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Dieses Thema hat 261 Antworten
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 Tourenberichte
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Donaumike Offline




Beiträge: 993

07.05.2014 16:23
#76 RE: Bergtouren IN / Nr. 47,48 und 49 antworten

Die vergangenen wenigen Bergfahrten vom 16.04.2014 und 30.04.2014 waren geprägt im Schwerpunkt „Paddelstil“ und „Paddellänge“ ,Testung meiner dreierlei Paddel, die in der Länge zwar nicht aus dem Raster fallen, aber dennoch wohl noch etwas zu lang und kurz sind, es geht nur um fünf Zentimeter, die es aber in sich haben - zu scheinen. Die letztere Bergfahrt könnte als Pusteblumenfahrt bezeichnet, weil die Wasseroberfläche von einem weißen flockigen Teppich benetzt war, ein neuer Anblick vom Wasser aus.


Bergfahrt mit weniger Holz im Auge des Bibers

Endlich wieder auf der Donau, es ist Dienstag gegen Abend, der Pegel zittert um die 175 cm, ich nehme meine drei Paddel vom Paddelwald wieder mit. Die neuen Erfahrungen und Eindrücke vom vergangenen Canadiertreffen an der Naab sind die Begleiter in meinen Gedanken.

Mein frisch geölter Holzsüllrand, dank Ölreserven aus Austria, schaut elegant und duftet einfach; „nur schön“. Mein erstes erstandenes Paddel kommt wieder zum Einsatz, ich spüre das trotz der wenigen Blattfläche der Bootsvortrieb eigentlich ausreicht, ich kann sogar Kehrwasserfahrten mit dem selbigen Ergebnissen verzeichnen wie mit meinem großflächigen Paddeln. Ich muss zugeben, etwas Spionage bei der vergangenen Vilstour im Rahmen des Canadiertreffens an der Naab betrieben zu haben. Bei Kehrwasserausfahrten platziere ich nun mein Paddel etwas näher am Körper und zum Drehpunkt des Bootes, die Wende im Strom geht nun um einiges besser, da hatte sich ein Fehlerchen wohl eingebettet, es gibt dennoch viele, noch nicht tragisch.

Ich beschloss nun Richtung der Eisenbahnbrücke über den Donaustrand zu fahren. Am Donaustrand übliche Paddelspielerein, danach Richtung Schillerbrücke über kleinere Verschneidungszonen mit Pilzen, dort auch ein paar Kehrwassermanöver. So nun an die Eisenbahnbrücke, um zuerst von der rechten Seite aus, aus einem Kehrwasser in die Strömung zu steuern um im Anschluss das mittige Kehrwasser vor der Brückenpfeilerinsel zu treffen. Keine schwierige Sache. Ich entscheide mich mein Paddel mit wenig Blattoberfläche beizubehalten um dort erstmalig die Durchfahrung des Brückenjochs zu versuchen. Zuerst taste ich mich weit genug voran um eine Kehrwasserausfahrt neben der Brückenpfeilerinsel zu starten, ich muss etwas mehr tricksen mit dem kleinflächigem Paddel um in Position für das Ausschlingen zu kommen, aber es gelingt, sowie die Kehrwassereinfahrt, ich wiederhole das Szenario. Nun versuche ich die Durchfahrt, sie gelingt mit zügigen, auch oft übergreifenden Paddelschlägen; dank des geringeren Gewichtes des Paddels und deren kürzeren Länge; ein spürbarer Erfolg, auch weil bei meiner vergangenen 19. Bergfahrt vom Jahr 2013, bei fasst identischen Pegel meine erste Durchfahrung auf dieser Seite gelungen ist, mit großflächigem Paddel!; es geht auch mit weniger Fläche und in Holz.

Gegenüber des alten Gießereigeländes (Baustelle) ist seit wenigen Wochen eine Spundwand am / im Wasser errichtet, dort muss ich erstmalig in diesem Jahr mein Mückenschutzspray einsetzen. Ich fahre bis zur Donaubühne, nach wenigen Minuten paddle ich bergab.
Es ist etwas vor 20 Uhr, es sind einige Biber ab der Eisenbahnbrücke bis zur Aussetzstelle anzutreffen, mehr oder weiniger auch mit Serien verfehlten Warnschüssen an meiner Breitseite und Achtern. Mir gelingt es dabei erstmalig zwei Biber bildlich festzuhalten. Kurz nach meinem Start bergauf hatte ich schon einen Biber am Ufer hocken gesehen, er blickte mich frontal an, danach nahm ich etwas mehr Abstand zum Ufer, auch wegen der jungen Entengroßfamilien.

Grüße, Mike

„Gebt mir Kanu und Fluss, der Rest kann behalten werden.“



Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

08.05.2014 10:22
#77 RE: Bergtouren IN / Nr. 47,48 und 49 antworten

Bald kennst Du die ganze Biberfamilie, Dir haben sie sicher schon einen Namen gegeben.
LGW

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

hardy1 Offline




Beiträge: 10

08.05.2014 15:10
#78 RE: Bergtour IN Nr.5 und Nr. 6 antworten

Schöner Bericht und tolle Impressionen, die du da eingefangen hast!

Wenn ich wollte, könnt ich!

Donaumike Offline




Beiträge: 993

15.05.2014 10:36
#79 RE: Bergtour IN Nr.50 antworten

@ Wolfgang, das mit der Namensgebung hatte ich mir auch schon gedacht, weil die Biber u.a. mir so oft nachspionieren.

@ hardy1; vielen Dank, gerne


Mittwoch der 14.05.14, teils bewölkt, Luftfeuchtigkeit 52%, Pegel der Donau 190 cm, es ist am spätem Vormittag.
Auf der Donau Windstärke 4, mäßige Brise bei 5,5 bis 7,9 m/s. Die Bootskontrolle ist nicht ohne, ich muss mehr Acht geben, besonders wo die Strömung und der Wind einen gegen das Ufer drückt. Ich könnte ja auch auf der anderen Uferseite fahren, wäre einfacher, aber da ist nicht viel zu erfahren. In der Bucht vom Donaustrand ist es noch windiger, ich muss wieder heraus Richtung Flussmitte wo es windstiller zu scheinen mag und auch ist; um Fahrwasser für Strecke und mehr Kontrolle über das Boot zu gewinnen.

Erstmalig kamen meine neuen Fahrradhandschuhe zum Einsatz, gerade richtig, weil bei dem Wind bin ich mit meinem Paddel arg am arbeiten, ich bin mit den Handschuhen zufrieden, ich spüre sie nicht einmal während der Fahrt, es stört nichts, die Farbe passt auch. Meine Bootsleinenbefestigung habe ich auch wieder einmal modifiziert, diese Lösung scheint ein guter Griff zu sein.

Diese Bergtour diente u.a. wie so oft nebenbei der Umwelt und der Brieftasche, Flaschen ohne und mit Pfand auffischen lohnt sich, der Gewinn wird für neue Ausrüstung verwendet, auch wenn es dauert.
Am riesigen Kehrwasser vor der Eisenbahnbrücke zwischen einzelnen Windböen und kabbeligen Wasser an den Verschneidungen stieß ich mit meinem Paddel auf einen Gegenstand was mich kurz irritierte, hier wo der Fluss so tief ist, es war einfach nur ein langer Bart von Flussgras. Bei der Abfahrt kam mein Boot einmal mehr oder weniger ins schaukeln, mehrere größere Luftblasen kamen vor dem Bug und an den Breitseiten empor, das Paddel stieß förmlich ins Bodenlose.

Nach der Bergtour Windstärke 2, leichte Brise, Blättersäuseln auf dem Heimweg mit dem Fahrrad, Zeit zum verspäteten Mittagessen, es sollte gegrillten Thunfisch aus der Dose geben, ich entschied mich doch für Zwiebelsuppe, das andere Delikate gibt es ein anderes mal.

Grüße, Mike

„Gönnt mir offenes Kanu im stillen und rauschenden Kielwasser, der Rest kann behalten werden.“




Donaumike Offline




Beiträge: 993

18.06.2014 14:06
#80 RE: Bergtour IN Nr.51,52 und 53 antworten

Anfänger im Kajak gegen Anfänger im Canadier?

An einem Dienstag, gegen Abend, Ende Mai, ging es zufälligerweise mit drei Kajakleuten und ich im Canadier Richtung Donaubühne. Schön zu erfahren, das ich bergauf, ohne wirklichen Stress aufkommen zu lassen, schön mit den Kajakleuten mithalten konnte und umgekehrt, und das mit meinem leichten Paddel mit weniger Blattfläche, außer an dem Eisenbahnbrückenpfeiler kam ich etwas von der Ideallinie ab und musste mehr gegen die Strömung ankämpfen. Kurz irritierte mich ein Fahrer im Kajak, der dem Kentern beim Versuch einer Seilfähre sehr nahe war, weil er von der Strömung überrascht wurde und nicht richtig gekantet hatte. An dieser eher harmlosen Stelle bin ich kurz zuvor übergesetzt, ohne irgendeine Gefahr für ein Kajak oder Canadier für eine Kenterung je zu erahnen, der Pegel war auch eher niedrig. Bei diesem kleineren Ereignis wurde mir bewusst, das ich kein blutiger Anfänger mehr bin, sondern nur ein Anfänger.

Freitag 06. 06.2014

Jungfernfahrt auf der Donau mit Filmteam

Ein besonderer später Nachmittag auf der Donau. Meine achtjährige Tochter ist erstmalig auf der Donau mit mir im Boot. Endlich sieht sie auch mal vom Boot aus die Donau mit ihren Ufern und deren Geheimnissen. Wir sind die Ausnahme unter ein paar Kajakleuten, wenn man von dem zweiten Canadier absieht der mit einem Doppelpaddel bewegt wird, darin sitzt eine nette Kamerafrau von einer lokalen Zeitung und dreht ein paar Filmchen, Fotos wurden auch gemacht, wir lassen uns überraschen….


Dienstag 17.06.2014

Raum und Wind

Es geht bergauf Richtung Donaubühne im 145 bis 150 cm Pfützen-pegel. Von der Bucht vor der Donaubühne, wo ich früher schön an der Sandbank anlegen konnte, ist nicht mehr viel übrig geblieben, eine Vergrößerung der Fläche, um mehr Raum für zahlende Gäste zu bekommen ist der Grund. Die Schwäne die dort oft zu bewundern waren, werden diese kleine Bucht wohl auch vermissen. Ich praktizierte gleich ein sauberes Anlegemanöver neben der Spundwand zwischen den zwei Pollern / Pfähle, die für die zukünftige Donaufähre gedacht sind. Die Bauarbeiten sind noch nicht abgeschlossen….
Auf Talfahrt experimentierte ich mit der Trimmung gegen den Wind und seitlichen Winden. Meinen verschiebbaren Sitz justierte ich Richtung Bug kurz vor dem Anschlag. Beeindruckend war das ich die Korrekturphase beim J- Schlag „kaum“ oder „null“ in Anspruch nehmen musste, um das Boot gerade auf Kurs zu halten, die Paddelfrequenz durfte nur nicht zu hoch sein um ein rasches Abtriften zu vermeiden. Drei dickliche Biber und erstmalig eine Ratte kreuzten meinen Blicken. Mit Wind und Trimmungsexperimenten bin ich noch länger beschäftigt, da gilt es noch einiges umzusetzen, um die zügigen Routen durch den Wind auf dem Wasser zu finden.

Grüße, Mike

„Offenes Kanu im grenzenlosen Kielwasser, der Rest mit Ballast kann behalten werden"

Donaumike Offline




Beiträge: 993

18.06.2014 14:11
#81 RE: Bergtour IN Nr.51,52 und 53 antworten

„Offenes Kanu im grenzenlosen Kielwasser, der Rest mit Ballast kann behalten werden"

Donaumike Offline




Beiträge: 993

18.06.2014 14:45
#82 RE: Bergtour IN Nr.51,52,53 antworten



„Offenes Kanu im grenzenlosen Kielwasser, der Rest mit Ballast kann behalten werden"

Donaumike Offline




Beiträge: 993

18.06.2014 14:59
#83 RE: Bergtour IN Nr.51,52 und 53 antworten

strippenziacha Offline




Beiträge: 664

20.06.2014 20:36
#84 RE: Bergtour IN Nr.51,52 und 53 antworten

Servus Mike!

Bist recht aktiv....hast ja grad die Leute von der TID vor der Haustür, da ist immer was gebooten :-)

Gruß

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

Donaumike Offline




Beiträge: 993

01.07.2014 13:16
#85 RE: Bergtour IN Nr.54 und 55 antworten

54. Bergtour

Freitag den 27.06.2014 bei sonnigem Wetter, bei mal weniger und mehr Wind auf der Donau, dort wo ich Falk Bruder als Inkognito beim Start der TID begegnete, setzte ich wie so oft, von mir selbst getrieben ein.

Fasst hätte ich es vergessen zu erwähnen, das ich vor der 53. Bergtour mein Boot im Trockendock einen kleineren Technischen Dienst gegönnt hatte, ich habe nicht am Unterwasserschiff sondern auf Deck einige Schrauben etwas angezogen, weil sie etwas locker waren durch den nicht so wenigem Einsatzgebrauch des Bootes.

Durch den geringeren Wasserstand und günstigem Stand der Mittagssonne konnte ich diesmal etappenweise den sichtbaren Flussgrund nahe dem Ufer mehr als den je schön nach Schätzen observieren. Einen versenkten Einkaufswagen der sehr weit vom Ufer aus Unterwasser auszumachen war, ein Teil ähnlich einer zweistufigen Badeleiter aus Alu für Yachten, einem antiken Schiffsanker und mehreren undefinierbaren Konstrukten, war weiter nichts an unnatürlichen auf dem Flussgrund zu entdecken. Geologisch gesehen konnte man schön größere verschachtelte plane Felsblatten erkennen.
Die neu errichtete Donaubühne ist nun mit einem Landungssteg versehen der für die neue Donaufähre gedacht ist. Ich fahre von der Donaubühne aus Richtung Konrad- Adenauer- Brücke, bei den vorgelagerten steinigen Untiefen komme ich wegen den plötzlich mehr aufkommenden Seitenwind in Bedrängnis mit den zufliegenden steinigen Untiefen, es gelingt mir das Boot wieder unter Kontrolle zu bekommen, vor einem Jahr wäre dies mir sicher nicht mit diesem Ergebnis unter diesen Bedingungen gelungen. Unter der Brücke war die Strömung nicht gering, verständlich weil diese Engstelle ja nun ein Nadelöhr durch den niedrigeren Pegel geworden ist. Ich ließ von einer Durchfahrung des Brückenjochs ab, zuvor an der Eisenbahnbrücke hatte ich keine größere Not dort durchzuschlüpfen. Bei meinen Kehrwasserfahrten übersah ich fasst einen Angler mit seiner Route, der sich fasst in Sicherheit bringen musste.






55. Bergtour

01.07.14, Pegel plus 200 cm!- wie schön, endlich mehr Strömung, es fühlt sich gut an, wenn man dort wieder anfängt wo man kurz vor dem Pegelfall aufgehört hat. Die etwa 60 Zentimeter mehr Pegel werden natürlich ausgenutzt, besonders an der Eisenbahnbrücke. Mein Boot ist drehfreudiger bei Kehrwasserfahrten geworden, eine Mini- Jet- Ferry ist einmal gut gelungen. Kurz davor glitt ich in den von Kraut überwucherten Donau-strand, dort war ich mitten in einem Meer aus kleinen Fischen gefesselt.
Mein Tarphut aus Brasilien der über Österreich eingereist ist, war erstmalig mit auf Tour gewesen, auch ein geglückter Griff.

Grüße, Mike

„Offenes Kanu im grenzenlosen Kielwasser, Ballast und der Rest ist für andere“


Donaumike Offline




Beiträge: 993

27.08.2014 13:05
#86 RE: Bergtour IN Nr.56und 57 antworten

56. Bergfahrt

Kenterfahrt!

Dienstag der 15.07.2014, gegen Abend, Pegel 225 cm!, mehr Strömung wie zuvor, viel mehr Arbeit am Paddel Richtung nach oben. Eine schneeweiße Ente zwischen dunklen Enten, ein knapperndes Eichhörnchen auf einem Ast und eine weiße Taube sitzend auf meinem Ziel der Brückenpfeilerinsel, der Eisenbahnbrücke, dies darf ich erstmalig vom Wasser aus entdecken, eine Handvoll dicke Biber bei der späteren Talfahrt sind nichts neues.

An der Schillerbrücke zieht die Strömung richtig gut, Richtung Eisenbahnbrücke wird es nicht einfacher. Ich praktiziere eine Seilfähre zum Kehrwasser der Brückenpfeilerinsel, die Strömung ist nicht ohne, wie sich später noch herausstellen wird. Durch die Strömung gelingt mir nicht richtig das Boot aus einem Kehrwasser wie gewöhnt gegen den Strom zu stellen, mein Übersetzbootswinkel ist nicht weit zum rechten Winkel zum Strom entfernt, meine Paddelfrequenz muss ich blitzartig steigern um ein abdrehen des Bootes zu verhindern, ich schieße über die halbe Donau ins Kehrwasser über einen Wirbel. Es ist geglückt wie gewohnt, nur nicht in diesem Winkel und der enormen Geschwindigkeit. Nach ein paar Kehrwasserfahrten muss kurz darüber nachdenken, wo ich einmal bei einem fasst gleichem Pegel eine lange Zeit aus Angst (Ausfahrt Nr. 15)im Kehrwasser gedümpelt bin.

Wie so selten, ein paar Kajaks gesellen sich auch an meine spezielle Schlüsselstelle. Sie praktizieren Seilfähren und Kehrwasserfahrten. Ich wiederhole ein paar Seilfähren mit diesem anderen Winkel, die folgenden Seilfähren sind auch sehr zügig und es spritzte weniges Wasser über den Tumblehome ans Hosenbein. Ein Wildwasserkajak setzt am gleichen Tatort zur Seilfähre an, kurz vor dem Einschlingen in das Kehrwasser kentert das Wildwasserkajak. Da staunte ich natürlich, ich dachte immer, dass Wildwasserkajaks tauglicher für die Strömung sind, Fehler werden da wohl auch nicht gern verziehen. Erfreulich dass ich an dieser Passage nicht scheiterte. Ich erfuhr später, dass u. a. ein Wirbel der Auslöser für das Kentern war. Ja gut, mit Wirbeln schlage ich mich oft herum, vielleicht ist tatsächlich etwas Erfahrung hängengeblieben?


57. Bergfahrt

Wieder im eigenen Boot

Bei der 49. Bergfahrt berichtete ich kurz von einer neuen Spundwand im Wasser einer Baustelle am Ufer vor dem alten Gießereigelände. Es handelt sich um ein Donauwasserentnahmebecken für die Rückkühlung einer Kältemaschine für CO² Fernkälte…

(Wem das Technische interessiert darf gerne bis zum Absatz weiterlesen)..wo dort im Vakuum des mit Fernwärme versorgten Absorbers das Wasser bei 3,7 Grad siedet und verdampft. Die Energie für diesen Aggregatswechsel wird vom Absorber und Kühlwassersystem der Verbraucher entzogen. Somit das erste Fernkältenetz der Stadt um die Neubauten dort umweltfreundlich zu klimatisieren. 140 Tonnen CO²- Emissionen werden somit eingespart. Die benötigte Fernwärme die nur im Winter zum Heizen mit genutzt wird, wird so nun ganzjährig eingesetzt. Dieser Bauabschnitt was das Entnahmebecken betrifft ist nun fertig gestellt. Wieder ein Geheimnis gelüftet.

Donnerstag der 21.08.2014, Pegel etwa 180 cm, sonniges Wetter bei 20 Grad mit ein paar Wolken am Himmel. Endlich sitze ich wieder im eigenen Boot, nach den zwei Abstechern in Leihbooten auf der Altmühl und auf dem Bodden im Zingster Strom lassen mein Boot von der Bordoptik her schmal und kurz wirken, ich denke ich sitze in einen 14 Fuß Solo- Boot. Nach einigen Minuten gewöhnt sich das Auge und das Fahrgefühl wieder an das so vermisste. Ich bestreife förmlich meine Hausstrecke, nicht ganz aber zumindest bis zur Konrad- Adenauer- Brücke. Auf dem Weg ist etwas mehr Farbe am Ufer zu erkennen, auf dem Flussgrund sind wieder ein paar Fahrräder zu erkennen, der Donaustrand ist immer noch ist sehr verkrautet, darin tummeln sich immer noch unzählige kleine Fische, eine Spielstelle wenn ich stilles Fahrwasser bevorzuge, wird nun der schon bekannte nahegelegene Auwaldsee sein, den ich mit dem Bootsanhänger/Wagen nach etwa zwanzig minütigen Fußmarsch erreichen kann. Meine Tochter möchte morgen auch einmal in einem Kajak Platz nehmen, diesen Wunsch werde ich ihr wohl erfüllen müssen.

Das Donauwasserentnahmebecken für die grob oben schon beschriebene Kältemaschine kann ich nun erstmalig vom Boot aus in Augenschein nehmen, es ist auch ein Tummelplatz für natürliches und unnatürliches Treibgut geworden. Am Geländer des Donaustegs sind immer mehr Liebesschlösser ( mehr als 2000 Stück) vom Boot aus zu erkennen, die neu gestaltete Donaubühne mit Gastronomie wird mal mehr oder weniger gut besucht, die Sauberkeit auf der Bühne lässt in meinen Augen zu wünschen übrig. Kurz vor der Konrad- Adenauer- Brücke hat sich auch der Steinhügel mitten in der Donau auch wieder etwas verändert. In den unterschiedlichen Strömungsverhältnissen an und unter der Brücke nehme ich ein paar Spielereien vor, irgendjemand richtet seine Kamera auf mich, danach geht die Reise wieder zurück. An der Eisenbahnbrücke versuche ich vom Stromstrich aus mal etwas früher wie gewohnt ins Kehrwasser einzufahren, dort wo etwas weniger Platz ist, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.

Nachtrag vom 28.08.2014:

Die kontinuierliche Berichterstattung meiner siebenundfünfzig lehrreichen und spaßigen Bergausfahrten seit dem 22.03. 2013 wird nun von mir geschlossen,ich hoffe es hat etwas zur Unterhaltung beigetragen.

Bis bald, Kurzzeitkolumnistund Geisterpaddler Mike



„Offenes Kanu im grenzenlosen Kielwasser, Ballast und der Rest für andere“






Donaumike Offline




Beiträge: 993

09.10.2014 17:00
#87 RE: Bergtour IN antworten

Ein kurzer Bildbericht geht immer…

Meine Erstbegehung des Eilandes mitten in der Donau, danach die Besteigung und Überschreitung. Kann man dies so gelten lassen?

Eine sonnige Mittagspause etwas anders, der Verzicht auf eine warme Mahlzeit hat sich gelohnt.

Grüße, Mike




„Kanu und Wasser, der Rest kann behalten werden“

Donaumike Offline




Beiträge: 993

20.10.2014 11:51
#88 RE: Bergtour IN antworten



Diese Woche gab es ein paar Überraschungen; auf, über und am Ufer der Donau. Es ergab sich das ich erstmalig auf der rechten Seite des Brückenjochs der Eisenbahnbrücke eine Jet- Fähre ohne Welle spontan versuchte. Es reizte mich zu erfahren, ob es mir möglich wäre, ohne Paddelschläge die Donau an dieser Stelle zu kreuzen, ohne eine größere Abtrift! Der erste Anlauf gelang mir am besten, ich überquerte direkt unterhalb der Brücke die Stromzunge und driftete nur im Sektor unterhalb der Brücke ab, bis ich das jenseitige Ufer buchstäblich eroberte. Bei den anderen Anläufen triftete ich um einiges mehr ab, also blieb nicht direkt unter der Brücke. Danach ging es weiter bergauf Richtung Stadt. Beim zurückpaddeln unter der Eisenbahnbrücke flog ein Schwan direkt unterhalb hindurch, die Tauben die auf den Brückengerüst saßen wurden so aufgeschreckt, das es Federn auf mich herabregnete.

Am nächsten Tag auf dem Weg zur Brücke bemerkte ich ein sanftes Knacken, ich blickte auf acht Uhr zum Ufer, eine anmutige Hirschkuh spähte mich an. Ich paddelte überrascht sanft weiter, ich dachte mir „ein Foto wäre nicht schlecht“. Bis ich zum Auslösen kam drehte sich die Hirschkuh um und suchte das Weite. Ein Foto gibt es;(siehe oben) vielleicht ist doch noch ein winziges Teil der Hirschkuh zu entdecken.


Ich glaube, dies wird wohl eine einmalige Erscheinung dort an der Donau in den schmalen Auenstreifen, gut an/inmitten der Stadt gewesen sein. Später beim zurückpaddeln wurde ich noch mit öfters längeren Ausblicken auf einen Eisvogel und zwei Kraniche belohnt.
Die Fährenübungen hielt ich diesmal auf Film fest, die Filmchen zeigen nicht die halbwegs Gelungenen Anläufe, sie dienen aber gut für die Fehleranalyse.


Spontan filmte ich noch eine Kehrwasseraus und Einfahrt an der Eisenbahnbrücke unter dem linken Brückenjoch. Die Strömung war für die sonstigen Verhältnisse hier am Ort sehr gering, ich hoffe das es noch einiges zu verbessern gibt?

Hier das Filmchen:

http://youtu.be/UdwzgzG3wH4




Grüße, Mike

„Kanu und Wasser, der Rest kann behalten werden“

strippenziacha Offline




Beiträge: 664

21.10.2014 18:39
#89 RE: Bergtour IN antworten

Servus Mike,
ned aufgeben, is immer wieder interessant!
Und immer weiter Bilder liefern...neugierige Frage, mit was machst du deine Bilder?
Hast du da was Wasserdichtes?
Gruß

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

Donaumike Offline




Beiträge: 993

22.10.2014 14:22
#90 RE: Bergtour IN antworten

Servus Hans,

Danke Dir.

Erst gestern war ich wieder auf der Donau, die Hirschkuh zeigte sich leider nicht, aber ein Eisvogel begleitete mich, wie so oft wenn ich bergauf und bergab paddele. Letztes Jahr hatte ich mehr Biber gesichtet.
Kormorane sind oft zu sehen, ich werde vielleicht einen abrichten und auf dem Süllrand platznehmen lassen, sie taugen gut zum Fischfang…hatte ich mal gelesen…..

Also für die Angler, lasst die Routen zu Hause!!!

Ich habe noch nichts Wasserdichtes, ich nutze meist mein nicht neuestes Smartphone, eine Notlösung! Bei Nichtbenutzung ist es stets wasserdicht verstaut, nützt aber auch nicht viel wenn es mir aus der Hand rutschten sollte. Mit wasserdichten Hüllen wo man durchknipsen kann habe ich noch keine Erfahrungen gemacht, was die Bildqualität angeht….

Hier im Forum wurde auch schon vieles über wasserdichte/geschützte Bildmaschinen berichtet.

Grüße, Mike

„Kanu und Wasser, der Rest kann behalten werden“

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