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Dieses Thema hat 22 Antworten
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 Tourenberichte
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Donaumike Offline




Beiträge: 993

21.06.2013 08:38
#16 RE: Hoher Pegel antworten

@ Jaegle90
Da hast du ja richtig Glück gehabt nicht weitergefahren zu sein, wenn Du am 16.06.2013 auf Tour gewesen bist.

Am Freitag den 14.06.2013 war ich wie oben beschrieben vor Ort.

Am 15.06.2013 gab eine Vermietstation, dies bekannt:

Zitat:
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------
„Hochwasserlage Altmühl - 15.06.2013
Aus Sicherheitsgründen bleiben unsere Vermietstationen vorerst bis zum 18.06.2013 geschlossen. Erst ab ca. Meldestufe 1 öffnen wir wieder unseren Verleih für Sie.
Über den Hochwasserstand in Eichstätt und Treuchtlingen können Sie sich auch hier informieren: www.hnd.bayern.de


Nun noch einige Tipps für Selbstfahrer:
Die Durchfahrt in Pappenheim am Wehr ist mit Kanadiern unmöglich.
Die Querströmung bringt Sie unweigerlich zum Kentern.
Hier müßte vom Ausstieg Wehr bis zum Einstieg am BHF umtragen werden (ca. 2km). Von einem Startpunkt vor Bhf Pappenheim ist abzuraten.
Der Zeltplatz Hammermühle steht unter Wasser. Hier keine Zeltmöglichkeit.
Achtung!! Am Wehr Hagenacker blockiert ein Baumstamm die halbe Flussbreite.
Vom Befahren des Wehres ist abzuraten.
Nach allen Wehren gilt: Starke Kehrwasserströmung
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die Informationen sind nicht nur als Service für die wichtig die auf Leihboote angewiesen sind, sondern auch für die, die einen eigenen Canadier besitzen, sehr brauchbar. Es lohnt sich manchmal auch dort wichtige Sicherheitsinfos zu sammeln, für eine geplante Tour.

Gruß, Mike

sputnik Offline




Beiträge: 2.006

21.06.2013 10:55
#17 RE: Hoher Pegel antworten

Hallo Mike,

es ist löblich, daß dieser Kanuvermieter so detaillierte Informationen weitergibt. Allein die Aussage, daß er
bei diesem Pegel keine Kanus vermietet, hätte nicht ausgereicht. Es kommt auf das individuelle Können an
und ich erinnere mich immer gerne an meine erste Tour, zu der ich mich hier im Forum verabredet hatte. Es war
ein sehr schöner Paddeltag auf der oberen Donau bei 2m Pegel. Der örtliche Vermieter gibt ab 1,40m kein Boot mehr
aus. Ich war glücklich, daß mich ein erfahrerner Paddler unter seine Fittiche nahm, bzw. ich mich in sein Boot
setzen durfte. Alleine hätte ich es auch nicht gewagt. Guckst du Gemeinsames Solo-Paddeln (4)

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Jaegle90 Offline




Beiträge: 103

03.07.2013 22:54
#18 RE: Hoher Pegel antworten

ich muss sagen die durchfahrt in pappenheim war nicht ganz ohne aber machbar allerdings ist eine gruppe vor uns gestartet mit 5 kanadiern die wie ich in solnhofen erfahren habe alle gekentert sind

Donaumike Offline




Beiträge: 993

03.12.2013 07:12
#19 RE: Auf der Altmühl antworten

edit Neu zum Nachtrag: Zwei Kurzfilme unserer ersten Wehrabfahrt von der Anfangs von mir beschriebenen Tour mit meiner Tochter.

Bootsrutsche am Wehr Hammermühle (gelungene Abfahrt)

„Beim zweiten Anlauf traf ich die schmale Rinne mittig und wir fuhren hinab, spürte noch zwei größere Felsblöcke unter dem Boot schürfen und sind schließlich trocken unten angekommen.“

Hier der Kurzfilm dazu:

http://youtu.be/JBcbD0rLXrI


Bootsrutsche am Wehr Hammermühle ( fehlgeschlagener erster Anfahrtsversuch)

Textausschnitt von Tourenbericht „Auf der Altmühl“

„Ich fuhr die Rinne genauso an wie damals Solo bei Wind. Diesmal weniger Wind, aber Unmittelbar vor der Rinne kam starker Wind auf. Das Boot versetzte sich wieder, es war für mich zu spät zum steuern, das Boot fuhr neben die Rinne und blieb an der Kannte kurz still stehen. Ich sagte zu meiner Tochter nicht bewegen, wechselte in Ruhe zum Reservepaddel und stieß das Boot kräftig rückwärts ab, hoffte das der Sog nicht das Boot dreht und seitlich an die Kannte drückt und vielleicht zum kentern bringt, uns einklemmt oder uns rückwärts durch die Rinne befördert, was ich dort schon gesehen habe. Durch kräftige Rückwärtspaddelschläge fuhr ich rückwärts, fuhr eine Schleife, der Wind flaute plötzlich ab.“

Hier der Kurzfilm dazu:

http://youtu.be/jFZDu-J0ypQ

Anmerkung:

Ich sitze bei dieser Tour / Wehrabfahrten, das dritte Mal in einem Canadier, Die Bootsrinnen sind nicht optimal bei der Anfahrt vom Boot aus zu erkennen. Am Wehr Hammermühle, kann man schön den Störfaktor Wind gut erkennen…..

Donaumike Offline




Beiträge: 993

05.12.2013 09:28
#20 RE: Auf der Altmühl antworten

Bootsrutsche am Wehr Hagenacker (gelungene Abfahrt / davor mussten wir auch eine Anfahrt abbrechen, steht auch im Tourenbericht)

Textausschnitt von Tourenbericht „Auf der Altmühl“

„Wir fahren hinab, der große Schwall am Ende meint es schlecht mit uns und kühlt uns nicht ab, wir kommen wiedererwarten trocken durch.“

Hier der Kurzfilm dazu:


http://youtu.be/sCHz7LH6kFY

Anmerkung:


Wenn ich an den Kurzfilm von Biki, von der Wehrabfahrt am Wehr Hagenacker von der vergangenen spätherbstlichen Paddeltour denke, ist erfreulicherweise etwas mehr Routine zu erkennen.


Viele Grüße, Mike

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

05.12.2013 10:45
#21 RE: Auf der Altmühl antworten

Lieber Paddler, ....da ist eine Menge Luft nach oben!
Ein einfacher Ziehschlag, eine vernünftige Paddelstütze, ... dann kann von gelungener Abfahrt die Rede sein.
Festhalten am Süllrand geht gar nicht!
Nix passiert, dh komm doch zum ...treffen, zur ..ausfahrt, zum ..kurs.
Und: Sei herzlich eingeladen, zum AOC-Treffen am Faakersee Ende Mai.

Bis irgendwann, am Wasser, W

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

Donaumike Offline




Beiträge: 993

31.07.2014 09:48
#22 RE: Auf der Altmühl antworten



Nach zwei Sonnenumrundungen mit Muttererde und nach zwei Sonnenuntergängen sind wir wieder am selbigen Ort unter der Ortsbrücke von Solnhofen angekommen, wo unsere Tour damals auch begann, diesmal mit der Mannschaft die uns auch auf der Werra begleitete. Zuvor sind wir mit dem Auto zum Bahnhof von Solnhofen gefahren und mit dem Zug der zu jeder vollen Stunde plus drei Minuten fährt, nach Dollnstein gefahren und vom Bahnhof aus knapp fünf Gehminuten zum Rummelplatz der Verleiher und der Touristen unter der Ortsbrücke an die Altmühl untergetaucht.

Glücklicherweise konnten wir in diesem Hexenkessel unsere zwei Canadier sofort empfangen, eine Einweisung in Ausrüstung und Tour-geschichten konnten wir uns verständlicherweise sparen. Vor zwei Jahren vereinbarten wir einen Sondertermin für den Bootsempfang, eine Stunde früher, für 0900 Uhr, was natürlich den Trubel-faktor vor und während der gesamten Tour merklich herabsetzt hatte.

Kurios, das wir wahrscheinlich wie damals an der Werra zwei Augh 3 empfingen, ein überschweres robustes Klotz am Bein, die Boote sollten laut Hersteller 40 Kg wiegen, sie wogen nahezu das doppelte, diese Schätzung beruht nicht nur auf meinen Mist. Dieser Umstand zwang mich, unser Boot nach etwa 30 Metern schleppen doch noch gefechtsmäßig kurz vor dem gedachten Einstieg im Fluss einzusetzen. Die Gepäcktonnen sind jedenfalls etwas leichter geworden und die Boote um vieles unhandlicher.

Was mich sehr neugierig machte: Wie werde ich mit diesem Boot während dem Fremdgehen auf dem Wasser zurechtkommen?
Auf diese Antwort musste ich nicht lange warten, der Eisbrecher machte all das was ich von ihm verlangte, der Umstand dass kaum Strömung herrschte, begünstigte das Ganze. Nach dieser Kurzkür paddelte ich zum Einstieg und nahm meine Tochter im anfangsstabilen Boot auf. Nach kurzen Augenblicken gesellte sich unser zweites Boot zu uns, was zuvor den offiziellen harten stufigen Einstieg wählte, der sicher nicht so materialschonend war. Nach kurzer intensiver nicht gleich teamfähiger Eingewöhnung kamen sie dann doch ganz gut zurecht.

Nach etwa 15 Paddelminuten empfing uns das erste Wehr „Solnhofner Mühle“, vorm Ausstieg übte eine Kajakbesatzung mit Wildwasserausrüstung das Rollen, trotz der Enge konnte ich gut anlanden, bei dem anschließenden Wuchten des Bootes über Treppen auf und ab kam mir glücklicherweise jemand zur Hilfe, vielen Dank. Das Wehr glich einem Zeltdörfchen mit Stadttrubel, versteckt im Wasser am Ufer waren zwei Bierkästen zu entdecken, ein leichtes auf Bierhamster zu gehen, aber so nötig hatten wir es doch nicht. Sofort fällt mir wieder an dieser Stelle nach dem Wehr der niedrige Wasserstand auf, ein Treideln war nicht nötig, der Pegel betrug in Eichstädt etwa 124 cm.

Wir glitten dahin, genossen die Stille wo sie noch ist, wenn sie gestört wurde, lehnten wir uns am schattigen Ufer an, warteten ab. In unseren großen Booten ist eine geschmeidige Brotzeit kein Problem, einige verdurstende und Kohldampfschürende Vorbeifahrer schauten neidisch auf unseren Proviant. Wenige junge Entenfamilien, dafür eine Vielzahl von Libellen und blauen Schmetterlingen waren zu beobachten.

Einmal versuchte ich es mit einem Canadier aufzunehmen der von vier Personen angerieben wurde, ein mühsameres überholen gelang, nur dies wollte ich wissen, meine Tochter ließ mich wie so oft bei der Paddelarbeit in Stich, wenn sie einen kleinen Beitrag leistete, war er dennoch zu spüren und dafür war ich immer dankbar. Einmal kurz vor einem Baumhindernis nahm sie frei heraus ihr Paddel und setzte es nur so weit ein wie es nötig war um dem Baumhindernis noch sicherer auszuweichen.

Wir passierten Eßlingen und Altendorf, die Bootsrutschte am Wehr Hammermühle, an dem gut besuchten Rastplatz steht bevor. Die meisten Boote legten an, wir steuerten die Abbruchkante an. Die Bootsrinne ist mehr rechts, etwas näher kommend dort zu erahnen, für Anfänger oder Unwissende kein leichtes klar zu erkennen. An der Abfahrtsrinne punktgenau angelangt, die weniger Wasser Führte wie bei vorherigen Abfahrten, geht es hinab. Zweimal rumpeln am Anfang und kein oder kaum rumpeln am Ende, dieses ist immer wieder anders zu erfahren. Der Schwall am Ausgang reichte für uns nicht aus um richtig nass zu werden, in der Bilge war dennoch einiges am Wasser, das wir später über Bord mittels Schwamm beförderten. Unser Begleitboot hatte wesentlich mehr Wasser abbekommen. Nach dem Lenzen ging es weiter zur nächsten Etappe.
Einige Untiefen und größere Steinbrocken begleiteten diesem Abschnitt, ein Canadier mit drei Personen lief auf einen Stein auf, vielleicht dieser, wo ich vor zwei Jahren mit meiner Tochter auch aufgelaufen bin, sie mussten ihr Boot verlassen um es wieder flott zu bekommen.

Eine Vielzahl von Schlauchbooten trieben auf dem Wasser, man konnte genau erkennen das sie mit dem Wind zu kämpfen hatten, trotz genügender wohl auch unkoordinierter Paddel im Wasser, ein träges vorbeipaddeln mit einem Paddel war kein Problem. Wieder eine eigene Erfahrung, für ein „Für“, für einen Canadier.
Das Wehr Hagenacker kündigt sich mit seiner Beschilderung an, das Wort „Lebensgefahr“ lässt meine Tochter in eine nicht schöne Stimmung verfallen, ich war schon am Anlegen, lies dennoch davon ab und fuhren rasch die Rinne punktgenau an, meine Tochter hatte sich wieder beruhigt und lächelte gespannt, während der Abfahrt war die Freude wieder groß, alles vergessen.

Eine andere vollbeladene Bootsbesatzung triftete vor der Abfahrtsrinne vor unserer Abfahrt ab, später bei ihren zweiten Anlauf fuhren sie halb über die Rinne und klebten schief fest, nach einigen Minuten stieg einer abenteuerlich aus und hebelte das Boot mittig in die Rinne, er hätte leicht eingeklemmt werden können, es ging aber noch gut, die Abfahrt gelang schließlich, wir schauten dem Szenario von unten vom Boot aus während dem Lenzen zu.

Wir paddeln weiter auf unserer Schlussetappe wo wir wie vor zwei Jahren ein Floss mit Biertischgarnituren überholten, die Kinder hatten ihren Spaß, hüpften ins Wasser und genossen das Nass. Nach etwa einhundert Metern schwimmt ein etwa zehnjähriger Junge herrenlos im Wasser, er meinte es ist alles okay, das Schlauchboot was ihn ins Wasser entledigt hatte, schwamm auch etwa einhundert Meter voraus. Wir dachten laut, was ist wenn er plötzlich Hilfe braucht? Die Aufsichtspflicht auf dem Floss war sicher überfordert, die Kinder im Schlauchboot; Wissen nicht was sie tun..

Am Ziel angelangt, wuchten wir die Boote aus dem Wasser und auf dem Anhänger vom Verleiher. Wir liefen etwa zehn Minuten zum parkenden Auto am Bahnhof zurück und verstauten unsere Ausrüstung, ich und meine Tochter hatten diesmal unser eigenes Paddel und Weste mit dabei. Anschließend versorgten wir uns nahe vom Bahnhof mit Limonade, Kaffee und Kuchen. Während unserer Rückfahrt machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Dohlenfelsen in Konstein im Urdonautal und beobachteten ein paar Kletterer, die sich am Fels versuchten.

Fazit:
Fremdgehen zu ungünstiger Zeit auf zwölf Kilometern ist auch mal eine Erfahrung wert. Hauptsache Paddeln, wo, wie, wann und mit was war uns egal, schöne Stunden.

Grüße, Mike


„Offenes Kanu im grenzenlosen Kielwasser, Ballast und der Rest ist für andere“

Donaumike Offline




Beiträge: 993

31.07.2014 10:31
#23 RE: Auf der Altmühl antworten

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