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Dieses Thema hat 51 Antworten
und wurde 4.830 mal aufgerufen
 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
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Jörg Wagner Offline



Beiträge: 871

18.11.2010 13:08
#31 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Mit Verlaub,
es wäre schön, mal vorurteilsfrei und unpolemisch/undemagogisch das Thema zu bearbeiten.
Wolfgangs Frage nach der Wahl der Voyageure suggeriert ja die Antwort "lightweight" aber wer von Euch hat schon mal eine Laminat-Reparatur gemacht, "wenn es ernst" wurde, also z.B. bei Temperaturen an der Frostgrenze? Birkenrindenkanus und andere Holzboote sind unter diesen Bedingen immer noch reparabel, wenn man´s kann, synthetische Materialien nicht (selbst, wenn man´s eigentlich kann). Mit einer entsprechend verkürzten Fragestellung kann man immer eine gewünschte Antwort provozieren, bei diesem thread bleiben aber viele Aspekte außen vor und werden verkürzt auf "habenwollen" "Ästhetik" "Traditionalismus" usw. und mir scheint, daß eine wirklich praxisbezogene Auseinandersetzung gar nicht stattgefunden hat, mir scheint, daß da viel Bekenntnishaftes und wenig wirklich Erfahrenes angeführt wird.
Im Prinzip müßte man ja die Art des Trips und die Zweckmäßigkeit der Ausrüstung aufeiander abstimmen, dies würde aber eine Ausrüstungsvielfalt bedeuten, die fast nicht mehr bezahlbar ist, darum sollte man nach dem bestmöglichen Kompromiß suchen, bei mir persönlich käme als Ergebnis wohl eher "Jute statt Plastik" heraus, aus ganz praktischen und - für mich erprobten - Gründen.
Jörg Wagner

welle Offline




Beiträge: 1.525

18.11.2010 13:23
#32 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Zitat
"""darum sollte man nach dem bestmöglichen Kompromiß suchen, bei mir persönlich käme als Ergebnis wohl eher "Jute statt Plastik" heraus, aus ganz praktischen und - für mich erprobten - Gründen."""
Jörg Wagner
Falls es bisher von mir noch nicht rübergekommen ist: So sehe ich das auch - neben dem bereits
Aufgeführten

Albert

Trapper Offline




Beiträge: 1.561

18.11.2010 14:55
#33 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

...jau Jörg&Albert, da bin ich ganz bei Euch!Praktische Vorteile gibt es auch genug. Aber solche Threads hatten wir glaub ich schon mal mit vielerlei
Argumenten zu Pro&Contra. Ich möchte trotzdem nochmal einige anführen die mich letztlich überzeugt haben.
-auf dem Allagash-Trip sind mir am Ortliebseesack beide Verschlußschnallen gebrochen;die Steckschnallen waren der Kälte-Last-Kombination nicht gewachsen.(Kälte noch eher moderat)
-die Trageeigenschaften sind verglichen zu den Canvas-Packs mit Tumbline eher bescheiden
-die billige Packrolle aus dem Motorradhandel hatte nach 4 Jahren Gebrauch überall Risse an den Faltstellen, da die Beschichtung verbraucht war
-der Schutz der wasserdichten Hülle ist durch das Liner-System wesentlich besser
-sie riechen einfach besser!(ich mißbrauche meinen öfter mal als Kopfkissen)
-die Haptik bei kälteren Temperaturen ist ebenfalls ein Pluspunkt

Trotzdem, muß halt jeder seinen eigenen Weg gehen und der Ofen findet auch bei mir noch seinen Platz in einer Schraubtonne(aber der Holzwanigan ist schon in Arbeit)

Internette Grüße Thomas

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

18.11.2010 16:42
#34 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Hallo Jörg,
ein kritischer, offener Blick ermöglicht den differenzierten Umgang mit der Materie.
Wenn ich polemisieren wollte, würde das völlig anders klingen. Und: Die Yoyageurs von heute fahren Minivan, Truck, Bahn, Schiff oder fliegen. Alles Schwermetall im Vergleich zum Kanu, welcher Bauart auch immer!

Mir geht es eher darum, Argumente die den Punkt nicht treffen, aber schön klingen zu relativieren. "Bio" wird langsam zum Unwort, "umweltverträglich"...verkommt immer mehr zum Marketingargument, obwohl natürliche Materialien handfeste Vorteile ( zB Brandverhalten, Hygiene, Allergien, Reparaturmöglichkeiten, Patina, uvm...danke Thomas für die Argumente ) haben. Gut, wenn man aus falschen Motiven das Richtige tut ( kauft ) ist es vielleicht auch ok, besser ist es sicher zu wissen warum man was macht!

Vorbildern wie Dir dabei zu folgen, ist ein gangbarer und wenig risikoreicher Weg. Schön, daß Du an der Diskussion teilnimmst, Stellung beziehst.
Daß "klassische Ausrüstung" als Ergebnis von Versuch und Irrtum über Jahrzehnte vielen "modernen" Lösungen überlegen sein kann, steht auch für mich außer Zweifel.

Ein echter "Wildnistrip" ist sicher für viele von uns ein Traum, der sich manchmal erfüllt, aber nicht die Regel. Hier wird dann nicht durch die Natur getourt, sondern mit und in Ihr gelebt. Da sehe ich persönlich einen Unterschied.

Kompromiß: Die Mischung machts! Jute und Plastik, unterschreibe ich gern - zB beim Wasser holen.
Ich denke die Ausrüstung soll sich nach dem häufigsten Einsatzzweck, nicht nach dem extremsten richten. Denn: Wer aus diesem Forum hat eine Wildnistour mit seinem WC - Kanadier gemacht, geschweige denn bei nahe Null repariert? Wenn der Zahl der positiven Antworten den Promillewert übersteigt, gelobe ich zu zweifeln!

zB: Thema Portage: Wieviel wiegt die Ausrüstumg für eine Woche für zwei Personen mit dem dazupassenden Kanu - zB aus Royalex? Wie oft geht man, um eine Portage zu bewältigen? Zwei, drei oder vier mal? Oder 5 mal? Bleibt der Zeltofen zu Hause?

Im Algonquin, in Killarney ... haben Verleiher neben den RX-Kanus auch "lightweight", von 25kg abwärts, hundertfach! Warum? Sie sind einfacher im Handling beim Transport, bei Portagen ... und sind bei Notwendigkeit leicht zu reparieren. ( Bei Raumtemperaturen )

Habenwollen: Besonders im Bereich sehr leichter Kanus genauso ein Thema, fast so exclusiv wie WC-Boote. Beispiel; Das neue "Barracuda" Layup oder auch Carbon. Sicher nicht notwendig, aber ein Prospector16 mit gerademal 15kg ist zumindest ein Argument, wenn auch nicht entscheidend leistungsfähiger als ein deutlich günstigeres Kevlar Layup mit ca 20 kg.

Kompromiß klingt gut! Ohne Denkverbot!

Danke für die gute Diskussion,

Wolfgang Hölbling

welle Offline




Beiträge: 1.525

18.11.2010 17:26
#35 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Jeder wie er mag und kann!!!

Jörg Wagner Offline



Beiträge: 871

18.11.2010 19:36
#36 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Wolfgang,
ich habe mich genau an der Frage nach der Wahl der Voyageure aufgehängt und wegen meiner knappen Zeit auch knapp geantwortet. Hier also meine Vermutung zur Wahl der Voyageure etwas elaborierter, um zu zeigen, daß Deine Frage in dieser Debatte nicht greift:
Die Voyageure waren unterwegs vom ersten Tauwetter bis zum Wiederzufrieren der Gewässer auf unterschiedlichsten Wassern, die Boote mußten fast täglich repariert werden, das ging mit den in der Natur zur Verfügung sgtehenden Mitteln, ohne hightech etc. Ein vergleichbares Kompositboot, das es damals noch nicht gab, wäre bei dem damaligen Einsatzprofil "beyond repair" beschädigt worden.
Mein erster Allagash-Trip, damals die Jungfernfahrt mit meinem ersten WC-Boot, hatte mich mit einem Pärchen zusammengeführt, deren 16 kg Boot, nachdem sie meine gesamten Ducktape-Vorräte aufgebraucht hatten, am Ende des Trips aufgegeben werden mußte.
Jörg Wagner

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

18.11.2010 20:05
#37 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Hi Jörg,
ein derart repariertes Kanu heißt dann wohl "duck on lame" oder so ähnlich.
Bin mit Deiner Antwort sehr zufrieden!
Danke

Wolfgang Hölbling

moose Offline



Beiträge: 1.478

18.11.2010 20:17
#38 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

@trapper: stimmt, ging mir genaus0
moose

was wäre ein o/c ohne racine, ofen + tipi/cft

lej ( gelöscht )
Beiträge:

18.11.2010 23:38
#39 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Moin
Unabhängig davon, dass Ortliebs umweltschädlich aus PVC bestehen, benutze ich meine jetzigen Beutel und Taschen seit über 12 Jahren recht häufig. Sie sind immer noch dicht und die Beutel sollen nicht am Verschluß getragen werden, macht man mit Packs auch nicht.
Gruß Jürgen

Trapper Offline




Beiträge: 1.561

19.11.2010 09:17
#40 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Zitat
..und die Beutel sollen nicht am Verschluß getragen werden, macht man mit Packs auch nicht.


Haben wir auch nicht, es waren die Schnallen mit deren Hilfe die Tragegurte verstellt werden. Ich geb ja zu,
das er auch sehr "heavy" beladen war.Ubrigens mußte der Verschlußstecker auch noch dran glauben, weil ich im
dunklen darauf getreten bin. Der Seesack ist nun auch schon einige Jährchen alt und hat schon einiges ausgehalten.
Das plötzliche zerbrechen von älteren Kunstoffteilen,gerade in Zusammenwirken mit Kälte, ist aber in seiner
Problematik nicht neu und eindeutig dem Material geschuldet.

Internette Grüße Thomas

lej ( gelöscht )
Beiträge:

19.11.2010 11:47
#41 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Moin Thomas
habe mir vor kurzem noch 2 Ortliebs nachgekauft, da dürfte ja erst mal nichts mit passieren und die anderen habe ich jetzt kontrolliert, sind noch okay. Bisher habe ich einen zerstört, durch ausreißen eines Gurtes, war aber auch etwas unsachgemäßt angefasst.
Wie siehst du als alter Seekajaker denn die Packs in Verbindung mit Salzwasser. Die Duluth sind ungewachst, da könnte es Probleme mit dem Trocknen geben, die Frost River sind gewachst und dann evtl. nur außen länger feucht. Was meinst du?
LG Jürgen

Trapper Offline




Beiträge: 1.561

19.11.2010 12:07
#42 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Ich denke mal das die Packs auch den Kontakt mit Salzwasser meistern sollten. Sicher gibt es da Salzränder nach dem
trocknen und etwas Patina an den Schnallen, aber das sollte sich mit Klarspülen und einer Bürste bei Bedarf beheben
lassen. Canvas und Leder sind schon seit Urzeiten in der Seefahrt für vielfältigste Aufgaben eingesetzt worden.
Warum sollte das nicht funktionieren. Mit praktischen Erfahrungen kann ich leider nicht dienen, da meine Packs alle
nicht durch die kleinen Seekajakluken passen und daher zu Hause bleiben.

Internette Grüße Thomas

Jörg Wagner Offline



Beiträge: 871

19.11.2010 12:10
#43 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Jürgen,
ich gebe mal die Antwort an Thomas statt:
Nach meiner Erfahrung trocknet ungewachstes Material insgesamt schneller, gewachstes saugt sich dafür aber nicht voll. Wenn gewachste Säcke aber erstmal von innen naß geworden sind, muß man mit längerer Trocknungsdauer rechnen bzw. die Säcke auf links ziehen um sie nachhaltig trocken zu kriegen. das passiert aber praktisch nur, wenn der Sack nach einer Kenterung oder so vollständig eingetaucht war. Ob Salz- oder Süßwasser ist dabei unerheblich. Merke gerade , Thomas war um sekundenbruchteile schneller.
Jörg Wagner

moose Offline



Beiträge: 1.478

19.11.2010 21:16
#44 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

wir sind schon bei 1757 klicks
macht sich gut, das thema
ich bin ja für die altmodische tour
jedem tierchen sein plisierchen
wenn die teile nicht so teuer wären, hätten alle oc fahrer (aussser lej und kanute, der hätte das heimlich) so was und der preis würde sinken :)
eine mischung aus gewachst und ungewachst scheint mir angemessen .- nach dem absaufen - zelt, hardware in gewachst, klamotten, schlafsack, essen ungewachst verpackt
moose

ergänzung: wenn man im zivilisierten europa unterwegs ist tuns auch plastiksäcke* und tonnen
*die teile für späneabsauganlagen
und im kajak ob plaste aus elaste von schopau oder klepper gummi+baumwolle (hatte ich alles) braucht man natürlich hightecksäcke, wegen des platzes. meine zölzersäcke gehen nie kaput (baujahr 1976 glaube ich)

was wäre ein o/c ohne racine, ofen + tipi/cft

kanute Offline




Beiträge: 549

19.11.2010 21:25
#45 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Entschuldigung, aber ich auch nicht.

(war mir schon klar, dass es dazu noch ein edit gibt :-)) )

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