Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Zur Vermeidung weiterer rechtlicher Auseinandersetzungen werden alle Beiträge und Äußerungen über die Firma Gatz-Kanus, den Namen und deren Produkte nicht mehr geduldet.
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 28 Antworten
und wurde 2.631 mal aufgerufen
 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
Seiten 1 | 2
Gerhard Offline




Beiträge: 638

01.03.2011 16:50
#16 RE: Kaufberatung 2er Canadier antworten

Hallo Thomas,

natürlich reicht der 15er vom Platz aus.

Such Dir einen Händler in der Nähe, der Dich beide Boote testen läßt.
Ich selbst stehe auch eher auf kürzere Boote, wegen der Wendigkeit. Andere wieder auf längere, "Länge läuft", oder um doch den erlegten Bären noch mit ins Boot zu packen.

Die Ansprüche sind verschieden.

Grüße Gerhard

MrDick Offline




Beiträge: 1.234

01.03.2011 17:15
#17 RE: Kaufberatung 2er Canadier antworten

Zitat
"Länge läuft"


Auch wenn es noch so oft wiederholt wird, so wird es doch nicht wahrer. Vergiss das lieber mal schnell wieder.

Liebe Grüße, Sebastian

-
"Ehm, sorry...the movie we are going to watch tonight - does it have canoes in it?"
-
100% pure canoeing: http://www.canoespirit.de

M Biker Offline



Beiträge: 7

01.03.2011 17:55
#18 RE: Kaufberatung 2er Canadier antworten

So viele Beiträge-Super! Ich habe heute mit einem Händler telefoniert.Mitte April hat er viele zum Probefahren da.
Er warf noch die Firma Robson/brooks rein.Da wird es sich dann entscheiden,auch wegen der länge.

bjoernen Offline




Beiträge: 417

01.03.2011 18:00
#19 RE: Kaufberatung 2er Canadier antworten

Zitat
"Länge läuft"

... ist nicht unwahr, wird nur gelegentlich falsch interpretiert. Hier geht es um die "Rumpfgeschwindigkeit" eines in Verdrängerfahrt fahrenden Wasserfahrzeuges". Die Wasserlinienlänge definiert das Wellensystem, in dem sich ein Boot ab einer bestimmten Geschwindigkeit verfängt. Dass bedeutet aber nicht, dass wir mit unseren 0,5 KW in der Lage wären, die Queen Mary mit 40 Knoten zu paddeln. Selbst unsere Boote erreichen den theoretischen Wert nur bei sauberem Trimm und maximalem Krafteinsatz (Wasserlininienlänge von 5m: Vmax = 5,5 kt = 10 km/h). Die wirtschaftliche Fahrt macht dann kaum noch einen Unterschied zwischen den Boots- (oder korrekt: Wasserlinien-)längen: 4m: 4kt; 5m: 4,5kt; 9m: 6kt.

Aber welches unserer Boote ist so sauber ausgetrimmt, dass es sich nicht doch bei Fahrt leicht im Wasser aufstellt und zu gleiten versucht. Dann aber müssten wir richtig Power setzen, damit der Canadier sich auf das Wasser hebt und darauf gleitet. Ansonsten steht das Boot schräg wie ein Bremsklotz auf, verkürzt dadurch merkbar seine Wasserlinienlänge und bleibt nebenbei auch noch auf seiner Bugwelle hängen. Bei einem 1m breiten Boot ergibt sich dadurch eine erhebliche Zunahme des Fahrtwiderstandes, die wir beim Paddeln ab einer bestimmten Geschwindigkeit deutlich zu spüren bekommen. Unwesentlich langsamer wird die Fahrt dann wieder richtig leichtgägnig.

Also: Das mit "Länge läuft" ist wahr. Das optimal gebaute und getrimmte Canoe wird es aus vielen verschiedenen Gründen nicht geben. Seekayaks kommen z.B. der idealen Rumpfform sehr nahe.

K-S-Modus wieder aus.

Grüße

Björn

... der mit dem Ally tanzt ...
(und ständig an's Essen denkt)

MrDick Offline




Beiträge: 1.234

01.03.2011 18:37
#20 RE: Kaufberatung 2er Canadier antworten

Hallo Björn.
Das wird wieder so ein Thread bei dem es heiß hergehen könnte.
Dass Canoes Verdränger sind hatten wir ja schon ausgiebig, also rede ich mal nicht vom Gleiten. Dass die Länge aber der einzige Faktor ist, der die Rumpfgeschwindigkeit bestimmt ist so nicht richtig. Man nehme mal gedanklich ein Boot das 10 Meter lang ist und 5 Meter Breit, und vergleiche es mit einem vier Meter langen Boot das nur 80cm breit ist. Welches läuft wohl besser? Oder aber eines mit gleichen Maßen aber stufenförmiger Aufweitung im Bug. Es wird schlechter laufen. Um Leichtlauf zu erreichen versucht man das Wasser möglichst gleichmäßig zu verdrängen. Dabei spielen Rupf und Stevenform und das Längen-Breitenverhältnis ebenfalls eine wichtige Rolle, genauso wie die Stevenform an Bug und Heck. Je nach Stevenform kann man einen Bug-Wellenwinkel erzeugen, in den die Bootsform bei der Zielgeschwindigkeit mit der Zielverdrängung (Gewicht) gut hineinpasst. Richtig ist, dass man um die Rumpfgeschindigkeit festzulegen beim Design oft mit dem Längen-Verdrängungsverhältnis beginnt. Mann nimmt als Konstante eine Verdrängung (=Gewicht) und eine optimale Reisegeschwindigkeit an. Das machen aber nicht alle Designer so. Einer der sich seit Jahren genau mit der Thematik beschäftigt hat ist Theo Lasch (ziemlich schlauer Kerl übrigens). Um das ganze nicht nur theoretisch zu erklären, sondern auch in der Praxis zu beweisen, hat ein einen Messaufbau mit Seilwinde konstruiert und zahlreiche Boote am Ammersee vermessen. Die Ergebnisse zeigen eideutig, dass es viele kürzere Boote gibt die bei gleicher Beladung längere Boote ziemlich alt aussehen lassen, was die Geschwindigkeit angeht. Das KAPER-Widerstansmodell von John Winters zeigt übrigens das gleiche.

In der Praxis ist also die reine Länge eines Canoes wenig geeignet um eine verläßliche Aussage hinsichtlich der Rumpfgeschwindigkeit zu treffen.

Was meines Erachtens dazu beiträgt - und das ist jetzt reine Spekulation - diese "Länge-läuft-Geschichte" immer wieder zu untermauern, ist der Umstand, dass viele Boote die auf Geschwindigkeit ausgelegt sind auch wenig Kielsprung und viel Deadwood im Heck haben, damit man so richtig reinhauen kann ohne dass der Geradeauslauf leidet. Dadurch muss man auch mit weniger guter Paddeltechnik nicht so viel korrigieren. Ein guter Paddler ist aber auf diese "Steuerhilfe" nicht angewiesen und kann auch ein relativ kurzes und wendiges Boot auf eine ansehnliche Geschwindigkeit bringen ohne sich zu verausgaben.

Bin da also anderer Meinung und schalte jetzt wie Du schon sagtest den K-S-Modus wieder aus.

Liebe Grüße, Sebastian

-
"Ehm, sorry...the movie we are going to watch tonight - does it have canoes in it?"
-
100% pure canoeing: http://www.canoespirit.de

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.916

01.03.2011 19:14
#21 RE: Kaufberatung 2er Canadier antworten

Sehr frei nach Goethe: Es glaubt der Paddler, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.
Theoretisch.

Praxis:
L e i c h t l a u f - schöööön!

Agilität, auch schöööön.

Zergeht mir auf der Zunge!

Das ist, worum es für mich - nicht nur am Flachwasser - geht.
Bin ich genußsüchtig?
Nein! Ich fahre jedes Kanu, ohne Ansehen von Stand, Geschlecht oder Herkunft, das schulde ich meiner Neugierde. Dennoch: ich liebe solche Kanus ( siehe oben).

LG

Ps.: Gut, wenn das Boot zum Einsatzzweck passt.

Wolfgang Hölbling

joe ( gelöscht )
Beiträge:

01.03.2011 19:37
#22 RE: Kaufberatung 2er Canadier antworten

gelöscht

bjoernen Offline




Beiträge: 417

01.03.2011 20:07
#23 RE: Kaufberatung 2er Canadier antworten

Hi Sebastian,

gebe Dir vollständig Recht. Denn ansonsten hätte ich mich schon längst bei Cunard als Paddler für Großschiffe einstellen lassen...

Zitat
Dass bedeutet aber nicht, dass wir mit unseren 0,5 KW in der Lage wären, die Queen Mary mit 40 Knoten zu paddeln.



Grüße

Björn

... der mit dem Ally tanzt ...
(und ständig an's Essen denkt)

Gerhard Offline




Beiträge: 638

02.03.2011 08:06
#24 RE: Kaufberatung 2er Canadier antworten

Noch was zum angesprochenen Robson Brooks.

Ich bin den 16er schon ein paar mal gepaddelt. Fährt sich sehr leicht, läuft gut gerade aus. Ist ausreichend wendig. Und ist auch an Land sehr leicht. Das Armerlite-Material des Bootes hält sehr viel aus, und man fährt keine Dellen rein wie bei Royalex.
Er läuft nicht so trocken wie der Mad River Legend, aber das ist bei Deinem Einsatzzweck auch nicht ausschlaggebend.

Bleibt auch hier die Qual der Wahl nach der Länge, den 16er oder den neuen 15er. Den 17er würde ich nicht nehmen, der ist sehr breit.

Grüße Gerhard

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

02.03.2011 09:58
#25 RE: Kaufberatung 2er Canadier antworten

@Bjoern

Auch wenn der Text zur >>>"Rumpfgeschwindigkeit" bei Wikipedia nicht falsch ist, so ist er zumindest nicht hinreichend.

Solange man nur die Länge betrachte ist jede Rechnung ein Schätzwert.
Das Längenbreitenverhältnis ist ein wichtigerer Faktor, Eintrittswinkel und Wellenbildung am Bug sind noch wichtiger.
Ist der Rumpf nur schmal genug, so lassen sich auch Geschwindikeiten weit über der sogenannten Rumpfgeschwindigkeit erreichen.
z.B. Katamarane

Rechne mal für Kayak-Spurt-Rennen die Geschwindigkeit nach der Formel in die Bootslänge um, - denke mal da paßt was nicht.

KS-Modus: Die Formel ist von Dickschifffahrern für Dickschiffe, für Kanadier kannst Du das vergessen.
Wenn Hydrodynamik so einfach zu berechnen wäre gäbe es keine teueren Schlepptankversuche.

Gruß
Andreas

"Doch es ist mit dem Feuer ähnlich wie mit dem Schwimmen, mag kommen was will, man sollte es beherrschen." :Feuer, Andy Müller

docook Offline




Beiträge: 884

02.03.2011 13:31
#26 RE: Kaufberatung 2er Canadier antworten

Moin Moin,
off topic:

zum Thema gleiten von Rümpfen:Ein Rumpf gleitet, wenn der Rumpf sich auf die Wasseroberfläche anhebt und die spezifische Verdrängung geringer wird.Rumpf-Eckwerte sieht man sehr gut bei den offenen Motorholzbooten, hier an der Küste oder an den Binnenseen. Sogenannte Gleiter liegen oft bei 6 m Länge bei 1,3 m Breite und haben wenig Verdrängung mit einem extremen V im Bug. Die gleiten ab 10 PS. Ein Verdrängerrumpf sieht völlig anders aus.
Und mit dem Kanadier kann man nicht gleiten? Richtig, normalerweise nicht. Meine max. erreichte Geschwindigkeit unter Segel im Kanadier waren bisher 12km/h
UND ES GEHT DOCH: Nämlich im Schlepp obiger Motorboote. Und glaubt mit, das Gefühl vergißt niemand-mit 20 oder30 km/h AUF dem Wasser. Der Kanadier wird so etwas von kippelig....
Viele Grüße
docook

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

02.03.2011 15:51
#27 RE: Kaufberatung 2er Canadier antworten

Aber Docook
Im Geschwindigkeitsrausch hinter einem Motorboot

Aber, einen echten Verdränger Länge/Breite z.B. 5/1 kann man nicht gut über seine "Rumpfgeschwindikeit" bringen, ohne das man das Boot versenkt.
Das Boot zieht sich in der eigenen Welle unter Wasser, ein Grund weshalb niemand versucht eine Yacht hinter einem Containerfrachter herzuziehen.
Bei Problemen wird immer nur die Crew geborgen, das Boot ist flöten.

Die Wellenbilder fürs Gleiten und fürs Verdrängen sind recht eindeutig.
Nur weil ein Boot über der (nervenden) "Rumpfgeschwindigeit" liegt ist es aber noch kein Gleiter. Rechnet mal die "Rumpfgeschwindigkeit" einer Ente aus und dann lauft mal mit einem Stückbrot in der Hand am Ufer lang, das geht gar nicht.
Naja, die Hummel kann ja auch nicht fliegen.

Gruß
Andreas

"Doch es ist mit dem Feuer ähnlich wie mit dem Schwimmen, mag kommen was will, man sollte es beherrschen." :Feuer, Andy Müller

CDR Offline



Beiträge: 22

29.03.2011 23:20
#28 RE: Kaufberatung 2er Canadier antworten

Moin Thomas,
wenn Du "Norden" sagst und "Seenplatte" sprichst Du von der Mecklenburgischen?
Dann brauchst Du einen guten "Streckenläufer", denn 99% ist weder eng kurvig, noch irgendwie verblockt. Mal vom Oberlauf der Warnow abgesehen.
Das heißt mit 15 Füssen hast Du nur Arbeit und keinen Spaß. Umtragen kommt vor, aber nur kurze Strecken. Trotzdem würde ich Gewicht sparen.
Meine Empfehlung: schau hier im Forum, da wird ein gebrauchtes Minnesota 2 angeboten. Zwar etwas über Deinem Budgetlimit, aber ein tolles Boot und absolut super für MV geeignet. Habe es dort selbst schön öfter gemietet. Für Einsätze analog Deiner Planung: Tagestörn bis Urlaub.
Entgegen anderslautender Meinungen hier: Probepaddeln gibt Dir auch als Anfänger super Ideen. Schau bei Helmi-Sport.de nach, die veranstalten sowas bei Hannover. Im April glaube ich für Kanus, an einem anderen Termin für Kajaks. Mit guter Beratung und vielen verschiedenen Booten. Lohnt die Anfahrt wirklich!

GünterL Online




Beiträge: 1.033

30.03.2011 09:20
#29 RE: Kaufberatung 2er Canadier antworten
Seiten 1 | 2
 Sprung  

Canadier.com ACA Kanuschule