieg gerichtet. Wer da schon alles zu mir ins Kanu stieg, das würde man kaum glauben. Echt kommunikativ, die Sache: Mehr Quatschen als Paddeln, aber wer sich interessiert, bleibt leicht hängen, macht mit bei einer Ausfahrt, bucht einen Kurs.

Unglaublich auch, welche Tiere hier anzutreffen sind: Enten sowieso, aber auch Wasseramsel und Ringelnatter, Zaunkönig und ....

Zum Stadtfest bin ich auch immer am Fluß, manchmal gibt es Kanuspiele, mit hunderten Zusehern. Ist Werbung fürs Kanufahren, Kärnten ist diesbezüglich Entwicklungsland.

Oft endet des Schnupperpaddeln mit Freunden auf der Terrasse des "Orpheo", bei einem Kaffee, oder Tee, oder, ...aber dann kann es auch spät werden.

Das Foto ist recht alt, der Rendezvous war mein erstes Soloboot.
LGW

Ps Sebastian, in Konstanz war ich mehrfach am Wasser. Das ist für mich eine ganz besonders schöne Stadt zum Paddeln.

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

Angefügte Bilder:
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