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strippenziacha Offline




Beiträge: 664

22.10.2014 14:36
#91 RE: Bergtour IN antworten

Servus Mike!

Ja Eisvögel gibt es seit sie die befestigten Ufer aufgebrochen haben immer mehr, sie gaben überall in die entstandenen Steilufer ihre Nisthöhlen.

Fährst auch mit auf der Bernauer Fahrt?

Gruß

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

betasux Offline




Beiträge: 77

22.10.2014 15:58
#92 RE: Bergtour IN antworten

Hallo Mike,

wegen Smartphone und Wasserdicht hab ich da vielleicht was für dich (weiss ja nicht welches Model du hast) ich bevorzuge z.B. dieses hier iDry, weil es durch die Kordel immer griffbereit ist. Ein Kollege von mir bevorzugt diese Model Otterbox.

Beide Modelle sind Wasserdicht, wir haben die schon seit ca. 1 Jahr im Einsatz.

Gruss Frank

Treib den Fluss nicht an,
lass Ihn strömen.
>Laotse<

Donaumike Offline




Beiträge: 993

20.11.2014 11:06
#93 RE: Bergtour IN antworten

Zeitmaschine Kanu

Ich sitze im Kanu nachdem ich wenige Kilometer Bergfahrt hinter mich gebracht habe und schaue oft von der Donau aus Richtung der im Herbst 2011 zufällig freigelegten Eselsbastei, einem Puzzleteil der ersten Landesfestung, deren bauliche Existenz nicht mehr bekannt war.

Ich denke mir wie war es damals in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges?

Über die Uferböschung schleicht der Qualm der Pulverdämpfe auf die Wasseroberfläche hinab, die Sicht ist knapp vor dem Orientierungslos sein, dazu ist es noch Nacht. Die Konturen der Stadt sind vom Feuer einzelner brennender Häuser verzerrt zu erahnen. Der Rauch kriecht durch die Gassen der Stadt. Die Kanonen schweigen nicht. Hier und da ein Geplänkel das mit Donnern, Knallen, Trommeln, Rufen und Schreien durchwachsen ist. Es wird ruhiger, der Ansturm gegen die zwei Brückenköpfe ist zu ende.

Der eine Brückenkopf war das Donautor (nicht mehr existent), jetzt Konrad Adenauer Brücke, und der zweite Brückenkopf war die Schiffsbrücke (nicht mehr existent), gegenüber des Neuen Schlosses, nahe der angrenzenden Bastion Eselsbastei zwischen heutigen Donausteg und der Eisenbahnbrücke.


Ja, der Schwedenkönig Gustav Adolf stand vor den Toren Ingolstadts, sein Hauptpartier lag nicht weit weg von hier, gerade mal fünf Kilometer entfernt, in Oberstimm. Am 29. April 1632 scheiterte ein nächtlicher Angriff der Schweden vor den Brückenköpfen Ingolstadts. Bei einem Erkundungsritt Richtung Ingolstadt am darauffolgenden Morgen des 30.04.1632, traf eine Kanonenkugel, die von der in etwa 1400 m weit entfernten Eselsbastei abgefeuert wurde, den Schimmel des Schwedenkönigs, an deren selbigen Platz sich eine Hinrichtungsstätte von 1584 bis 1808 befand. Der Schwedenkönig kam leicht verletzt davon. Nun steht der Schwedenschimmel als das älteste Tierpräperat von Europa im Stadtmuseum von Ingolstadt.

Gustav Adolf ging es nicht um die Eroberung Ingolstadts, er wollte nur die Brücken/ Brückenköpfe, um die Stadt von der Donau und vom Süden her von der Versorgung abzuschneiden. Die Festung Ingolstadt trotzte den vergangenen Siegen des Schwedenkönigs Gustav Adolf, dieser Tag wird in Ingolstadt nicht gewürdigt!
Am selbigen Tage (30.04.1632) starb in Ingolstadt Graf Tilly, Heerführer der Katholischen Liga und kaiserlicher Feldherr an den Folgen einer schweren Verwundung, die er bei der Verteidigung des Lechübergangs bei Rain sich zugezogen hatte. Es wird berichtet, dass Gustav Adolf, Tilly einen guten Arzt empfohlen hatte.


Am frühen Morgen erwachte die Müde gezeichnete Stadt durch Kanonendonner der Eselsbastei. Die Kanonenkugeln zischten über die Donau, daraufhin zogen die Schweden ab.

Gustav Adolf kam bei der Schlacht bei Lützen, nicht weit weg von Leipzig, am 16. November 1632 bei einem Reiterangriff um sein Leben. Es wird berichtet, dass er die Orientierung durch den Nebel des Spätherbstes und dem Pulverqualm verloren hatte….

So wie die Schweden ziehe ich nun ebenfalls Richtung Osten ab, sie auf dem Landweg, ich auf dem Wasserweg.

Ein kaum wahrnehmbares Geräusch am Ufer, ein Klatschen, ein kurzer Schreck, ein Biber holt mich aus der dunklen Vergangenheit in die helle Gegenwart zurück, zum Glück. Ein bekannter bunter Eisvogel zeigt mir die Richtung in den sicheren Hafen.


Eine kurze Geschichte; von Geschichte.(Quellen: zu viele…)

Den Ausblick (letztes Foto) vom neunen Schloss über die Eselsbastei zur Donau, könnte auch Napoleon riskiert haben..



Grüße, Mike

„Frieden, Wasser und Kanu, der Rest kann behalten werden.“




„Kanu und Wasser, der Rest kann behalten werden“

Donaumike Offline




Beiträge: 993

18.12.2014 14:31
#94 RE: Bergtour IN antworten

Donau, Donaustrand Ingolstadt, Donaustrandlager und Donauwelle

Ja, das Wetter kann ich mir nicht aussuchen, obwohl sechs Grad plus, mit einem Hauch von Nieselregen kann ich leben, um nur das eine verfügbare Zeitfenster heute, für meine letzte Bergfahrt dieses Jahres auf der Donau gebührend abzupaddeln.

Ich belade deshalb mein Kanu mit Sack und Tonne und mache mich auf dem Weg Richtung bergauf zur Staustufe. Siehe da, das Wetter wird besser, etwas blau ist auch zu sehen. Von Landgängen weiß ich, dass sich das rechte Ufer, gegen die Strömung aus gesehen, unterhalb der Staumauer durch Renaturierung verändert hat. Weit hinter der Staustufe wird / wurde eine Fischtreppe errichtet. Über das Donaustrandufer unterhalb der Staustufe hatte ich schon mit Text und Bildmaterial berichtet, jetzt schaut es ja anders aus, wie es auf den Schnappschüssen zu erkennen ist. Es wurde halt einiges an Wald/Bäumen gerodet. Der Strand bietet sich für eine Pause und mehr an. Mit meiner Frau und meiner Tochter wollen wir dort nächstes Jahr grillen, ich fahre natürlich auf dem Wasserweg und sie mit dem Fahrrad, ich übe nun heute schon mal im Voraus.

Auf dem ersten Teilstück ist ein Eisvogel meine Vorhut, es lässt sich auch nicht übersehen das der Biber vor der Stadt keinen Halt macht. Auf dem Weg nach oben konzentriere ich mich auf meine Paddeltechnik, nicht so weit vorne eintunken macht sich wohl doch bezahlt, bin auch um einiges fixer wie sonst, gut der Pegel meint es mit seinen um die 162 cm auch gut mit mir. An den Brücken nutze ich natürlich die Strömung und die Kehrwässer kurz für Paddelmanöver aus.
An der Konrad- Adenauer- Brücke muss ich eineinhalb Anläufe machen um durchzukommen, in dem Moment kommen auch ein paar Jugendliche unter die Brücke, Erinnerungen werden wach, wo ich damals mehrmals beschossen wurde bei meinen Durchfahrversuchen, die waren aber ganz brav. Mein Boot und die nicht „ohne“ Strömung, War aber nicht so brav, um ein Haar wäre ich auf größere Wachersteine getriftet, das wäre bestimmt nicht gut ausgegangen, glücklicherweise wählte ich an den Brücken vorher mein Paddel fürs Grobe.

Kurz vor dem Ziel begleitet mich wieder ein Eisvogel, am Ziel angekommen, muss ich feststellen, dass ich für die etwa vier Stromkilometer etwa 55 Minuten gebraucht hatte, für mich eine gute Zeit ohne Paddelstress aufkommen zu lassen.
Am Kiesstrand angelegt, rüste ich sofort die Ausrüstung ab, baue mein Tarp auf, lege zwei Feuerstellen an, stelle auch fest, dass ich beim Lageraufbau etwas aus der Übung gekommen bin. Danach esse einen kleinen Imbiss, trinke Tee und später lege ich eine Donauwelle aus Fleisch auf das Grillgitter, ich dachte immer es gibt dies nur als Törtchen. Während dieser Mittagspause fängt es an etwas mehr zu nieseln, Grillschale, Gitter und fasst fertige Donauwelle wandert nun unter meinen Wetterschutz. Nach dem leckeren Schmaus baue ich zügig ab. Nach diesen zwei Stunden Landaufenthalt lege ich wieder ab. Bei der Talfahrt begegnete Ich noch ein Biberduett, und auf den letzten 500 Metern begleitet mich wieder ein Eisvogel sicher in meinen Hafen.

Allen Lesern frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, bis nächstes Jahr…..

Grüße, Mike.




„Kanu und Wasser, der Rest kann behalten werden“

Biki Offline




Beiträge: 119

18.12.2014 22:20
#95 RE: Bergtour IN antworten

Wie immer: gerne gelesen. Danke!

Dir auch einen guten Rutsch und paddelfrohe freie Tage

WildFlower Offline



Beiträge: 4

21.12.2014 11:57
#96 RE: Bergtour IN antworten

Hallo Mike,
hört sich nach einer tollen Tour an, ist schon schön, was du alles unterwegs gesehen und bildlich festgehalten hast.
Klar das Wetter hätte besser sein können aber man sollte es immer positiv sehen, das Wetter hätte auch viel schlechter sein können.
Besonderes Glück hast du ja mit dem Eisvogel gehabt, der hat dich ja gleich 2 mal für lngere Zeit begleitet.
Ist dir das schon öfter auf Fahrten passiert, dass dich ein Eisvogel begleitet hat. Ich sehe nur sehr selten Eisvögel.
Ich bin ja nochmal neugierig, da ich auch nur Donauwelle als Kuchen kenne, warum heißt dieses Stück Fleisch genauso?

Danke für deinen Interesanten Bericht und für deine Wünsche.

Ich wünsche dir auch frohe Weihnachten und komm gut ins neue Jahr!

Gruß Christina

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.915

21.12.2014 13:49
#97 RE: Bergtour IN antworten

Auch Dir, weiterhin viele gute Tage am Wasser, W

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

Donaumike Offline




Beiträge: 993

08.01.2015 07:10
#98 RE: Bergtour IN antworten

Gesundes Neues spannendes Paddeljahr allen Lesern und Forum-Mitgliedern.

Hallo Christina,

„Biki“ (Autorin der netten Nachricht über deiner netten Nachricht), hat mir meinen ersten Eisvogel gezeigt, das war auf der Spätherbstlichen Paddeltour auf der Altmühl.

Meinen ersten Eisvogel auf der Donau enddeckte ich bei meiner 46. Bergfahrt. Während der Baumdschungeltour auf der Abens Durch die Abens im Baumdschungel konnte ich meiner Tochter ihren ersten Eisvogel zeigen. 2014 kam ich oft in den Genuss Eisvögel zu beobachten, Neujahr gelang es mir unverhofft auch(siehe folgender Bericht).

Um Deine Frage zum Thema „Donauwelle“ zu beantworten, habe ich die brisante Fleischtheke noch einmal aufgesucht. Ich nenne es mal so, es war ein spaßiges und doch ernstes Eintagsfliegen-angebot, das den richtigen an diesem Tage getroffen hatte, es war eine Marketing- Idee.
(Sorry für die verspätete Antwort, konnte nicht rechtzeitig Antworten)



Neujahr, weiße Ausfahrt 1 /2015

Null Grad, erster Januar 2015, unkomplizierte Strömung.

Endlich ist es soweit, ich darf / kann mein Kanu leichten Fußes zur Einsatzstelle erstmalig ziehen wie ein Schlitten! Es geht locker und flockig. Wenn genug Schnee liegen beliebt, kann ich andere Aktionen ins Auge fassen, mein Aktionsradius so erweitern. Dass es hier in Ingolstadt etwas Schnee gibt nehme ich als wahres Geschenk des Winters an, für andere ist es General Winter, für mich ein behaglicher Witz, wenn man es anders von der Heimat kennt.

Ich fühle mich im Schnee richtig wohl, umso mehr wenn die Bäume richtig vom Weiß bedeckt sind, es könnte noch viel mehr sein. Ich war schon einige Male vor kurzen mit Familie rodeln, aber nicht mit einem Kanu.
Die steile Einsatzstelle verleitet mich diese als Rodelbahn zu benutzen, es könnte klappen, letztendlich möchte ich ja paddeln und lasse davon ab. Später denke ich: Gut oder schlecht meinen Trocki nicht angelegt zu haben? Es wird sich sicher irgendwann wieder ergeben.

Es geht bergauf, ich genieße die seltene weiße Kulisse, ein Relikt aus der Neujahrsnacht klopft fasst an meinen Bug, später zwei Sektflachen. Die eine Flasche diente kurz als Hilfsboje um meine Verankerung meines Paddelblatts zu überprüfen, ich bin zufrieden, wenig Später sind Rakete und Flaschen Ballast im Boot geworden. Ich lasse mir richtig Zeit, kreuze die Donau, beobachte und fotografiere einen Greifvogel und anderes aus der Vogelwelt am Himmel, schaue einen Graureiher nach, der durch einen weit entfernten verspäteten Feuerwerksknall aufgescheucht wurde. Ich vermisse schon den mir bekannten Eisvogel. Nach einer Weile klinke ich mich in die Strömung ein und paddle bergab. Siehe da, auf den Eisvogel ist doch Verlass. Direkt vor mir fliegt er los, ich muss ihn aufgescheucht haben, daraufhin lässt er mich mit meinem Kanu wie so oft auf etwa fünfundzwanzig Meter herankommen, bis er wieder das Weite sucht. Das Spielchen geht eine ganze Weile, bis er keine Lust mehr hat und das jenseitige Ufer aufsucht. Bei dem Überflug gelang es mir den Auslöser zu betätigen, auf dem Foto erkenne ich leider nichts.

Fragen in die lesende Runde? Welcher Greifvogel ist auf den Foto zu erkennen, der über der Donau kreist? Welche Vogelschar ist auf den Himmelbild zu erkennen? Vielen Dank!

Grüße, Mike






„Kanu und Wasser, der Rest kann behalten werden“

Donaumike Offline




Beiträge: 993

09.01.2015 13:35
#99 RE: Bergtour IN 2/2015 antworten

Donnerstag, 08.01.2015, gegen 13:15 Uhr, Pegel 246 cm, Tendenz steigend, Tauwetter bei um die vier Grad Plus.

Ein neues Kanu, nur für mich, hoch oben nicht weit weg neben den Bootsregalen, es ist noch nicht ganz vollendet, man erkennt schön die Bauweise, ein gutes Zeichen.

Nach über zweihundert Doppelschritt, geschultert mit Kanu, bin ich am schlüpfrigen Einstieg. Man erkennt sofort, dass die Donau vor ein paar Tagen Hochwasser (über 420 cm) führte. Es ist auf dem steileren schmierigen Untergrund Vorsicht geboten um sicher ans Wasser zu gelangen, meine Paddelstiefel sind zwar dafür gedacht, glatt ist es trotzdem.

Ich fahre wie gewohnt bergauf, die flotte Strömung gewährt mir schon vorzeitiger einige Spielerein durchzuführen, sonst müsste ich weiter bergauf paddeln. Der Eisvogel zeigt sich auch wieder, immer wieder schön anzusehen, diesmal fliegt er etwa einhundert Meter voraus, ich schließe auf ihn knapp auf, bis er wieder etwas voran fliegt. An dieser Stelle giere ich auf das jenseitige Ufer. Dort am ersten Donaustrand / Bucht, bewerkstellige ich noch ein paar mehr oder weniger nicht gelungene und gelungene Paddelkunststückchen.

An der Schlüsselstelle (Eisenbahnbrücke) trennt sich die Spreu von Weizen, oder Die Rinde vom Stamm, wenn man noch im Anfangsstadium der Paddelzunft ist, dazu gehöre ich natürlich auch. Bis zur Schlüsselstelle bin ich mit dem Kanu nicht gekommen, aber mit meinem Fahrrad auf den Nachhauseweg schon.

Leider muss ich einsehen, dass ich meine angestrebte Paddelbilanz für das Jahr 2015, nicht an Axels vergangene Paddelbilanz von 2014 anknüpfen kann, aber dennoch bin ich durch seinen informativen schönen Blog hoch motiviert, um zumindest etwas näher heranzurücken.

Grüße, Mike




„Kanu und Wasser, der Rest kann behalten werden“

strippenziacha Offline




Beiträge: 664

09.01.2015 17:51
#100 RE: Bergtour IN 2/2015 antworten

Servus Mike!

Schöne Eindrücke....Spreu oder Weizen, gehör eher zum Ausschuß, Spaß machen muss es...des is die Hauptsach!!!

bin so frech und steuert ein paar Donaubergauffotos vom 03.01. bei. Eine kleine Runde die durch Regen, Schnee und dann durch eine trockene Höhle unterbrochen wurde für eine Kaffeepause.
Hab auch einige Anläufe um die stark umströmten Buhnen gebraucht. Schön wars trotzdem trotz patschnass noch heimradeln und Boot vom Schnee befreien :-)




Gruß

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

Donaumike Offline




Beiträge: 993

12.01.2015 07:25
#101 RE: Bergtour 2015 antworten

Servus Hans!

„Trenne Schuss von Aus, setze erlesen hinter Aus, Ein Schuss ins Weiße, auf dieser Weise, für eine solch schöne weiße Reise.“ (Mike)

Freut mich, dass es dich getrieben hat Richtung Ingolstadt, bergauf zu paddeln. Vielleicht kann dies einmal in Zukunft umgesetzt werden, in zwei Tagen sind die 42 Stromkilometer bei günstigem Pegel zu schaffen.

Zur fasst gleichen Zeit wo du unterwegs/ draußen warst, hat es in Ingolstadt, innerhalb von 60 Minuten, um die 25 cm Neuschnee gegeben, ist aber leider danach wieder weggetaut.
Ja die Buhnen sind nicht so ganz ohne, ich hatte in etwa den selbigen Pegel damals bei meinen Donaudurchbruch-Durchzug.

Viele Grüße, Mike

„Kanu und Wasser, der Rest kann behalten werden“

Donaumike Offline




Beiträge: 993

13.01.2015 13:34
#102 RE: Bergtour 3 / 2015 antworten

Rekordpegel

Montag, 12. Januar 2015, gegen 13:15, Pegel 344cm, schwache bis mäßige Brise aus Südwest und Nord, bei fünf Grad plus.
Rekordpegel für mich auf der Donau im Kanu, etwa einen Meter höher wie letztes Mal, und der war auch nicht niedrig.

Der Fahnenlose Flaggenmast vorm Bootshaus gibt klangvolle Geräusche von sich, eine Art Begrüßung oder Warnung. Rasch ist mein Kanu auf der Schulter, eine Windböe lässt mich mit dem Kanu wanken und damit einen Halbkreis durch die Luft ziehen. Ich denke: Was wird das auf dem Wasser erst werden? Die straffe Strömung kommt ja auch noch dazu. Ich möchte mehr über mein Kanu und über meine Hausstrecke erfahren.

Im Kanu nun kniend von der Donau aus ist die Aussicht eine andere, sonst schaue ich der Böschung hinauf, diesmal bin ich fasst oben angelangt und kann hier und da erstmalig darüber sehen.
Ich paddle sehr knapp am Ufer, mehrere Biberpfade werden vom Kanu gestreift, ich hoffe keinen aufzuschrecken, ich würde sicher ins Wasser fallen. Vegetation aller Arten muss ich umfahren, um voran zu kommen. Bei diesen mehreren Abstechern in die flotte Strömung wird einiges an Paddelfrequenz abverlangt, dabei komme ich träge voran. Dann heißt es wieder zum Ufer zu steuern, dabei ist die Abtrift so stark, das ich fast in die Sträucher, Hecken, Äste, Bäume hineingetrieben werde.
Jetzt möchte ich über die Donau, die Seilfähre ist einiges zügiger wie sonst, die Abtrift aber auch. Mitten auf der Donau treffen Böen das Kanu, das Kanu reagiert sofort, ich steigere meine Paddelfrequenz um meinen Bootswinkel wieder zu korrigieren, nehme aber dadurch noch mehr Fahrt auf, kurz muss ich mein Körpergewicht gegen die Böen stemmen um das Kanu in der Spur zu halten, vielleicht ein Fehler?, ist aber gut ausgegangen. Eine Paddelstütze hätte bestimmt meinen Bootswinkel ungünstiger gestellt, um das Ufer in einem guten Winkel anzusteuern. Das Ufer kam dabei fixer näher wie gedacht, die Strömung wird jetzt auch noch heftiger, die Fahrt ist für mich etwas zu schnell. Ich erkenne, dass die Strömung scharf am Ufer vorbeischnellt und dies unter Ästen, Baumstümpfen und weiß Gott noch was. Es schaut nach einen Prallwandufer aus, das mir der hohe Pegel beschert hat. Meine Fahrt wird immer schneller, die Abtrift umso mehr, es gibt kein Zurück. Ich düse an dem Baumhindernis vorbei und klebe dahinter in einem winzigen Kehrwasser fest, geschafft, ich atme durch und denke: „nur nicht übertreiben“. Knapp hinter mir, weitere Hindernisse.

Ich paddle weiter bis zum Donaustrand/ Bucht, als mein erkorenes Ziel, sonst meist mein Zwischenziel. Auf den letzten Metern muss ich ständig meine Paddelseite wechseln um mit größtem Einsatz in die Bucht zu gelangen. Ich stelle u.a. fest, ich muss bei dieser Art zu paddeln, viel präziser und schneller werden, eine Art „Sicherheitspolster“, wenn es nötig wird.

Der Anblick der Bucht gefällt mir besser wie sonst, der breite Kiesstrand ist mit Wasser überspült. Ich bin, wenn ich mich erinnere, noch nie dort angelegt. Ich benötige eine Pause und lege an der Grasnarbe erstmalig an. nach einiger Zeit nutze ich die Strömung für ein paar Kehrwassermanöver um wieder heil in den Donaustrand/ Bucht zu gelangen. Bei der sehr flotten Abfahrt visiere ich noch drei Kehrwasser an und finde auch mit Glück ein gutes Timing um gut dort anzukommen. Das Kanu dreht durch die Strömung zügiger wie sonst.

Grüße, Mike



Bildreihenfolge ist vom letzten Bild nach oben die richtige Reihenfolge.


„Kanu und Wasser, der Rest kann behalten werden“

strippenziacha Offline




Beiträge: 664

13.01.2015 20:15
#103 RE: Bergtour 3 / 2015 antworten

Servus Mike!

Völlig neue Perspektiven und Ausstiegsstellen tun sich auf :-)

Meine Erste Tour im Solo war auch im Maisfeld während einem Hochwasser...

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

docook Offline




Beiträge: 884

14.01.2015 08:54
#104 RE: Bergtour 3 / 2015 antworten

Moin Mike,
ein schönes Beispiel, wie auch ein Großfluß, bei genügend Kubikmeter Wasser, sein Aussehen verändert. Hier, im Norden, liegen die kleineren und mittleren Flüße (nach über einer Woche fast immer Daueregen) alle bei oder über der ersten Hochwassermeldestufe (Bildbeispiel Mittellauf Wümme Sommerpegel 0,4m, jetzt 2,5m).
Viele Grüße
docook

Info für die "Holzwürmer" unter uns:
6. Holzkanadiertreffen 19.6. – 21.6.2015 DAS ORIGINAL in Ritterhude. Infos siehe hier im Forum im eigenen thread

Angefügte Bilder:
CIMG0006.JPG  
Donaumike Offline




Beiträge: 993

16.01.2015 14:16
#105 RE: Bergtour 4 / 2015 antworten

Murrikka und vierte Bergfahrt im diesem Jahr

Morgens meine erste Murrikka aus dem Norden kommend abseits des Weges vom Paketmann erobert. Wenig später am Bootshaus eingebrannt und erstmalig darauf gebraten. Die Murrikka wurde von mir stark erhitzt, sie ist leicht verzogen, stört mich aber nicht, das Essen hat geschmeckt.Das eine Foto zeigt die Murrikka nach der Reinigung.

Wenig später ging es auf die Donau, der Pegel von 260 cm (fallend) forderte mich höher hinauf zu paddeln wie beim letzten Mal. So bot sich wieder an, an einer anderen Stelle erstmalig anzulegen.
Auf dem Weg dorthin und zurück, bemerkte ich, dass ich bei der Rückholphase des Paddels, mein Paddel kurz im Wasser Streifen lasse und so recht sauber auf Kurs bleibe. Meine Frequenz kann ich auch so gut erhöhen, ich glaube daran muss ich weiter arbeiten. Ich bin mir sicher, dass ich bald ein Jagdpaddel benötige.

Schönes WE!

Grüße, Mike


„Kanu und Wasser, der Rest kann behalten werden“

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