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Dieses Thema hat 31 Antworten
und wurde 3.383 mal aufgerufen
 Allgemeines Canadierforum
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docook Offline




Beiträge: 884

17.05.2010 11:32
#31 RE: Bootsleine - Länge? antworten

Die Ziele der theoretischen Denkspiele können wohl durchaus unterschiedlich enden. Ich habe selbst Wiedereinstiegsszenarios schon öfters durchdacht und auch bei Kursen geübt. Den Capistrano bekomme ich nicht hin. Frank, trotz Technik, ich bin einfach zu leicht. Hingegen das leeren des Kanadiers und der Wiedereinstig von der Seite klappt sehr gut. Gepäck im Kanadier empfinde ich auch eher als hinderlich. Das geht hier gut an den kleineren Flüssen.
Andererseits, wenn ich hier im Großrevier paddele wird wohl eine Kenterung eher bei z.B. Wind-gegen-Tide-Wellen Verhältnissen wahrscheinlich sein. Wellen kurz und hackelig bis 80 cm. Flußbreite dann dazu bis zu 500 Meter, immer ufernah bleiben ist nicht durchgängig möglich. Unter diesen Bedingungen zu kentern wird fies und bei 4-6 km Strömung plus Wind wird genau das Szenario von Lej eintreten, Gepäck ist schnell weg (also auch Wechselkleidung). Egal also ob an Land geschwommen oder im wieder aufgerichteten Kanadier (hoffentlich noch das Paddel am Mann) und dann schnell umziehen (Kältefalle?), das wird schwierig.
Mit dem Kanadier(leer wie voll) schwimmend Strecke zu machen habe ich versucht: geht garnicht!
Ein sehr komplexes Thema.
Noch einen Satz zum Thema Leine. Am Wochenende war ein Heidefluss das Ziel. Noch geht viel Wasser Richtung Nordsee (was den Spassfaktor erhöhte. Ohne Leinen war der Kanadier nur schwer fest zu machen. An den Sohlgleiten und Wehren kam dann soviel Dynamik in die Sache, dass ich mir nicht vorstellen möchte was andererseits passiert, wenn da eine Leine sich verhakt oder...
Zudem sahen wir wieder mal bedenkliche Paddelsituationen zum Thema Schwimmweste- Kinder-Wehre (aber das ist ein anderes Thema und es ging gerade noch mal gut)

Wünsche allen wenig Kenterungen
docook

lej ( gelöscht )
Beiträge:

18.05.2010 00:06
#32 RE: Bootsleine - Länge? antworten

Moin docook
Wie du das schreibst, bringt es schon besser rüber als bisher bei mir. Das Differenzieren bedeutet für mich nicht, dass das Eine besser als das Andere ist, abwägen des Für und Widers ist einfach etwas Gewässerabhängig. Einen Tot muss man sowieso sterben, der spätere ist mir noch immer der nettere Tot.
In der Regel begehe ich an der Küste schwimmend Selbstmord bevor das Ufer in Griffweite kommt, deswegen ist es, um nicht leichtsinnig zu sein, überlebensnotwendig, dass mein Kanu mein sicherster Platz bleibt. Dass ich problemlos da wieder rein komme falls der Fall X eintritt und das meine Wechselklamotten( wenn ohne Trocki oder Neo) trocken und griffbereit sind. Für viele trifft das nicht zu und es bieten sich für andere Fälle, Gewässer, viel speziefischere, geeignetere Lösungen und da kann das richtig sein, was in meinem Fall falsch ist.
Insofern würde es ein Fehler von mir sein, wenn ich das Rad neu erfinden wollte und mich anders als von Frank in seinen Szenarien geschildert,verhalten würde.
Gepäckstücke, die von Strömung und Wind beeinflußt sind, verlieren ohne Verbindung zueinander sofort den Kontakt, da sie in der Regel unterschiedlich schwer sind, unterschiedlich groß sind und unterschiedlich weit aus dem Wasser ragen, nur 3 Wellentäler weiter sind sie aus Kanuposition heraus nicht mehr sichtbar.
Bei mir ist zuverlässiger Auftrieb wichtiger als eine Leine, da ich die Boot über Pack Bergung sowie den Capistrano unter netten Wellenbedingungen für völlig ungeeignet halte und wie du aus reichlich eigener Erfahrung weißt, sind es nicht alle, die wirklich Wiedereinstiegsszenarien in der Praxis durchspielen und sich eigene Gedanken über Verbesserungen machen.
Selbst wenn sich alles als nicht praktikabel herausstellen würde, was Kanuotter da durchexerziert und ausprobiert, so ist es für mich trotzdem ein sehr konstruktiver Weg, der ihm garantiert im Endeffekt mehr Perfektion seiner speziefischen Sicherheit bringt und andere zum Nachmachen motiviert.
Gute Nacht
Jürgen

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