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Dieses Thema hat 46 Antworten
und wurde 1.892 mal aufgerufen
 Ausrüstung > Zelte, Öfen, Kochen, Lagerleben
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lej ( gelöscht )
Beiträge:

21.04.2011 11:13
#31 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

Moin
Das mit dem Polyethylen ist richtig, verbrennt teilweise schadstoffärmer als Holz und ist ein Erdölprodukt.
Z.Bsp. Milchflaschen bläst man daraus und direkte Umverpackungen für Lebensmittel werden nicht ohne Grund daraus hergestellt. Die Drehverschlüsse nicht mit verbrennen, da sie aus einem anderen Material bestehen.
LG Jürgen

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

21.04.2011 11:24
#32 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

Das mit dem Kunststoff ist eine Diskussion für sich.

Wenn ich aber eine 250ml Balsamico crema Dosierflasche beispielsweise auswasche und wieder befülle, halte ich das für sinnvoll.

Wer auf Tuben steht, kann ja mal bei(m)/ der lokalen Apotheker/in nach Preisen und Größe fragen, die haben so was. Zumachen geht auch ohne spezial Zange.

Gruß
Andreas

"Doch es ist mit dem Feuer ähnlich wie mit dem Schwimmen, mag kommen was will, man sollte es beherrschen." :Feuer, Andy Müller

DasLottchen Offline




Beiträge: 206

21.04.2011 11:24
#33 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

PET ist das Kurzzeichen für Polyethylenterephthalat - und nicht für Polyethylen (PE), welches in der Tat unter geeigneten Bedingungen (hierzu zählen hohe Temperaturen und Filteranlagen zum Schutz der Beschäftigten und der Umwelt) zu Kohlendioxid und Wasserdampf verbrennt.

LG Alex--

Trapper Offline




Beiträge: 1.561

21.04.2011 11:32
#34 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

Zitat
es kann also in der Müllverbrennung im Idealfall zu Kohlendioxid und Wasserdampf verbrennen. Es entstehen keine giftigen Dämpfe dabei. " Hm. Vielleicht liegts ja an den Temperaturen?


... genau das ist der Punkt! Leider hat keiner am Campfeuer die idealen Gegebenheiten um solche Bedingungen herzustellen.Also lieber nicht verbrennen,sondern dem
Recyclingkreislauf zuführen.
Im übrigen werden kaum noch wirklich sortenreine Kunststoffe mit den idealen Eigenschaften verwendet. Der Markt ist von vielfältigen "Blends"(Materialmischungen)
durchsetzt, deren genaue Eigenschaften bestenfalls die Hersteller noch kennen. Auch hier wird vorwiegend mit dem Preis argumentiert! Die Umweltauswirkungen,wenn sie
überhaupt bekannt sind, werden eher selten berücksichtigt!

Internette Grüße Thomas

markuskrüger Offline




Beiträge: 1.011

21.04.2011 12:13
#35 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

Zitat von Panta Rhei
Bin ein bisserl irritiert. Grade im Netz gefunden: "Im Gegensatz zu PVC besteht Polyethylen lediglich aus Wasserstoff und Kohlenstoff, es kann also in der Müllverbrennung im Idealfall zu Kohlendioxid und Wasserdampf verbrennen. Es entstehen keine giftigen Dämpfe dabei. " Hm. Vielleicht liegts ja an den Temperaturen?


Es ist eine Frage der Relationen: Beim Verbrennen von halogenisierten Kunststoffen (z.B. PVC) kann z.B. -> Dioxin entstehen. Aus modernen Müllverbrennungsanlagen darf kein Dioxin emittiert werden. Im Lagerfeuer möchte ich das nicht testen.

Zitat aus Wikipedia: Die letale Dosis beim Menschen ist nicht bekannt, im Tierversuch lag die tödliche Dosis bei peroraler Verabreichung je nach Tierart zwischen 0,5 (Meerschweinchen) und 1157 µg/kg Körpergewicht (Hamster).[5] Kontakt mit TCDD kann zum Auftreten von Chlorakne führen, die als Symptom einer schweren Dioxinvergiftung gilt. Eine solche Vergiftung kann auch zu schweren Organschäden, insbesondere der Leber führen. Eine mutagene Wirkung ist nicht eindeutig nachgewiesen. Auch die Frage, ob Dioxine Missbildungen beim Nachwuchs auslösen können (teratogene Wirkung), lässt sich nicht mit Gewissheit beantworten. Dagegen gilt es als sicher, dass Dioxine Krebs verursachen können.[1] Ob TCDD dabei direkt kanzerogen wirkt, oder als Tumorpromotor fungiert, ist nicht abschließend geklärt.
Das wären bei einem 90kg wiegenden Menschen (bei aller biologischen Ungenauigkeit) zwischen 0,045mg und ~100mg (0,000045g bis 0,1g)!!!!!.

Das genannte 2,3,7,8-Tetrachlordibenzodioxin ist halt einer der giftigsten Stoffe, die wir kennen... Nicht tödliche Dauerschäden kommen übrigens schon bei Aufnahme geringerer Mengen vor...

Im Vergleich dazu ist 'ein bißchen Ruß' von verbranntem PET 'relativ harmlos'.

Kunststoffe sollte man trotzdem oder genau deswegen nicht im Lagerfeuer verbrennen!

Gruß,
Markus

Nachtrag: Wer noch weitere infos zum Thema sucht: http://de.wikipedia.org/wiki/Polychlorie...C3.A4quivalente

lej ( gelöscht )
Beiträge:

21.04.2011 12:21
#36 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

Moin
Reines PE, wie es z.Bsp. beim Blasen von Milchflaschen benutzt wird, setzt auch im Lagerfeuer keine gefährlichen Stoffe frei und bedarf keiner Hochtemperaturverbrennung! Das ist wissenschaftlich im Versuch bewiesen!
Das Problem liegt im "sich sicher sein", dass es sich um reines PE handelt.
Gruß Jürgen

Leichtgewicht Offline




Beiträge: 1.294

21.04.2011 12:22
#37 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

Was hab' ich da wieder angerichtet...

welle Offline




Beiträge: 1.525

21.04.2011 12:24
#38 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

siehste Mal

lej ( gelöscht )
Beiträge:

21.04.2011 12:27
#39 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

Hallo again,
Farbaufdrucke und Verschlüsse auf PE Produkten etc. sind oft sehr schädlich und setzen sehr aggressive Stoffe beim Verbrennen frei. Reines PE gibts, z.Bsp. häufig bei Lebensmittelverpackungen. Wenn man sich die Mühe machen will und sich gründlich informiert, ist das, denke ich, okay.
Gruß Jürgen

markuskrüger Offline




Beiträge: 1.011

21.04.2011 12:28
#40 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

Es handelt sich übrigens um sehr leichte Gifte. An Blei- oder Quecksilberverbindungen hätte man schwerer zu tragen...
Die Schäden müssen allerdings nicht schwerer sein.

OK, ich bin ja schon ruhig.

Markus

markuskrüger Offline




Beiträge: 1.011

21.04.2011 12:30
#41 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

@Jürgen: Verwechselst Du vielleicht PE und PET?

Aber jetzt bitte keine PE-Boote verbrennen!

Markus

lej ( gelöscht )
Beiträge:

21.04.2011 12:53
#42 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

Hallo Markus
PE ist im Gegensatz zu PET Geschmacksneutral, Milch in PET verpackt, schmeckt generell schlechter.
LG Jürgen

Sailor Offline



Beiträge: 60

21.04.2011 16:12
#43 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

sind PET-Boote leichter als PE-Boote?

Panta Rhei Offline



Beiträge: 75

21.04.2011 21:38
#44 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

Habe recherchiert, und rausgefunden, ich habe PET fälschlicherweise dazugenommen. Wie Jürgen schon schrieb, PE wird auch heute oft rein verarbeitet und verbrennt dann sauberer als Holz und Papier, siehe unten.

Anbei eine Antwort auf die Frage, ob Plastiktragetaschen sauberer als Papier verbrennen:
Deine Informationen stammen wohl noch aus der Zeit, als man noch PVC zu Tragetaschen verarbeitete ... das macht man zum Glück heute fast nicht mehr. Damals wurden in der Tat Weichmacher etc. eingesetzt.
Übliche Plastiktragetaschen bestehen heute aus reinem Polyethylen. Dies ist ein reiner Kohlenwasserstoff, der beim Verbrennen in CO2 und Wasserdampf zerfällt. Bei schlechter Verbrennung entsteht außerdem noch etwas Ruß, wie bei einer Kerzenflamme, oder etwas Stickoxide, wie bei jeder Verbrennung bei hohen Temperaturen und Sauerstoffüberschuss.
Bei Papiertüten entstehen die genannten Verbrennungsprodukte genauso, aber Papier enthält in Spuren auch diverse sonstige Inhaltsstoffe des Holzes, z. B. diverse Salze. Diese verursachen bei der Verbrennung die Entstehung von halogenierten Kohlenwasserstoffen, die alle mehr oder weniger giftig sind.
Farbstoffe aus den Aufdrucken auf den Tüten können natürlich weitere Problemstoffe beinhalten, das gilt aber für Papiertüten wie für Plastiktüten gleichermaßen.
Generell sind sowohl Papier als auch Polyethylen in der Müllverbrennung relativ unproblematisch.
Übrigens gilt das auch für die Mülldeponie: Sowohl Papiertüten als auch Tüten aus Polyethylen verrotten gut und weitestgehend schadstofffrei.
Quelle(n):
Eigene Diplomarbeit zum Thema Rauchgasreinigung an Müllverbrennungsanlagen.

Panta Rhei Offline



Beiträge: 75

21.04.2011 21:41
#45 RE: Flaschenvergleich ;-) oder warum ich Leichtgewicht heißen wollte antworten

und wer will seine Würstchen denn wirklich auf hochgiftigen halogenierten Kohlenwasserstoffen braten, wie sie bei der Verbrennung von Holz entstehen. Drum habe ich immer einen Vorrat von PE-Tüten dabei ....

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