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Dieses Thema hat 32 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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Chris´ Cayenne Offline




Beiträge: 29

21.09.2011 20:29
#16 RE: Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

Hallo,
fahre einen 14-Fuss Pakboats, so ähnlich wie der Ally Solo. Nach einer Wasserung einsteigen versuchen habe ich schon oft gesehen, selten klappt es in angemessener Zeit. Deshalb habe ich es geübt; und es geht! immer! weniger als 1 Minute! Erst mal Paddel im Boot festklemmen, dann Capistrano-Flip, dann Süllrand (in der Bootsmitte) bis kurz vor die Wasseroberfläche drücken, dann Hände innen auf der Bilge (Boden im Boot unterhalb der Wasserlinie) abstützen, Beinarbeit wie beim Kraulen, damit die Beine an der Wasseroberfläche bleiben und mit den Händen weiter ins Boot reinwandern. Den Körper also über den Süllrand ziehen, ohne dass der Süllrand unter Wasser gerät (Bauchmuskeln und Liegestütz-Muskeln müssen ausreichend entwickelt sein, sonst endet es mit einem wassergefüllten Boot). Weiter innen im Boot kann man sich dann etwas drehen und seitwärts hineinrollen. Das Hineinrollen in Rückenlage wie von Frank Moerke gezeigt kann ich nicht empfehlen. Aus der Bauch- oder Seitlage kommt man leichter auf den Sitz zum Knien.
Mit meinem We.no.nah Argosy (heißes Gefährt, 20cm schmäler als die Faltcanadier) geht das ganz anders und sehr viel schwerer. Erzähl ich vielleicht später mal.

lej ( gelöscht )
Beiträge:

21.09.2011 21:42
#17 RE: Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

Moin Chris
Alles relativ, jeder muss aus den vielen guten Möglichkeiten das für sich heraussuchen was zu ihm passt und dann üben. Nicht alle sind sportlich topfit und es fahren auch Kinder, Frauen und ältere Leute Kanadier. Was für dich okay ist muss noch lange nicht für mich okay sein.
Gruß Jürgen

Herzlich Willkommen im Forum nachträglich und viel Spaß hier, hatte gar nicht mitbekommen, dass du neu hier bist.

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

22.09.2011 17:37
#18 RE: Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

Zitat Chris:
>>> Das Hineinrollen in Rückenlage wie von Frank Moerke gezeigt kann ich nicht empfehlen. Aus der Bauch- oder Seitlage kommt man leichter auf den Sitz zum Knien.

Ich empfinde die Rückenlage schon als optimal, tiefer kann man den Schwerpunkt kaum bekommen und das Verletzungsrisiko ist auch gering, beim Anstreben der Bauchlage hab ich auch schon mal in den Süllrand "gebissen".

Wenn ich erstmal ganz, im geleerten Boot bin, dann komm ich auch ohne viel Stress auf den Sitz.
Das Problem ist ja, dass es zwischen Einsteigen und "im Boot sein" noch das wieder Reinfallen gibt.
Da bringt halt die Rückenlage den optimal tiefen Schwerpunkt.

Gruß
Andreas

"Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt davon ab, wie wir uns in ihr bewegen." F. Schätzing

Chris´ Cayenne Offline




Beiträge: 29

22.09.2011 20:28
#19 RE: Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

Hallo Jürgen, schönen Dank für die Begrüßung im Forum. Wie bei allen Sportarten kommt es auch beim Canadierfahren und beim Einsteigen ins Boot auf die möglichst effiziente Zusammenführung von Physik und Biologie an. Ich kann z.B. in meinen Faltcanadier auch einsteigen, indem ich auf dem Rücken schwimme, die Füße ins Boot stelle, die gymnastische Figur der Brücke mache und mich mit einem Klimmzug (Arme unter dem Rücken) über den Süllrand ziehe (in etwa so wie die Hochspringer, nur eben Füsse voran) Das ist aber "relativ" ineffizient, weil man unmenschliche Kraft im Rücken braucht und der Kopf bei diesem Manöver unter Wasser ist. Also ich bleibe dabei: auch für wenig Trainierte gilt, dass es am besten in Bauchlage geht, dass der Körper flach über den Süllrand gezogen werden muss und dass die Hände an der Stelle aufgesetzt werden müssen, wo man auch die Füße hinstellen würde, wenn man im Canadier steht. Die Aufzählung Kinder, Frauen und Ältere ist schon etwas atemberaubend, schließlich bin ich auch schon Opa. Generell meine ich, dass man Solo nur fahren sollte, wenn man sich auch solo retten kann, unabhängig von Geschlecht und Alter. Ansonsten sind Wiedereinstiege in den Tandemcanadier ja auf verschiedene Weisen möglich und nicht so schwer, besonders, wenn noch weitere Boote dabei sind.
Seltenes Kentern und leichtes Wiedereinsteigen wünscht
Chris

lej ( gelöscht )
Beiträge:

22.09.2011 21:44
#20 RE: Selbstrettung im OC - Wie es gemacht wird ... antworten

Hallo von Opa zu Opa
Mir ist wichtig, dass außer dem Tod nicht so viel in Beton gemeißelt wird, da reagiere ich dann immer mit Skepsis.
Meine 9 jährige Tochter dreht den Yellowstone mit eigener Kraft, macht ihn leer und zieht sich allein seitlich rein, landet auf allen vieren und paddelt weiter. Ich drehe mein Kanu um, greife auf den gegenüberliegenden Süllrand und ziehe mich auf dem Bauch so rein, dass ich seitlich oder auf dem Rücken zu liegen komme, je nach Wellen. Das sind in einer Familie mindestens 2 unterschiedliche Varianten, da sind aber noch mehr Kinder.
Ohne zuviele Vorschriften jeden für sich selbst entscheiden lassen welche Art für ihn die effizienteste ist, wichtig ist einzig und allein, dass es funktioniert. Von der Theorie der Aerodynamic her ist eine Hummel so ineffizient, dass sie gar nicht vom Boden abheben dürfte und sie tut es doch.
LG Jürgen.

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

15.12.2011 12:33
#21 RE: Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

Wolfgang Hölbling

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

15.12.2011 13:17
#22 RE: Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

Beim zweiten Vidio hätte ich gerne die Fortsetzung gesehen - mit vollgelaufenem Boot geht das vermutlich kaum.
Richtig Schienbeinschonend ist die Methode auch nicht aber sonst sehr genial.
Danke für den Link, Wolfgang!

Axel

P A D D E L B L O G
There's more means to move a canoe than paddles

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

15.12.2011 14:51
#23 RE: Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

Kopf über unter Wasser, da braucht es eine saubere Atemtechnik, oder eine Nasenklammer.

Wenn das Wasser warm ist, will ich das mal ausprobieren, sieht sehr witzig aus.

Gruß
Andreas

"Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt davon ab, wie wir uns in ihr bewegen." F. Schätzing

Chris´ Cayenne Offline




Beiträge: 29

16.12.2011 07:54
#24 RE: Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

Die Solovariante kann es bei dieser Übung nicht geben. Man kann aber in den Solo so einsteigen, als
würde man einen Hochsprung machen (hat Herr Fosbury in den späten 60igern des vergangenen Jahrhunderts entwickelt).
Ist sehr anspruchsvoll, Kopf ist unter Wasser, sieht dann aber wohl ähnlich effektvoll aus wie auf den Videos.
Schöne Grüße von Christoph

Skua Offline



Beiträge: 244

16.12.2011 08:03
#25 RE: Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

Also - das hätte ich nicht einmal zu meinen sportlichsten Jugendzeiten geschafft! Aber cool ist es schon!
Grüße, Skua

Keine Hektik, wer hektisch wird macht Fehler.

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

16.12.2011 08:22
#26 RE: Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

Wir nähern uns so langsam an Reg Bloomfield an

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

16.12.2011 08:27
#27 RE: Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

Hi Christoph,
...vielleicht mit ordentlich Packsack auf der anderen Bootsseite?

Jedenfalls Stoff zum probieren...im nächsten Sommer

Und hier noch eine eine Alternative zur Boot über Bootbergung???

http://www.youtube.com/watch?v=6GgdT5uUUes

geht wahrscheinlich nur mit leichtem Material, ist aber vielleicht materialschonender, als ein Kanu über das andere zu ziehen.

Grüße

Ps
Für mich heißt Alternative, den Standard prüfen. Meist ist das Ergebnis von vorn herein klar. Ganz selten führt es aber auch zu einer Weiterentwicklung, Anpassung...

Wolfgang Hölbling

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

16.12.2011 09:12
#28 RE: Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

Hi Wolfgang,
das schule ich schon seit Jahren als Parallel-Bootsbergung.
Vorteil: geht u.U. schneller, man benötigt keinen potentiellen helfer im Wasser,
Nachteil: der Retter ist selber nicht so stabil, wie bei T-Rescue, mit nem Solo ein Tandem bergen geht schlecht

Materialschonender ist es kaum, da auch bei beiden Booten die Süllränder aneinander reiben.

Rheinländer Offline




Beiträge: 376

17.12.2011 15:14
#29 RE: Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

Hab bei unser aller youtube noch einen schönen Film gefunden:
Solo Capistrano-Flip

Würde jetzt mal vermuten, dass der Haupdarsteller unser Kollege Greg/snowgoose.skipper ist. Hätte nicht übel Lust, das jetzt nachzumachen. Es fehlt allein der Trockenanzug

Beste Grüße
Björn

Das Reisen auf der Mitte der Straße war wirklich langweilig, so wendete ich mich dem Straßengraben zu. Es war ein rauer Ritt, aber ich traf interessantere Leute.

Chris´ Cayenne Offline




Beiträge: 29

18.12.2011 09:27
#30 RE: Gepäckstücke als Auftriebskörper antworten

So elegant der abgewandelte Capistrano-Flip (hier Boot vom Heck her angehoben) ist, so schlecht ist der zum Abschluss gezeigte Wiedereinstieg in den Solo. Viel zu viel Wasser im Boot! Das geht auch mit nicht mehr als 2 Liter Abtropfflüssigkeit im Boot, wenn man die Hände innerhalb vom zugewandten Süllrand auf dem Bootsboden unterhalb der Wasserlinie abstützt und nicht versucht, den gegenüberliegenden Süllrand zu fassen. Die Körperausrichtung mit den Beinen flach auf dem Wasser hat unser Meister aber gut dargestellt;
meint Christoph

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