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Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 3.799 mal aufgerufen
 Tourenberichte
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Ricardo Offline



Beiträge: 3

07.08.2012 13:19
#16 RE: Brda Sommer 2012 antworten

Liebe Leute,

danke für die Nachfragen und Anmerkungen.

Zur Tourenplanung: Ich bin vor einigen Jahren die Drawa gepaddelt, was ich wegen der vielen Baumstämme plus Strömung teilweise lästig, aber nicht gefährlich fand. Deshalb würde ich - obwohl ich durchaus geübt bin - die Drawa (v.a. Nationalparkbereich) nicht in meinem eigenen, nur mäßig wendigen Boot (Champlain) plus Kleinkinder plus Gepäck fahren. Nun stand in einem gängigen Reiseführer, dass die Brda deutlich leichter zu paddeln sei als die Drawa, und dass man insbesondere die Strecke stromab ab Przcechlewo problemlos befahren könne. Daher dachten wir, dass die Brda gut geeignet sei, zumal auch die anderen Tourteilnehmer - mehr oder weniger - Paddelerfahrung haben und uns beim Umhören keine Berichte von größeren Schwierigkeiten zu Ohren kamen.

Letztlich waren die Schwierigkeiten auch zu bewältigten, man musste halt nur öfter richtig aufpassen - was in einem Boot vielleicht in einer Situation etwas fehlte... Klar, und dass man mal einen Sturzregen auf dem See erlebt oder Wellen von stärkeren Windböen, kann man bei einer wechselhaften Westwetterlage nicht ganz vermeiden. Wobei man vor einem Gewitter durchaus rechtzeitig das Ufer erreichen könnte. Schließlich darf ein bisschen Abenteuer und Überraschung durchaus sein. Fazit: Die Brda war für uns sehr schön, aber teilweise schwieriger als erwartet. Ich würde sie jerzeit wieder paddeln, aber hätte ich das vorher gewusst, hätte ich für den Sommerurlaub - für unsere spezielle Gruppenkonstellation - etwas anderes ausgesucht.

Zu den Sachen im gekenterten Boot (Apache 16): In dem Boot waren vorsichtshalber fast alle Sachen angebunden gewesen (nicht nur die Wertsachen wie in meinem Boot). Oder sie waren verklemmt zwischen Sachen, die angebunden waren im Boot oder unter Sitzen. So blieb tatsächlich das allermeiste im Boot, obwohl es zwei Kilometer stromab getrieben war. Und: Ein paar Sachen, die im Fluss schwammen - etwa eine Isomatte und ein Paddel - hat die nette polnischen Kajakgruppe, die das Boot dann auch aus dem Wasser zog, aus dem Fluss gefischt und zum gekenterten Boot gebracht und daneben gelegt. Die Kamera ist natürlich untergegangen und war nicht mehr auffindbar. Letztlich also Glück im Unglück: Keiner verletzt, ein begrenzter materieller Schaden, und die Urlaubsausrüstung nach einem Tag zum Trocken wieder in Takt, so dass die Tour weitergehen konnte.

Mal sehen, wo es nächstes Jahr hingeht... Für Tipps wäre ich offen, wobei ich nen langen Wunschkatalog hätte ;-): ruhig, natürlich, keine Motorboote, eher leicht zu paddeln, wenige Umtragestellen, nicht zu teuer, nicht zu weit weg von Berlin (aber nicht Brandenburg oder Mecklenburg, weil wir da schon oft waren/sind bei Kurztripps).

NielsOlaf Offline




Beiträge: 28

10.08.2012 09:09
#17 RE: Brda Sommer 2012 antworten

Ich gebe zu, dass ich es etwas verkürzt und daher wohl missverständlich formuliert habe.

Als erkennbar wurde, dass ein Gewitter aufziehen könnte (jezioro dybrzk), begaben wir uns in Ufernähe bzw. legten dann irgendwann an. Als es dann über den See war, waren wir bereits lange an Land. Allerdings ausgerechnet in einen sehr großen Kinderferienzeltlager. Dort konnten wir nichts aufbauen und so mussten wir unter sehr provisorischen Bedingungen längere Zeit abwarten, bis sich das Gewitter wieder verzogen hatte.

P.S. Ein nahendes Gewitter zu bemerken, ist für uns übrigens ganz leicht. Wir haben immer unseren Hund dabei, der auf Blitz und Donner sehr empfindlich und ängstlich reagiert und uns so rechtzeitig anzeigt, wenn etwas in der Luft liegt.

Was in dem Reiseführer zur Strecke stromauf von Przechlewo steht, können wir übrigens bestätigen. Wir sind von Folbrycht bis Przechlewo ohne Gepäck zu unserem in Przechlewo aufgebauten Zelt zurückgepaddelt und insbesondere der Biberwald gleich hinter Folbrycht (rezervat przyton)wäre mit vollem Gepäck wegen der vielen verkeilten Bäume bei durchaus vorhandener Strömung sehr anstrengend geworden. Es war auch ohne Gepäck schon so, dass die Begeisterung meiner Frau spürbar nachlies (gekentert sind wir auf der ganzen Tour allerdings nicht ;-) , passieren kann das mE auch auf der Brda an einigen Stellen schon, wenn man mal unkonzentriert ist, was z.B. bei Kindern an Bord ja schon mal vorkommen kann).

Spartaner Offline




Beiträge: 845

28.10.2013 19:53
#18 OT: nochmal zum "Wood Gas Stove" antworten

Zitat von Spartaner im Beitrag #5

Zitat von Frank_Moerke
PS: Wie hat sich der neue Kocher bewährt?

Bei den gegebenen Bedingungen, absolute Trockenheit, super Brennholz, lief es ganz gut mit dem Wild Woodgas Stove MK II (für Wurstknut: wir haben ihn genau unter der dort im Link gegebenen Adresse gekauft).

Die Erfahrungen waren genau so, wie damals beschrieben. Allerdings, wenn man die Hölzchen kurz genug bricht, dann kann man sie auch während des Betriebes nachschieben, ohne den Topf lupfen zu müssen. Aber sie müssen etwa 1/3 kleiner sein als für den Künzi nötig, und so muss man noch mehr aufpassen, dass das Feuer nicht ausgeht. Da man nicht so genau sieht, wie weit es heruntergebrannt ist, ein bischen nach Gefühl. Da wir meistens 2.5 L Wasser am Stück kochen, dauert es natürlich etwas, und man ist die ganze Zeit am nachlegen. Ich bin dann am Ende wieder auf den Künzi gegangen, da der etwas bequemer zu händeln ist (selbst der ist mir ja ein wenig zu klein). Rauchen tut der Wild Woodgas Stove aber definitiv weniger als der Künzi. Und das ist auch wichtig, wenn der Topfdeckel nicht ganz dicht sitzt.
Für Leute, die gewöhnlich kleinere Mengen Wasser kochen, ist der Wild Woodgas Stove sicher besser geeignet. Ich bin fast schon bereit, mein Exemplar wieder abzugeben.



Interessante Aussage in einem Reisebericht: "Unser 'Wood Gas Stove' ist nichts für Hektiker, 2Liter Wasser kochen erst in über einer Stunde und nach jeder Menge Birkenstöckchen."

Unglaublich, aber wahr!

Gruß Michael

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