Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Zur Vermeidung weiterer rechtlicher Auseinandersetzungen werden alle Beiträge und Äußerungen über die Firma Gatz-Kanus, den Namen und deren Produkte nicht mehr geduldet.
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 18 Antworten
und wurde 1.790 mal aufgerufen
 Allgemeines Canadierforum
Seiten 1 | 2
Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

09.01.2015 00:34
#16 RE: Binnenschiffer: In sehr hohen Heckwellen trocken bleiben antworten

Moin Norbert,
hier haben wir das Vergnügen sämtliche Varianten von Heckwellen genießen zu dürfen. Es kommt selten vor dass ich Probleme mit Spundwandrückläufern habe da ich wenn immer möglich Abstand dazu halte.
Rundboden ist angenehmer, Plattboden geht aber auch ganz gut. Binnenschiffe sind mit genügend Abstand unproblematisch, taucht der Bug neben mir auf blicke ich nach hinten, ist die Welle beachtenswert fahre ich im rechten Winkel der Heckwelle weg oder auf die Heckwelle frontal bis leicht schräg zu.
Große Dampfer bekommt man eigentlich immer rechtzeitig mit, die Heckwelle ist runder und kann auch quer genommen werden.
Blöd ist es wenn man in der Nacht unterwegs ist, da ist Abstand nötig da man die Welle erst dann wahr nimmt wenn das Licht an Land plötzlich aus geht und wenn dann gut beladene Dampfer mit viel Verdrängung zu dicht passieren ist es ein echtes Abenteuer, da geht dann m.M.n. nur frontal auf die Welle drauf halten und hoffen.
Für die Halbgleiter bei Kurvenfahrten um meinen Canadier hätte ich gerne ein paar Handgranaten oder einen kleinen Raketenwerfer an Bord. Zum Kentern haben mich dies Vollidiotenmöchtegernkapitäne noch nicht gebracht aber Wasser bis 10 cm unterm Süllrand von innen ist mir durchaus vertraut.
Falls du mal durch den NOK paddeln solltest halte ausreichend Abstand zum Ufer da Binnenschiffe wie Große das Ufer schlagartig näher bringen, habe mir anfangs ein paar böse Macken beim plötzlichen Aufsitzen geholt.
Von der Position her sitze ich auf Gepäcktour immer hinten und der restliche Raum ist filled up, d.h. ausreichend Volumen vor allem in den Enden macht dann Sinn. Volumen hat bei Wellen m.M.n. nur Vorteile.
LG Jürgen

absolut canoe Offline




Beiträge: 1.361

09.01.2015 10:29
#17 RE: Binnenschiffer: In sehr hohen Heckwellen trocken bleiben antworten

moin
nach einigen hundert Kilometern im Kanadier - und nur das und die Interessen der Kanadierfahrer sind für mich relevant - auf Seeschiffahrts- und Binnenwasserstraßen(Elbe, Oder, Rhein, Weser)
habe ich meine Erfahrungen geschildert.

Wir könnten hier stundenlang über Binnen-See und Rheinschiffahrtsregelungen und deren Ausnahmen diskutieren, wird nur Zeit rauben und nicht zielführend sein. Ich empfehle, einfach mal die einschlägige Literatur zu lesen und die Schlüsse für das Fahren muskelbetriebener Kleinschiffe auf den Großgewässern daraus zu ziehen.
NUr als Beispiel aus der Praxis: die Wümme ist zum Teil eine Seeschiffahrtswasserstraße ohne Betonnung und da gilt Rechtsfahrgebot! Das wusste ich auch nicht, bis mich die WaPO angehalten und aufgeklärt hat.....Praxis halt..
Ein Foto von einem Motorboot, das sich so dicht an ein scheinbar liegendes Großschiff begibt, zeigt mir persönlich, dass der Bootsführer es mit der Seemannschaft nicht so genau nimmt.
Und das ich mich nicht mit dem offenen Kanadier im HH Hafen rumtummel,ist für mich persönlich selbstverständlich - auch wenn die Versuchung eine Elbetour Dresden-Hamburg auf der Alster zu einem würdigen Abschluss zu bringen groß ist.

""habe schon darüber nachgedacht eine Zwille an Bord mitzuführen, um mal einen Gruß nachzusenden"
...man achte auf den Blinky.....

So, jetzt man Leinen los.......volle Breitseite...Feuer frei.....(oder doch lieber die Zeit nutzen und die Kenntnisse auffrischen)

Kanuotter Offline




Beiträge: 551

09.01.2015 18:08
#18 RE: Binnenschiffer: In sehr hohen Heckwellen trocken bleiben antworten

Hallo Paddler,

spannende Antworten, gute Anregungen wenn es ein nächstes mal geben sollte, wird, ... wann? Abwarten.

Zum Thema Rechtsfahrgebot und anderen "dürfen die das": mir ist es egal ob der Binnenschiffer das darf, habe bisher alle Formen auf dem Rhein erlebt und möchte mich nicht darauf verlassen, ob der Binnenschiffer rechts oder links darf. Die fahren auch mal durchaus außerhalb der getonnten Fahrrinne, wenn der Wasserstand das zulässt.
Mein persönliches Fazit deshalb: wenn es mich erwischt (Kentern) tut es mir mehr weh, als dem Binnenschiffer. Glaube nicht, dass ich dann Zeit habe mir sein "Kennzeichen" zu notieren. Mal davon abgesehen: Binnenschifffahrt hat Vorfahrt. Wenn ich mir das auf dem Rhein "antue", dann auf mein eigenes Risiko und Können (manchmal noch nicht Können, wir arbeiten drann).

Nächste Übungen: Wiedereinstieg auch bei kaltem Wasser weiter verbessern (prio 1), damit die nächsten praktischen Wellenübungen, wenn dann die Sunami-Welle mal wieder käme, mit besserer Prognose ablaufen.
Da tatsächlich an einigen Stellen das Mittelrheintal nicht für Kentern empfohlen werden kann ist die Fluchtstrategie (=Vollgas zum Ufer und raus) eine ernste Alternative, wenn die Zeit reicht.

Gruß Norbert

Albert Offline



Beiträge: 241

10.01.2015 16:57
#19 RE: Binnenschiffer: In sehr hohen Heckwellen trocken bleiben antworten

@ Albert
Dresden-Hamburg bis zum ACC im offenen Canadier ist kein Problem.
Norderelbe,Oberhafenkanal,Zollkanal,Binnenhafen,Schaartorschleuse,Rathausschleuse,kleine Alster. Binnen-Alster,
Außen-Alster.

Die größten Wellen im Hafen machen Zoll und Lotsenboote.

Albert

Seiten 1 | 2
 Sprung  

Canadier.com ACA Kanuschule