Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 30 Antworten
und wurde 2.732 mal aufgerufen
 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
Seiten 1 | 2 | 3
Thumpy Offline




Beiträge: 15

29.09.2015 19:38
Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

Hallo zusammen,

ich bin jetzt seit ca. 1 Jahr mit meinem Wildfire unterwegs und habe mir in einem ACA-Flachwasserkurs (Danke nochmal an Sebastian) und einem ACA-Fließwasserkurs (Danke auch an Heinz) die Technik-Grundlagen vermitteln lassen.

Jetzt war ich letztes Wochenende mit einem Freund der ein Feathercraft Falt-Kajak besitzt eine Runde auf dem Neckar nördlich von Stuttgart. Bis jetzt hatte ich mich immer als relativ zügig empfunden, bei der Ausfahrt habe ich mich aber wie eine lahme Ente gefühlt

Jetzt die Frage, sind Kajak und Canadier prinzipiell inkompatibel was den Speed anbelangt, oder brauche ich einen neuen schnelleren Canadier ? Wie seht ihr das?

Gruß

Thumpy

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.916

29.09.2015 20:08
#2 RE: Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

Ich denke, im schnellen Tandem geht das zusammen. Oder mit mitleidigen Kajakern.
LGW

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

Ulme Offline




Beiträge: 793

29.09.2015 20:13
#3 RE: Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

Wie ich aus deinen anderen Beiträgen ersehe, bist du relativ "frisch gefangen" was das Paddeln im offenen Canadier anlangt.
Möglicherweise bist du noch nicht ganz "angekommen", nicht zuletzt auch, weil du einerseits im Thread "Zen - Paddeln"
was geschrieben hast, und dich nun nach der Ausfahrt mit einem Kajaker wie "eine lahme Ente" fühlst.
Ich persönlich empfinde beim Paddeln vielerlei. Und ja, es macht mir auch Spaß, mal mit unserem wirklich schnellen Familiencanadier
"volle Fahrt voraus" zu paddeln und dabei das Ufer vorbeifliegen zu sehen.
Die meiste Zeit jedoch empfinde ich es als wesentlich befriedigender, beim Paddeln "runterukommen" und mich an der Natur zu erfreuen,
dabei spielt Geschwindigkeit (nicht zu Verwechseln mit Leichtlauf, denn plagen will ich mich nicht - vor allem bergauf!) eine mehr als untergeordnete Rolle.
Wenn du mit einem Canadier liebäugelst der es mit einem schnellen Kajak aufnehmen kann (wobei ich nicht weiß was das Kajak deines Kumpels für eines ist),
dann musst du dir - ein Kajak kaufen.

---------

Ein Leben ohne Kanu ist möglich, aber sinnlos.

Thumpy Offline




Beiträge: 15

29.09.2015 20:31
#4 RE: Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

Hallo Ulme,

Danke für deine Antwort. Mir geht es ein Stück weit auch so wie Dir, ich komme beim paddeln runter und genieße das hier und jetzt. Ich bin auch alt genug (weise sicher noch nicht), dass mir kein Zacken aus der Krone fällt wenn ein Kajak Kreise um micht fährt ... Meine Aussage wie eine lahme Ente was auch etwas spaßig-provozierend gemeint. Zum einen hatte ich vor der Ausfahrt wirklich kein Gefühl für den Geschwindigkeitsunterschied, zum anderen plagt mich leichtes CAS (canoe acquisition syndrom ). Daher würde es mich auch nicht stören, wenn es den ein oder anderen Material-Tipp gibt, der den Geschwindikeitsunterschied kleiner werden lässt. Auch wenn ich schlußendlich vermutlich mit meinem Wildfire als einzigem Boot die nächsten 10 Jahre glücklich sein werden. Träumen macht halt auch Spaß ...

Thumpy

yo_eddie Offline




Beiträge: 124

29.09.2015 21:36
#5 RE: Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

Nimmst du sowas. Oder das hier.

Algonquin - Klaus Offline



Beiträge: 49

29.09.2015 22:01
#6 RE: Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

Hallo Thumpy,
wenn Du ernsthaft ein leichter laufendes Boot suchst, dann schaue Dich nach einen Sundownder 18 oder Jensen 18 von Wenonah um, die sind gegen die von meinem Vorschreiber gezeigten Geräte noch moderat, aber zählen zu den leicht laufendsten Tendemcanadiern. Oder frage mal Jörg Wagner, der hat auch einige leicht laufende Boote im Programm.
Ich war auch mal auf dem Trip und hatte einen Sundowner 17. Wenn wir mit mehreren Canadiern starteten, war ich nach kurzer Zeit ganz weit vorn, obwohl ich genauso paddelte wie de anderen. Bei großen Seen sicher von Vorteil. Ansonsten habe ist mir der Algonquin sehr angenehm, da in allem sehr ausgewogen. Viel Spaß beim Grübeln und Testen.
Gruß Algonquin-Klaus

Thumpy Offline




Beiträge: 15

29.09.2015 22:03
#7 RE: Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

Hallo yo_eddie,

Du wirst lachen, ich habe mich durch die Liste der Boote die Jörg Wagner importiert mal durchgeklick (wie schon gesagt "canoe acquisition syndrom"). Den Blackwater habe ich gesehen,der GRB "Classic XL" hat mir fast noch besser gefallen (so rein optisch).

Am liebsten hätte ich aber einen schnellen Canadier in dem ich knien kann. Da hab ich bis jetzt z.B. den Bell Magic geshen oder auch den Mad River Independence. Die würde ich gerne mal probepaddeln wenn sich die Chance ergibt. Mehr in Richtung Fluß könnte ich vermutlich auch bei einem SRT von Hemlock schwach werden ...

Thumpy

Pannacotta Offline




Beiträge: 211

30.09.2015 09:18
#8 RE: Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

Zitat von Thumpy im Beitrag #7

Am liebsten hätte ich aber einen schnellen Canadier in dem ich knien kann. Da hab ich bis jetzt z.B. den Bell Magic geshen oder auch den Mad River Independence. Die würde ich gerne mal probepaddeln wenn sich die Chance ergibt. Mehr in Richtung Fluß könnte ich vermutlich auch bei einem SRT von Hemlock schwach werden ...



Das sind bestimmt wundervolle Boote! Wenn ich nicht auf Faltcanadier festgelegt wäre, würde ich vermutlich auch in diese Richtung träumen… Allerdings:

Ich bezweifle ein wenig, daß der Bell Magic wesentlich schneller ist als Dein Wildfire - aber eigentlich habe ich von Festbooten wenig Ahnung. Ich hab nur vorletztes Wochenende eine ähnliche Erfahrung gemacht wie Du: Ich bin als Solofahrer über 32km auf dem Inn von den Tandems so gnadenlos abgehängt worden, daß nicht mal meine üblichen Ausreden - mein Übergewicht, der Faltbootnachteil, meine nach 2 Jahren Bootfahren noch nicht ausgereifte Technik - gereicht haben um meinen Frust etwas zu lindern. Ich habe also beschlossen, die nächste so geartete Ausfahrt (Lange Strecke mit erfahrenen Paddlern aus dem Verein auf Flüssen mit wenig Strömung) lieber im Tandem zu bestreiten - das scheint mir die einfachste Möglichkeit, schneller zu werden, dann kommt natürlich Techniktraining, denn über 32km ohne nennenswerte Strömung merke ich meine Defizite genau, und ganz zum Schluß erst das Material - ich bin auf dem Inn nämlich im neuen, schmäleren, längeren und steiferen Boot gefahren und hab enttäuschend wenig Unterschied gemerkt zum Vorgängerboot.

Vielleicht bin ich durch meine Festlegung auf Faltcanadier etwas immuner gegen canoe acquisition disorder, (dafür habe ich eine innere Liste mit Paddeln, die ich gerne hätte, sowie mit Flüssen, die ich gerne befahren möchte…) und frage mal in die Runde ob es sein kann, daß Fahrtechnik im Canadier einen größeren Anteil hat an der Endgeschwindigkeit als im Kajak? Mir kommts so vor.

Und noch ein Gedanke zur Technik: mir kommt es nicht nur darauf an, schnell zu paddeln, sondern vor allem unangestrengt. Solange ich nach 32km immernoch Blasen an der Schafthand habe, stimmt noch zuviel nicht. Bis dahin: Solo fahren lieber alleine, was garnicht so einfach ist, weil man auf dem Fluß ja fast immer nette Leute trifft, mit denen man dan (unbewusst) mithalten will, auch wenn sie im Tandem sitzen.

So weit, so wirr dahergedacht,

schöne Grüße in den Herbst

Florian

___________

mein Kanulog

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

30.09.2015 09:45
#9 RE: Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

Bei den Weltrekorden im K1 und C1 usw. liegen die Kajaker stets vorn. Man kann also schon mal einen grundsätzlichen Vorteil vermuten.

Ich denke weniger steuern und höhere Frequenz machen den Vorteil des Kajaks.

Wenn man dann mal die reinen Rennboote weg lässt, dürften die gängigen Kanadier mehr Widerstand ins Wasser bringen, weil sie eine breitere Wasserlinie haben. (Wer Lust hat kann das ja mal statistisch vergleichen, ich vermute es nur.)

Um überhaupt mitzuhalten muss man im Solo sicher Sit'n Switch fahren und das Boot sollte nicht zu schnell an seine Geschwindigkeitsmauer fahren.
Die Feathercraft Kajaks sind ja auch nicht gerade die langsamsten.

Mit einem flotten Tourentandemcanadier kann man bei Solo Wanderkajaks mithalten. Surfski, schnelle Seekajaks usw. sieht man nur von hinten wenn die paddeln können.

Wenn ich sportlich schnell fahren wollte wäre für mich ein OC1 eine gute Wahl.
Noch habe ich keines, weil unsere Geschwindigkeit bei den Touren keine große Rolle spielt.

Spartaner Offline




Beiträge: 845

30.09.2015 10:49
#10 RE: Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

Genauso wie Andreas sehe ich das auch. Findet euch einfach damit ab, dass eure Canadier langsamer sind als schlanke, doppeltgepaddelte Kajaks. Wer schnell sein will, und in Wind und Wellen noch immer gut zurechtkommen will nimmt ein Kajak. Wer es langsamer aushält, bei erheblich Wind und Welle an Land bleibt, (fast) grenzenlos Gepäck mitführen will, immer mal eine andere Sitzposition bevorzugt, der ist besser mit dem Canadier bedient.

Ulme Offline




Beiträge: 793

30.09.2015 12:12
#11 RE: Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

Wuahhh Spartaner, den Film kannte ich nicht.
Bei dem Wellengang wird mir mehr als mulmig!

---------

Ein Leben ohne Kanu ist möglich, aber sinnlos.

Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

30.09.2015 13:43
#12 RE: Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

Teilweise OT

Moin,
gerade bei Wind und Welle hat ein Canadier auch herausstechende Vorteile auf Tour dem Kajak gegenüber, ohne Segel sicher langsamer als das Ex-Jagdgerät aber deutlich stabiler und vor allem sicherer, hierbei spreche ich nur vom Tourenpaddeln, nicht von den Kajakern die zu "faul" sind um an stehenden Gezeitenwellen oder Grundseen vorbei zu paddeln und selbstverständlich kann man mit dem Canadier nicht gegen die Beaufort gegen an paddeln wie es mit dem Kajak machbar ist, nur bei gleichen Wetterverhältnissen unterwegs zu sein ist kein Problem auf anderem Kurs. Bei dem angesprochenen Wetter ist die Geschwindigkeit auch eher ein zu vernachlässigendes Thema.

In dem von Michael verlinkten Filmausschnitt, ich glaube es ist aus Waterwalker, wollte Bill Mason m. M. n. nichts weiter als "über Sicherheit nachdenken" transportieren. Ich bezweifle dass das ein unbeabsichtigtes Kentern war, da man sich bei den verhältnismäßig humanen Bedingungen schon ganz schön dusselig anstellen muss um den Dampfer um zu werfen. Diese relativ hohen Wellen resultieren aus alter Dünung, geringer werdender Wassertiefe und langem Fetch,sie stellen nicht das zu dem Zeitpunkt aktuelle Windgeschehen dar da sich da kaum noch Wellenkämme brechen.

Die MSR, Savage etc. sind schnell genug um mit guten Durchschnittskajakern problemlos auf Flachwasser Schritt zu halten. Nur ist das zumindest für mich schon ein Problem recht verschiedener Philosophien und deswegen schwer vergleichbar.
Mit Kajak und Canadier zusammen paddeln kann, wenn beide Seiten wollen, eine gute symbiotische Sache sein und Geschwindigkeit ist dann eher kein Problem.

LG Jürgen

rené Offline



Beiträge: 472

30.09.2015 17:37
#13 RE: Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

Sorg einfach, wie schon mal erwähnt, dafür, dass Du den Bierkasten(den Vollen, nicht den Leeren) an Bord hast,dann bleiben die Kayaker auch in Deiner Nähe.

Gruß René

Die Kirche ist nahe, aber die Straße ist vereist. Bis zur Kneipe ist es weit, aber ich kann ja vorsichtig laufen.
(russisches Sprichwort)

Karl-Michael Koch Offline



Beiträge: 414

30.09.2015 17:51
#14 RE: Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

guckst Du einfach mal hier:
http://www.brandenburger-regatten.de/eve...sport-2012.html

Falls Du den Link nicht öffnen kannst, achte doch einfach mal bei Rennmeisterschaften darauf, wie schnell Kajaks im Vergleich zu Canadiern auf bestimmten Strecken sind.

Grüße
Michael

Algonquin - Klaus Offline



Beiträge: 49

30.09.2015 22:51
#15 RE: Geschwindigkeit im Vergleich zum Kajak oder "brauche ich noch einen neuen Kanadier?" antworten

Hallo Thumpy,
mit den von mir beschriebenen Canadiern kannst Du in Sit and Switch Technik ca. 10 km/h erreichen. Allerdings nur für kurze Zeit, dann geht meist die Puste mangels Training aus. Und wirklich Spaß machen tut das auch nicht den ganzen Tag über. Ich sehe das eher mal als willkommene Einlage / Abwechslung zwischendurch. Falls Dir das zu wenig ist, kaufe einfach ein Kayak.
Gruß Algonquin-Klaus

Seiten 1 | 2 | 3
 Sprung  

Canadier.com ACA Kanuschule