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Dieses Thema hat 47 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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vauWe Offline



Beiträge: 132

05.06.2007 17:55
Vorstellung und Bitte um Beratung antworten

Guten Abend,
mal wieder ein Neuer, der 'n Boot sucht. Kurz zu mir, Mitte 30, verheiratet, 2 Kinder und aus Dresden. Aus Jugendjahren einiges an Paddelerfahrung, seit ca. 10 Jahren aber bis auf gelegentliche Ausleihen in Mecklenburg, am Main und im Spreewald aber nicht mehr gefahren. Davor Kanurennsport (Kajak), Kanupolo und kurzes Schnuppern ins Wildwasser (auch im Kajak). Nun soll nach einigen Jahren der Abstinenz wieder ein Boot her.

Anforderungen:
- leicht laufend für Großfluss (Elbe) und See;
- gleichermaßen für Solo wie für Familie (s.o.) geeignet;
- Gepäcktransport darüberhinaus eher egal;
- gleiches gilt für Wildwasser, Wellen sind die, die durch Wind und große Schiffe gemacht werden;
- ach ja und schön soller natürlich auch sein.

Gefahren bin ich im Bereich offene Canadier bislang nur die üblichen Vermietungsboote aus Royalex o.ä.. Sicherlich für diesen Zweck absolut i.O., aber Solo auf dem See bei Wellengang ausgesprochen beschwerlich - ich komme dort an, wo ich hin will, aber Spaß geht anders - und im Tandembetrieb doch eher im beschaulichen Geschwindigkeitsbereich.

Ich bin mir bewusst, dass v.a. der zweite Anstrich relativ schwer zu realisieren sein wird, aber vielleicht gibts ja doch was.

Ach ja, zwar ist es nicht so, dass ich nur superbillig kaufe, zu teuer sollte es aber auch nicht sein. Kevlar wäre schön, muss aber nicht, Glas ist m.M.n. völlig ausreichend. Die notwendigen Fertigkeiten, kleinere Schäden an laminierten Booten zu reparieren, musste ich mir schon in Rennerzeiten zulegen.

Schon mal Danke für die Antworten, vauWe.

Gersprenzfischer Offline




Beiträge: 194

06.06.2007 08:18
#2 RE: Vorstellung und Bitte um Beratung antworten

Kurzum, Du suchst die Eierlegende Wollmilchsau. Leider sind die Anforderungen 2 Erwachsene und 2 Kinder gegen Soloeignung ziemlich konträr. Ich stand vor dem gleichen Problem, wobei die Soloeigenschaft eher eine untergeordnete Rolle spielte.
Da wir noch Stauraumprobleme hatten liebäugelte ich mit einem Pakboat 165 (=16,5 Fuß Länge). Noch als schneller Einer auf Grßgewässern und Seen geeignet, angeblich groß genug um auch zu viert fahren zu können. Dann haben wir uns zu viert reingesetzt und fanden es doch zu klein. Wir sind dann beim 170er Pakboat hängengeblieben. Bis jetzt sind wir damit sehr zufrieden, solo habe ich es aber noch nie ernsthaft benutzt, lediglich ein paar Testrunden. Fazit solo geht mit einem 170er sofern kein Wind herrscht.
Familiengeeignet ist ein 170er auf jeden Fall ohne größeres Gepäck, aber selbst wenn der Hund mit drin ist, lässt sich noch einiges an Gepäck unterbringen, für die Familienwanderfahrt wird aber auch ein 170er Boot eher knapp werden. Für die Familienfahrt brauchst Du weiter ein sicheres Boot, welches eine höhe Anfangs- und Endstabilität haben sollte.
Da das Anfangsproblem aber letztlich immer noch besteht, meine JUngs langsam größer werden, denken wir nun über die Anschaffung eines zweiten Bootes nach. Dies wird ein 15 Fuß Boot werden. Das ist mit 2 Personen und kleinem Gepäck fahrbar, der REst des Gepäcks, samt Hund und Familie kommt dann ins Große. Außerdem ist ein 15 Fuß Boot auch als einer gut vorstellbar. (Bei dem besagten Pakboat gibt es sogar einen Umrüstsatz von 15 Fuß lang, breit als Freizeit und KInderboot und als 15 Fuß eng als Einer)
Ob Du einen Falter benötigst musst Du selber wissen. Auf jeden Fall sind sie superleicht, schön und der 170er zu zweit ist trotz guter Manovrierbarkeit auch noch relativ schnell.
Falls kein Falter würde ich an Deiner Stelle mit einem mindestens 17 Fuß Boot für die gesamte Familie anfangen, es darf für Deine Zwecke auch noch länger sein.
Je nach Gelbeutel würde ich Dir Royalex, Kevlar oder eben ein PAkboat empfehlen. Royalex ist unempfindlich aber eher schwer, beim 17,18 Fuß kommst Du bald auf 40 kg. Kevlar ist leicht aber etwas stoßempfindlich, ein Pakboat ist sehr leicht und stoßunempfindlich, gewisse Bootsbewegungen müssen aber akzeptiert werden (letztere können auch positiv sein, da das Boot in Längsrichtung deutlich flexibler ist als Festboote, Wellen werden dadurch besser abgeritten).
Von GFK würde ich eher abraten, da diese Boote bleischwer und deutlich stoßempfindlicher (wenn auch reparabel) sind.
Falls Du viel Geld übrig hast, kein Faltboot willst würde ich zu Booten wie Wenonah Minnesota II, Champlain, Spirit II oder Itasca raten, vergliechbar ist wohl auch ein Bell Northwind und sämtliche Prospector Typen. Allerdings sind die als Einer nicht geeignet, wie letztlich alle Boote die 17 Fuß und länger sind.

Uwe

vauWe Offline



Beiträge: 132

06.06.2007 09:05
#3 RE: Vorstellung und Bitte um Beratung antworten

Danke für die Antwort. Ja, "Eierlegende Wollmilchsau" ist wohl der richtige Ausdruck.

Falter kommt für mich nicht in Frage. Da habe ich ein psychisches Problem mit. Um den Argumentationen gleich zuvorzukommen; Ich weiß, dass es durchaus ausgezeichnete Faltcanadier gibt, die sich in Robustheit und Nutzwert vor vielen festen Booten nicht verstecken müssen und auch schnell sind. Ich will aber keinen.

Nochmal zu den Anforderungen: Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass wir irgendwann zu viert auf mehrtägige Kanureisen gehen werden. Sollte das doch der Fall sein, würde ich - den Erwerb eines Bootes vorausgesetzt - in jedem Falle ein zweites Boot mieten. D.h., dass alle vier in das Boot müssen, wird eher selten vorkommen. Nichts desto trotz sollte es möglich sein, z.B. einen Ausflug in den Spreewald auf diese Weise machen zu können, ohne unterzugehen. D.h. weiter, dass die Mitnahme von Gepäck sich in diesem Falle auf Regenjacken, was zum Trinken und ein paar Kekse beschränken wird.

Im Normalfall werde ich das Boot allein fahren oder zusammen mit meiner Frau bzw. einem oder beiden Kindern. Stattfinden würde das im Wesentlichen am Wochenende auf der Elbe, die bei uns aber - jedenfalls wenn Wasser drin ist - schon recht heftig fließt. Will man da bergauf fahren, sollte das Boot schon einigermaßen laufen und v.a. auch geradeausfahren.

Meine erste Idee waren eher sportliche Boote so um die 5 m, also bspw. etwas wie der Solo+ oder der Escapade von We-no-nah (Alternativen?). Insbesondere bei ersterem habe ich aber erhebliche Bedenken, ob der nicht schon in der Normalbesetzung zu zweit/dritt an seine Grenzen kommt, von der Maximalbesetzung ganz zu schweigen. Ach ja, nochmal kurz zu den "Passagiergewichten": ich knapp 90 kg, meine Frau knapp 70 kg die Kinder zusammen < 40 kg (Tendenz steigend).

Sollte das Ergebnis sein, dass es soetwas in vernünftig fahrbar nicht gibt, würde ich sicherlich die beiden genannten ausprobieren und in erster Linie eben auf Solofahren gehen. Die oben geschilderte Normalbesetzung sollte ja eigentlich mit beiden möglich sein.

Vielleicht kann man mit diesen Angaben eine Wollmilchsau finden, die nicht zwingend auch Eier legen muss.

Grüße vauWe

Hans-Georg Offline




Beiträge: 656

06.06.2007 12:10
#4 RE: Vorstellung und Bitte um Beratung antworten

Hallo vauWe,
meine Boote können das Alles , was Du brauchst, aber Eigenwerbung ist immer blöd und zum jemanden aufschwatzen sind sie zu schade und mit dem Kanadier umgehen können sollte man schon (ACA-Grundkurs o.ä.). Kannst Du aber gerne mal probieren, Spreewald ist mein wöchentliches Paddelrevier vielleicht treffen wir uns dort mal.
Gruß Hans-Georg

vauWe Offline



Beiträge: 132

06.06.2007 13:23
#5 RE: Vorstellung und Bitte um Beratung antworten

@Hans-Georg
Wunderschöne Boote baust du da. Holz ist einfach immer noch der beste (schönste) Werkstoff für so etwas. Irgendwie steht mir der Sinn im Moment aber irgendwie doch noch nach Plastik - insbesondere "care and feeding" erscheinen mir da dann doch einfacher zu sein. Da ich ab und an in Cottbus bin, würde ich mir aber sehr gern mal eines deiner Boote ansehen. Vielleicht lasse ich mich ja doch überzeugen. Da ich davon ausgehe, dass du keine Boote "auf Vorrat" baust, käme die Herstellung ja wohl ohnehin erst nächstes Jahr in Frage.

Grüße vauWe

Makro Offline



Beiträge: 10

06.06.2007 16:09
#6 RE: Vorstellung und Bitte um Beratung antworten

Hi VauWe,
die Suche nach der Eiermilchlegenden Wollmilchsau hat mich und meinen Kumpel zum Kauf des SOLO+ gebracht.
Wir hatten/haben einen ähnlichen Einsatzzweck wie Dir vorschwebt, soll heißen meist alleine Paddeln und ab und an zu zweit.
Wir haben das Boot jetzt fast ein Jahr und meiner Meinung nach ist es mehr ein Solo, der auch zu zweit gepaddelt werden kann als ein Zweier, der auch alleine geht. Alleine geht das Baby sehr gut auf den von uns geprobten Wasserflächen (Wiesenfluss, Weser und See).
zur Doppelnutzung: Mein Kumpel(70 kg) und ich (115kg) haben noch gut Platz zwischen Süllrand und Wasseroberfläche, daher sollte Eure Kombi locker funktionieren. Bei Mitnahme einer dritten person (60kg) wurds doch schon recht eng (Abstand feucht vs. trocken), und ein Grossgewässer wie die Elbe oder nen See würde ich damit(zu dritt) nicht überqueren wollen. Fürs kleine Gepäck mitnehmen reicht die Kapazität aber gut aus, und ne Packung Kekse geht immer.
leider kenn ich bisher nur dieses Boot und kann es nicht mit dem Escape vergleichen, aber vielleicht hilft dir das ja schon.
Schönen Gruss Steffen

Wagner Jörg Offline



Beiträge: 57

06.06.2007 17:04
#7 RE: Vorstellung und Bitte um Beratung antworten

Hallo, eine interessante Alternative wäre noch von Bell der North-Star, er hat die nötige Kapazität und ist solo leer gefahren etwa so schnell, wie der Bell Magic
Jörg Wagner

welle Offline




Beiträge: 1.525

06.06.2007 18:34
#8 RE: Vorstellung und Bitte um Beratung antworten
Moin, moin vauWe,
beschäftige Dich doch auch einmal mit dem
17`Haida von Nova Craft mit 28 kilo in RX lite
auch kein Schwergewicht. Finde ich für Seen und
Flüsse in Ordnung und die Kiddies passen mit einer
großen Rolle Kekse mit rein.
Mit Holzrand und entsprechender Farbe schön und
gutes Preis:Leistungsverhältnis.
Grau ist alle Theorie: Probefahren, probefahren,
probefahren ALLE Typen und dann entscheiden.
(Ich habe mich für Hans Georgs Frame Boot entschieden)
Gruß aus der Nordheide
Albert
vauWe Offline



Beiträge: 132

06.06.2007 23:32
#9 RE: Vorstellung und Bitte um Beratung antworten

@Jörg: Das ist sicherlich ein tolles Boot. Ich fürchte nur, wenn ich ein Boot für mehr als 3000 € kaufe (+ Ausrüstung etc.), kann ich mich in absehbarer Zeit nach einem Soloboot (und 'ner hübschen kleinen Singlewohnung) umsehen. Es sei denn, es gäbe mal ein Gebrauchtes in ordentlichem Zustand.

Ich werd' mir wohl erstmal den Solo+ ansehen. Der hat's mir eigentlich schon am eheste angetan.

Gute Nacht vauWe

Albert Offline



Beiträge: 241

07.06.2007 10:40
#10 RE: Vorstellung und Bitte um Beratung antworten

Moin,
schau Dich doch mal bei den Vereinen in der Nähe um,
dreier Wanderkanadier sind meistens ausreichend vorhanden.
Die müssen auch gar nicht so speziell sein.
Dazu denn noch ein Solo der genau paßt.(auch nicht einfach)
Albert

elbeboy1 Offline




Beiträge: 111

08.06.2007 02:37
#11 RE: Vorstellung und Bitte um Beratung antworten

Hallo vauWe
Ich komme auch aus Dresden, und fahre viel auf der Elbe.
Mein erster Canadier war ein Cherokee 550. Es ist relativ schwer. Aber zuladung war absolut ok. Ebenfalls auf seen und großen Flüssen war die Soloeigenschaft akzeptabel.(kleingewäser eher schwierig aber machbar) Das Boot wog in GFK ca.42kg.
Nun habe ich einen Minnesota 2 der ist länger leichter, aber fragieler. dort sollte man etwas beim anlanden aufpassen. Besonders an der Elbe bei Dresden (viele Steine). In der Vereinen gibt es glaube nicht so viele Canadier.( ich bin zumindest der einzige bei uns).
Zurück zum Minnesota also wenn ein dritter Sitz eingebaut wäre , dann würde er sich auch solo paddeln lassen. Ich habe es im knien ohne Sitz probiert. (außer eingeschlafenen Füssen kein problem)
Ich habe das Boot in Tuf-Wave.(ca 29kg)
gruß Frank

Elbstromer

vauWe Offline



Beiträge: 132

12.06.2007 16:03
#12 RE: Vorstellung und Bitte um Beratung antworten

Ich bring's mal wieder hoch. Nach reiflicher Überlegung und Sondieren des Angebots komme ich immer weiter zu der Auffassung, dass es vielleicht doch sinnvoller wäre, ein reines Soloboot ins Auge zu fassen. Es scheint doch eher so zu sein, dass ich im Wesentlichen allein unterwegs sein werde. Eintritt in inen Verein wäre wegen Liegeplatz ohnehin notwendig ... da gibt's dann eigentlich üblicherweise auch mal'n Boot, das man ausleihen kann.

Wenn schon ganz alleine, dann aber auch schnell. Vorschläge?

Anforderungen wie oben, also geradeaus, große Gewässer kein oder sehr wenig Gepäck.

Nochmal Danke, vauWe.

Albert Offline



Beiträge: 241

12.06.2007 18:13
#13 RE: Vorstellung und Bitte um Beratung antworten

Moin,
ich hatte das gleich Problem jetzt habe ich eine umgebauten Klepper Kajak 10 cm höher und große Luke. Rock-Schmidt Zweier Canadier als Einer und ein Hahn Slalom
Canadier als Lieblingsboot.
Albert

Angefügte Bilder:
boot 019.jpg   Bille 18.11.06 006.jpg   Rock Schmidt 27.02.06 003.jpg  
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Richard Offline



Beiträge: 57

12.06.2007 18:37
#14 RE: Vorstellung und Bitte um Beratung antworten

Hab am Wochenende am Murnersee den Bell Merlin vom Jörg Wagner gepaddelt. Hübsch, kompakt, leichtlaufend, leichtgewichtig und gut schnell. Geht ab wie Schmidt's Katze und braucht nur eine homöopatische Dosis Korrekturschlag.
Leider kostet so was in Kevlar natürlich richtig Geld....
Mein Tip: nerv die Händler in deiner Umgebung und paddle erst mal ausgiebig probe, bevor du dich entscheidest. Und: jeder Händler wird dir erzählen, dass sein Boot/ seine Boote die besten, schönsten und schnellsten sind :-)
Glaub nix, was du nicht selber vorher überprüft hast !

Gruß aus Franken
Richard


vauWe Offline



Beiträge: 132

12.06.2007 18:50
#15 RE: Vorstellung und Bitte um Beratung antworten

"nerv die Händler in deiner Umgebung"

Genau hier liegt mein Problem. Nachdem Globetrotter die festen Boote aus dem Programm genommen hat, gibt es in der 500.000-Einwohner-Kleinstadt Dresden, die auch nur das Bächlein Elbe im Stadtgebiet hat, soweit ich weiß, keinen einzigen Händler, der auch nur eine Probefahrt anbieten könnte. Wenn einer der anwesenden Dresdner was anderes weiß, möge er/sie mich bitte darauf hinweisen.

vauWe

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