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Dieses Thema hat 283 Antworten
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 Tourenberichte
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strippenziacha Offline




Beiträge: 681

24.02.2017 20:09
#271 RE: Bergfahrt 9 bis 15. / 2017 antworten

Servus Mike,

macht richtig Laune...allein schon das auf der Kiesbank in der Sonne sitzen :-)

Gruß

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

Donaumike Offline




Beiträge: 1.062

26.02.2017 09:31
#272 RE: Bergfahrt 16 und 17. / 2017 antworten

Danke Wolfgang, freut mich...
Hans;-) hier etwas Sonne von gestern. Zu viele Menschen genossen die Sonnenstrahlen, so flüchtete ich mit meinem Eilkanu in mein Pays d'en haut, und auf dem Weg dorthin sichtete ich erstmalig einen Fuchs vom Kanu aus. Ja dort wo Fuchs und Hase sich wirklich gute Nacht sagen...

Grüße vom Pays d'en haut
Mike



* hier das Wichtigste ;-) Pegel 200 cm, Wassertemperatur 6,4 Grad! & noch eine dünne Eisschicht entdeckt...


Dank Jagdpaddel nahe am Fuchs...



Sonntag Abend EDIT/ Nachträglich
17. Tour

Sonntag 26. Februar, Pegel 186 cm, Wolken und geizige Sonnenstrahlen.




Grüße Mike

Donaumike Offline




Beiträge: 1.062

27.02.2017 13:41
#273 RE: Bergfahrt 18. / 2017 antworten


Sorry! Das muss jetzt sein! Rosenmontag 27. Februar 2017. Live an / auf der Donau. Pegel 181 cm, Wassertemperatur auf 6,2 Grad abgesunken...Berichte folgen vielleicht...nächste Woche..

LGM

Angefügte Bilder:
20170227_135722.jpg   20170227_132323.jpg   20170227_161105.jpg  
Als Diashow anzeigen
Donaumike Offline




Beiträge: 1.062

09.03.2017 09:45
#274 RE: Bergfahrt 16 bis 22 / 2017 antworten

16. Tour

Kleine Zusammenfassung (16 - 18) zu den vorherigen Kurznachrichten!

Samstag 25. Februar 2017, Pegel 200cm, Wassertemperatur 6,4 Grad. Frühlingswetter! Der Spaziergang über Wasser führte in mein Pays d´en haut, wo ich Blicken der menschlichen Natur gut ausweichen konnte. Umso besser, ich bekam einen Fuchs erstmalig vom Kanu aus zu Gesicht. Wir schauten uns gegenseitig an, danach verkrümelte er sich ins Gehölz. Am Ziel angekommen wurde ich von einer dünnen Eisschicht überrascht. Ich wollte Paddler mit Jagdpaddel im Jagdkanu weiter sein; kein lärmender Eisbrecher.



17. Tour

Herrenloser Rucksack?

Sonntag 26. Februar, Pegel 186 cm, bewölkt. Das Wetter war mild nur die Sonne tat sich schwer. Die Talfahrt führte an ein gemütliches Fleckchen Erde. Auf Bergfahrt gegen den nun plötzlich angezogenen Wind musste das Kanu auf Trapp gehalten werden. Das Ziel des weit entfernteren Ausstieges war für diese Verhältnisse nicht einfach - so mal - zu erreichen.
Plötzlich sichtete ich etwas Komisches vorm Bug in einem Kehrwasser. Anfangs dachte ich an einen leblosen Körper mit geschultertem Rucksack, zum Glück blieb es beim Rucksack. So barg ich den schweren vollgesogenen Rucksack, der als zusätzliche Trimmhilfe gute Dienste leistete. Nur das ablaufende Wasser vom Rucksack kostete etwas Geduld um dieses teilweise wieder los zu werden. Mein im Bootshaus liegender Schwamm half mir leider nicht dabei und an meinen großen Müllsack in der Weste dachte ich nicht.
Am Ziel suchte ich im Rucksack nach einem Hinweis vom Eigentümer, den ich dann auch fand. Ich fragte mich, wie ein derart mit persönlichen Dingen gefüllter Rucksack in die Donau landet. Diebesgut ...oder schlimmeres? Deswegen schob ich mit etwas Mühe und Umwegen an, den Eigentümer zu benachrichtigten.



18. Tour

Für einen Angelhaken einen Biber bekommen

Rosenmontag 27. Februar, gut sonnig und warm, Pegel 181 cm, Wassertemperatur auf 6,2 abgesunken. Ein Abstecher zum Rosenapfelbaum und etwas später angelegt. Die Sonne wurde gut im Kanu und an Land genossen. Auf dem Rückweg hing ein Angelhaken mit Stahlvorfach vor meiner Nase, den ich gleich beseitigte. Später bei der Nachbereitung der Tour, lies ich leider den Angelhaken auf der Parkfläche vorm Bootshaus liegen. So radelte ich später wieder zum Bootshaus zurück und fand das Ding nach ein paar Minuten wieder.
Kurios war, dass ich auf dem Weg zum Bootshaus am Hochwasserdamm einen Biber sichtete, der ungestört unter der Sonne an Grashalmen herumzupfte. Spaziergänger aus der Ferne dachten an einen Hund.


19. Tour

Über Schlüsselstelle zum Trauerschwan

4. März, 17 Grad Lufttemperatur, Pegel auf 208 cm angestiegen, Wassertemperatur glatt sechs Grad. Durch den Thread Solo ohne Steuerschlag...experimentierte ich auf diesen Schwerpunkt hin mit dem Paddel, Kanu, Wind und Strömung herum. Dabei stellte ich fest, dass diese Geschichten und Parameter immer auf meinem Zettel stehen und sich damit auch auf dem Wasser auseinandergesetzt wird. Schön das dieses nun kein absolutes Neuland mehr ist, obwohl noch vieles einen Feinschliff verträgt.
An der Eisenbahnbrücke versuchte ich mehrmalig mein Glück durchzuschlüpfen, was unter dem linken Brückenjoch doch nicht gelang. Schließlich glückte es unter dem rechten Brückenjoch. Von links nach rechts mittels Fähre, um an einem günstigen Punkt die rechte Stromzungenflanke über den knapp überspülten Steinen zu überlisten. Eine klassische Durchfahrt rechter Hand ist derzeit oder doch für immer bei diesem Pegel mit einem Solokanu ausgeschlossen.
Der Ausflug führte kurz vor das Eiland im Windschatten der Konrad – Adenauer – Brücke. Von der Stadtanlegestelle flog kurz davor plötzlich ein Trauerschwan ab, der von Passanten gestört wurde. Solch ein schönes Exemplar in Schwarz mit weißen Schwingen bekam ich erstmalig zu Gesicht.




20. Tour

Sonntag 5. März, Lufttemperatur zweistellig Plus, Pegel 200 cm, Wassertemperatur auf 6,6 Grad angestiegen. Der Abstecher in die Wildnis wurde durch gespenstige Ruhe belohnt.




21. Tour

Bergfahrt extrem!

Dienstag 7. März, stark bewölkt bei vier Grad plus, Regen vorhergesagt und somit zu erwarten, gut Windig, Pegel 192 cm, Wassertemperatur 6,6 Grad. Weil mit Regen zu rechnen war zog ich mal den Trocki an. Die defekte Ärmelmanschette wurde mit einem fünf Zentimeter breiten Klettband abgeschnürt, sicher nicht ganz dicht aber brauchbar.
Auf dem Wasser kam sofort eine gute Brise entgegen. Durch die Schillerbrücke musste gut am Paddel gearbeitet werden, durch die Eisenbahnbrücke musste wortwörtlich geschuftet werden. Ich stand kurz davor von einer Durchfahrung abzusehen.
Der Pegel nicht hoch, mit nur 192 cm bei Beginn der Tour, bei 208 cm am 4. März war es auch nicht einfach, aber jetzt geht es an die Grenzen. Ist der Pegel plötzlich angestiegen? Ich musste handeln, auf der Antwort hockte ich! Es lag an meiner Sitzeinstellung, die etwa fünf Zentimeter von meiner gewohnten Einstellung entfernt war. Ich hatte einfach bei meiner vorherigen Fahrt, die ebenso bei gutem Gegenwind stattfand, den Sitz nach der Tour von vorn zu weit nach hinten fixiert.
So schlossen sich die ungünstigen Parameter zu einem Teufelskreis zusammen. Im ruhigen Fahrwasser an der Donaubühne stellte ich den Trimmmangel ab, lieber spät als nie dachte ich.
An der Konrad- Adenauer – Brücke musste ebenso geschuftet werden, ist aber beim dritten Anlauf dank der neuen Trimmung geglückt.
Oben angekommen pflanzte ich mich nach einem Landgang auf den weichen Grasteppich.



Die größeren Steine und der Kiesstrand ist vom Fluss gut verschluckt worden. Die Talfahrt wurde mit ein paar Kehrwassermanövern abgerundet.

Ja, geregnet hatte es nicht, nass bin ich trotzdem geworden. So zog ich mich nun komplett um; das letzte Mal an der Amper war zumindest nach einer Kenterung an einem Brückenpfeiler gewesen. Auf dem gut stürmischen Heimweg mit dem Fahrrad lachte plötzlich die Sonne am rundherum blauen Himmel, nach etwa 15 Minuten war es wieder grau und die ersten Regentropfen tröpfelten dahin. Schön war´s wieder.


22. Tour

Mittwoch, 08. 03. 2017, Heiter bis wolkig bei sechs Grad, Pegel 204 cm, Wassertemperatur 6,7 Grad. Der vorherige Ausflug hatte mich dazu bewogen, mein Kanu im trockenen zu lassen. Als sich ein Schönwetterfenster öffnete, zog es mich doch zum Fluss, zumal ich diese Woche vormittags, teilweise zur freien Verfügung habe.

Weil kaum ein Windzug zu spüren war, paddelte ich bergab, zumal ich ein kleines Feuerchen weitab veranstalten wollte. Als Paddelwerkzeug wählte ich mein Otterschwanzjagdpaddel.
Natürlich war ich wieder am Experimentieren. Es gelang mir acht bis neun Schläge ohne den Daumen nach unten für die Korrektur zu drehen, geradlinig zu paddeln. Ein wenig übte ich noch, wo natürlich auch mal der Bug leicht nach backbord ausriss. Schön war zu fühlen, wenn das Kanu sich nach steuerbord auf einer unsichtbaren Schiene festklemmte. Die Winkel des Paddels müssen halt stimmen, die Frequenz usw. und dann funktioniert es auch. Wenn mein Kanu mit der leichten Strömung bewusst nicht geradlinig fuhr, war es etwas einfacher diese Technik anzuwenden. Später paddelte ich dann standartmäßig in meinen Fassettenreichtum bergab. Ich weiß, dass es so gut ist, weil es sich gut anfühlt, es vorwärts geht, mein Kanu gehorcht und mir auch keine körperlichen Probleme bereitet. Klar ausbaufähig ist es noch.
Nach und nach wurde es Zeit anzulegen, eine Biberrutsche bot sich gut dafür an. Der Pausenplatz schaute gut urig aus, rundherum eine Biberbaustelle.



Mein Feuerkorb oder weltbekannter Besteckkorb, der schon Jahre lang herumliegt, sollte endlich eingeweiht werden. Sonst nutze ich ja Feuerschale, Grillgitter und Muurikka. Das Feuerchen wurde fix mit Zündfunken entfacht.



Während dem Snack stellte ich fest, das über mir im Geäst von den Bäumen, kiloschwere dicke abgebrochene Äste hängen, die den Anschein machten, jeden Moment der Erdanziehungskraft Folge zu leisten. Gut, übernachten wollte ich ja nicht. Als es wieder Zeit wurde legte ich ab und paddelte zufrieden zurück. Neben dem Rosenapfelbaum ist wahrscheinlich eine Biberröhre, daneben (Foto) liegen Überreste von einem Greifvogel.




Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon
Mike

Donaumike Offline




Beiträge: 1.062

13.03.2017 15:28
#275 RE: Bergfahrt 23, 24 / 2017 antworten

23. Tour

Kurze Gepäckfahrt bei hohem Pegel

Freitag, 10. März 2017, Wolkig bei vier Grad, eilige Wolken, Böen, Nordwestwind, Pegel 346, Wassertemperatur 6,9 Grad.
Morgens auf dem Display war ich über den rasant angestiegenen Pegel überrascht und strampelte noch zu guter Zeit Richtung Fluss und konnte es mit eigenen Augen sehen. Ab der Eisenbahnbrücke bis kurz hinter der Schillerbrücke war klar WW 2+ ersichtlich.
Ich haderte mit mir herum, ob ich nun endlich dieses Teilstück bei solch einem Pegel durchpaddeln sollte. Mein Trocki war nicht im Bootshaus, war leider vom Kopf und von der Zeit her auch nicht darauf vorbereitet. So ließ ich letztendlich davon ab. Gut so, ich hatte zumal etwas anderes vor, dieses Vorhaben läuft ja nicht davon.

Auf dem Fluss so gegen 0803 Uhr, glich die Aussicht einem Logenplatz. Diesmal hatte ich etwas mehr Gepäck dabei und paddelte bergab. Als ich die Böen und den starken Rückenwind spürte, kam mir mehr als sonst in den Sinn, dass ich ja wieder unter diesen ungünstigen Verhältnissen zurück müsse. Kurz nach der Autobahnbrücke drehte ich in ein Kehrwasser und paddelte wieder bergauf.
Unter der Autobahnbrücke zog die Strömung gut durch, sodass sich durch die daraus resultierende Paddelarbeit plötzlich meine Rumpfmuskulatur meldete, weil sie noch nicht auf Betriebstemperatur war. So machte ich etwas langsamer und es spielte sich wieder gut ein. Die wenigen Baumhindernisse und Sträucher denen ausgewichen werden musste, verlangten plötzlich wieder mehr Aufmerksamkeit.
Bei einem Baumhindernis paddelte ich mitten hindurch, was ich mir aber vorher gut überlegte.
Nun war ich am Ziel angekommen und stellte, vielmehr hing ich mein Tipitarp an einem Ast auf, was augenblicklich die Horizontale einnahm und spannte mit etwas Mühe das Tipitarp ab. Geplant war ja bergab zu paddeln um es dort irgendwo aufzuschlagen. Glücklicherweise kamen keine neugierigen Leute, sodass ich in Ruhe alles Richten konnte. Hintergrund des Aufbaus und dem anderen Drumherum war und ist; ich werde bald eine längere Bergfahrt mit Übernachtung unternehmen und wollte ein paar Dinge ausprobieren und neu überdenken.







24. Tour

Sonntag 12. März 2017, ab 13 Uhr auf dem Wasser, Sonnig, kühler Wind, im Windschatten T- Shirt – Wetter, Pegel 272 cm. Die Donau hatte noch einen guten hohen Pegel, immerhin um 74 cm gesunken. Die Reise ging zu Tal und nach ein paar Spielchen und kurzen anlanden wieder zu Berg.



Da mein Zeitfenster es noch zuließ, paddelte ich am Ausstieg vorbei und noch bis an den ersten Donaustrand. Davor hängt das Baumhindernis, was am Freitag durchpaddelt wurde. Man erkennt schön die Kennzeichen vom höheren vergangenen Wasserstand.



Am Donaustrand qualmte östlich der Bucht eine Feuerstelle, wo zwei Leute mit dem Rücken zur Feuerstelle saßen, dort blieb ich dicht angelehnt am Ufer kurz stehen. Westlich der Bucht hockte ein Angler, dazwischen weiter weg vom Ufer wurde Fußball gespielt. Augenblicklich rollte ein Ball ins Wasser, nicht weit von der Pose des Anglers entfernt und wurde schon vom Nordwind erfasst. Da ich Anglern grundsätzlich auf meinen Kurs ausweiche, zögerte ich nicht lange und drehte ab. Es wäre ein leichtes gewesen, mich aus meiner Deckung neben der reisenden Strömung zu lösen und pfeilschnell zu dem Ball zu gelangen. Ich wollte den Angler, das „wofür“ nicht erklären müssen.

Heute entnahm ich laut Polizeibericht, das am Samstagabend, ein unter Alkohol beeinträchtigter junger Mann, an der Stadtanlegestelle in die Donau gefallen war. Sein Begleiter wollte helfen und kam selber in Not. Ein dritter half den letzteren wieder ans Ufer, der andere trieb ab. Die folgende Suchaktion der Rettungskräfte, u.a. mit Hubschrauber blieb bis jetzt erfolglos. Ein Tauchereinsatz war auf Grund der starken Strömung (3m/s) ausgeschlossen.

Gruß Mike

Donaumike Offline




Beiträge: 1.062

15.03.2017 14:13
#276 RE: Bergfahrt 25 / 2017 antworten

25. Tour

Wildkontakte - Wildnis – Tour

Mittwoch, 15..03.2017, bewölkt bei fünf Grad, kaum Wind, Pegel 213 cm, Wassertemperatur 7,4 Grad, abgelegt 0800 Uhr. Auf dem Fluss angekommen spukten ab und an die Gedanken über das tragische Unglück vom Samstag in meinem Kopf. Der 29- Jährige Mann ist leider immer noch vermisst.


Die Zeichen vom vergangenen höheren Pegel waren hier und da mehr oder weniger präsent. Da es diesmal so gut wie windstill war, wurde diese willkommene Abwechslung gerne angenommen. Während dem dahingleiten zeigte sich im Gehölz kurz ein weißer Spiegel von einem Reh oder Rehbock.

Irgendwann entdeckte ich von einem Wasserpfad aus, die Rückseite eines Verschlages, die Vorderseite war schon vom Hauptfluss aus bekannt.



Von dieser kleinen Wildnis löste ich mich wieder und besuchte ein schon bekanntes Plätzchen, für das Füße vertreten und einer Brotzeit.



Danach sichtete ich wieder einmal vom Kanu aus einen Eisvogel, der es sogar eine Zeit mit mir aushielt. So paddelte ich dahin, bis plötzlich der halbe Kopf von einem Reh oder Rehbock, über einen dicken umgefallenen Baum spähte. Diese Sichtung erfolgte einfach so, ein rascheln und knacken im Gehölz war davor nicht zu hören. Ich legte mein Paddel ab, das Kanu lief noch etwas nach und holte mein Smartphone heraus. Dabei drehte das Kanu leicht bei und sackte mit der Strömung zurück. Wir beobachteten uns auf Augenhöhe, das Reh lauschte immer noch halb mit seinem Kopf über den liegenden Baum darüber. Als ich ein Bild knipste, stand es auf und verschwand, eine bescheidene Aufnahme (Foto) von der Flucht geglückt.




Neben dem Baum standen augenblicklich mindestens zwei Rehe auf und suchten ebenso das Weite. Danach flogen noch ein paar Schwäne in Richtung meines eingeschlagenen Kurses.

Grüße non der Donau oder nicht weit weg davon
Mike

Ulme Online




Beiträge: 829

16.03.2017 06:34
#277 RE: Bergfahrt 16 bis 22 / 2017 antworten

Servus Mike!

Zitat
Neben dem Rosenapfelbaum ist wahrscheinlich eine Biberröhre, daneben (Foto) liegen Überreste von einem Greifvogel.



Rest von Greifvogelschwinge und (saubere) Röhre. Tippe eher auf Otter.
Möglich aber eher nicht so wahrscheinlich wäre auch Waschbär oder Marderhund.

---------
"Be prepared - not scared!"
C. Lundin

Donaumike Offline




Beiträge: 1.062

16.03.2017 19:03
#278 RE: Bergfahrt 26 / 2017 antworten

Servus Ulme,

ich glaube du liegst richtig, wenn es keine Wasserratte auf dem Paddelfoto ist. Kaum zu glauben, heute Nachmittag keine dreißig Meter von der Röhre entfernt ..ich schreibe morgen oder Montag mehr dazu..

Donaumike Offline




Beiträge: 1.062

17.03.2017 14:34
#279 RE: Bergfahrt 26 / 2017 antworten

26. Tour

Erkundung unter Sonnenstrahlen

16. März, Sonnig bei etwa fünfzehn Grad, Pegel 210 cm, Wassertemperatur 7,9 Grad.
Auf halben Weg mit Kanu zum Fluss, flatterten erstmalig in diesem Jahr, mehrere Zitronenfalter um mich herum. Eichelhäher und Specht meldeten sich auch wieder, als ich schon eine Weile auf dem Fluss war.
Mein Kurs der Rosenapfelbaum und weiter, weil ich durch Ulme auf Otteranzeichen aufmerksam gemacht wurde. Danke!

So paddelte ich um einen Ticken umsichtiger. Am Rosenapfelbaum angekommen, war ich von der Größe der Röhre überrascht, sie wurde durch den vergangenen hohen Pegel gut ausgespült.
Ich konnte es kaum glauben, tatsächlich schwamm etwa fünfzehn Meter unterhalb von der Röhre etwas auf mein Kanu zu. Das Schwimmbild schaute in etwa eines Biber gleich, dieses Wesen war kleiner und putziger. Ich hatte auf einen anderen Fluss schon Otterkontakte vom Kanu aus erlebt und bin mir fasst sicher, dass dies auch einer war. Leider konnte ich kein Foto machen, gab aber nicht gleich auf.
So paddelte ich wieder etwas zurück und lies mich von der Strömung wieder zurück sacken. Ich war schon drauf und dran mein Paddel zu greifen, als plötzlich etwas unter dem Gestrüpp, hervor schwamm. Ich beobachtete einen Bruchteil und drückte den Auslöser. Durch das Auslösegeräusch vom Smartphone, was ich hätte abschalten sollen, erschreckte sich das Wesen und tauchte ähnlich wie ein Biber mit Klatschen der Flosse ab.
Bei diesem zweiten Kontakt, bin ich mir durch das entstandene unscharfe Bild nicht sicher, ob es ein Otterschwanz oder Rattenschwanz war.
Weil die Sonne gut einheizte, lies ich es noch langsamer angehen und landete gleich zweimal an. Beim letzteren hopste dreißig Meter entfernt ein Reh davon, obwohl schon einige Minuten an Land und nur fünf Meter vom Kanu entfernt.
Zum Frühlingsanfang am Montag den 20. März, ist es vier Jahre her, wo ich meine erste Bergfahrt begann.
Am Mittwoch den 22. März, ist Weltwassertag!






Grüße von der Donau
Mike

saiga Offline



Beiträge: 79

17.03.2017 16:23
#280 RE: Bergfahrt 26 / 2017 antworten

Hallo Mike,
zu dem Tierchen auf dem Bild, würde ich wahrscheinlich eher Bisam als Otter sagen.
Sein Schwanz ist leicht abgeflacht bzw. oval. Auch wenn ichs nie gehört habe, ist ein Klatschen beim plötzlichen Tauchen dadurch auch vorstellbar.
Gruß Saiga

Donaumike Offline




Beiträge: 1.062

17.03.2017 17:15
#281 RE: Bergfahrt 26 / 2017 antworten

Hallo Saiga,
hab gerade mir noch Bilder plus Filmchen im Internet von schwimmenden Bisam angesehen. Tendiere nun auch mehr zu Bisam. Otter verhält sich doch anders im Wasser. Schön wär's, wenn doch noch zusätzlich ein Otter dort lupenrein auftauchen würde. Es ging halt alles sehr schnell...

Grüße Mike

Donaumike Offline




Beiträge: 1.062

23.03.2017 06:54
#282 RE: Bergfahrt 27 / 2017 antworten

Dienstag 21.03.2017
Nun ist er da der Frühling, die ersten Blümchen, die Kätzchen an den Sträuchern und Bäumen, sind von Land und vom Kanu aus nicht mehr zu übersehen. Zu guter Zeit auf dem Fluss kreuzte ein Biber meinen Weg. Die Vögel zwitscherten auch wieder mehr und gerne, sodass ich glatt am Rosenapfelbaum vorbei paddelte. Kurz danach schaute ich doch noch mal nach dem Apfelbaum, der nun auch die ersten Knospen schickt. Das Wetter wechselte von stark bewölkt zu heiter bis wolkig, so konnten ein paar Sonnenstrahlen eingefangen werden. Nicht nur das Wetter wechselte, sondern auch die Paddel. Kurz wurde wieder an einen neuen schönen Platz angelegt. Der Pegel betrug 235 cm, die Wassertemperatur 9,4 Grad.

Paddeln und oft: Jetzt erst recht! Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon
Mike

Donaumike Offline




Beiträge: 1.062

29.03.2017 15:00
#283 RE: Bergfahrt 28 und 29. / 2017 antworten

28. Tour

Mit Klappstuhl und Luftpost unterwegs

Samstag, 25.03.2017, Sonnig bei zweistellig plus, Nordostwind, Pegel 210 cm, Wassertemperatur 9,4 Grad. Endlich habe ich meinen Klappstuhl ausgegraben und ins Kanu verfrachtet. Am Einstieg mitten im Fluss trieb ein neonfarben Luftballon, der Ballast schleppte. Schnell mit Kanu hinterher und aufgefischt. Durch den auffrischenden Wind landete ich lieber am Ufer an und pflanzte mich auf meinen Klappstuhl.



Die Luftfracht, drei bunte aufgeweichte Kärtchen von der Mittelschule Anton Balster in Neustadt. Neustadt an der Donau liegt vom Fundort etwa 23 Flusskilometer weiter östlich entfernt. Eine Karte wanderte gegen Abend in den Briefkasten. Vielleicht kommt beim Empfänge A* S* etwas Freude auf.


29. Tour

Zu guter Zeit am Mittwoch den 29. März, für den 29. Abstecher bereit. Der Pegel mit 179 cm nicht wild, die Wassertemperatur endlich zweistellig mit glatt zehn Grad. Die Sonne lachte bei etwas Südwestwind.

Nicht wenige Bachstelzen begleiteten meinen Weg, die Ufervegetation, die Sträucher, die Hecken, die Bäume werden immer grüner, ein schöner Anblick. Zwischen der Schillerbrücke und der Eisenbahnbrücke sprangen eine Vielzahl von Fischen empor, direkt vor dem Bug und sehr dicht längsseits, innerhalb von wenigen Sekunden, dreimal hintereinander. Die Fische schauten nach Rotfeder aus, wenn ich mich an meine Anglerzeit zurück erinnere. Sie sind ja gern als Schwarmfisch (nachgelesen) unterwegs, vielleicht liege ich ja richtig.
Kurz vor dem Donausteg lag eine verendete Ente / Rostgans am Ufer, durch dessen Farbe und Masse dachte ich erst an einen Rotfuchs. Nahe der Stadt grüßte ein Eichhörnchen, wenig später nach der Konrad- Adenauer- Brücke, ein Wildkaninchen. Die Durchfahrung der Konrad-Adenauer- Brücke gelang zügiger wie erwartet. Diesmal nahm ich deutlich mehr Anlauf aus dem Kehrwasser, musste dennoch die Paddelseite ein paarmal zügig wechseln, aber weniger. Gut doch die Schattenroute nach oben ausgewählt zu haben, weil ich nach etwa zwei Kilometern gut auf Betriebstemperatur kam.

Am Ziel angekommen, warteten die Sonnenstrahlen, mein Klappstuhl kam auch wieder zum Einsatz. An der Fischtreppe werde ich in nächster Zeit nicht mehr so nahe mich bewegen, um den Fischverkehr gegebenenfalls nicht zu stören?




Während der Pause entfachte ich aus Test mittels Zündfunken ein wenig abgeschabten Kienspan aus eigener Ernte.
Auf Talfahrt grüßte noch eine Vielzahl von sichtlich begeisterten Kindergartenkindern, die auf Exkursion am östlichen Anfang des Donaustrandes waren. Die vier Stromkilometer zu Tal wurden nicht nur gepaddelt, Treibgut unter Sonne tut auch mal gut, zumal der Wind etwas mit half.

Grüße von der Donau oder nicht weit weg davon
Mike

Donaumike Offline




Beiträge: 1.062

31.03.2017 07:04
#284 RE: Bergfahrt 30 / 2017 antworten

30. Tour

Frühsommer

Donnerstag, 30. März 2017, Heiter bis wolkig, zu guter Zeit noch frisch, kaum Wind, Pegel 170 cm, Wassertemperatur 10,80 Grad. Die Wettervorhersage hatte mit weniger Sonne und mehr Wolken gewinkt, es wurde glücklicherweise doch sonniger.
Am Vortag hatte ich schon nach der Tour alles für diese Gepäckfahrt vorbereitet, um zügig auf das Wasser zu gelangen. Absicht war ein wenig zu paddeln, hier und da anlanden und gegen elf Uhr die Feuerschale für das Mittagessen einzuheizen. So streifte ich mit meinem Kanu am Ufer entlang, die Sonne wurde stetig stärker.



Der Rosenapfelbaum legt nun Frühlingsmode an, hier und da kreuzte ich den Fluss, wenig Fische hüpften, Schwäne, Gänse, Enten, zwei Spechte wurden gesichtet, diesmal kaum Bachstelzen.



Vor Jahren entdeckte ich mal eine Mülltonne im Fluss, nun fand ich sie wieder.




Es wurde letztendlich viel mehr gepaddelt und viel später nur einmal angelegt.



Die Reispfanne schmeckte, die Sonne spendete gut Hitze, sodass meine Jacke in die Tonne wanderte. Wieder gut gepaddelt, neue Spuren an Kanu und Ausrüstung, schön war´s.


LG von der Donau
Mike

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