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Dieses Thema hat 261 Antworten
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Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

08.05.2013 18:07
#16 RE: Bergtour IN Nr.5 und Nr. 6 antworten

Die Lernkurve ist keinesfalls eine Gerade....
LGW

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

sputnik Offline




Beiträge: 2.005

08.05.2013 23:42
#17 RE: Bergtour IN Nr.5 und Nr. 6 antworten

Mike, du bist schon ein wilder Hund Weiter so.

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Donaumike Offline




Beiträge: 993

15.05.2013 09:47
#18 RE: Bergtour IN Nr.7und Nr. 8 antworten

Montag der 6. Mai nach dem Canadierfest , erster Testversuch mit der Sitzverstellung. Auf hinterste Einstellung mühelos eingestellt, sind nur knapp acht Zentimeter nach achtern, haben es aber in sich. Boot ist wendiger, ist aber auch schwieriger auf Kurs zu halten bei einem Pegel von 230 cm, besonders wenn die Strömung stellenweise stärker ist und der Wind auch etwas böiger ist. So komme ich zu dem Entschluss, nur bis zum Donaustrand bergauf zu paddeln um die Drehfreude des Bootes im ruhigen Fahrwasser zu genießen. Das „Wriggen“ was mir Stefan auf der Naab gezeigt hat, habe ich natürlich gleich ausprobiert ,bin aber noch nicht ganz zufrieden damit .Bei der Talfahrt bei Gegenwind kommt nicht so viel Freude auf mit dieser Trimmung, obwohl ich schon bei mehr Gegenwind bergab gefahren bin, aber mit fasst mittiger Sitzeinstellung. Erstaunlich wie nur ein paar Zentimeter der Sitzverstellung nach hinten, das Boot um vieles drehfreudiger und Windanfälliger macht, aber auch noch umso schwieriger für mich ist, das Boot genauer auf Kurs zu halten, wenn ich mich bergauf knapp am Ufer entlang taste und wachsam sein muss, um nicht auf riesige Steine und verborgenen Ästen von Baumhindernissen aufzulaufen. Es war aber eine neue schöne Erfahrung.
Meine Bergversuchsfahrten richten sich nun auch nach dem Pegel der Donau, der nach dem Montag stetig gestiegen ist und eine Bergfahrt, sowie die Fahrten zur Eisenbahnbrücke bei zu hohem Pegel und meinem Entwicklungsstand nicht viel Sinn ergibt. Dafür habe ich jetzt eine schöne Lösung gefunden. Ich erkundete am WE wenige Steinwürfe von meiner Einsatzstelle stromabwärts eine kleine Bucht unterhalb der Autobahnbrücke, wo Ankern nicht erlaubt ist, die nun die Möglichkeit mit sich bringt, auch auf ruhigem Gewässer, auch wenn der Pegel zu hoch ist, zu fahren, sonst geht es bergauf zum Donaustrand.

Gestern am 14. Mai gegen Abend startete ich zu der neuen Spielstelle, die ich nach wenigen Sekunden schon erreicht hatte. Die Spielstelle ist stellenweise flach, versandet, breit und lang genug zum üben. Sie ist mit einem riesigen Baumhindernis ausgestattet, das ich später bei meinen gelungenen Ausweichmanövern mit einbezogen hatte. Wenn ich von der Bucht aus knapp am Fundament der Autobahnbrücke entlang fahre um in den Strom zu gelangen, muss ich auf der Hut sein, um nicht an großen Wackersteinen hängenzubleiben. Der Lärm unter der Autobahnbrücke hält sich glücklicherweise in Grenzen, was ich vor der Fahrt zur Bucht nicht gedacht hätte. Später bin ich doch noch stromaufwärts zum Donaustrand gepaddelt bei einem Pegel von 239 cm. Es ging trotzdem ziemlich gut. Das nächste Mal muss ich nur eine Sonnenbrille aufsetzen, weil sonst meine Fahrroute stellenweise nicht gut genug zu erkennen ist.

Gegen 19:45 war ein unheimliches Rascheln und ein bewegen unter dem Uferbewuchs bis ins Wasser auszumachen. Ein paar Luftblasen kamen immer näher. Ich wusste zwar dass es ein Biber sein muss, aber trotzdem war es etwas unheimlich. Ich fuhr zum Donaustrand, probierte ein paar Dinge aus, wie das „Wriggen“, was jetzt ganz gut geht und immer besser wird. Ich erblickte noch ein Heißluftballon am Himmel, was ja nicht so oft vorkommt und fuhr bergab. Dabei wurde ich durch einen lauten Wassersprung aus meiner Stille gerissen, ich sah kurz ein Fell und eine Flosse das im Wasser verschwand. Einen Augenblick später konnte ich die ganze Bracht des Tieres von Kopf bis zur Flosse erblicken, es war ein Biber, der ein Rendezvous mit einen Kanadischen Boot gesucht und gefunden hat.

Nicht umsonst gilt der Biber als Nationaltier von Kanada.

Donaumike Offline




Beiträge: 993

15.05.2013 09:59
#19 RE: Bergtour IN Nr.7und Nr. 8 antworten

sputnik Offline




Beiträge: 2.005

15.05.2013 10:22
#20 RE: Bergtour IN Nr.7und Nr. 8 antworten

Hallo Mike,

deine Berichte sind immer wieder schön zu lesen. Auch deine Bilder verblüffen mich jedes Mal, seit ich weiß, mit
welch spartanischen Mitteln du sie machst.

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Donaumike Offline




Beiträge: 993

16.05.2013 10:09
#21 RE: Bergtour IN Nr.9 antworten

Vielen Dank Stefan, gerne.

Mittwoch der 15. Mai 2013 gegen Mittag, Pegel 236 cm. Kurz bergauf und und gleich bergab zur zweiten Anfahrt zur neuen Spielwasserwiese. Das Ein-schlingen in das ruhige Kehrwasser durch effektiveren Einsatz des übergreifenden Ziehschlags macht richtig Spaß, wenn es mir gelingt. Schön wenn das Heck von der Strömung bergab gelenkt wird und das im Kehrwasser verankerte Paddel das Boot hält. Der effektivere Einsatz der flachen Paddelstütze beim Ausschlingen aus dem Kehrwasser, macht auch richtig Spaß, wenn es gelingt. Das stärkere An-kanten des Bootes gelingt mir noch nicht, um vielleicht noch eine engere Kurve zu fahren. Ich bin schon gespannt wenn ich die Fahrmanöver, die jetzt um vieles besser gelingen, an der Eisenbahnbrücke zum Einsatz kommen. Der Pegel darf nicht über 233 cm betragen, weil das mein Limit-pegel an dieser Schlüsselstelle ist.
Beim Zurückfahren gegen den Strom erkenne ich in weiter Ferne etwas Ungewöhnliches. Ich fahre näher und näher und kann zwei Boote und ein Floss erkennen die sich komisch zueinander hin und her bewegten. Ich dachte erst, es wären Motorboote der Feuerwehr bei einer Bergungsaktion eines Floss, was ja hier nicht die erste wäre. Glücklicherweise waren es zwei Canadier mit Kindern besetzt die neben einen größeren Floss mit Schulkindern besetzt nebenher gefahren sind. Wie sich später herausstellte, von Donauwörth kommend um Richtung Donaudurchbruch zu fahren. Die Fahrt war aber in Ingolstadt zu ende, weil laut Floss-kapitän, „ab sofort (E-Mail/Fax) eine Regelung in Kraft getreten ist, das kein Floss einer gewissen Größe, aus Umweltschutzgründen usw. nicht mehr der Donau entlang fahren darf.“
Es trifft hier bei diesem Fall, auch leider die Kinder, denen Abenteuer ermöglicht werden,…




Donaumike Offline




Beiträge: 993

16.05.2013 15:16
#22 RE: Bergtour IN Nr.10 antworten

Pegel heute am 16. Mai um 10:30 Uhr 236 cm, bis 14 Uhr auf 228 cm gesunken. Gegen 10: 45 Uhr nur 59 Minutiger Gastaufenthalt auf der Donau zum Üben. Oberstrom übt die Feuerwehr etwas Laut wegen Lautsprecheransagen und Unterstrom üben die Pioniere der Bundeswehr. Der Schützenschwimmsteg der über die Donau geschlagen wurde ist wie von Geisterhand, lautlos und ohne eine Menschenseele gesehen zu haben, immer kürzer geworden bis er ganz verschwunden war. Ein Hinweis für wachsame Bootsfahrer ist aber stetig vor Ort leserlich auf einer Großen Hinweistafel angebracht. Es gab aber schon einige die an den gespannten Drahtseilen hängengeblieben sind, Lebensgefahr!
Nach zahlreichen Kehrwasserfahrten probierte ich mich wieder am „Wriggen“. Das gelingt jetzt richtig zügig und hat schon Wettkampfcharakter. Es wird wohl auch am Boot liegen, das es so gut geht. Beim nächsten Canadierfest könnte vielleicht ein Wettkampf im „Wriggen“ mal ausgetragen werden.

Donaumike Offline




Beiträge: 993

26.06.2013 14:11
#23 RE: Bergtour IN / Ausfahrt Nr.11 antworten

Auch wenn die vom Wasserwirtschaftsamt, Anfang des Jahres angeschaffte Pegelanzeige für 10 000 Euro durch einen Blitzeinschlag nach dem vergangenen Hochwasser außer Betrieb ist, trieb es mich in die Donau.
Laut Pegelonline betrug der Pegel 264 cm. Ich fuhr in Strömung hinein und war im Nu an meiner Bucht unterhalb der Autobahnbrücke angelangt. Ich dachte kurz noch: „Wie wieder zurückkommen?“ Das Wetter war wechselhaft bei 11 Grad und ab und zu, sehr windig. Dort absolvierte ich mein Standartprogramm, diesmal mit Lektüre (Solo im Kanu). Die Hebel und Ziehschläge sind eine Option für mich, zum mehr üben, wenn ich das Boot seitlich versetzen möchte. Das Wriggen klappt immer besser auf meiner Paddelseite, Offside, bin ich noch nicht zufrieden. Bei der Seilfähre rückwärts musste ich dieses mahl, wohl bedingt durch den stärkeren wechselnden Westwind und der flotten Strömung das Boot extremer schräg stellen, um überhaupt dem gedachten Hindernis nach rechts auszuweichen. Ich denke, wenn ich in Zukunft in solch eine Situation geraten werde, das Boot gleich richtig viel schräger zu stellen um dem Hindernis mit Rückwärtsschlägen auszuweichen, weil ich anfangs zu viel Zeit verloren hatte, durch das zu geringe Schräg ausrichten des Bootes bei diesem Verhältnissen. Bei dem späteren schrägeren Winkel des Bootes ging die Post richtig in die richtige Richtung, zügig ab. Danach machte ich eine Seilfähre vorwärts auf das andere Ufer zu einer Brückenstelle der BW mit Kehrwasser zum kurzen orientieren und wieder zurück zu der gegenüberliegenden Brückenstelle. Von dort aus war es nicht so einfach, durch Strömung und mehr Wind die paar Meter zu meiner Bucht zu gelangen. Als Abwechslung kam ein Barkassenschiff mit dem Namen „Ulm“ an mir vorbeigefahren, das vor der Brücke kurz hupte und nach kurzer Zeit mich passierte. Vor einem Jahr hatte ich das Boot das erste mahl in IN gesehen. Ich glaube die fahren jedes Jahr bis nach Österreich. Nach etwa 80 Minuten fuhr ich träge rechts bergauf durch die Autobahnbrücke, soweit hinauf, das ich eine Seilfähre nach links über die Donau zur Einsatzstelle bewerkstelligte, die nicht so einfach für mich, bei der Strömung und den Windgegebenheiten zu erwischen war. Über der Pegelmarke von 264 cm, lohnt sich ein Anfahren der Bucht nicht, weil das kurze Bergauffahren zurück wohl dann fasst unmöglich ist. Gut das mein neuer Bootswagen für solche Zeiten mit höheren Pegel einsatzbereit ist, um zum naheliegenden Auwaldsee zu gelangen.

Gruß von der Donau, Mike

Donaumike Offline




Beiträge: 993

28.06.2013 14:07
#24 RE: Bergtour IN / Ausfahrt Nr.12 antworten

Vor dem Start zur keinen Donaubergfahrt gegen 10 Uhr, zeigte der Pegel 238 cm an, steigend bis auf 244 cm, letzter Wert wurde 12:15 gemessen. Heute probierte ich nur mit Hilfe des Biberschwanzpaddels zum Donaustrand und bis kurz vor die Schillerbrücke zu paddeln, an die An und Ab-legestelle, die die Feuerwehr ab und zu nutzt. Das Ufer bis dorthin ist stellenweise eingebrochen, durch das vergangene Hochwasser bedingt, demzufolge auch mit mehr Baumhindernissen und herunterhängenden Ästen übersäht, die mich zwingen mehr in die Strömung zu fahren. Oft ist das Vorankommen sehr schleppend. Die riesigen Wackersteine die sich gelöst haben und knapp unter der Wasserlinie oft liegen, die ursprünglich zur Uferbefestigung und Einzwängung der Donau dienen sollen, bescheren mir ab und zu schreckhafte Augenblicke, besonders an den Passagen wo mit mehr Strömung zum Ufer hin überraschend auftritt. Als Reaktion bei einer Ausweichaktion, setzte ich einen Ziehschlag, für mich in nach hinein überraschend, über meine Reaktion, ohne nachzudenken, reflexartig ein. In meinen Augen ein kleiner Lernerfolg.
Von der Anlegestelle vor der Schillerbrücke aus, übte ich ein paar mahl das Ausschlingen aus dem Kehrwasser und das Ein-schlingen in das Kehrwasser. Die Strömung ist an dieser Stelle nicht gering, ein Durchfahren bergauf unter der Brücke hindurch ist auf dieser Seite der Donau unmöglich. Das Kehrwasser hat einige Tücken, weil es sich ständig verändern mag. Als Test nutzte ich zweimal mein Reservepaddel (Moll /Contra) für diese Übung. Die Talfahrt diente zum Entspannen und noch mehr Genusspaddeln.

Gruß, Mike am Freitag den 28.06.2013

Donaumike Offline




Beiträge: 993

01.07.2013 13:23
#25 RE: Bergtour IN / Ausfahrt Nr.13 zum Danube Day antworten

Am Samstag den 29.06.2013 war „Danube Day“, der leider sehr wenig besucht war, bedingt durch das Regenwetter und die 13 Grad Lufttemperatur. Ich nutzte unteranderen die langersehnte Gelegenheit mein Boot erstmalig im Bereich zwischen der Donaubühne und der Konrad- Adenauer- Brücke bergauf zu paddeln.
Die Verhältnisse sind nicht günstig, aber eine willkommene Abwechslung zum Sammeln von Erfahrungen in vielen Richtungen. Es herrscht Dauerregen und der Pegel liegt bei etwa +233 cm. Ein reger Wellenschlag, verursacht von gelangweilten Motorbootkapitänen verschiedener Größen, die am Ufer auftreffen, erschweren etwas den Einstieg, ging aber besser wie gedacht. Ich benutzte eine Sandbank dafür, die ich am Vortag erkundet hatte. An der Bühne selber die aus Beton ist, wäre das An und Ablegen nicht materialschonend für mein Boot.
Auf der Donau selber, ist stärkere Strömung zu verbuchen und die verursachten höheren Wellen der Motorboote die ab und zu auftauchten, Beunruhigen die Donau, auch wenn die Boote wieder weiter weg sind. Es ist schon etwas anderes, wenn ich durch und über die Wellen paddle um an meine Zwischenziele zu gelangen. Am Donaudurchbruch waren die Schiffchen zwar größer, die Wellen auch nicht klein, aber dieses Mal waren die Wellen deutlich größer und unberechenbarer, stellte mich aber darauf ein. Mein Boot scheint auch für größere Wellen als gedacht, geeignet zu sein, wenn der Anfahrwinkel optimal gewählt ist. Eine kleinere Breitseite überraschte mich kurz, war aber gut verträglich, noch. Dadurch ist für mich nicht immer eine klare Stromlinie sowie geeignetes ruhiges Fahrwasser und Kehrwasser ersichtlich. So werde ich oft von der Strömung überrascht und muss schnell reagieren um nicht an das verblockte Ufer zu treffen oder an anderen Hindernissen, die gefährlich werden könnten. (Brückenpfeiler vom Donausteg, Eisenstangen, Äste von Bäumen) Ich überquere die Donau mittels Seilfähre, paddele bergauf dicht an einer nicht ausgereift durchdachten Bootsanlegestelle aus Beton vorbei, die zum Anlegen für mein Boot zu verblockt ist, die Strömung küsst auch bei nicht zu hohem Pegel dort die Bootsanlegestelle.
Ich finde schließlich ein ruhiges Plätzchen unter einen Baum, zum Schutz vor dem noch stärkeren aufkommenden Regen und zum richtigen Positionieren um in die Stromzunge unter des Jochs der Konrad- Adenauer- Brücke zu gelangen. Ich fahre mit Schwung an, kante das Boot lieber mehr auf wie sonst, fahre über die Verschneidung, Bug wird von der Strömung erfasst, es fühlt sich ähnlich an wie eine Kurvenfahrt auf dem Motorrad, setze das Paddel links neben den Bug zu eine Paddelstütze in das Wasser und darauf setze ich noch zügig ein paar Ziehschläge hinterher bis das Boot gerade in der Strömung liegt, fahre sofort das ruhigerer Fahrwasser an, was auch gelingt und wiederhole das geglückte Szenario noch einmal.
Danach fuhr ich direkt in das Kehrwasser vor dem linken Brückenpfeiler, wo Teile der Kiesbänke bei etwa 199 cm aus dem Wasser ragen. Einen riesigen Stein konnte ich direkt neben dem Boot knapp unter Wasser erkennen, der mir einen kleinen Schrecken verpasste, hatte wahrscheinlich noch genug Tiefgang oder einfach Glück, der Pegel war etwa +233 cm, so hatte ich etwa 34 cm Fahrwasser an dieser Stelle. Mit dem Paddel berührte ich die Kiesbänke beim Überfahren glücklicherweise nicht. Ich fuhr zwei Mal aus dem größerem Kehrwasser in die Strömung hinein, was auch überraschenderweise gut geglückt ist, weil es auch dort viel enger ist. In Zufriedenheit fuhr ich zurück zum Kaffee trinken, später paddelte ich die noch nie gepaddelte Strecke zwischen Donausteg und noch nicht bergauf durchfahrener Eisenbahnbrücke hinab.
Es war für manch einen, ein nasser, trüber und kalter Tag gewesen sein, aber für mich ist es viel mehr gewesen.

Grüße von der Donau, Mike

Foto hier: http://www.kbumm.de/bild?id=8162&image=1133259

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

01.07.2013 16:01
#26 RE: Bergtour IN / Ausfahrt Nr.13 zum Danube Day antworten

Mike, Du erpaddelst Dir von mal zu mal mehr Kompetenz.
Schön zu lesen, man merkt, da ist noch Potential.
Bin schon gespannt, wann eine Decke erreicht ist, erste Zweifel kommen, wie es weitergeht.
Spätestens dann, meiner Meinung nach schon viel früher, nämlich bevor sich festigt, was später im Weg ist, ist Zeit für ....
Denn die Lernkurve ist keine Gerade, muß auch keine Kurve sein.
Bei mir war es bis heute, besonders durch Kurse mit Jörg Wagner, ein mehr oder weniger steiles Treppchen.

Weiter viel Freude am Wasser, Wolfgang

http://www.canoebase.at/
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Wolfgang Hölbling

Donaumike Offline




Beiträge: 993

05.07.2013 13:40
#27 RE: Bergtour IN / Ausfahrt Nr.14 antworten

Danke Wolfgang. Einen Kurs möchte ich unbedingt absolvieren, nur der Luxusfaktor „genügend Zeit“ dafür, ist mir leider noch nicht gegönnt.

Freitag der 05.07.13, Pegel 243 cm/ abfallend. Nur knapp 20 Minuten bergauf bis zum Donauspielstrand, dort neben dieser ruhigen Bucht, wo die Strömung auf das Ende der Bucht des angrenzenden Ufer trifft, ist es ideal, für das üben mehrerer Seilfähren rückwärts bei Talfahrt. Wenn ich gut die Strömung treffe ist es schon erstaunlich wie zügig das Boot nach rechts vor dem Hindernis, ich nenne es mal „verblockte Spitze der Bucht“ ausweicht. Wenn ich die Strömung nicht richtig erwische, funktioniert die Seilfähre nicht so zügig, ist auch dann nicht notwendig, weil ich auch mittels anderer Techniken einfach vorbeikomme. Ich bin schon neugierig, wenn ich die Seilfähre rückwärts, auf einem engeren Fluss mit mehr Strömung anwende. Das Wriggen gelingt jetzt auch von der Paddelseite weg, übergegriffen auf der linken Seite, und bin erstaunt, dass dies sogar etwas besser geht, vielleicht liegt es auch daran, das ich mehr Linkshändig bin, aber trotzdem lieber rechtshändig paddle. Dabei bin ich vom ruhigen Fahrwasser in die Strömung geraten, dabei ist mein Paddel fasst unter das Boot gelangt, kannte dies von vorherigen Versuchen und bin deshalb etwas unerschrockener mit der Situation umgegangen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Paddler gibt, die dabei schon gekentert sind.
Danach bin ich bergab gefahren zu der Bucht hinter der Autobahnbrücke. Auf diesem Wege habe ich alle für mich ersichtlichen ruhigen Stellen am Ufer entlang, hinter Hindernissen wie Bäumen, Ästen, Gebüschen usw. angefahren und so mich hinab getastet ohne zu knapp an das verblockte Ufer zu geraten. Einmal visierte ich bewusst einen Baum an, der ins Wasser ragte und wich dem Baum zufriedenstellend mit der Seilfähre rückwärts zügig aus. Vorher hatte ich mir dies nicht so am laufenden Band zugetraut, sonst bin ich immer nur stur bergab gefahren. Heute blieb mein Reservepaddel auch wieder im Boot.
In der Bucht unterhalb der Autobahnbrücke fuhr ich noch etwas zum Abschluss hin und her, und sah erstmals wie Leute von einer unbekannten Institution , Kletterübungen an der Autobahnrücke veranstalten wollten.

Gruß, Mike

Donaumike Offline




Beiträge: 993

08.07.2013 14:08
#28 RE: Bergtour IN / Ausfahrt Nr.15 antworten

Heute am Montag den 08.07.13. Pegel 214 cm, fallend. Im ICE Tempo vor die Schillerbrücke in das Kehrwasser hinein an der beliebten Einsetzstelle der Feuerwehr. Dort aus meinen Wassersportschuhen herausgeschlüpft und am Boot befestigt. Dort aus dem Kehrwasser in die Strömung hinein und wieder zurück. Boot unruhig, weil nicht gekantet, beim Zurückfahren ins mehr oder weniger turbulentere Kehrwasser. Ich fahre links bergauf unter der Schillerbrücke durch, Richtung Eisenbahnbrückenschlüsselstelle. Das große Kehrwasser vor dem Brückenpfeiler ist auch turbulent mit Wirbeln und zieht einen schnell Richtung der Brückenpfeilerinsel. Es ist dazu noch windig, was auch Einfluss auf das Fahrverhalten des Bootes an und zu hat.
Ich Tümpel mindestens 15 Minuten oder noch mehr in dem Kehrwasser hin und her und überlege, ob ich es mir wagen soll. Die Strömung ist rechts und links von mir schon etwas stärker wie ich es mir gedacht habe. Die Momente wo ich fasst gekentert bin, kommen wieder hoch. Mir ist es schon etwas mulmig, ja auch Angst.
Ich befestige mein Holzpaddel am Boot und wähle mein Kober Moll Contra für das Wagnis .Ich ertaste mich zu der Brückenpfeilerinsel, um mir die bedrohlichen Steine anzuschauen, die nur teils zu sehen sind, ich weiß, wenn ich es wage wird es auch ein Blindflug werden, weil ich nicht alle sehen kann auf meiner gedachten Anfahrroute. Die Strömung im Kehrwasser und der Wind versetzt das Boot oft dorthin wo ich nicht hin möchte. Bekomme aber die Situation im Griff mit Zieh und Hebelpaddelschlägen. Der Entschluss steht fest, ich wage es. Ich fahre an, knapp an der Brückenpfeilerinsel vorbei und sehe direkt vor mir einen Stein dicht unter der Wasseroberfläche, komme aber vorbei und fahre in die Strömung gekantet hinein. Das Boot und ich brauchen schon etwas Zeit bis ich es gerade in die Strömung bergab bekomme. Ich bin froh das sich das Boot nicht so hin und her aufgeschaukelt hat wie damals. Ich fahre zurück in das riesige turbulente Kehrwasser und versuche die Anläufe noch öfters .Ich taste mich immer höher an der Brückenpfeilerinsel hinauf um einen besseren Winkel zur Strömung anfahren zu können. Einmal versuche ich durch das Joch zu fahren, was aber durch die starke Strömung mir nicht gelingt. Kurz vor der Talfahrt starte ich noch einen Versuch, werde unter der Brücke dicht neben der Brückenpfeilerinsel durch Seitenwind fasst zu dicht an die Steine gedrückt, das Boot ist kurz unkontrolliert, komme aber irgendwie zu stehen und fahre aus dem Stand in die Strömung gut hinein.
Durch Kräftemangel bekomme ich das Boot nicht mehr so gut herum. Ich fahre zurück. So sind im Nu zwei Stunden vergangen. Ich denke dass mein Anfahrwinkel noch nicht richtig passt, weil an anderen Stellen, bin ich schon zügiger herumgekommen.

Gruß, Mike

Donaumike Offline




Beiträge: 993

09.07.2013 10:25
#29 RE: Bergtour IN / Ausfahrt Nr.15 antworten

Erste Zweifel, wie schon befürchtet…….

Ich denke, dass eine zügige Wende im Strom aus dem Kehrwasser heraus nicht nur an den Faktoren, wie Einfahrwinkel, Geschwindigkeit, Kanten, Trimmung und Stromgeschwindigkeit liegt, sondern an noch mehr für mich unbekannte Faktoren, wie auch die Art des Paddels eine Rolle spielen kann und wie Präzise ein Paddel zur flachen Paddelstütze oder anders angesetzt wird. Mit meinem Biberschwanzpaddel komme ich bei Ausfahrten an anderen Stellen aus dem Kehrwasser und wieder zurück, etwas besser zu recht. An der Brückenpfeilerinsel gestern, erwies sich die Wahl des Reservepaddels für richtig, weil ich zweimal stärkeren Steinkontakt mit dem Paddel hatte. Gestern versuchte ich das Boot so lange wie möglich zu kanten als wie bei anderen Versuchen, hatte aber das Gefühl, das es zu lange war, sowie riskanter zum Ende der Kantphase hin und auch vielleicht nichts nützte? Dieses Rätsel Lösung und mehr bedarf Hilfe von fachkundiger Seite auf dem Wasser, wo die Zeit dafür, hoffentlich immer näher rückt.
Positiv finde ich, dass sich der Speed des Bootes, zum Vergleich vergangener Bergfahrten bei nahezu Identischen Pegel, sowie was die Steuerung des Bootes mit verschiedenen Techniken, um Welten verbessert hat. Ich weiß aber, es gilt noch vieles zu verbessern und zu erarbeiten, um eine weitere Stufe, der noch so hohen Leiter betreten zu dürfen.

Gruß, Mike

strippenziacha Offline




Beiträge: 664

09.07.2013 19:52
#30 RE: Bergtour IN / Ausfahrt Nr.15 antworten

Servus Mike!

Na immerhin, meinen vollen Respekt, ich werd da ewig unten rumkrebsen....mir fehlt die Kraft und die Technik und obendrein die Ausdauer...habs auch grad wieder Richtung Weltenburg probiert von Kelheim aus...komm nicht weit....dann is die Luft raus.....dann kommt halt wieder der RMD Kanal dran....da komm ich wenigstens voran.... :-)

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

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