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Dieses Thema hat 51 Antworten
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 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
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HeinzA Offline




Beiträge: 1.367

17.11.2010 08:39
#16 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Hallo Bernd,

als einer, der auch mehr den traditionellen Stil bevorzugt (nicht in allen Teilen und nicht immer) möchte ich zu deiner ursprünglichen Frage auch noch meinen Senf dazu geben. Abhängig davon, welchen Solo du nun paddelst solltest dich du wirklich auf eher kleinere Packs beschränken, bei mir sind dies halt Duluth Packs, aber meistens gibt es ein Pendant dazu von Frost River...

In meine Solos, die ich auf Touren verwende, passen als größte Packs der Timber Cruiser oder der #3 Duluth Pack (bei FR glaube ich der Old Nr. 7 bzw. der Old Nr. 3 bzw. die "Billigvariante" Utility Pack). Dazu noch je nach Tour und gewählter Ausrüstung ein #2 Duluth Pack (bei FR der mittlere Utility oder ein Woodsman), mein heiss geliebter Rambler (gibt es nicht von FR...) für alles, was so tagsüber anfällt oder ein Camp Kitchen Pack, wenn es mehr sein soll. Ein Pack Basket alleine habe ich noch nicht probiert, reizt mich persönlich höchstens als Versteifung von Food Pack oder Cruiser Combo, aber jedem das seine...
Ein toller Pack für Solos ist auch noch der Standard Food Pack, der auf Grund seines "bulkigen" Designs gut für schlanke, schmale Kanus geeignet ist, bei einem Volumen, das nicht viel hinter dem Timber Cruiser zurücksteht.

Die angeführten Packs lassen sich in Merlin oder Wildfire so verstauen, dass sie nicht über den Süllrand hinaus ragen, mit Ausnahme des Camp Kitchen, der aber auch recht niedrig ist und daher nicht wirklich stört. Single Portagen sind damit für mich nicht möglich, strebe ich aber auch nicht wirklich an, ich gehe lieber einmal mehr, als mich einmal so richtig zu schinden...

Viel Spass beim Vorbereiten auf deine Rogen-Tour, vielleicht trifft man sich ja dort...

Heinz

Wer vom Weg abkommt lernt die Gegend kennen.

www.karteundkanu.at

welle Offline




Beiträge: 1.525

17.11.2010 09:02
#17 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

moin Heinz
genau und passend beschrieben, so sollte man vorgehen.

Ich habe gestern per Zufall ein Bild gesehen, in dem der Verfasser
einen Indian basket auf dem Rückentrug - mit tumP line - und darüber
quer einen canvas pack. Er schilderte das als für seines Erachtens beste
Methode bei der Portage Wege zu sparen. (Wenn ich meinen scanner in Gang bekomme,
gibt es noch ein Bild)

Die Portage ist meiner Ansicht nach kein notwendiges Übel oder um zum zeigen
was für Muckis man hat, in dem man möglichst schnell viel Last von A nach
B katapultiert, sondern die Portage ist für mich der Bestandteil an einer
Tour, in dem ich innehalten kann, allerlei am Wegesrand zu sehen bekomme
und wenn zum Beispiel der Weg über einen Berg führt, ich mir den Fluss aus einer
anderen Perspektive beschauen kann. Alles unter dem Aspekt des Entschleunigens....
Wenn man so verfährt, kommt man von selbst auf den Einsatz von Frost River Packs
oder den anderen grünen Teilen.
Ich möchte es nicht zum Glaubenskrieg machen - jeder so wie er kann und möchte.

happy schlepping
Albert

die Genehmigung der Foto Nutzung liegt von Frost River vor - erteilt durch Chris Benson

Angefügte Bilder:
grand portage pack and paddle in hand.jpg  
docook Offline




Beiträge: 884

17.11.2010 10:24
#18 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Moin Moin,
lange stellte ich meine Ausrüstung unter dem Maß Restbudget zusammen. Moderne Ausrüstung hat eine „Wertigkeit“ von einem Jahr. Dann erscheint meistens ein neuer Katalog. Da werden dann zu mindestens Wünsche geweckt. Sicher ist es EIN Weg immer schneller , immer effektiver, immer „besser“ unterwegs zu sein.
Ich möchte aber viel lieber langsamer, bewusster, entschleunigt und mit altbewährter Ausrüstung unterwegs sein. Wenn dabei der Genuss unterwegs nicht leidet umso besser. Die Canoe packs passen da sehr gut zu, haben einen hohen Nutzwert und eine lange Lebensdauer.
Eine Portage sehe ich eher als Paddelerlebnis der anderen Art und nicht als lästiges Übel . Wer bereit ist Portagen zu bewältigen erreicht ganz andere Gegenden und hat viel mehr Möglichkeiten.
Mich bewegen noch ganz andere Gedanken zur traditionellen Art unterwegs zu sein. Zuerst einmal genieße ich meine Art der Ausrüstung. Immer wieder erlebe ich unterwegs Augenblicke, die mich erkennen lassen, das „alte“ Ausrüstung und „altes“ Wissen unerwartete Nutzungserlebnisse bereit halten. Außerdem ist diese Art eine Reminiszenz an frühere Generationen und deren Möglichkeiten und Ideen auf Tour. Warum soll man das nicht nutzen oder erhalten.
Viele Grüße
docook

lej ( gelöscht )
Beiträge:

17.11.2010 14:46
#19 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Moin
Was Bernd und andere da mit Plaste, Entschleunigen und Zurückrudern angesprochen haben, treibt auch mich schon eine ganze Weile um. Wir sind damit nicht die Ersten, zumindest in Schweden existiert diese Bewegung bereits länger als ein Jahrzehnt. Auch ich liebäugle mit so ein bis 2 Packs.
Mir persönlich geht es in erster Linie um die Umweltverträglichkeit wenn ich über Zurückrudern nachdenke.
Mein erstes Hindernis ist das Portemonnaie, das zweite die Praxistauglichkeit in Punkto Salzwasser und in Verbindung mit Kindern auf Tour, drittens die Befürchtung , dass wir uns selbst was vormachen.
Zumindest befürchte ich bei einem Blick in die Zukunft, dass vielleicht zu sehr auf das stilgerechte Equipment gesehen werden könnte und menschliche Aspekte in den Hintergrund geraten.
Nehme ich als Beispiel nur mal die Petroleumlampe im Verhältnis zur Gas bzw. batteriebetriebenen Funzel. Ein Tropfen Petroleum verseucht einen m3 Wasser, was ist letztendlich für uns überhaupt real überschaubar.
Nichts gegen die Packs, wünsche mir selbst welche aber wie paßt das zusammen, wenn man mit dem spritfressenden Schwergewicht in die Ferne ausrückt, das GPS und die Packs ins Canoe legt?
Ich weiß, etwas off topic
MfG Jürgen

PaddelPit Offline



Beiträge: 112

17.11.2010 15:07
#20 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Hallo Jürgen!

Mit Deinen Überlegungen triffst Du genau meinen Nerv. Bei allen meinen Überlegungen komme ich immer wieder zu dem Schluss:
Die Uhren lassen sich nicht zurück drehen - warum auch. Sicher, ich finde einen Holzcanadier viel stylischer aber dann doch
bitte ohne Epoxymatten und dem entsprechende Chemiezeugs (Neuzeit...) wg. der Umweltverträglichkeit etc.
Ist wie mit dem Strom - nicht mehr Kraftwerke, Windräder und Solar, sondern die Vermeidung von Verbrauch sollte eigentlich das Ziel sein.
Wieviel Umweltbelastung von den einzelnen Produkten ausgeht kann man doch heute gar nicht mehr richtig nachvollziehen. Dabei
ist das egal ob Petroleum- oder LED-Funzel oder GFK-Canadier oder Holzcanadier mit Epoxi.
Das ist vielleicht mal ein Thema für das abendliche Lagerfeuer . "Filosofieren" kann man da ja genug.

Okay, ich weiß auch etwas OffTopic - musste aber mal raus...

Beste Paddelgrüße Peter

Was immer Du tust, tue es mit bedacht!

lej ( gelöscht )
Beiträge:

17.11.2010 15:36
#21 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Hallo Peter
Vielleicht ist die Bezeichnung "schön" und "fühlt sich gut an" eine ausreichende Wunschbegründung für mich, damit ich mir nicht selbst was vorgaukle.
Gruß Jürgen

Jörg Wagner Offline



Beiträge: 871

17.11.2010 17:27
#22 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Hallo Pit,
Holzkanadier und Epoxi? Wo ist da die zwingende Verbindung?
Ich kann mich aus Zeitgründen nicht so intensiv einbringen, ein Lifegrespräch zu diesem Thema wäre sicher interessant.
Jörg Wagner

Lodjur Offline




Beiträge: 731

17.11.2010 19:47
#23 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Hi, wahrlich ein Thema das gut zu einem leckeren Roten am Lagerfeuer passt. Ich denke es ist irgendwo dazwischen wo es dann passt. Ich bin ja auch nicht wieder mit dem Pferdefuhrwerk unterwegs sondern nutze schon die Annehmlichkeiten des Autos um zu meinem Paddelziel zu kommen. Aber es schadet sicher nicht die ganze Sache mal zu überdenken und sich das für einen passende raus zu suchen. Entschleinigen heisst für mich nicht auf GPS und Mobiltelefon zu verzichten. Ich habe es ja in der Hand die Dinger zu nutzen oder eben aus zu schalten. Der Sicherheitsaspekt bei Solotouren ist mir da wichtiger als eine zurück zu Mutter Erde auf Teufel komm raus Mentalität. Und ich werde nun auch nicht auf den Edelstahlteller verzichten um mir einen Holzteller zu schnitzen. Obwohl bei der Tasse..ich habe schon sehr lange vor mir endlich eine Kuksa zu gönnen. Aber die Sache wird wohl rund wenn man sich da einen vernünftigen Rahmen vorgibt. Und ganz sicher ist es kontraproduktiv in solchen Dingen zu Fanatismus zu tendieren. Der Edelstahl Hobo im Indian Basket transportiert, warum denn nicht. Aber es wundert mich eigentlich nicht wenn ich nun lese wie viele von Euch sich mit ähnlichen Gedanken befassen.
CU Bernd

nicht nur drüber reden...machen!

welle Offline




Beiträge: 1.525

17.11.2010 20:02
#24 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Hi,
wie sagt Bernd immer so treffend
"""nicht nur drüber reden...machen""""

ein jeder sollte es sich so einteilen wie er mag und/oder kann.
Bei mir schließt sich das GPS aus, Handy ist auf Tour dabei, wird aber nur
im Notfall eingeschaltet. Ich bemühe mich möglichst umweltverträglich zum
Einstieg zu kommen......

Es gibt nicht das absolute Zurück aber nach meinem Verständnis kann es ein bewußtes
Weniger und nutzen von Althergebrachtem und Bewährtem geben. Es erscheint anfangs umständlich und
unbequem, schnell stellt sich heraus, wenn man es richtig anwendet, macht es Spaß.

Deswegen bevorzuge ich auch einen wood canvas Kanadier (geölt!), obwohl er schwerer ist wie
ein vergleichbares Kunststoffboot. Deswegen bevorzuge ich auch die Frost River packs, ob-
wohl es dichtere und bequemere KUnststofftragemöglichkeiten gibt und deswegen koche ich
(oder meistens docook) auch mit dutch oven (schwer!!) und auf offenem Feuer.

aber wie gesagt: jeder so wie er mag und/oder kann
somit haben wir reichlich Gespächsstoff für den langen Lagerfeuerabend auf dem WTL
Gruß aus der Nordheide
Albert

Angefügte Bilder:
Timber cruiser_Delta Juntion Alaska v Colin Barnard.jpg  
Lodjur Offline




Beiträge: 731

17.11.2010 20:13
#25 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Möönsch ALbert, bei solchen Bildern kriege ich immer nen engen Kragen und leichte Anfälle von Wehmut .
CU Bernd

nicht nur drüber reden...machen!

welle Offline




Beiträge: 1.525

17.11.2010 20:20
#26 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

das nennt man glaube ich "visuellen" Konsumanreiz....

"""Hello Albert. Yes, of course you can use those photos. Anything to help spread the word about Frost River packs. Thanks for asking""" Foto Colin Barnard

Angefügte Bilder:
love the hip belt v Colin Barnard.jpg  
Trapper Offline




Beiträge: 1.561

18.11.2010 09:23
#27 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Zitat
Hallo Pit,
Holzkanadier und Epoxi? Wo ist da die zwingende Verbindung?
Ich kann mich aus Zeitgründen nicht so intensiv einbringen, ein Lifegrespräch zu diesem Thema wäre sicher interessant.


..das würd mich auch interessieren??? Wood-Canvas-Boote zumindest kommen bis auf den Lack ohne Chemie aus.(was im Filler ist hütet ja jedermann als Geheimnis)
Für den Lack gibt es ja aber auch sehr umweltfreundliche Produkte.Außerdem sollte bei der Ököbilanz eines Paddelbootes doch auch mal die Nutzungsdauer
betrachtet werden. Die ist in der Regel schon sehr lange, bei vernünftiger Bauweise. Das wiederum spricht ja auch dafür, für gute Laminate etwas tiefer in die
Tasche zu greifen,oder eben gleich auf Holz auszuweichen.

Internette Grüße Thomas

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.916

18.11.2010 10:47
#28 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

An alle Kutschenfahrer: Laßt die Droschke öfter mal in der Scheune stehn! Das Ammoniak stinkt zum Himmel!

Zwiegespalten wie ich bin, lese ich diese Berichte und finde sie einerseits begrüßenswert, aber immer öfter nur rührend.

Wer sich Zeit nimmt nachzudenken, was das freistehende Einfamilienhaus, der Individualverkehr, das WWW für unsere Umwelt tun, weiß nicht, was er mit dem Feigenblättchen Wood and Canvas bedecken könnte!

Es reicht nicht, das eine zu tun, ohne das andere zu lassen.

Nur eine Rechtfertigung zu haben viel Geld auszugeben - da lügt sich der Paddler in den eigenen Bag!

Steht dazu: Will haben! Die Dinger sind geil, optisch und haptisch! Ein Vergnügen damit unzugehn! Und: Ich steh auf diesen Stil!
Da nehme ich den Gewichtsnachteil in Kauf, ich muß es schließlich ja selbst tragen und belaste niemandes anderen Rücken damit!

Seekajakfahrer, Bergsteiger .. . haben da eine völlig andere Philosohie - schon platzbedingt!

Für mich selbst gilt das Geschriebene auf vielfache Weise. Nur mag ich keine vermeidbaren Rückenschmerzen - erst unbewußt, heute sehr geziehlt greife ich zum leichtesten Kanu, das mir zur Verfügung steht und ich versuche die Ausrüstung zu minimieren.

Oft ist Improvisieren das reizvolle an einer Tour, denn es ist der Löwenanteil der Ausfahrten, wo es nicht in die Wildnis geht, ja, sogar das Handy noch Empfang hat!

Welches Material hätten Voyageure gewählt, wenn sie die Wahl gehabt hätten?

Die Beiträge hier sind echt anregendm, einerseits mit jeder Menge know how zum Opimieren der eigenen Ausrüstung, andererseits die eigene Position im Umfeld nachzujustieren. -
Cool!

Wolfgang Hölbling

welle Offline




Beiträge: 1.525

18.11.2010 11:10
#29 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Moin,
Axel hat mir auf facebook eine megagoilen link geschickt:
http://www.facebook.com/?ref=home#!/group.php?gid=2219772550
oder
http://www.facebook.com/group.php?gid=22...772550&view=all
(ich weiß nicht, ob alle das so öffnen können?)

da ist in einer super Bilderserie aufgezeigt, wie Leute bei einem
reanactment (oder wie heißt das?) zeigen; mit wie wenig sie-die voyageure-
auskommen/ausgekommen sind.
Die größten Gepäckstücke sind da die Mehl-, Salz,- und Specksäcke:-)
Ich werde das mit docook gelegentlich mal ausprobieren
Gruß
Albert

Amateur Offline




Beiträge: 500

18.11.2010 11:26
#30 RE: Frage zu Frost River Packs antworten

Hier für die noch nicht facebook-Infizierten: http://voyerr.spaces.live.com/

Mich fasziniert dieses Gerümpel auch ABER - da stimme ich mich dem skeptischen Wolfgang überein - wenns drauf ankommt wähle ich modernere Ausrüstung (schon weil ich faul bin, keinen nassen Rücken beim Tragen bekommen will, kein stylisches Wood/Canvas-Boot mein Eigen nenne und einen begrenzten Etat habe, den ich so schon immer überziehe...).

Axel

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