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 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
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Hornblaeser Offline




Beiträge: 159

27.12.2011 08:57
#61 RE: Segelausrüstung antworten

Guten Morgen Jürgen,
Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Ich habe einen Penobscot 164, also den kleineren PE-Penobscot. Aber aufgrund einer gestrigen innerfamiliären Grenzziehung steht dieser Canadier als Experimentierfeld nicht mehr zur Verfügung. Erstmal.
Also bleibt mir mein kleiner Venture Ottowa und ich will es wagen, diesen zu besegeln, auch auf das Risiko hin, dass er sich am Ende als ungeeignet erweist, weil zu klein und wackelig (die dann zur Verfüfung stehenden Ausrüstungsgegenstände ließen sich dann ja doch noch vielleicht am Penobscot verwenden ;-).
Ich denke über die Anschaffung des kleinsten Luggersegels von Solway Dory nach, genauso wie über das pivoting leeboard. Zunächst aus den von Dir genannten Gründen, dann aber auch, weil es dem Ottowa ein Mehr an Stabilität bringt.
Die Platzierung des Segels wird die spannendste Frage. Der Schwerpunkt sollte natürlich weit unten und mittig sein, ich aber noch unter dem Baum durchkommen....
Viele Grüße, Fritz

Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

27.12.2011 12:27
#62 RE: Segelausrüstung antworten

Moin Fritz,
hätte ich den Ottowa wäre mir das kleine Luggrigg von Solway Dory zu groß, das Leebord dürfte beim Ottowa auf Grund der geringen und wenn ich mich recht erinnere verhältnismäßig rund verlaufenden Seitenwand auch nicht optimal sein. Den Mast als ersten Versuch so weit nach vorne als möglich, damit der Baum noch vor deiner Nase durch geht.Denk mal über ein Sprietsegel nach, das lässt dir mehr Spielraum. Zum Ausprobieren kannst du Dachlatten, Doppelklebeband, Gitterfolie oder Abdeckplane nehmen. Fürs Schwert reichen ein Metallwinkel, eine Schraube, ein Drehknopf und ein bisschen Restesperrholz. Alles aus dem Baumarkt.
LG Jürgen

Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

30.12.2011 19:55
#63 RE: Segelausrüstung antworten

A-Mastsegel
Ich hatte den falschen Link dazu eingestellt.Hier ist der Richtige.
http://kanutube.de/video/D%25C3%2584NEMA...19f3ecd1c0fa824

Angefügte Bilder:
IMG_0681.JPG   IMG_0677.JPG  
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ronald Offline



Beiträge: 209

14.01.2012 15:06
#64 RE: Segelausrüstung antworten

Hi,

Jürgen, seh ich das richtig, du fährst den A-Mast und Andreas auch?
Gefällt mir mit jedem Ansehen immer besser, sammle schon Material (vgl. auch Diskussion auf faltboot.org). Eines ist mir noch unklar: Wie ist der A-Mast verstagt? Bug, Heck, Back-, Steuerbord einfach oder doppelt?

Grüße, Ronald

Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

14.01.2012 19:55
#65 RE: Segelausrüstung antworten

Hallo Ronald,
Andreas hat sich das selbst ausgetüftelt und bis zur Praxisreife vorangetrieben. Jetzt hat er das Segel an Norbert (Wurstknut) verkauft und widmet sich vermehrt dem Kringeln, da versucht er am Vorsprung seiner Tochter dran zu bleiben.
Selbst habe ich das kleine Luggersegel von Solway Dory(Segelkanubauer in England), davor selbstgebastelte Spriet- und V-Segel.
Der A-Mast hat ein Vorstag und ist ein kleines Stück nach hinten zur Seite mit dem Fall noch verstagt. Andreas soll mich korrigieren wenn ich das nicht richtig im Kopf habe. Am unteren Baumende ist noch ein kurzes Band befestigt, damit dem Vorschoter nicht der Baum ins Kreuz hauen kann. Habe dir noch mal ein Bild( Fotograf=Moose) von unserer Frühjahrstour eingestellt, da kannst du die Strippenführung erkennen.
LG Jürgen

Auf dem rechten Bild ist alles zu erkennen, vielleicht hilft dir da.

Angefügte Bilder:
IMG_0691.JPG   20110609_39.JPG   20110609_40.JPG  
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Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

14.01.2012 20:34
#66 RE: Segelausrüstung antworten

Der A-mast wird über ein Vorstag und nach hinten, mit dem Tampen mit dem die Spiere hochgezogen wird, fixiert.

Das ist einfach aber auch etwas im Weg, beim Wenden kann es passieren, dass man die Spiere unter dem "Backstag" umsetzen muss.
Für kleineres Gewässer mit schnellen Wenden, würde ich den A-Mast im unteren Dreieck zum Süllrand abstützen, das ist, wenn man erstmal den optimalen Winkel des Mastes hat, nicht sehr schwierig.

Überhaupt könnte man Alle Kräfte auf eine Seite bündeln, einen hohlen gebogenen Mast, aber nur auf einer Seite, das Schwert auf der gleichen Seite. Da gibt es viele Möglichkeiten.
Das Grundprinzip ist bei meinem A-Mast immer, das möglichst wenig Kräfte durch das nicht dafür konstruierte Boot müssen.

Bei richtiger Dimensionierung der Spiere läßt sich das Segel durch den Zug auf der Schot von bauchiger auf flacher ziehen.

Gruß
Andreas

"Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt davon ab, wie wir uns in ihr bewegen." F. Schätzing

ronald Offline



Beiträge: 209

15.01.2012 10:33
#67 RE: Segelausrüstung antworten

Hi Jürgen und Andreas,

danke für die fixe Antwort und die Bilder, ja jetzt wird mir das klar. :-)
Genau das Problem mit dem Umsetzen der Spiere (vor und hinter dem Mast) hatte ich mir schon gedacht und überlegt, wie das verhindert werden kann, zumal ich die Spiere eher in XXL geplant hatte für leichten Wind, wie er hier im Süden auf den Seen ja häufiger ist. Das einzige, was mir einfiel, war, den A-Mast an vier Punkten am Süllrand zu verstagen, so ca. 20-30cm vor bzw. hinter dem Mast... Muss das mal ausprobieren.
Generell taugt der A-Mast aus Gründen der Stabilität mit Sicherheit besser für den Faltkanadier, Versuche mit einem mittig positionierten Mast waren nicht so prickelnd wg. Verwindung usw.

Auch für das (Wikinger-)Ruder fehlt mir noch eine zündende Idee der Aufhängung. Kugelkopf-Kupplung? Ein Heckruder zu bauen scheint mir für den Ally zu kompliziert zu sein, obwohl das natürlich besser wäre. Die Lösung, die hier im Forum mal gepostet wurde, kenne ich.

Naja, wird ja noch ne Weile Winter sein und da kann ich in der Garage am aufgebauten Boot das eine oder andere testen... halte euch dann auf dem laufenden.

Grüße, Ronald

Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

15.01.2012 13:48
#68 RE: Segelausrüstung antworten

moin Ronald,
Heckruder ist sehr viel anfälliger bei mehr Wind, für Sportsegeln hat es Vorteile, fürs Wanderpaddeln nicht. Heckruder ist bei durchlaufender Welle bei achterlichen Winden oft in der Luft und beim Anlanden in der Brandung besteht immer die Gefahr des Bruchs. Fürs Wikingerruder reicht ein Band.
Mit einer X-befestigung bzw. Durchführung und einer einklippbaren Platte ins Bodengestänge mit Klettband leites du die Kräfte bei einem kurzen Luggermast auch schön ab und verteilst sie gleichmäßig.
LG Jürgen

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

15.01.2012 22:19
#69 RE: Segelausrüstung antworten

>>>> (Wikinger-)Ruder fehlt mir noch eine zündende Idee der Aufhängung

Wenn Du das meinst von dem Jürgen schreibt, dann ist Wikinger mit recht in Klammern.
Jürgen verwendet ein Paddel (ein Riemen ginge auch) der durch einen Tampen am Canoe fest ist.
Das Paddel hat also einen Lagerpunkt und die Hand in der es gehalten wird.
Ganz im Gegensatz dazu, haben selbst kleine Wikinger-Boote stets zwei Lagerpunkte für das Ruder verwendet. (Einer davon heißt Ruderwarze, wenn man sie sieht ist klar warum.)

Das Steuern mit einem langen Paddel (Riemen) mit nur einem Lagerpunkt findet man in Schwachwindgebieten und bei klassischen Mehrrumpfbooten. Bei der Wende kann man mit diesem einfachen Steuer das Boot durch den Wind hebeln, ein Traum für jeden der schon mal im engen Fahrwasser bei der Wende "verreckt" ist.

Die Gestaltung des Lagers ist ganz einfach, um das Paddel wird eine 3-4mm Schnurr so oft, mit halben Schlägen herum geschlungen bis sie nicht mehr verrutscht, so 6-10mal. Die Schnurr wird gut verknotet und am Boot an geeigneter Position (bei mir an der Sitzstrebe) befestigt.
Noch besser ist es am Paddel einen kleinen Ring fest zu knoten und am Boot einen Karabiner zu verwenden.
Beim Faltboot würde ich den Befestigungspunkt zu einem Spant legen, oder dorthin verstreben.

Das Paddel zum Steuern mit nur einem Lager ist viel praktischer und funktioniert viel besser als man zunächst denkt.
Ein bischen Spiel muss sein und dann kann man nach dem Hebeln neutral zurück und nochmal hebeln, das muss man mal in der Hand gehabt haben.

Beim A-Mast würde ich die Drehmonent-Stütze auch zum nächsten Spant setzen, eine Verstrebung im unteren Bereich stört das Segel kaum.

Gruß
Andreas

"Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt davon ab, wie wir uns in ihr bewegen." F. Schätzing

Spartaner Offline




Beiträge: 845

15.01.2012 23:54
#70 RE: Segelausrüstung antworten

Zitat von WenigPaddler
Die Gestaltung des Lagers ist ganz einfach, um das Paddel wird eine 3-4mm Schnur so oft, mit halben Schlägen herum geschlungen bis sie nicht mehr verrutscht, so 6-10mal. Die Schnur wird gut verknotet und am Boot an geeigneter Position (bei mir an der Sitzstrebe) befestigt.
Noch besser ist es am Paddel einen kleinen Ring fest zu knoten und am Boot einen Karabiner zu verwenden.
Beim Faltboot würde ich den Befestigungspunkt zu einem Spant legen, oder dorthin verstreben.


Ich würde ja zu gerne mal Fotos sehen, wie das konkret gemacht wird. Am liebsten gleich beim Ally. Ich kann mir das nämlich immer noch nicht richtig vorstellen. Aber es ist eine Frage die brennt.

Bekommt man denn ein dermaßen aufwändig festgeknotetes Paddel auch schnell wieder ab?

Gruß Michael

moose Offline



Beiträge: 1.478

16.01.2012 08:35
#71 RE: Segelausrüstung antworten

Lager
bitteschön
moose

Angefügte Bilder:
lager.jpg  
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Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

16.01.2012 09:53
#72 RE: Segelausrüstung antworten

Im Detail

Statt des Schlauches wäre ein kleiner Ring noch besser. Auf jeden Fall etwas um den Tampen herum, sonst verheddert sich der Karabiner beim abnehmen zu leicht.

"Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt davon ab, wie wir uns in ihr bewegen." F. Schätzing

Angefügte Bilder:
IMG_6094.JPG   IMG_6095.JPG  
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Spartaner Offline




Beiträge: 845

16.01.2012 12:39
#73 RE: Segelausrüstung antworten

Danke für die Fotos.

Verstehe ich das richtig? Das Paddel ist gar nicht richtig stramm festgebunden, sondern eigentlich völlig schlapprig? Man muss also rund um die Uhr ordentlich festhalten, damit es nicht sofort wild rumflattert?

Das hatte ich mir bisher anders vorgestellt.

Gruß Michael

Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

16.01.2012 12:48
#74 RE: Segelausrüstung antworten

Moin Michael,
das flattert nicht wild rum, ich lasse das auch nicht so oft los und lege es unbenutzt an der Seite im Canadier innen ab. Wenn du das Paddel los lässt, schießt der Canadier normalerweise in den Wind. Auf Seite 1 kannst du mein Steuer sehen, ist ähnlich wie bei Andreas.
LG Jürgen

PS: in den Wind schießen sollte üblicherweise jedes Segelboot mit jeder Art von Ruder, wenn man es los lässt. Ja, es gibt Ausnahmen wie: Selbststeueranlage, steuern ohne Ruder, etc.

Zu Andreas, stimmt mit der Ruderwarze, wir arbeiten jedoch nicht mit Längsachsendrehung, deswegen brauchen wir die nicht. Wikingerpaddel schreibe ich zur verständlicheren Ortsbestimmung der Anbringung.

ronald Offline



Beiträge: 209

16.01.2012 13:13
#75 RE: Segelausrüstung antworten

Hi,

na das sind Fotos, auf denen man was sieht... :-)

Ganz ähnlich hab ich das W.Ruder am Ally auch schon mal angebracht, war aber wenig begeistert von der Handhabung und Wirkung.
Zwischen den Extremen "W.Ruder" und "Heckruder" gäbe es als Zwischenlösung ja noch die Option, ein festes Ruder an einem Motorhalter anzubringen, vielleicht ist das besser.

Grüße, Ronald

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