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Dieses Thema hat 31 Antworten
und wurde 3.178 mal aufgerufen
 Allgemeines Canadierforum
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Donaumike Offline




Beiträge: 993

04.06.2013 13:48
#16 RE: Tempo und Spurtreue mit C- Schlag oder J- Schlag antworten

@ Frank Moerke
Beim J- Schlag lasse ich noch oft das Paddel schleifen, besonderes gegen die Strömung im Fluss. Auf dem See muss ich das Paddel nicht schleifen lassen da komme ich mit einer kurzen knackigen Korrektur aus.
@ Tiefwasser
So in etwa wie auf der Skizze des C- Stroke oben vom „gast“.
Wenn ich ein Halbkreiswinkelmesser an die Längsachse des Bootes legen würde, vielleicht zwischen 30 und 50 Grad in etwa, ist aber eine sehr ungenaue Angabe! Den Winkel in der Eintauchphase wähle ich gefühlsmäßig so, dass das Boot sich zielgerichtet auf einen geraden Kurs hält und die Geschwindigkeit erhöht.
@ Corvus
Danke für die Teilhabe der Werte des interessanten Geschwindigkeitstest.

Vielen Dank an alle, ein Kurs wird alles richten.

Grüße, Mike

Leider hat die Donau noch einen Pegel von knapp unter 5,80 m. Paddeln für mich unmöglich. (noch)

strippenziacha Offline




Beiträge: 664

04.06.2013 13:51
#17 RE: Tempo und Spurtreue mit C- Schlag oder J- Schlag antworten

Servus!

Dafür geht es in den Auen um so schöner....Kelheim stagniert jetz auch langsam....

Gruß

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

André Offline




Beiträge: 114

04.06.2013 22:57
#18 RE: Tempo und Spurtreue mit C- Schlag oder J- Schlag antworten

Hallo Mike

am Wochenende hatten wir eine ähnliche Diskussion und auch darüber, ob Skizzen wie sie Gast eingestellt hat, hilfreich sind.
Zum besseren Verständnis müsste bei der Darstellung der Paddelstellung stehen, das das der Weg (!) des Paddels im Wasser ist!!!
Aber das Wichtigste fehlt: Der Punkt an dem die Kraft wirkt!!!!!!
Und das macht vielleicht den großen Unterschied und eine (hauptsächliche) Ursache für (eventuelle oder zu starke) Korrekturen.
Wie geschrieben wurde, ist das Verankern des Paddels wichtig und das ist kurz und knackig. In den Darstellungen müsstest du also an der Stelle, an der das Paddel senkrecht steht, mit einem spitzen Bleistift einen Punkt setzen. (Lage irgendwo zwischen Knie und den 4 Buchstaben). Beim "J" dann ebenso. Und zwischen den beiden Punkten ist auf dem Paddel keine Kraft, du läßt es einfach an dir vorüberziehen.

Viel Spaß beim Probieren!

Bis dann,

André

gast Offline



Beiträge: 153

05.06.2013 09:30
#19 RE: pitch stroke antworten

Zitat
Und zwischen den beiden Punkten ist auf dem Paddel keine Kraft, du läßt es einfach an dir vorüberziehen.


Nein, es ist beabsichtigt dass Sie von Anfang ab eine aktive Vorwärtsschlag machen, vorzugsweise ein sogenannte "Pitch-Schlag". Eine Pause dabei führt zu ein stationäres Korrektur, ein Fehler den viele Paddler leider machen. Nur wenn Sie mit der Wind in die Rucke paddeln, ist ein stationäres Korrektur kein Problem :-)

Dirk Barends

Gundhar Offline



Beiträge: 31

05.06.2013 14:26
#20 RE: pitch stroke antworten

Moin,

gibt es eigentlich offiziell eine Variante des J-Schlages die ich mal umgekehrter J-Schlag nennen möchte? Ich habe sie gerne bei starkem seitlichen Wind - z.B. Wind von vorne links, Paddel auf der linken Seite - eingesetzt. Mit dem ersten Teil des Schlags (der Bogen beim J) wird dabei das Boot nach links gezogen, dann (beim geraden Teil des J) vorwärts beschleunigt. Der Vorteil dabei ist daß das Boot nicht während der Vorwärtsphase vom Wind nach rechts gedreht wird und der Wind dadurch noch stärker angreift, was dann eine starke Korrektur am Ende des Vorwärtsschlages erfordert.

Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt.

sputnik Offline




Beiträge: 2.004

05.06.2013 14:50
#21 RE: pitch stroke antworten

Hallo Gundhar,

bei der von dir geschildertenm Situation würde ich der Einfachheit halber die Paddelseite wechseln. Dann übernimmt
der Wind die Korrektur.
Umgekehrtes J kenne ich nur beim Rückwärtspaddeln.

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

05.06.2013 17:24
#22 RE: pitch stroke antworten

Auf der windzugewandten Seite zu paddeln ist schon mal richtig, da der Korrekturbedarf reduziert wird - vorausgesetzt, der Trimm des Bootes stimmt wenigstens einigermaßen.

Was mir bei den selbstgebastelten Paddelschlägen nicht gefällt: Hat man den Körper nach vorn aufgedreht, Spannung im Rumpf und Länge nach vorn - statt die Spannung im Oberkörper für einen optimalen Vortrieb zu nutzen und am Ende des Paddelschlages dann nur so viel zu korrigieren, wie grad durch den Paddelschlag Drehimpuls erzeugt wurde - wurstelt man vorn in einer bugziehschlagähnlichen Haltung an der Korrektur ohne zu wissen, wie viel grad gebraucht wird. Dazu kommt, dass es dabei schwer sein dürfte, einen guten Catch zu erreichen, ebenso eine gute Länge in der Zugphase. Man verplempert vorn Zeit und Weg.
Irgendwie wurstelt man sich sicher so dahin, effizientes Paddeln geht aber anders.

sputnik Offline




Beiträge: 2.004

05.06.2013 21:05
#23 RE: pitch stroke antworten

Zitat von Frank_Moerke im Beitrag #22
Auf der windzugewandten Seite zu paddeln ist schon mal richtig, da der Korrekturbedarf reduziert wird - vorausgesetzt, der Trimm des Bootes stimmt wenigstens einigermaßen.........


Hmm, mir war, als ob ich auf der windabgewandten Seite paddel. Muß ich beim nächsten Mal besser darauf achten, ich
mache das mehr intuitiv, wo es eben besser geht. Manchmal kommen ja auch noch Wellen hinzu, die den Bug wegdrücken.

Zufällig habe ich gerade auch noch ein nettes Filmchen zu der Sache gefunden http://www.youtube.com/watch?v=kNkYgYnJTXk

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Nordstern Offline



Beiträge: 13

05.06.2013 21:49
#24 RE: pitch stroke antworten

Wenn Boote leicht luvgierig (also mit der Nase in den Wind ziehend) getrimmt sind hat das unter Anderem den Vorteil, daß man von Böen nicht so schnell nach Lee "verblasen" wird, die Luvgierigkeit wird durch paddeln auf der Luvseite ausgeglichen - soweit die Theorie; der Trimm hängt aber auch stark von dem Kurs, der Rumpfform und der Tagesform ab, da hilft letztendlich nur Erfahrung.

Gruß
Nordstern

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

06.06.2013 08:18
#25 RE: pitch stroke antworten

@Nordstern: Das Boot muss man nicht luvgierig trimmen, durch die Fahrt wird es automatisch luvgierig, je höher das Tempo, desto luvgieriger - vorausgesetzt, es weht seitlicher Wind. Exakter wäre es zu sagen, dass der Drehpunkt des Bootes sich unter Fahrt in Abhängigkeit der Geschwindigkeit nach vorn verlagert - auch ohne Wind.
Um da einen gewissen Ausgleich zu schaffen, ist in vielen Situationen ein leicht hecklastiger Trimm vorteilhaft.

@Stefan: Wenn Du unter oben genannten Bedingungen paddelst, Dein Boot einigermaßen gleichmäßig getrimmt ist, dreht der Wind Dein Heck aus dem Kurs. Paddelst Du auf der windabgewandten Seite, bringst Du neben dem Vortrieb auch einen Drehimpuls ins Boot, leider in die gleiche Richtung, Du verstärkst also das Ausbrechen des Hecks und hast erheblichen Korrekturbedarf.
Paddelst Du auf der windzugewandten Seite, geht Dein Drehimpuls in die entgegengesetzte Richtung, Du reduzierst damit die Drehung durch den Wind und sparst somit viel Korrektur.
Wenn der Wind Deinen Bug aus dem Kurs drücken würde, wärst Du sehr stark hecklastig unterwegs.

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.916

06.06.2013 13:10
#26 RE: pitch stroke antworten

... wie zB in einem Tandem, nicht nahe genug am (unter) dem Tragjoch.

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

Dull Knife Offline




Beiträge: 754

06.06.2013 18:25
#27 RE: pitch stroke antworten

Zitat von Gundhar im Beitrag #20
Moin,

gibt es eigentlich offiziell eine Variante des J-Schlages die ich mal umgekehrter J-Schlag nennen möchte?
Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt.


Naja, das wäre natürlich der Ttoj-Schlag.

.

Im Leben ist es wie beim Paddeln: Wenn die großen Wellen kommen, immer in der Hüfte schön locker bleiben.

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.916

06.06.2013 18:49
#28 RE: pitch stroke antworten

....oder Du fährst rüchwärts.
LGW

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

André Offline




Beiträge: 114

06.06.2013 19:53
#29 RE: pitch stroke antworten

Zitat von Gundhar im Beitrag #20
Moin,

gibt es eigentlich offiziell eine Variante des J-Schlages die ich mal umgekehrter J-Schlag nennen möchte?




@ Gundhar

du kannst einen diagonalen Ziehschlag mit einem Vorwärtsschlag kombinieren. Das würde deinem umgekehrten J am nächsten kommen, oder nur einen diagonalen Ziehschlag. Probier mal aus, was am Besten passt.

@ Dirk

Zitat von gast im Beitrag #19

Zitat
Und zwischen den beiden Punkten ist auf dem Paddel keine Kraft, du läßt es einfach an dir vorüberziehen.

Nein, es ist beabsichtigt dass Sie von Anfang ab eine aktive Vorwärtsschlag machen, vorzugsweise ein sogenannte "Pitch-Schlag". Eine Pause dabei führt zu ein stationäres Korrektur, ein Fehler den viele Paddler leider machen. Nur wenn Sie mit der Wind in die Rucke paddeln, ist ein stationäres Korrektur kein Problem :-)

Dirk Barends



Hallo Dirk, ich wollte damit sagen, das eine sehr kurze, pointierte Kraftphase im Moment, wo das Paddel senkrecht steht, besser wirkt, als wenn ich über einen langen Weg Kraft in das Boot übertrage. Dies beim Vorwärtsschlag genauso wie beim "J".. Eine "Ruderpinne" als "J" meinte ich nicht, nur die Zeit, in der die Kraft auf das Paddel gegeben wird und die ist (sehr viel) kürzer als das Paddel im Wasser ist.
Und das können Anfänger anhand dieser Skizzen eher nicht erkennen, das ist das Schwierige dabei.

Und: Bei Rückenwind nehme ich immer den Regenschirm ;-)

Einen sonnigen Abend euch allen,

André

Tiefwasser Offline




Beiträge: 94

06.06.2013 22:37
#30 RE: pitch stroke antworten

Zitat von André im Beitrag #29

Hallo Dirk, ich wollte damit sagen, das eine sehr kurze, pointierte Kraftphase im Moment, wo das Paddel senkrecht steht, besser wirkt, als wenn ich über einen langen Weg Kraft in das Boot übertrage.

Dies beim Vorwärtsschlag genauso wie beim "J".

Der Unterschied zwischen Pitch und J besteht doch aber gerade darin, dass beim Pitch die Steuerwirkung von der Powerphase bis zum Exit ausgeübt wird - ohne Pause wie beim J. Das hat zwei Vorteile: 1. das Steuern wirkt unmittelbar in der durch die Powerphase erzeugten Geschwindigkeitsspitze und dadurch vorgeschobenen Drehpunkt des Bootes, 2. durch die Kraftverteilung auf dem Weg des Paddels durch das Wasser wird die Belastung der auf Schulter und Nacken wirkenden Querkraft erheblich reduziert.

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