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Dieses Thema hat 6 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.916

06.09.2011 18:36
11. Canadiertreffen - so war es für mich - danach! antworten

Dranser See, hier fühle ich mich wohl: Freunde treffen, die ich seit langem schätze, neue Gesichter mit Beiträgen aus dem Forum verbinden, auch einmal anderer Meinung sein können, ohne Sieger und Besiegte… die Mischung aus Altbewährtem und Anregung bringt diese Stimmung: weit weg, aber irgendwie doch zu Hause.

Wer jetzt aufhört zu lesen, weiß warum ich gerne über 1000 km anreise und erspart sich vielleicht, was ich mir nicht ersparen wollte.
Außerdem ist der Rest off - off - topic, gehört also keinesfalls in den Hauptbericht und ist deshalb gesondert geparkt.


Wieder ist alles zu schnell vorüber, wieder höre ich auf der Heimfahrt Radio, wieder bleibe ich bei einem Beitrag hängen - ich habe ja Zeit zu Hören:
Sender: DLF
Format: Freistil
Titel: Böses Blut, Serienkiller Superstar
Von Jürgen M. Thie
Aufzeichnungen über ein obskures Objekt der Begierde
DLF 2008

Das Thema der Sendung steht im krassen Gegensatz zu den wundervollen spätsommerlichen Tagen am Dranser See: Jack the Ripper , Hannibal Lecter … Serienkiller - das Böse schlechthin, der Teufel in Menschengestalt, Serienmörder – so höre ich erstaunt, sind medial absolut ein Highlight, Serienmörder sind in!

So kommt es wie es kommen kann, ich lasse mich ein, blase in die Glut - mische Erlebtes, Erhörtes und Unerhörtes.
Nach einer Stunde Radio bin ich reif, reif für Zweifel. Kann etwas nur schön sein?

Waren heuer nicht zwei Personen weniger am Treffen bei Frank? Wo sind die geblieben? Ich hoffe, ihnen ist nichts zugestoßen?
Ist Frank eine Kurzform? Eine Abkürzung und wofür? Und was hatte er wirklich bei den Kenterübungen in den großen Packtaschen? Steine werden es wohl nicht gewesen sein???
Und: Was frißt Peters Hund?

Gut, körperlich kommen ja einige in Frage, obwohl optisch nur eine Handvoll aussehen, als würden sie sich von rohem Fleisch ernähren, vegetarisch schon einige. Soll mich das beruhigen?

Kann man einem Menschen trauen, der den Grand Canyon streckenweise mit dem Kopf nach unten bezwingt? Soviel Luft kann selbst hier nicht im Wasser sein um einfach weiterzuatmen! Einfach außerirdisch!

Aber braucht es dazu überhaupt einen Wildwasserpaddler?

Was macht Wanderpaddeln auf Dauer mit der Psyche eines Infizierten? Was kann ein, nach außen sittlich und moralisch gefestigt Wirkender in dem Zusammenhang leisten? Was fasziniert ihn an der unberührten Natur derart, dass er sie unbedingt berühren muß?

Was macht ein durchschnittlicher Fernsehkonsument mit seinen Händen, ohne seine tägliche, telegen aufbereitete Fernsehmordorgie?

Die Freestyler lieben die messerscharfe Paddelkante aus Carbon? Trainieren die im Dunkeln den Fillettier- oder gar den Schafottschlag?

Schockiert stelle ich fest: Jeder kommt in Frage!

Auch ich, mit meiner multiplen Paddlerpsyche!

Im Radio höre ich: Serienmord ist identitätsstiftend! Sozusagen: um sich zu spüren!
Weiters: Der typische SM ist männlich….

Was aber, wenn eine Frau das wissend ….? Eine Paddlerin, der niemand, aber auch garniemand sowas zutraut, das Vertrauen Ihrer Opfer bei Kanutreffen erschleicht…? Ich wage es nicht fertigzudenken! Sollte etwa K… ( ich weiß, es gibt mindestens zwei davon ). Bei dem Gedanken zwinge ich mich nicht zu hyperventilieren: Warum hat sie mich gefragt: „Na, wieder auf der Flucht?“ Vordergründig hat sie sich dabei auf mein chronisch dünnes Zeitbudget bezogen, aber vielleicht war es auch der Test, ob ich etwas ahne oder weiß???

ACA –das kann sonst was bedeuten! Vielleicht ist es auch eine Sekte, mit den extrem scharf geschliffenen Messern. „Ich schneide mich lieber mit einem scharfen, als mit einem stumpfen Messer“ sagt sie und er macht es Ihr scharf! Ich hörte es, dachte mir nichts dabei und: rundherum schweigen die Lämmer.

Die 32°C im Norden sind schweren Regenfällen gewichen, Gewitter und Warnungen vor Hagel begleiten mich seit Stunden durch den dichten Autobahnverkehr. Die Erkenntnisse der letzten fünfhundert Kilometer schwirren unversorgt durch meinen Kopf: Der größte Serienmörder hierzulande ist wohl der Straßenverkehr – das beruhigt mich auch nicht wirklich. Zum Ende der Geisterstunde und abseits des Tatortes Autobahn, finde ich schließlich in einem kleinen verschlafenen Dorf an einer Müllsammelstelle einen Platz für Auto und Hänger, aber lange keinen Schlaf.

Der Morgen, ein neuer Tag. Ein Kanu zustellen, eine Dusche mit Truckerfrühstück… und doch: der Vortag hat mich verändert! Mißtrauisch sehe ich mich um: keine Paddler weit und breit. Nicht einmal bei La Canoa, die haben montags nur Fremdenverkehrsverpflichtungen, ansonsten Ruhetag. Mein Rendezvous mit der teuren Geliebten – der Fähre von Meersburg nach Konstanz ( die Hinfahrt kostet € 21.-, die Rückfahrt ca. eine Stunde später schon 23,50 –) …. macht mir die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit bewusst, weist aber auch irgendwie darauf hin wie kurz alles sein kann - kann mich auch nicht entscheidend aus der Grübelei reißen, so bleibe ich während der Rückfahrt sicherheitshalber im Wagen. Mitten am Schiff, inmitten anderer Fahrzeuge, auf halben Weg nach Meersburg dann dies:

Die freundliche, aber bestimmte Stimme aus dem Navigationsgerät fordert mich unmissverständlich auf: Drehen Sie wenn möglich um!

Recht hat sie! Nicht im verkehrstechnischen Sinn natürlich - auf der Fähre zwischen -zig anderen Fahrzeugen umzudrehen ist wohl kaum ernst gemeint – gedanklich ist eine Kehrtwendung angesagt!

Kanufahrer sind gut! Unfähig zum SM!



Ob ich mich nach dem Text jemals wieder bei Frank sehen lassen kann, steht wohl in den Sternen. Ob ich es mental schaffe, weiß ich noch viel weniger, jetzt, da alle wissen, dass ich es weiß! Da kann ich ja gleich unter Haien schwimmen!

Ps. Es gilt die Unschuldsvermutung ( höre ich derzeit täglich von Politikern und die kommen fein damit durch! )

Foto: Ein Bild verschweigt mehr als tausend Morde!



Viel Freude - am Wasser, der unbekannte Paddler


Ps. Das nächste Freistil im DLF verspricht mich in den nächsten Abgrund zu stoßen:
11.09.2011 20:05 Uhr
Der Wald ist schwarz und voller Tiere
Wie Kinder lernen, die Natur zu fürchten
Zecken und Fuchsbandwürmer, Raubtiere, Entführer und Äste, die einem auf den Kopf fallen können: Im Wald ist es gefährlich. Eltern warnen. Kinder haben Angst. Und Lehrer kennen sich nicht mehr aus.
Sozialforscher nennen das Phänomen Naturverlust.

Mit dem Wasser ist es nicht anders..

Wolfgang Hölbling

Angefügte Bilder:
SDC10036.jpg  
_Amarok_ Offline



Beiträge: 669

06.09.2011 19:45
#2 RE: 11. Canadiertreffen - so war es für mich - danach! antworten

Hallo Wolfgang,

du bekommst dafür von mir *****+ von ***** möglichen.
Und übrigens mein Hund frisst wirklich gerne mal was Extravagantes, aber schön abgehangen und ausgeblutet muss es sein.

Med vänliga hälsningar
Peter

Dull Knife Offline




Beiträge: 754

06.09.2011 19:54
#3 RE: 11. Canadiertreffen - so war es für mich - danach! antworten

Sind deshalb Lej und Lithiumhabib nicht aufgetaucht?

rené Offline



Beiträge: 472

06.09.2011 20:24
#4 RE: 11. Canadiertreffen - so war es für mich - danach! antworten

Hallo Wolfgang,

ich befürchte ,Du hast, ob der langen An- bzw.Heimfahrt, zuviel Zeit zum Nachdenken, Krummdenken, Schlechtdenken, etc..
Hast Du es schon mal mit Entspannungsmusik versucht? Oder einem lustigen Hörspiel, zB. "Die 13 1/2 Leben des Käptain Blaubär"(hätte ja sogar einen Bezug zu unserem gemeinsamen Hobby).
Als wir mal auf einer Fahrt Geschichten von Pittiplatsch gehört haben (es war zugegebenermaßen der Wunsch der Kinder), war das Einzige worum ich mich dabei sorgte, dass ich vor lauter Lachen ein weiteres Mal die Abfahrt versäumen würde.

Gruß René

André Offline




Beiträge: 114

06.09.2011 21:33
#5 RE: 11. Canadiertreffen - so war es für mich - danach! antworten

Hallo Wolfgang,

ich vermute ja fast, du unternimmst diese langen Fahrten nur, um genau auf diese Gedanken zu kommen!
Es ist auch eine gute Tarnung, um gewisse Dinge, du weist schon welche, die nicht ans Licht kommen dürfen, zu verbergen!!
Wo warst du? Kannst du dich an alles erinnern?? Wo kommt dieses Haar her???
Ein allein reisender Mann! Aha! Man denkt ja nichts Böses! Heute hier, morgen dort, ein Kanu hinterläßt keine Spuren auf dem Wasser.

Ich mag dich trotzdem. Wenn ich etwas Falsches gesagt habe, nimm bitte das scharfe Messer.

Ansonsten: sprich doch mal mit Scotty, ein kurzes "Energie" und du bist zu Hause.

Bis bald, ich hoffe wir sehen uns im Hellen wieder ;-)

André.

Trapper Offline




Beiträge: 1.561

07.09.2011 08:00
#6 RE: 11. Canadiertreffen - so war es für mich - danach! antworten

..ich hab es schon immer gewußt!! So lange Strecken alleine im Auto sind gefährlich!

Internette Grüße Thomas

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.916

23.11.2011 19:39
#7 RE: 11. Canadiertreffen - so war es für mich - danach! antworten

Hallo René,
Dein Tip mit der Entspannungsmusik war der Flop! ( ...macht mich aggressiv!)
"Die 13 1/2 Leben des Käptain Blaubär" nehm´ ich mir zu Weihnachten vor.
LGW

Wolfgang Hölbling

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