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Dieses Thema hat 261 Antworten
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 Tourenberichte
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Donaumike Offline




Beiträge: 993

11.07.2013 08:15
#31 RE: Bergtour IN / Kelheim antworten

Servus Hans!

Danke.

Zitat von Quelle: Bootswandern im Naturraum Donautal

„Aufgrund der schwierigen Strömungsverhältnisse im Donaudurchbruch wird Anfängern empfohlen, die Bootstour am besten in Stausacker …..zu beenden.“

Dies gilt für die Talfahrer, Du probierst es ja bergauf, in einer anderen Kategorie als wie meine Wenigkeit in Ingolstadt, mein Respekt gebührt Dir mehr.

Ich werde im September wieder Richtung Donaudurchbruch starten und auf eine Pause in Weltenburg verzichten, um längere Zeit im Donaudurchbruch selber mit dem Boot zu verbringen.

Gruß, Mike

strippenziacha Offline




Beiträge: 664

11.07.2013 09:10
#32 RE: Bergtour IN / Kelheim antworten

Servus Mike!
Liegt wohl ned am Donaudurchbruch, eher an mir :-)
Da paddeln ganz andere Typen rauf, is momentan auch a bisserl ungewohnt allein im SoloPlus da rauf ackern, den packt jede kleine Querströmung ruckzuck...aber der Wasserstand fällt ja...so besteht noch Hoffnung :-)

Muss mich auch mal wieder runtertreiben lassen so ab Vohburg oder so...lange nimmer gemacht...die Fähre in Einig ruft :-) Kannst dich ja anschließen der Verein macht im August eine Nachtfahrt ab Eining...wenns Wetter passt eine Schau...mit Laternderl, ect.

Vielleicht sieht man sich ja...

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

Donaumike Offline




Beiträge: 993

15.07.2013 13:59
#33 RE: Bergtour IN / Nr.16 antworten

„Alea iacta est”, aber diesmal nicht bei der Überschreitung des Grenzflusses Rubikon, sondern die Grenzverschiebung an der Schlüsselstelle der Eisenbahnbrücke bergauf.

Durch den Pegel von 185 cm, wollte ich diesmal die Kehrwasserfahrten an der Eisenbahnbrücke ausloten, durch eine andere Trimmung des Bootes durch Sitzverstellung von zwei Zentimetern nach hinten.

Die Bergfahrt ging verständlicherweise noch zügiger wie sonst. An der Eisenbahnbrücke gelang mir mehrmals das Ausschlingen aus dem Kehrwasser so, dass ich zügiger wie sonst die Wende im Strom vollzog. Es lag auch daran, dass dieses Mal die Verschneidungszone besser überfahren wurde und und die Trimmung etwas günstiger war. Es war ein stetiges hinauf und heran tasten an den Steinen vorbei um schließlich immer besser eine günstige Position zu finden.
Ich probierte die Durchfahrt des Brückenjochs, was bei dieser Strömung unmöglich war. Ich wagte an der rechten Seite des anderen Jochs noch wenige Male das Ausschlingen aus dem Kehrwasser und die wohl unmögliche Durchfahrung des Jochs, wo die Strömung in der Mitte wohl stärker scheint wie auf der anderen, mir vertrauteren Seite. Ich versuchte am rechten Ufer, so weit wie möglich hoch zu fahren, knapp an riesigen verborgenen Steinen vorbei. An einer Stelle schien das Wasser etwas seichter mit weniger Strömung, gerade so dass ich noch etwas höher fahren könnte und konnte. Ich fuhr im Schneckentempo weiter, musste ständig den Kurs korrigieren durch Ziehschläge zum Bug hin, auch übergegriffen, was sich für eine gute Methode dort herausstellte. Nun musste ich über die Verschneidung fahren, ich fuhr so weit rechts, wie es mir möglich war, fuhr darüber und paddelte wie ein Wahnsinniger schleichend immer höher bis ich das für mich anfangs unmögliche erreichte. Die Durchfahrt war geglückt, die Freude laut.

Ich paddelte weiter, dachte an die schöne Zeit des vierjährigen, 35 Minütigen Kindergartenweges mit meiner Tochter zusammen, vorwiegend zu Fuß bei Wind und Wetter, teils dort der Donau entlang. Ich paddelte unter dem Donausteg hindurch, an der Donaubühne und an der Bootsanlegestelle vorbei, Richtung Konrad- Adenauer- Brücke. Dort sind diesmal die Steininseln / Untiefen zu erkennen. Dort sind die Strömungsverhältnisse ideal zum Üben. Es macht einfach Spaß dort, das Boot aus und in die Kehrwasser zügig zu fahren. Die Strömung ist nicht gering aber auch nicht zu stark, das Boot mag dort die Strömungsverhältnisse sehr und nimmt so richtig Fahrt auf.
Eine Durchfahrung der Brücke dort, habe ich auf ein anderes Mal verschoben. Ich fuhr kurz zur Donaubühne bergab, nach einer kleinen kurzen Brotzeit paddelte ich hinab. So sind im Nu wieder 150 Minuten vergangen.

Grüße, Mike




Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

15.07.2013 16:01
#34 RE: Bergtour IN / Nr.16 antworten

Wieder ein Stein im Puzzle.
LGW

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

Donaumike Offline




Beiträge: 993

17.07.2013 09:20
#35 RE: Bergtour IN / Nr.17 antworten

Wer ist hier der Gejagte, Mensch oder Biber?
Am selbigen Abend, wo mir die Durchfahrt an der Schlüsselstelle erstmalig gelungen ist, nahm ich mir die Zeit, für ein 55 Minütiges Abpaddeln des Tages.
Ich paddelte in der Dämmerung still und heimlich bergauf, anfangs kurz blind gegen die Sonne, weil ich wie immer, die obercoole Sonnenbrille vergessen hatte, um in den rettenden Schatten der Flora zu gelangen. Die fliegende Fauna wirbelte überall um mich herum, gut dass ich vorher mit Schutz für dieses Vorsorge getroffen hatte.
Auf einmal sah ich, wie sich etwas aus dem Wasser aufraffte um ans Ufer zu gelangen, anfangs glaubte ich, dass es ein ausgewachsener Mensch sei. Ich fuhr näher und erspähte einen riesigen Biber der sich an einem höheren Ast zu schaffen machte. Ich fuhr lautlos näher, war überrascht überhaupt so nah heranfahren zu können und zugleich betroffen wie riesig so ein Tier sein kann. Es war schön anzusehen aber zugleich etwas unheimlich. Ich dachte der Biber muss doch das gelbe auffällige Boot endlich erkennen. Ich vergaß dass es auch Tarnkappenboote gibt, wo wohl die Farbe keine Rolle spielt. Einen Augenblick später bekam er Wind und ließ sich, nahezu lautlos ins Wasser gleiten.
Ich fuhr weiter und wenige Minuten später sah ich einen anderen Biber dieser Biberfamilie am Ufer hocken, der mich frühzeitiger erblickte, obwohl ich auch sehr nahe mich herantasten konnte. Ich dachte, Tierfilmer müsste man sein.
Ich fuhr mit mehr Abstand vom Ufer aus weiter, in der Annahme vor mehr Überraschungen gewappnet zu sein, auch um die jungen Enten nicht zu stören. Ich schaute nach hinten und sah etwas im Wasser, so in etwa wie ein kleinerer Ast, konnte mich aber nicht erinnern, dass mir so etwas entgegen gekommen ist. Ich schaute genauer und sah wie eine Bibernase wenige Bootslängen hinter mir, die Verfolgung auf mich wohl aufgenommen hatte. Ich drehte langsam das Boot, um das für mich unbekannte Rendezvous mehr im Blick zu haben. Der Biber tauchte wenige Augenblicke später ab.

Am nächsten Morgen machte ich mich etwas schlau über Biberkontakte. Das Extrem, leider sind schon Menschen von Bibern angegriffen worden und auch dabei zu Tode gekommen.

Gruß mit Flosse, Mike

Donaumike Offline




Beiträge: 993

17.07.2013 11:24
#36 RE: Bergtour IN / Nr.18 antworten

Tour zum noch unbekannten unscheinbaren verborgenen antiken Schiff der Kelten oder Römer?

Dienstag der 16.07.2013, bei guter früher Zeit und einem Pegel von 174 cm, mache ich mich erstmals auf dem Weg, mit Bootswagen! bergauf Richtung Donaubühne, am angrenzenden Klenzepark, um dort die Spielmöglichkeiten, umso mehr auszunutzen. Die Bootswagenfahrt, teilweise auf dem Hochwasserdamm und auf dem asphaltierten Teilstück des Fußweges mit etwas Gefälle, wo der Bootswagen von alleine rollt, dauert nur 25 Minuten. An der Donaubühne angekommen, mache ich das Boot an einem schattigen Platz klar, schließe meinen Bootswagen ab und laufe etwas später mit Kurs, bergauf zur Konrad- Adenauer- Brücke, aus. Durch die etwa zehn Zentimeter weniger Pegel erkennt man umso mehr die Untiefen an den Kiesbankrändern, und die zahlreichen Holzpfähle unter Wasser, der Reihe entlang bespickt aus vergangenen Zeiten, die vielleicht vom Brückenbau her stammen, für die mittige Brückenpfeilergründung oder wie schon so lange vor Jahren von mir, von der Brücke aus beobachtet und erahnt, die Holme eines antiken Schiffs von Römern oder Kelten? Wenn es doch so sein sollte, dann sind wohl alle etwas Blind für solches, auch wenn an vielen Ecken hier und da in dieser Region und Stadt, so oft gepuddelt wird.
Ich erkunde und lote förmlich mir die möglichen Fahrwasserrouten, zwischen den Kiesbankuntiefen und antiken Hindernissen ab, für Zeiten, wo der Pegel noch singt oder steigt. Diese langsamen Fahrmanöver entpuppen sich als gute sensible Übungseinheit, weil die Strömungsverhältnisse dort so unterschiedlich sind. Ich fahre wie am Vortag, oft aus dem Kehrwasser in die Strömung, in unterschiedlichen Winkeln, Geschwindigkeiten, Positionen usw. hinein und wieder zurück. Ich spüre sofort, wie so oft, den wenigen Pegelunterschied vom Vortag am Fahrverhalten des Bootes. Eine spontane Durchfahrung dieser Brücke, gelang mir noch nicht. Nach einer geraumen Weile fahre ich stromab.
Den Bootswagen lies ich zurück, nahm ihn bei der Heimfahrt auf halben Wege vom Bootshaus aus, mit dem Fahrrad! wieder mit nach Hause.

Gruß, vom Archäologe … Mike

Donaumike Offline




Beiträge: 993

22.07.2013 14:08
#37 RE: Bergtour IN / Nr.19 antworten

Mit einem Biber auf Augenhöhe und eine Brücke weiter.

Freitag der 19.07.2013 gegen 19 Uhr und einem Pegel von 175 cm, mache ich mich auf dem scheinbar unbeschwerten Weg. Guten Gewissens, weil es noch sehr sonnig und hell ist, fahre ich knapp am stellenweisen zerklüfteten, steinigen, urigen, eingebrochenen und verwilderten Ufer entlang. Die Bergfahrt ist frei und unbeschwert, schön den wenigen Tropfen nachzusehen, die ins Wasser vom Paddel gleichmäßig hinabregnen.
Plötzlich erscheint lautlos ein großer Biber aus dem Nichts, wir sind etwa vom Boot aus nur drei Meter voneinander entfernt. Wir starren uns auf gleicher Höhe an, ich bin kurz starr vor Schreck. Er grunzt mich an, so in etwa wie ein Wildschwein. Er springt in meine Richtung ins Wasser, scheinbar mir fasst ins Boot hinein und ist schon dort wo ich blitzschnell mein Paddel ins Wasser tauche um schnell das Weite zu suchen. Das Boot ist in diesem Moment durch meinen Schreck sehr unruhig, dreht aber schnell ab. Der Biber ist mir achtern unter das Boot getaucht.
Nach dem Schrecken setze ich meinen Weg vom Ufer etwas weiter entfernt fort. Kurze Zeit später sichte ich den zweiten Biber, der am Ufer sitzt und darauf sich ins Wasser gleiten lässt.
Diesmal gelingt mir erstmalig, rechts bergauf die Durchfahrung des Brückenjochs der Schillerbrücke.
Kurz vor der Eisenbahnbrücke sichte ich den dritten Biber, der zügig vor meinen Bug in etwa 20 Metern Entfernung meinen Kurs kreuzt.
Diesmal glückt mir auch erstmalig die Durchfahrung der Eisenbahnbrücke bergauf, auf der kniffligen linken Seite.
Ich setze meinen Weg fort bis ich an der Konrad- Adenauerbrücke angelangt bin. Dort übe ich häufig die Kehrwasseraus und Einfahrten.
Ich versuchte auch dort erstmalig mit ernsten Absichten die Durchfahrung der Brücke auf der linken Seite bergauf, an der Brückenpfeileraufschüttung entlang. Während dessen schiebt die Strömung das Boot fasst auf die steinige Aufschüttung teils Unterwasser bzw. Gründung des Brückenpfeilers. Die Situation bekam ich grad so in den Griff. Die Durchfahrung glückte auch dort, die Freude war riesig und lang anhaltend. Danach fuhr ich bergab und nahe der Eisenbahnbrücke saßen drei Biber zusammen, ich wollte noch in das Kehrwasser der Brückenpfeilerinsel fahren um in Ruhe ein Foto zu machen, da waren sie aber schon auf Tauchstation, nach einen kurzen Blick nach hinten tauchten sie wieder auf. Da waren es zusammen sechs. Kurz darauf sah ich noch Nummer sieben am Ufer, der sich auch ins Wasser gleiten ließ und kurz darauf seine Flosse lautstark ins Wasser klatschte, um Alarm zu geben. An dem Abend selber, kam ich auf neun Biber, bekomme sie aber nicht mehr auf die Reihe.
Gut das Biber Vegetarier sind, verständlich angriffslustig, mehr Grund doch etwas mehr Abstand zum Ufer einzuhalten, bei frühzeitiger Dämmerung empfehlenswert.

Gruß vom Mike, der doch für Vegetarier ungenießbar ist.....

Donaumike Offline




Beiträge: 993

31.07.2013 12:28
#38 RE: Bergtour IN / Nr.20 antworten

Dienstag der 30.07.2013, Pegel 178cm, Luft etwa 20 Grad steigend, Wassertemperatur 20 Grad, Westwind, Sonnig und leicht bewölkt.
Niederschlag: Steinig

Nah am Ufer im erleuchteten Wasser sind immer öfter Fische zu erkennen. Eine schon bekannte Pose von einem Angler hängt an einem Baum der über das Ufer ragt. Ein entsorgtes Fahrrad am Ufer hat die Donau fasst mit Sand begraben.
Ein Feuerwehrboot der Freiwilligen Feuerwehr von Ingolstadt übt Anlegemanöver an dem Brückenpfeiler der Schillerbrücke, passiert mich später, nutze die Wellen hier und da. Die Durchfahrung der Eisenbahnbrücke gelingt besser, auch durch mehr Ortskenntnisse über die großen Wackersteine, die unter Wasser lauern.
Nach der Bierkistenbergung und dem Steinbeschuss unter der Konrad- Adenauer- Brücke, gelingt mir erstmalig die Durchfahrung der Brücke auf der rechten Seite. Das nächste Zwischenziel ist die Glacisbrücke. Dort übte die Besatzung des Feuerwehrbootes ein paar Manöver, dreht aber dann ab und fährt bergab. Auf dem Weg dorthin passierte ich die „Schutter“, einst Lebensader der Stadt, leider 1875 unter Tage verbannt, weil Wirtschaftlich nicht mehr wichtig für die Stadt. Das Wasser der „Schutter“ soll auch zum Bierbrauen getaugt haben, wenn vorher bekannt gegeben wurde, die Schmutzwäsche darin nicht zu waschen. Von der „Schutter“ ist nicht viel übrig geblieben, ein kaum wahrzunehmendes, totes Rinnsal an der Mündung, was nach 31 Kilometren und 34 Metern Gefälle in die Donau dort mündet. Eine Stahlsäule mit Gedenktafel wurde ihr zu Ehren errichtet.

Nach der Durchfahrung der Glacisbrücke sehe ich eine Bisamratte vom Ufer aus ins Wasser gleiten, sie schwimmt ein paar Meter mit und kriecht wieder an Land unter das Gestrüpp. An einer Stelle ist knapp unter der Wasseroberfläche eine größere, wohl künstlich angelegte Steinreihe aus vergangenen Zeiten, vielleicht für die Uferbefestigung gedacht, die weit in die Donau reicht zu erkennen.
Später passierte ich die „Ludl“, ein Moosentwässerungsgraben, der hier in die Donau fließt. Der Graben führt mehr Wasser als man einen Entwässerungsgraben zutraut. Hier beginnt auch der schöne Treidelweg Richtung Staustufe, der hier über eine Brücke führt. Hier beende ich die Bergfahrt und schaue Richtung Staustufe, was das nächste Ziel meiner Bergtouren vorerst noch ist. Davor gibt es aber auch nach dies und das zu erkunden.
Ich fahre zügig, trotz niedrigeren Pegel bergab. Ich sehe noch einen etwa acht Meter langen schlanken Gegenstand, ähnlich wie ein langer Holzpfosten, der mich in etwa zehn Meter Entfernung seitlich passiert. Komisch ist nur das ich bergab gefahren bin und der Gegenstand scheinbar bergauf gegen die Strömung. Bestimmt ein Hindernis was sich verhakt hat? Nach etwa 30 Minuten bin ich am Startpunkt wieder angelangt.

Gruß, Mike


Donaumike Offline




Beiträge: 993

01.08.2013 09:55
#39 RE: Bergtour IN / Nr.21 antworten

„Es ist klüger mit 21 Anläufen ans Ziel zu kommen, als mit einem Anlauf, Schiffbruch zu erfahren.“
Mike

Es ist vollbracht, ich habe nach mehreren Anläufen, mein Endziel „Staustufe“ auf meiner Hausstrecke, erstmalig im Canadier erreicht.

Ich bin gegen 18:20 Uhr bei einem Pegel von 180 cm abgelegt und gegen 20:10 Uhr an der Staustufe angekommen.
Kurz vor dem Ziel neben dem Donaustrand kam ich noch einmal ins Wanken, weil ich die seitliche Strömung des Baggerseeablaufgraben der in die Donau dort mündet und die Strömung frontal von vorne, die aus der Staustufe entgegenkam, unterschätzt hatte. Ich bin nur mit Hilfe meines Ersatzpaddels und mit ständigen Wechsel der Paddelseite in eine ruhige Zone gelangt um schließlich an die Bootsschleuseneinfahrt / ausfahrt zu gelangen.
Heikel war es, weil ich stellenweise zu nahe an den abgebaggerten Uferbereich des Kiesstrandes fahren musste, um eine Fahrlinie zu finden. Dort sind Untiefen durch größere Steine, Baumstümpfe, die vom früheren Uferbereich stammen und knapp unter der Wasseroberfläche lauern. Gerade dort, Ist die Strömung und die Verwirbelung des Wassers, für mich nicht so berechenbar gewesen.
20:15 Uhr bin ich entspannt stromabwärts gefahren und nach etwa 35 Minuten am Startpunkt wieder angelegt.
Auf der Talfahrt war ich mir sicher ein paar Fotos von Bibern zu knipsen, aber ich sah nur einen Biber und zu kurz für ein Foto. Enten sah ich umso mehr. An den Abenden wo viele Biber zu sehen waren, waren dafür die Enten rar.
Den mysteriösen Baumstamm fasst mitten im Strom sah ich wieder, das Rätsel ist noch nicht gelöst.

Die gefahrene Stecke beträgt etwas mehr als vier Stromkilometer. 110 Minuten, Ist für diese Entfernung nicht schnell. Es ging ja zum Glück bergauf, mit elementaren und baulichen Bremsschikanen.

Viele Grüße, Mike





Donaumike Offline




Beiträge: 993

23.08.2013 09:53
#40 RE: Bergtour IN / Nr.22 antworten

Bergfahrt Nr.22 nach einer Zwangspause

Dienstag der 20. August. Pegel +- 175 cm. Vom schönen Gezeitensalzwasseraufenthalt ohne Boot, ging es wieder mit Boot endlich auf die Donau. Absicht ist es, stromab zu fahren in einen verborgenen Hafen, um meine neuen Fender zu testen, ändere spontan die Idee und fahre lieber bergauf.
Das Boot gleitet gegen den abschnittsweisen sanften Strom gemütlich entgegen, die Geschwindigkeit fühlt sich etwas spritziger an, wie sonst. Eine kleine Paddelpause hat auch ein gutes. Es dauert nicht lange und meine Zwischenziele sind rasch erreicht, nebenher gleitet ein alter Bekannter Biber von der Uferböschung ins Wasser, kreuzt meine Fahrlinie und taucht ab. Durch das eine Joch der Eisenbahnbrücke fahre ich die bekannte Fahrlinie, wo ich immer an derselben Stelle, einmal einen heftigeren Steinkontakt mit dem Paddel habe. Wenn ich diesen Steinkontakt mit dem Paddel vermeiden würde, wäre dort ein Durchkommen unmöglich. Gut das ich dort das Moll Contra benutze. Es ist wirklich sehr robust und nicht so steif bei Steinkontakten.
An der Zigarettenstummel und Müllverseuchten mit Sand aufgeschütteten Donaubühne, die seit kurzen von Gästen des neueren Gastronomieversuchs belagert wird, lege ich für die Belagerer verdeckt an und probiere die Fender am Boot etwas aus. Es scheint eine gute Wahl gewesen zu sein, werde sie noch an einem Steg im Auwaldsee ergiebiger testen. Ich fahre weiter und passiere einige Kajakfahrer die mich steuerbord passieren, zuvor kam mir noch ein Einzelfahrer entgegen. Ich absolviere einige Kehrwasserfahrten an der Konrad- Adenauer- Brücke und fahre wieder bergab.
Ein Fischreiher begleitet mich bei der Talfahrt, den ich ungewollt ab und zu wieder aufscheuche, später sind es zwei Fischreiher die ich am Abendhimmel einen Augenblick beobachten kann. Kurz vor dem Anlegen plaudere ich kurz noch mit zwei jüngeren Damen die im Kajak sitzen. Viel Betrieb ist dieses Mal auf der Donau gewesen. Nachdem mein Boot abgerüstet und verstaut ist, ist es schon wieder dunkel.

Gruß, Mike

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

25.08.2013 08:47
#41 RE: Bergtour IN / Nr.22 antworten

Gut gelesen!
Lgw

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

Donaumike Offline




Beiträge: 993

30.08.2013 12:06
#42 RE: Bergtour IN / Nr.23 antworten

Donnerstag der 29.08.2013.Die Nacht bricht schneller hinein wie von mir erwartet.
Es war wohl mit die letzte Fahrt diesen Jahres in die Dämmerung hinein auf der Donau, bergauf bei einem Pegel von +197 cm. Schön mitzuerleben das sich die Vegetation ständig verändert, das Ufer schaut auch immer wieder anders aus. Neue Baumhindernisse, Biberbauaktivitäten, Biberpfade, und Ufereinbrüche. Der Fluss fühlt sich immer wieder etwas anders an. Mehr Verwirbelungen wie sonst, einmal fühlt sich mein Paddel in einer Verwirbelung so an, als ob es ins Nichts eintaucht. Überraschend; es ist für mich auch gerade so, möglich gewesen, bei einem Pegel von 197 / 198 cm, durch das knifflige Eisenbahnbrückenjoch zu fahren, was ich vor geraumer Zeit, bei solch einen Pegel, noch für unmöglich gehalten habe. Interessant auch, dass der eine bekannte riesige Wackerstein am Brückenpfeiler, nur rechtzeitig zu erkennen war, weil eine neuere saubere Abschürfung am Algenbewuchs einer Wackersteinkante zu erkennen war. Dort ist wohl ein noch unbekannter hinweggeräubert und sauber an der langen Steinkante abgerutscht.
Bei der stillen Abfahrt konnte ich fünf Biber beobachten. Zwei größere zupften am Uferbewuchs, ignorierten mich und zeigten mir nur ihre Rückseite weiter. Kurz danach ein lautes Getöse eines Güterzuges der gerade über die Brücke fuhr, dies ließ die Biber völlig kalt, nur ich war aus der Ruhe gerissen. Ich war auch begeistert, dass sich ein paar Enten, ganz in ihrer Nähe aufhielten und sich von den Bibern nicht weiter stören ließen. Ich nahm sonst an, wo Enten sind, sind keine Biber. Etwas später, ein Biber, der in einem halb mit wassergefüllten Erdlochtunnel in der Uferböschung, sich gemütlich machte. Kurz danach zwei jüngere Biber im Wasser, die zusammen einen Schwimmwettbewerb veranstalteten, später mit ihrer Flosse Alarm gaben und abtauchten.
Beim Anlegen ist es schon fasst Dunkel. Ich trage mein Boot durch die stille noch dunklere Auenlandschaft zurück. Meine Sturmlaterne als Lichtquelle und Positionslicht, wird zukünftig auch im Boot zum Einsatz kommen. Ein schönes Ausklingen in der Dunkelheit.

Grüße, Mike

strippenziacha Offline




Beiträge: 664

30.08.2013 13:08
#43 RE: Bergtour IN / Nr.23 antworten

Is momentan auf dem RMD Kanal im Altmühltal ähnlich, viele Biber und Vögel aller Art und vor Allem ziemlich schnell dunkel...

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

Donaumike Offline




Beiträge: 993

09.09.2013 10:47
#44 RE: Bergtour IN / Nr.24 antworten

Im Gedanken beim 13.Canadiertreffen, leider noch nicht dabei gewesen zu sein…..
aber im Solo ungewollt die Nase erstmalig vorn.


Gestern Nachmittag kam es zu einer zufälligen erstmaligen Gemeinschaftsbergfahrt, zusammen mit einem Tandemcanadier bis zur Staustufe hinauf. Glücklicherweise wurden diese sonst begeisterten Kajakfahrer vom Club, von meinerseits wohl etwas animiert sich auch einen Canadier anzuschaffen. Wir fuhren gemütlich bei einem flachen Pegel von 154 cm bergauf. Bei solch einem flachen Pegel zu paddeln, war für mich das erste Mal und zugleich ein Genuss.
Ich im Solo als Anfänger ging davon aus, das ein Solo ja langsamer sein müsste, als ein Tandemboot mit zwei Paddlern, die schon jahrelang mit Kajaks und nicht das erste Mal im Canadier unterwegs waren. Anfangs musste ich ständig Geschwindigkeit herausnehmen, um nicht davon zu fahren, was ich aber für mich behielt.
Das eine mal wurde sogar zum Doppelpaddel gegriffen um mehr Speed zu bekommen, was aber auch nichts nützte.
An den Schlüsselstellen, wo auch bei diesem Pegel die Strömung nicht zu verachten ist, kam ich im Solo auch zügiger hindurch. An der Konrad- Adenauer- Brücke musste ein Anlauf durch die Brücke zu fahren sogar abgebrochen werden, weil ein Durchkommen für das Tandemboot nicht möglich war. Mit Kajak war es dieser Mannschaft aber dort immer möglich gewesen. Sie wählten danach meine Route, die erst schwieriger für die Tandembesatzung erschien, dort gelang aber die mühsame Durchfahrt. Auf dem Weg bergauf übergab ich kurz der Besatzung mein Reservepaddel und später mein Holzpaddel, wo Begeisterung ersichtlich war. Ihre Kunststoffpaddel waren zu schwer und auch viel zu lang. An der Staustufe angelangt fuhren wir kurz zurück zum Donaustrand und legten dort kurz an. Bei der Abfahrt kam ich etwas dem Geheimnis des langen Gegenstandes auf sie Spur (Bergtour Nr.: 20), was sich auf und unter der Wasseroberfläche befindet. Es ist kein langer Baumstamm, sondern ein langes Eisenrohr, was ausschaut wie ein alter Laternenmast.
Es war eine schöne lehrreiche Fahrt für uns alle, natürlich war das Gesamtpaket der Tandembesatzung noch nicht optimal gebündelt, was unteranderen den enormen Geschwindigkeitsunterschied zwischen den Booten ausmachte. Aber immerhin ein erster greifbarer Erfolg, im Vergleich zu einem Tandemcanadier.

Grüße, Mike

Donaumike Offline




Beiträge: 993

17.09.2013 13:40
#45 RE: Bergtour IN / Nr.25 antworten

Sonne, Wind, Regen, Hagel und Sturm

Pegel am Ende des 45 Minütigen Ausflugs auf der Donau 261 cm! davor mehr als 10 cm weniger. Bei der früheren kurzen Berg und Ab-Tour Nummer 11, betrug der Pegel 264 cm, wo das Limit am sicher bergauf zurückkommen für meine Verhältnisse erreicht war.

Diesmal kamen noch einige Faktoren hinzu, die das Blatt fasst wendeten.

Das Wetter anfangs sonnig bei knapp + 10 Grad und Windig, später Nieselregen in starken Regen übergehend, als Zugabe gab es noch Hagel mit Sturm.

So war ich angehalten, bei der Regenphase etwas Schutz unter der Autobahnbrücke zu suchen .Der wechselnde starke Wind zwang mich in die Strömung hinein weiter bergauf an einem Baumhindernis vorbei zu paddeln, um mittels Seilfähre über die Donau zum Ausstieg zu gelangen. Der rasch einsetzende Hagel und Sturm veranlasste mich das Vorhaben abzubrechen. So paddelte ich näher ans Ufer zurück, um unter Bäumen etwas Schutz zu suchen. Aus Hagel wurde wieder mehr Regen und der Sturm wurde heftiger, ich harrte kurz aus. Kleinere Wasserpfützen im Boot wurden größer.

Ich vernahm wohl, wie der Pegel blitzartig anstieg, das Boot bewegte sich selbstständig zügig rückwärts auf das Baumhindernis zu, was ich zum Glück noch im Gedächtnis hatte. Rechtzeitig konnte ich ein verfangen darin abwenden. Ich fuhr entschlossen einiges weiter bergauf, weil dort noch mehr Gefahrenzonen lauerten.

Das Wetter änderte sich zu meinen Gunsten und konnte schließlich über die Donau sicher übersetzen.

Ja, so kann man auch Erfahrungen sammeln….Spaß hat es trotzdem gemacht.


Grüße, Mike

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