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Dieses Thema hat 40 Antworten
und wurde 4.829 mal aufgerufen
 Allgemeines Canadierforum
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PeterD Offline



Beiträge: 28

14.11.2008 13:48
#31 RE: Lebensmittelvorrat für Kanutour mit 2 Kindern antworten

Hallo Michael,

wo ist Filtern anstrengend ? Wenn Du nachher die Sch...itis hast... das ist anstrengend !!
Die Argumentation ´99x ging´s gut..´ ist hanebüchen.
Wir sind mit dem Katadyn-Combi unterwegs und teilen uns die Arbeit, jeder ist mal dran und pumpt ´nen Liter. Draussen sein hat auch was mit Anstrengung zu tun und die Flucht vor Anstrengung rächt sich in der Natur mitunter bitter.

Grüsse und bleibt gesund

Peter

Spartaner Offline




Beiträge: 845

14.11.2008 13:57
#32 OT: Sicherheitsbedürfnisse antworten

tja, so unterscheiden sich die Sicherheitsbedürfnisse. Der eine will eine 200%-Versicherung für alles (am sichersten soll es übrigens am Büro-Arbeitsplatz sein, vielleicht besser da bleiben?), und der andere steigt gar in ein Auto ohne Airbag, huhuuu, wie kann man denn nur. Wir reisen unkompliziert, ohne aufwändige Vorbereitungen, und mit einem Mindesteinsatz an Ressourcen. Aber aus deiner Sicht natürlich saugefährlich und verantwortungslos (3 Wochen wild zelten in Rumänien, ich denke das würde dir im Traum nicht einfallen).
Gruß Michael

Spartaner Offline




Beiträge: 845

14.11.2008 14:01
#33 RE: Lebensmittelvorrat für Kanutour mit 2 Kindern antworten

Hallo Peter,
"Die Argumentation ´99x ging´s gut..´ ist hanebüchen."
Im Prinzip verstehe ich was du meinst. Aber in der Realität gibt es Grenzen. Du machst ebenfalls Kompromisse, gehst ebenfalls Risiken ein.
Ich ziehe die Grenze halt woanders als du.

Gruß Michael

MartinG Offline



Beiträge: 37

14.11.2008 18:48
#34 RE: Lebensmittelvorrat für Kanutour mit 2 Kindern antworten

Hallo Michael,

ich kann mich im Prinzip nur der Meinung vom Olaf anschließen. Du hast Verantwortung für ein Kind! Da sollten Deine "Grenzen", wie Du es nennst sehr eng gesteckt sein.

Ich weiß, das Beispiel ist weit hergeholt, aber weist Du wieviele Kinder jährlich an den Folgen von nicht einwandfreiem Trinkwasser sterben? 1,5 Millionen! Nur wegen so eines kleinen besch... Durchfalls.....

Denk nach!

kanute Offline




Beiträge: 549

14.11.2008 21:26
#35 RE: Lebensmittelvorrat für Kanutour mit 2 Kindern antworten

Hätte da auch Bedenken und würde nur auf Nummer sicher gehen.
Hätte da noch ein Rezept für richtig gute Kraftkekse, die machen satt und gute Laune:

Dateianlage:
Trekkingkekse.doc
lej ( gelöscht )
Beiträge:

14.11.2008 23:17
#36 RE: OT: Sicherheitsbedürfnisse antworten
Hallo Michael
Es geht nicht um Sicherheitsbedürfnisse oder andere Grenzziehung sondern um Mindestverantwortung, die die Sozialgemeinschaft Mensch von Jedem erwarten muss, vor allem von Sorgeberechtigten ihren Kindern gegenüber, sonst funktioniert sie nicht gut(die Sozialgemeinschaft).
Wegen überzogener Sicherheitsbedürfnisse teile ich deine Meinung sehr obwohl ich mich dabei auch schon gut verkalkuliert habe, nur das Glück war auf meiner Seite.
Aber warum unterstellst du Anderen, dass sie denken, dass du saugefährlich oder verantwortungslos bist? Das hast du doch gar nicht nötig.
Hier im Forum sind sehr Viele, die ähnlich wie du und ich reisen, genauso kompetent oder kompetenter sind als wir beide.
Selbst bin ich öfter in diversen Ländern länger oder kürzer aber vor allem mit Kindern, eigenen oder fremden, auf oder am Wasser unterwegs, dabei versuche ich vorrangig darauf zu achten, unnötige Unfälle zu vermeiden.
Bilanz: Ein Bänderriss bei einem 14 jähr. Mädchen wegen Unterschätzung einer Wildwasserstrecke meinerseits in Schweden, verbunden mit Krankenhausbesuch,fiese Messerverletzung eines 16 jähr. Jungen beim Fische schlachten trotz Anleitung und Übung. Beinverletzung eines 15 jähr. Jungen, der trotz ausdrückl. Verbots von einer Brücke in Italien in den Po gesprungen ist und ein Stück Holz getroffen hat. Ich rede von ein paar Hundert recht risikobereiten Kindern, mehr ist so nicht passiert und so viel werde ich nicht vergessen haben.
Durch trinken schlechten bzw. ungenießbaren Wassers durch Kinder hatte ich in den letzten 10 Jahren über 60 Tage Reisestop, einmal 4 Tage am Stück, zwei mal mit Krankenhausbesuch, dass hört sich viel an aber gemessen an der Menge der Touren und Kinder ist es nicht so viel, verglichen mit den anderen Unfällen aber extrem.
Dreimal waren eigene Kinder betroffen, das letzte mal dieses Jahr auf dem Ostetreffen meine beiden Jüngsten, Resultat war NUR , dass meine Tochter einmal kräftig Schlafsack und das halbe Tippi von Albert vollgekotzt hat und mein Kleiner 3 Tage die Scheißerei hatte, hätte ich gerne den Kleinen und auch mir erspart.
80 % der Wasserunverträglichkeit passierte in Schweden und Norwegen, die heftigste im Femund-Rogengebiet.
Zu bedenken gilt einfach, dass mehr Viehzeug ins Wasser köttelt als allgemein angenommen wird und dass viele Tierarten gerade im Sommer dazu neigen bei Fieber zum Wasser zu ziehen und nicht wenige davon darin verrecken. Wie Peter bereits schrieb, es geht 99 mal gut aber dann schau deinem Kind auch in die Augen, wenn es sich die Seele aus dem Hals kotzt und sich von oben bis unten zum zehnten mal vollmacht.
Da selbst ich noch lernfähig bin, habe ich auch bei Dir noch Hoffnung.
LG Jürgen

PS. Alle Kinder waren über die Wichtigkeit sauberen Wassers aufgeklärt aber eben Kinder.
Doch vergessen: Kreutzotterbiss in Dänemark, der in der Berliner Charite`endete.
Spartaner Offline




Beiträge: 845

15.11.2008 10:04
#37 RE: OT: Sicherheitsbedürfnisse antworten

Hallo Jürgen,
zunächst mal finde ich es beeindruckend, wie gut du bisher mit den vielen Kindern durchgekommen bist und was du für eine doch schon tragfähige Statistik aufmachen konntest (das meine ich hier mal ganz ohne Ironie).

Aber zurück zur Sicherheisdiskussion. Ich denke es geht sehr wohl um die andere Grenzziehung. Was unter Mindestverantwortung verstanden wird, definiert nun mal jeder anders. Ich glaube halt, dass das 10-minütige Abkochen ausreicht, und fange deshalb nicht noch an zu filtern. Und das im vollen Wissen der Gefahren, die im Wasser lauern. Die Wahrscheinlichkeit, dass dennoch was passiert, ist gering genug. Klar würde sie durch vorheriges Filtern noch ein klein wenig geringer werden, aber diese sehr kleine Verringerung der Wahrscheinlichkeit zu erkranken ist mir den Aufwand nicht wert.

Eigenartig finde ich nebenbei bemerkt auch, wie extrem Unterschiedlich ähnliche Risiken wahrgenommen werden. Während also der sehr risikobewusste Verantwortungsträger das Trinkwasser erst mal filtert und dann noch abkocht und anschließend chlort, lässt er sein Kind 2 Stunden nach der sauberen Mahlzeit ohne bedenken BADEN gehen. Ja ist denn das zu glauben? Jeder weiß doch, dass Kinder beim Baden immer auch mal einen Mund voll Wasser schlucken! Auch ich weiß das, werde aber mein Kind weiter freudvoll Baden gehen lassen. Der risikobewusste Verantwortungsträger sollte sich das aber noch mal überlegen, die Fürs und Widers abwägen und Sicherheitsmaßnahmen ergreifen - spätestens nach dem Lesen dieser Zeilen, wo er ja nun Kenntnis von der Gefahr hat ;-)

Derartige Beispiele gibt es viele, auch so richtig Absurde.

Du siehst, im Grunde führt solch eine Diskussion zu nichts. Du siehst, es ist doch die Grenzziehung, die für die Differenzen sorgt.

Natürlich ist mir auch klar, dass diese Art von Diskussionen in der Vergangenheit tatsächlich für so manchen Fortschritt gesorgt hat. Das ist gut so und lässt auch mich ab und zu was dazulernen. Aber weiter bleibt der Fakt, dass jeder die Grenze anders zieht.

Ich habe den Filter, fühl mich gut wenn er dabei ist, und werde ihn auch einsetzen, falls ich es mal für nötig halte. Aber normalerweise kochen wir halt ab und gut ist.

Ständig alle möglichen Risiken bis ins kleinste zu hinterfragen, das mach ich nicht und würde mir wahrscheinlich auch die Freude an dieser Art des Reisens nehmen.

Gruß Michael

lej ( gelöscht )
Beiträge:

15.11.2008 11:40
#38 RE: OT: Sicherheitsbedürfnisse antworten

Hallo Michael
Ja, es ist nicht so einfach schnellschriftlich seinen Standpunkt richtig verstanden rüber zu bringen, habe auch oft das Gefühl nicht korrekt interpretiert oder verstanden zu werden, liegt am System dieser Art von Kommunikation.
Vielleicht bin ich bezüglich schlechter Erfahrung mit Trinkwasser bei Kindern auch etwas Übersensibel, weil die Menge meiner Negativerfahrung auf mich anders wirkt, da die Konsequenzen Andere sind.
Auf keinen Fall möchte ich irgendwie Lehrmeisterhaft rüberkommen sondern selbst etwas aus den Diskussionen mitnehmen und deine Tourenberichte finde ich sehr interessant, mit der Grenzziehung müssen wir uns auch nicht zwingend einig werden, damit können wir doch Beide gut leben.
LG Jürgen

moose Offline



Beiträge: 1.478

15.11.2008 12:54
#39 RE: OT: Sicherheitsbedürfnisse antworten

bezüglich Trinkwasser kann man gaaaaaaaaaaaaaaaaaar nicht penibel genug sein - jede Diskussion die das aufweichen würde ist überflüssig.

moose

imbush

Horst Offline




Beiträge: 252

15.11.2008 20:17
#40 Danke antworten
Die Diskussion hat mir sehr viele Informationen gegeben - Filter muß herbei und macht auf jeden Fall mehr Spaß als Wasservorräte zu schleppen.

Horst
Manfred Offline



Beiträge: 320

15.11.2008 23:47
#41 RE: Danke antworten

So isses!

Und noch eins: Lass die anderen quatschen....mach das, was du für richtig hälst..
und mach keinen anderen für deine eigene Dämlichkeit verantwortlich...

Manfred

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