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Dieses Thema hat 32 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

25.08.2011 16:09
Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

Unter SELBSTETTUNG IM CANADIER findet Ihr eine Zusammenstellung und Erklärung der Möglichkeiten zur Selbstrettung auf stehendem oder wenig bewegtem Wasser.

lej ( gelöscht )
Beiträge:

25.08.2011 16:39
#2 RE: Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

Hallo Frank
Super, in dem Artikel steckt Arbeit, schön anschaulich.
LG Jürgen

Solist Offline



Beiträge: 356

25.08.2011 16:52
#3 RE: Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

Auf jeden Fall zu trainieren!
Aber wie sieht es mit einem Wiedereinstieg in einen Ally-Solo aus? Hat da schon jemand Erfahrungen? Was sollte ich probieren, was kann ich mir gleich sparen
Frank (der andere)

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.916

25.08.2011 18:04
#4 RE: Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

Top - anschaulich!

Wolfgang Hölbling

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

26.08.2011 07:47
#5 RE: Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

Sehr anschaulich, vielen DANK Frank!

Gruß
Andreas

"Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt davon ab, wie wir uns in ihr bewegen." F. Schätzing

docook Offline




Beiträge: 884

26.08.2011 09:45
#6 RE: Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

Moin Frank,
feine, detailierte Ausarbeitung. Da sollte jeder seinen Bergungsfavourit finden. Besonders unterstützen möchte ich den Tipp selbst ausprobieren und üben! Man wundert sich über den Unterschied zwischen theoretisch verstanden und plötzlich selbst immer Wasser schwimmend. Den Capistrano bekomme ich mangels Körpermasse nicht hin,der Wiedereinstieg ist dafür natürlich eher einfach für mich.
Viele Grüße
docook

Kanuotter Offline




Beiträge: 551

27.08.2011 07:28
#7 RE: Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

Hallo Frank,

das steckt viel Arbeit drin. Danke für die anschauliche Zusammenstellung.

Gruß Norbert

happy landing Offline




Beiträge: 136

27.08.2011 09:49
#8 RE: Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

hallo Frank

gute und anschauliche Erklärungen für eine Technik, die man hoffenlich nie braucht. Wir hatten bei unserem letzten Kurs das wiedereinsteigen geübt und das gibt doch etwas Sicherheit.
Zusätzlich zu den gezeigten Techniken kann man, sofern ein nichtgekentertes Boot dabei ist, das gekenterte über dieses ziehen und so das Boot leeren. Unser Lehrer zeigte uns zum Abschluss noch die Eskimorolle. Ich war ziemlich erstaunt, dass dies mit einem Kanadier möglich ist, doch James relativierte und meinte nur, dass so das Boot ziemlich tief im Wasser liegt.

gruss

Thomas

nescha Offline



Beiträge: 24

27.08.2011 11:16
#9 RE: Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

Ich habe im warmen Sommersee eine Selbstrettung mit zwei Kindern, 11 und 13 Jahre, geprobt. Wir waren schwer beeindruckt, wie lange und aufwendig es am Ende war, bis jeder wieder im halbwegs manövrierfähigen Kanadier saß. Das wollte sich bei 10 Grad Wassertemperatur niemand mehr gerne vorstellen. Die Kinder haben jetzt eine erlebte Vorstellung des Gefahrenpotentials. Am Ufer stand ein Zuschauer und wollte helfen, so realistisch sind wir gekentert. Für mich war es im übrigen ohne besonders viel Übung fast unmöglich den Adirondack, Laminat, 23 Kg zu drehen. Welche Erfahrung habt ihr, ein Tandem alleine im Wasser zu drehen?

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

27.08.2011 12:28
#10 RE: Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

@ nescha

Diesen Thread zum gleichen Thema hast Du ja sicher gelesen.

Die Lösung mit den Packsäcken geht wirklich gut, für mehrere Personen ist flippen oder schwappen aber schneller.

Bei einem 23kg Boot würde ich üben bis das flippen klappt.
(Man muss das Boot nicht nach oben schmeißen, eher waagerecht, mit einer leichten Aufwärtskomponente.)
Bei unseren Boot lassen sich auch diverse Liter Wasser sehr gut heraus schwappen, am besten über die Spitzen.
Allerdings wird dieses geschwappe vom Ufer leicht als verzweifelte, misslungene Rettung interpretiert. Überhaupt läuft man bei Kenterübungen Gefahr das gut meinende Zeitgenossen DLRG und Feuerwehr zur Unterstützung Anfordern. Da ist es oft nicht verkehrt jemand am Land zu haben der Aufklärt. Gibt es am See eine DLRG-Station würde ich Bescheid sagen was wir üben wollen.

Der gleichzeitige Einstieg von sehr unterschiedlich schweren Personen (Vater - Kind) empfiehlt sich nach meiner Erfahrung nicht, dann besser nacheinander.

Wenn Ihr (ich sage mal) länger als eine Minute braucht Alle wieder im Boot zu haben, würde ich weiter üben. Das schöpfen des Wasser Restes kann dann aber noch einige Zeit dauern.

Gruß
Andreas

"Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt davon ab, wie wir uns in ihr bewegen." F. Schätzing

Pillepalle Offline



Beiträge: 54

29.08.2011 10:45
#11 Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

Eine nette und sicherlich hilfreiche Schulung zu diesem Thema - vielen Dank!

Eine Frage zum Wirklichkeitsbezug habe ich dennoch: was ist denn bitte in den beiden großen Packsäcken drin, daß die so schön artig aufschwimmen wie textile Bojen? Normales Tourengepäck, also Kleidung, Nahrungsmittel und Campingausrüstung, oder wurde doch "aus Gründen der Anschaulichkeit" ein wenig mit Aufgeblasenem nachgeholfen?

Meine Ausrüstung hätte sicherlich nicht diesen gewaltigen Auftrieb, der auf den Bildern zu sehen ist und Mitvoraussetzung für die Selbstrettung mittels Gepäckstücken sein dürfte.

Gruß Philipp

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

29.08.2011 10:59
#12 RE: Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

Bei den Solo-Bergungen waren beide Packs mit Schwimmwesten (Volumen) und Wasserkanistern (Gewicht) gefüllt. Beide hatten ganz tourenrealistische Gewichte von 15 - 17 und 22 - 24 kg. Ein mit Ausrüstung beladenes Pack in den Größen dürfte 15 - 30 kg wiegen.

Ein mit Bierdosen gefülltes Pack liegt sicher etwas tiefer im Wasser, sollte aber trotzdem noch funktionieren.

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

29.08.2011 11:40
#13 RE: Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

Wir haben das schon mit leichten und schweren Packs probiert.
Durch die geringere Aufschwimmhöhe beim schweren Pack war es etwas schwieriger Luft unter das Boot zu bekommen.
Beim umdrehen des Bootes fand ich dann die schweren Packs angenehmer, durch die Massenträgheit neigen die nicht so zum wegflutschen.

Aber schwimmen müssen die Packs natürlich noch, wäre bei mir aber auch ohne Rettungsoption Pflicht.

Gruß
Andreas

"Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt davon ab, wie wir uns in ihr bewegen." F. Schätzing

Pillepalle Offline



Beiträge: 54

30.08.2011 12:10
#14 RE: Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

Hallo Frank,

danke für die erhellende Erklärung.

Was mir aber immer noch nicht ganz einleuchtet: wenn die beiden großen Gepäckstücke (wie ich sie nicht habe - packe notgedrungen mehr einzeln) einen wie auf den Bildern so großen Auftrieb haben, was spricht dann dagegen, sie im Boot als Auftriebskörper zu fixieren? Wäre hier als Nachteil das schwerere Umdrehen des Bootes zu nennen?

Gruß, Philipp

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

30.08.2011 12:48
#15 RE: Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

Du könntest die Packs auch im Boot fixieren. Jetzt stell Die aber 2 oder von mir aus 3 solcher Tüten im Boot vor, Du drehst Dein Boot nach einer Kenterung .... dann hast Du trotzdem noch 300 l = 300 kg Wasser im Boot, die bei jeder Bewegung hin und her schwappen und Dir ne fast 100%ige Chance auf einen neuen Badegang geben.

Wenn schon Gepäck ins Boot binden, dann muß auch ein erheblicher Teil des Bootsvolumens (also sicher 70% oder mehr) mit Gepäck bzw. Auftriebskörpern ausgestattet sein, so daß das restliche Volumen nicht mehr sooo viel Wasser aufnehmen kann. Da heißt es dann Schöpfen ....
Diese Variante ist sicher bei Flußtouren mit Wildwasser ratsam. Zum einen, da im WW das Boot Auftrieb braucht, zum anderen, damit das Gepäck auch nach einem Badegang noch da ist. Im Fluß spielt auch die Selbstrettung durch Schwimmen zum Ufer eine größere Rolle, als die ganzen Tiefwasser-Varianten.

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