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Dieses Thema hat 36 Antworten
und wurde 2.745 mal aufgerufen
 Allgemeines Canadierforum
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AxeI Offline




Beiträge: 1.001

10.08.2012 10:35
#16 RE: Pumpe antworten

Rein technisch ist das überhaupt kein Problem und auch die Pumpleistung ist beeindruckend. Ich habe mir von einem Paddelkumpel, der seit geraumer Zeit völlig strörungsfrei eine vortreffliche Pumpe in seinem Wildwasserboot betreibt, jetzt einen Bausatz zusammenstellen lassen. Vielleicht liegt der störungsfreie Betrieb ja daran, dass der Kumpel Elektroingenieur ist. Die Bauteile sind aber handelsüblich, kosten zusammen knapp 70,-€ und werden nächstens in meinem kleien gelben Boot verbaut. Der Bleiakku ist das gewichtigste Teil. Im Bausatz war auch ein Ladegerät enthalten, das künftig an Campingplatzsteckdosen zum Einsatz kommen wird. Bei gelegentlichem Einsatz muss der Akku nur alle paar Tage mal nachgeladen werden.

Axel

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There's more means to move a canoe than paddles

moose Offline



Beiträge: 1.478

10.08.2012 15:10
#17 RE: Pumpe antworten

noch mal: wir sprechen hier von einer spezialsituation - im oc über offene meer, was ja schon mal nicht typisch ist und regen so viel von oben, dass die schüssel vollläuft, wenn mann nicht pumpt. das muss nun mal mechanisch funktionieren. stromanschluss in weiter ferne, aufladen ist nicht und reparieren auch nicht - also mechanisch. dass es epumpen gibt mit toller leistung für die zivilisation ist unbestritten. und löcher muss man nicht suchen, die sind alle oben.
mooes

Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

13.08.2012 20:32
#18 RE: Pumpe antworten

Moin,
es ist sicher etwas speziell, deswegen erwarte ich auch nicht von allen zuviel Verständnis oder hinein denken in mein Problem. Es handelt sich bei meinem Canadier um einen OC und ich habe nicht vor ein CC daraus zu machen.
Ich teile einerseits die Bedenken von Thomas (Westzipfel), lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.
es geht nicht ums Überleben, Auftrieb habe ich jederzeit genug, es geht um 60-80 l Wasser über etwa 3-4 Std. alle 5-10 Minuten aus dem Canadier zu bekommen. Das ist ungefähr die Menge, ab der die Segelperformance spürbar leidet. Das kommt nicht regelmäßig vor aber immer wieder mal.
@ Axel ,Wie schwer ist der geplante Einbau, den Du vor nimmst und wie lange hält die Batterie für ca. welche Menge Wasser?
LG Jürgen

http://isladebasura.com/

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

13.08.2012 20:41
#19 RE: Pumpe antworten

Hallo Jürgen, das Gewicht des Bausatzes liegt unter 2kg. Die Fördermenge beträgt über 30 Liter in der Minute aber wie lange die Batterie in kalten Bedingungen bei häufigem Betrieb - eventuell mit Leerlaufphasen - hält kann ich Dir nicht sagen. So eine Batteriepumpe macht tatsächlich nur dann Sinn, wenn man die Batterie alle zwei/drei Tage über Nacht aufladen kann.
Für Deine Zwecke könnte ich mir auch eher eine Hand- oder Fußlenzpumpe vorstellen.
Ein Freund hat eine Handlenzpumpe in sein Wildwasserboot eingbaut - mit ausgeklügeltem Rohrleitungssystem von der optimalen Pumpenposition für den Handbetrieb (vor dem Sitz) im bewegten Wasser zum tiefsten Punkt des Bootes (direkt hinter dem Sitz). Ich schick Dir die Bilder per PM.

Axel

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gwlap Offline




Beiträge: 135

13.08.2012 21:59
#20 RE: Pumpe antworten

Hi Axel,

Ich wäre auch an den Bildern / andere Info interessiert.

Vielleicht könntest du sie hier oder anderswo (z.B. picasa) veröffentlichen. Es gibt sicher noch andere interessierte KollegInnen.

bye

Gunter

--

... der den Ally segeln will.

Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

13.08.2012 23:31
#21 RE: Pumpe antworten

Hallo Axel,
Danke für die Bilder!
Wieviel schafft die Pumpe pro Hub, meine macht ungefähr 0,5l hin und 0,5l zurück, habe ich von Globi, funktioniert gut aber auch mit Handbetrieb. Das mit dem Fussbetrieb will mir noch nicht aus dem Kopf, habe mir schon einige Systeme angesehen, da war noch nicht das Richtige dabei. Stelle mir sowas mit Feder vor und zum befestigen mit Klett. Hier noch Bilder von meiner momentanen Handbetriebslösung und dem Wetter, wo es auf leichten gegen den Wind-und auch auf am Windkursen immer Probleme mit der mir ungenügenden Performance gibt, man kann sich so auch leichter vorstellen, dass das nicht nur vom Platz her mit dem Ösfass nicht funktioniert, wenn mein Astralkörper da noch drin ist, ich brauch da beide Hände fürs Kanu, zumindest für Schot und Steuer.
Zu der elektrischen Pumpe noch folgende Frage, denkst Du , dass sie bis 800L in der Stunde schafft? Alle 2Tage aufladen wäre schon okay.
LG Jürgen

http://isladebasura.com/

Angefügte Bilder:
P5300080.JPG   P5300088.JPG   P5310111.JPG   P6020164.JPG  
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AxeI Offline




Beiträge: 1.001

14.08.2012 07:21
#22 RE: Pumpe antworten

Hallo Jürgen,

Die Handpumpe schafft ähnlich viel wie Deine. Sie stammt von Harmony (Stefan hat neulich den PDF-Katalog hier verlinkt - da ist sie auf S.5 bzw. 87 unten rechts leider nur im Set mit Paddlefloat und -leash EDIT: Eine Seite weiter links oben gibt es das Ding auch einzeln).

Ich bin kein Experte was die Leistungsfähigkeit der E-Pumpen angeht. Das Beispiel meines Paddelkumpels hat mich nun erst - nach langem Zaudern - zum Kauf des Bausatzes angeregt. Mit dem Einbau warte ich noch bis nach dem Urlaub. Von der Zuverlässigkeit der Pumpen bin ich inzwischen überzeugt.

Wenn das Ding 30 Liter in der Minute schafft (und das glaube ich angesichts der bisherigen Anschauung) sind es in der Stunde (meinem Taschenrechner zufolge) 1800 Liter. Ob die Batterie aber den Dauerbetrieb länger als ein/zwei Stunden durchhält wage ich zu bezweifeln.

Axel

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Randvoll Offline



Beiträge: 3

14.08.2012 08:17
#23 RE: Pumpe antworten

Hallo Jürgen,

die von Axel angesprochene elektrische Lenzpumpe schafft 4200l/h bei 0m Hub. Bei einer Ausflusshöhe von 0,4-0,5m (entspricht in etwa der Süllrandhöhe) haben wir ca. 65 l/min (3900l/h)nachgemessen. Die Pumpleistung ist wirklich beeindruckend. Die Pumpe zieht dabei 3,5A an Strom, Spannung 12V. Bei einer Akkukapazität von 4,5Ah wäre ein Dauerbetrieb von ca 1,3h möglich. Im Einsatz auf dem Wasser wird die Pumpe aber nur kurzzeitig bei Bedarf betrieben, so dass die Akkukapazität im WW-Einsatz locker für zwei Tage ausreicht. Die Betriebsdauer lässt sich natürlich durch einen grösseren Akku erhöhen, der allerdings dann grösser und schwerer ausfällt.

Die Akkus an sich sind völlig unkompliziert. Wir verwenden Bleigel-Akkus, die sind kompakt, können lageunabhängig verbaut werden und können auch mal nass werden. Wenn das Ding kurzzeitig unter Wasser steht, gibt es schon eine gewisse Entladung, da Wasser leitfähig ist, aber die ist minimal. Nach ein paar hundert Lade- und Entladevorgängen sinkt die Akkukapazität. Dann sollte man Ersatz beschaffen. Bei den aktuellen Kosten von ca. 15€ geht das m.E. im Grundrauschen unter.

Wie gesagt, so eine E-Pumpe tut nicht weh und der Komfort ist immens. Und der Showeffekt bei den Mitpaddlern sowieso.

Grüsse
Rene

Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

14.08.2012 11:57
#24 RE: Pumpe antworten

Moin Axel und Rene,
Danke für eure Mühe, das sollte ich vielleicht doch mal versuchen auch wenn es für mich nur schwer vorstellbar ist, ein bis 2 Std. lang 1800l die Std. ist schon was.

@ Axel: Ich warte mal dein Bastelergebnis ab, denn wenn die Pumpe genau so gut gut funktioniert wie das Bentshaftpaddel, was Du für mich gebaut hat, werde ich das nachbauen, insofern Du so nett ist und mir genaue Infos gibst, dann funktioniert das sicher auch ausgezeichnet.

Wenn trotzdem Jemandem eine brauchbare Fußpumpe über den Weg läuft, würde ich mich auch über eine Info freuen.

LG Jürgen

http://isladebasura.com/

ArtDig Offline




Beiträge: 121

27.09.2013 16:18
#25 RE: Pumpe antworten

Hallo,
ich habe jetzt auch (endlich) einen OC mit Pumpe, mir ist nur leider bei der letzten Kenterung der Schalter abhanden gekommen. Weiß jemand Rat, wo ich einen neuen (wasserdichten)bekommen kann?
Wie haltet ihr das überhaupt mit der Wasserdichtigkeit? Als ich mir das Böötchen zugelegt habe, waren die Kabelverbindungen alle so gut wie nicht geschützt- geht das wirklich so?

Gruss, Marco

Peter Offline



Beiträge: 28

27.09.2013 20:26
#26 RE: Pumpe antworten

Hallo Marco
Auch ich oute mich als pumpenfahrender OC-Paddler
Die Anschlüsse am Gel-Akku habe ich mit Heisssiegelkleber "vergossen", die Stecker sind hochwertige Teile aus dem Elektro-Modellflug, deren Anschlüsse ebenfalls mit Kleber vergossen und mit Isolierband umwickelt worden sind. Die Trennstellen sind dann nochmals mit Isolierband wasserdicht gemacht. Funktioniert prächtig und hat mich schon einige Male im WW gerettet.

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

27.09.2013 22:32
#27 RE: Pumpe antworten

Zitat
...geht das wirklich so?



Das geht gut ohne Isolierung. Die Leitfähigkeit von Wasser ist bei der Spannung nicht sonderlich hoch. Klar hast Du Stromverlust, wenn die Batterie unter Wasser steht aber der Zeitraum ist erstens im Regelfall sehr kurz und es entsteht keine Stromschlaggefahr dabei.
Auch der Schalter muss nicht isoliert sein. Es hat sich für uns sogar bewährt unisolierte Schalter zu verwenden und sie so offen einzubauen, dass Wasser gleich abfließen kann.

Axel

P A D D E L B L O G
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Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

28.09.2013 09:31
#28 RE: Pumpe antworten

Zitat von ArtDig im Beitrag #25
geht das wirklich so?



Solange es um Süsswasser geht, wird es nass und trocknet auch wieder, ab und an etwas Kontaktspray/Öl und es hält.
Überall wo Wasser rein läuft dafür sorge, dass es auch wieder raus läuft.
Ist viel feiner Sand im Wasser kann der offene Schalter aber an Funktion einbüßen.

Bei Salzwasser ist Korrosion das Problem und die bessere Leitfähigkeit lutscht die Batterie auch schneller leer, da werden z.B. vollgeschlossene Magnetschalter eingesetzt. Ich habe auch schon mal was mit Schwerkraftschaltern gesehen (auch voll geschlossen).
Konnte mich aber nicht so ganz überzeugen, weil ich denke das der Schalter in starken Wellen auch immer mal auslöst.

MrDick Offline




Beiträge: 1.234

28.09.2013 14:55
#29 RE: Pumpe antworten

Ich habe zwar keine Erfahrung mit Lenzpumpen, da ich aber mal Elektroniker gelernt habe habe ich Erfahrung mit Strom.
Im Kleinspannungsbereich braucht man sich wegen Stromschlägen sicher keine Gedanken machen, aber dennoch ist Isolierung wichtig. Da auch Süßwasser nicht frei von Salzen ist leitet auch dieses. Es kommt es im Laufe der Zeit an den Kontaktstellen von Schaltern und Steckverbindern zu Korrosion die die Übergangswiderstände erhöht. Da die Spannungen nicht sehr hoch sind müssen die Ströme bei gleicher Leistung umso höher sein. Das führt zu Übertragungsverlusten an den korrodierten Kontaktstellen. Auf Deutsch heißt das, dass die Kontaktstellen zu kleinen Elektroheizungen werden. Daran kann man sich, je nach Stromstärke (Abhängig von der Pumpenleistung), herrlich die Finger verbrennen oder sogar ein Feuerchen machen. Aus elektrotechnischer Sicht gilt daher die ganz klare Empfehlung wasserdicht zu isolieren. Nur weil es auch anders Funktioniert ist es noch lange nicht gut.

Denkbar wäre das Abdichten z.B. in ausreichendem Maße mit einfachen Aufputz-Feuchtraumschaltern mit Kabelverschraubungen (PG).
Alternativ ginge auch als Gebastel ein Schnurschalter über den man ein Stückchen Gummihandschuh zieht, der natürlich an beiden enden mit dem Kabel wasserdicht abschließen müsste. Die Industrie bietet da auch einige professionelle Alternativen an (Stichwort IP 67).

so sehe ich das.
Liebe Grüße,
Sebastian

-
100% pure canoeing: http://www.canoespirit.de
Canoe Labor am Bodensee: http://www.lakeconstance.de/

Trapper Offline




Beiträge: 1.561

28.09.2013 17:34
#30 RE: Pumpe antworten

In der Seekajakszene sind E-Pumpem sehr häufig anzutreffen. Die meisten nutzen für den Schalter einfach einen vergossenen Reedschalter(Tablettenröhrchen o.ä)und einen Magneten zum auslösen. Einfach und vielfach bewährt!
Der Akku befindet sich wasserdicht in einer Tupperdose.

Internette Grüße Thomas

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