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Dieses Thema hat 23 Antworten
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 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
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sputnik Offline




Beiträge: 2.005

11.01.2013 22:28
#16 RE: Bergfahrercanadier antworten

Beim Lesen dieser Zeilen fällt mir gerade wieder ein, wie ich mit einem Bekannten im Tandem die Altmühl
stromaufwärts gepaddelt bin. Das klingt jetzt recht einfach, aber auch die Altmühl hat stärker strömende
Stellen, die dazu noch recht flach sind. Mit Paddeln hatten wir wenig Erfolg, weil wir kaum die Hälfte
des Blattes eintauchen konnten, was zu wenig Vortrieb brachte. So haben wir uns stellenweise von einem
Krautteppich zum Nächsten mit den Paddeln geschoben.

Wie hätte das mit Poling gehen können? Gibt es das, Poling im Tandem? Habe ich noch nie gesehen.
Ich könnte mir vorstellen, daß der Hintermann "polt", während der Bugmann mit dem Paddel die Richtung
unterstützt.
Axel, was meinst du?

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

11.01.2013 22:36
#17 RE: Bergfahrercanadier antworten

Klar, beides geht: einer der mit der Polingstange von hinten voran treibt während der andere lenkend oder faulenzend im Bug sitzt oder beide, die stehend mit Stangen stochern. Ich habe das noch nicht probiert und würde dafür einen warmen Tag und wenig verblocktes Wasser wählen weil das eine ambitionierte Koordinationsübung ist bei der anfangs mit dem einen oder anderen Ausfallschritt ins Wasser gerechnet werden muss.

Die Idee mal ein paar Tage die Altmühl hinauf zu paddeln und zu stochern hatte ich auch schon mal. Wie ist denn in diesen verkrauteten Abschnitten der Flussgrund beschaffen? Ist da viel Schlick oder eine Kiesschicht?

Axel

P A D D E L B L O G - 2. Sicherheitstreffen am 21./22.09.2013
There's more means to move a canoe than paddles

Jörg Wagner Offline



Beiträge: 871

11.01.2013 23:16
#18 RE: Bergfahrercanadier antworten

Hi,
im Heimatland des Poling, Maine und den nördlichen Neuenglandstaaten war die Kombination "Poling (im Heck) und Paddeln (im Bug)" durchaus üblich, und wir praktizieren das auf unseren Allagash-Trips als ganz reguläre Methode, auch Tandem-Poling ist üblich und je nach Gewässer und verwendetem Bootsmodell auch sehr wirksam, hierbei bewähren sich die 20 E.M. White-Modelle ganz hervorragend.
Jörg Wagner

sputnik Offline




Beiträge: 2.005

11.01.2013 23:38
#19 RE: Bergfahrercanadier antworten

o.k. dann ist meine Frage zur vollsten Zufriedenheit beantwortet.

Dazu

Zitat von AxeI im Beitrag #17
.....
Die Idee mal ein paar Tage die Altmühl hinauf zu paddeln und zu stochern hatte ich auch schon mal. Wie ist denn in diesen verkrauteten Abschnitten der Flussgrund beschaffen? Ist da viel Schlick oder eine Kiesschicht?

kann ich nur sagen, daß wir mit den Paddeln nicht auf den Flußgrund gekommen sind, so dicht war das Kraut. Man konnte
sich gut voranschieben und auch ausruhen, da das Boot satt auflag.

Kannst du mir eine Polingstange borgen und nimmst mich mit, wenn du es versuchst? Bin zu jeder Schandtat bereit.

Gruß, Stefan
__________________________________________________
Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

ronald Offline



Beiträge: 209

12.01.2013 10:19
#20 RE: Bergfahrercanadier antworten

Zitat von AxeI im Beitrag #17
Die Idee mal ein paar Tage die Altmühl hinauf zu paddeln und zu stochern hatte ich auch schon mal. Wie ist denn in diesen verkrauteten Abschnitten der Flussgrund beschaffen? Ist da viel Schlick oder eine Kiesschicht?


Hi,

Axel tu das nicht. Die großen Krautbetten der Altmühl (genauer gesagt: Teichrosenteppiche) sind wichtige Rückzugsgebiete für Wassergeflügel und Fische, die sollten möglichst unbefahren bleiben, zumal der Fluss sowieso schon an der Grenze des Belastbaren befahren wird.

Und das bringt mich auf den zweiten Punkt: Du hättest oft heftigen Gegenverkehr, zu einem Teil ohne jegliche Paddelerfahrung quer über den Fluss zickzackend...

Gruß, Ronald

trullox Offline



Beiträge: 616

12.01.2013 10:29
#21 RE: Bergfahrercanadier antworten

(Ist da viel Schlick oder eine Kiesschicht?)
Meistens Schlick. hab schon dringesteckt.

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

12.01.2013 11:37
#22 RE: Bergfahrercanadier antworten

Danke für die Info, Fred. Ja, Schlickgrund macht eine Befahrung mit der Polingstange dann doch sehr unattraktiv.

@Ronald: Du hast natürlich recht, dass die Fauna und Flora geschont werden sollte. Ich befürchte nur, dass die vielen Bootswanderer, deren Paddelkompetenzen oftmals mehr als zweifelhaft sind, viel mehr Schaden anrichten als jemand, der sich z.B. im Umgang mit der Polingstange auskennt und alle fünf bis acht Meter mal einen Abdruck in den Flussgrund stanzt, der durch das nächste Flutereignis oder durch die reguläre Strömung schnell wieder mit Sedimenten verfüllt wird.

Zurück zum Bergaufpaddeln im Soloboot (und damit auch weg vom 20' E.M.White - so spannend ich dergleichen Frachtschiffe finde): Je kürzer z.B. Wildwasserboote werden desto häufiger ließt man in den Beschreibungen auf der Plusseite: "wendig", "surft hervorragend" aber auch als Minuspunkte: "schlecht zu beschleunigen" oder "langsam". Viel spricht meines Erachtens dafür ein langes Boot mit guten Gleiteigenschaften zu benutzen wenn man gegen die Strömung voran kommen will. Das setzt voraus, dass man präzise Steuerschläge beherrscht damit das Boot nicht aus der Spur läuft und der Strömung Angriffsfläche bietet.

Axel

P A D D E L B L O G - 2. Sicherheitstreffen am 21./22.09.2013
There's more means to move a canoe than paddles

Donaumike Online




Beiträge: 993

21.03.2013 19:02
#23 RE: Bergfahrercanadier antworten

Gestern dem 20.03.2013 am frühen Morgen noch null Grad, aber wenigstens keine Windböen und Schneeregen, das gab mir die Gelegenheit das „kleine Gutwetterfenster“ gegen 10:45 auszunutzen um gegen den Berg auf der Donau mit meinem neuen „gelben Elementarteilchen“, gegen die Strömung anzutreten. Bei einem Pegel von plus -minus 2,27 m, im Gewissen einer möglichen Kenterung bei einer Wassertemperatur von etwa fünf Grad, Wechselsachen und heißem Tee am Ufer deponiert und zu wissen über Jahre nur kaltes Wasser bei der Morgentoilette benutzt zu haben, ging es an die erste Herausforderung. Zu meiner Bekleidung muss ich erwähnen, hatte ich nur eine Jeans, kurzes T-Shirt, dünne Windjacke und Schwimmweste und Stiefel angelegt. Zuvor hatte ich meinen geliehenen Arbeitspullover (ich selber besitze keine mehr, habe sie alle vor Jahren an Obdachlose abgegeben)noch abgelegt, was eine gute Entscheidung war, ich kam nämlich ins Schwitzen. Ich musste zum Einsetzen des Bootes etwas in die Donau waten. Denke aber noch über einen Trockenanzug nach, aber nur Stromabwärts.
Die Fahrt gegen den Berg dauerte etwa 35 Minuten, Bergab etwa fünf bis zehn Minuten. Erstaunlich war für mich das ich nur ein Kehrwasser erkennen und ausnutzen konnte, sonst nur ab und zu „verspüren“ vermag, wenn das Boot leichter bergauf zu fahren war. Ich war froh dass ich ein Paddel mit etwas mehr Angriffsfläche benutzte. Mein erstes Paddel jetzt Reservepaddel wollte ich auch testen, versäumte es aber. Jeder falsch gesetzte Paddelschlag nahm die Fahrt sofort heraus. Am Ufer waren zahlreiche Enten und Schwäne zu beobachten. Mir sind viele Biberfade an der Uferböschung aufgefallen. Durch die Enten, Schwäne und zahlreichen abgenagten und umgefallenen Bäume konnte ich nur mit respektvollerem Abstand vom Ufer bergauf fahren. Es war eine schöne Erfahrung die ich oft wiederholen werde und nicht nur auf der Donau.
Wie Axel schon geschrieben hat, sind.. Zitat: "naturbelassene Flüsse" bestimmt besser zu fahren.

Grüße, Mike

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

23.03.2013 05:42
#24 RE: Bergfahrercanadier antworten

...und mit jeder "Erfahrung" steigt as Vergnügen!
LGW

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

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