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Dieses Thema hat 60 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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jan_dettmer Offline




Beiträge: 251

19.04.2008 22:08
#16 RE: Klassische oder Indianerpaddel antworten

Manfred, der Physiker haette gesagt....
genaehert bis zur ersten Ordnung ist es nicht noetig spezielle Bug und ein Heck Paddelformen zu benutzen...

Bis dann, Jan

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Manfred Offline



Beiträge: 320

19.04.2008 22:25
#17 RE: Klassische oder Indianerpaddel antworten

war nicht ernst gemeint.....

gast Offline



Beiträge: 153

20.04.2008 18:54
#18 RE: Klassische oder Indianerpaddel antworten
Serieus now!

Advantages that I can think of, based on my experiences:

1. longer blade is perhaps a bit easier in waves because the chance of missing water in the start of a stroke is a bit smaller?

2. a bit better balance between pulling and pushing arm? Which may be an advantage for someone who never changes paddling side?

Dirk Barends
Trapper Offline




Beiträge: 1.561

21.04.2008 09:05
#19 RE: Klassische oder Indianerpaddel antworten

In Antwort auf:
Hallo Thomas,
du kommst doch zum Kringelfieber, da kommt der Jörg (und ´ne Menger verschiedener Paddel) auch. Die Unterschiede verschiederer Paddel können da in Theorie und Praxis sicher auf Allerfeinste erklärt und erfahren werden. Wenn du also noch ein paar Tage Geduld hast...
Gruß von Silke


Nicht zuletzt deswegen hatte ich mich ja angemeldet! Freue mich schon, bis dann.

Internette Grüße Thomas

Rene11 Offline



Beiträge: 105

04.06.2009 23:38
#20 RE: Klassische oder Indianerpaddel antworten

>> "die schön übereinanderprojizierten Paddel zeigen eindeutig,
>> dass der Blattflächenmittelpunkt beim klassischen Paddel näher am Körper ist"

> Das seh ich ehrlich gesagt nicht. Der Mittelpunkt, bzw. die Mittellinie ist doch bei beiden identisch.
> Und näher als auf dem Bild kann ich doch den Schaft nicht zum Boot bringen, egal ob klassisches
> oder modernes Paddel. Oder was versteh ich da falsch?

Oh ja,

da sollte man wohl fein säuberlich differenzieren zwischen Mittellinie und Blattflächenmittelpunkt.
Während die Mittellinien der beiden Paddel aufeinanderfallen,
tun es die Blattflächenmittelpunkte eben nicht.

Gruß
René

Jörg Wagner Offline



Beiträge: 871

05.06.2009 10:06
#21 RE: Klassische oder Indianerpaddel antworten

Rener´
Der letzte Abschnitt Deines Beitrages ist entscheidend und hat mit der Blattgeometrie zu tun, denn der größere Teil der Fläche ist beim breiteren Paddel weiter vom Körper entfernt, und daß entspricht auch den körperlichen Empfindungen im Vergleich beider Paddel.
Jörg Wagner

Rene11 Offline



Beiträge: 105

05.06.2009 10:42
#22 RE: Klärungsbedarf antworten

> ..... denn der größere Teil der Fläche ist beim breiteren Paddel weiter vom Körper entfernt,

Hallo Jörg,

da sehe ich jetzt immer noch Klärungsbedarf in diesem Thread.
Diese Frage ist nämlich bis jetzt offen geblieben, weshalb ich da wieder eingehakt habe.

Nur damit wir da nicht aneinander vorbeireden (- schreiben).
Ich sehe das nicht so wie du:



Ich schätze,
dass der Flächenschwerpunkt des breiteren (gelben) Paddels ganz geringfügig höher und damit körpernäher sitzt,
als der vom schmalen (olivfarbenen) Paddelblatt. Ich habe das jetzt nicht nachgerechnet, sondern verlasse mich ganz auf den optischen Eindruck, den ich von der Grafik habe.


Die geringfügige Lagedifferenz zwischen den beiden Flächenschwerpunkten aufzuzeigen,
war wohl auch die Absicht, mit der diese Grafik in den Thread gestellt wurde.
So zumindest verstehe ich den spärlichen Kommentar zur Grafik.


Ich lasse mich gerne eines anderen belehren.
Es gibt viele Wahrheiten, aber nur einen Flächenmittelpunkt pro Paddelfläche.
Zumindest diese Frage könnte man also objektiv klären.

Gruß
René

jan_dettmer Offline




Beiträge: 251

05.06.2009 11:03
#23 RE: Klärungsbedarf antworten
Rene, was Du sagst ist korrekt. Der Flaechenmittelpunkt liegt bei einem symmetrischen Paddel auf der Mittelachse, die durch den Schaft gegeben ist. Das war glaub ich auch der Punkt der Illustration. Solange das Blatt nicht mit der Bootswand interferiert, ist die Breite also egal fuer "Newtons dingsbums". Beide Blaetter verursachen den gleichen Drehimpuls im Boot.

Das klassische Paddel hat den Mittelpunkt etwas tiefer im Wasser (aber auch entlang der Mittelachse). Was das bewirkt ist mir nicht so klar. Es ist wahrscheinlich etwas ineffizienter als ein kurzes Blatt.

Allerdings werden Paddel in der "echten Welt" nicht so gefuehrt wie Im Bild. Und dann ist das eine ganz andere Geschichte. Je nach Boot kann man eine breites Paddel nicht voll unter dem boto fuehren. In dem Fall ist dann der Drehimpuls groesser. Ich glaube aber nicht, dass dieser Unterschied wirklich eine Paddel-Form hervorhebt. Andere Vor/Nachteile sind viel wichtiger. (slicen, Flexibilitaet etc.)

Jan

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gast Offline



Beiträge: 153

05.06.2009 14:31
#24 RE: Klärungsbedarf antworten
Zitat von jan_dettmer
[...] Allerdings werden Paddel in der "echten Welt" nicht so gefuehrt wie Im Bild.

Dann mach ich das ein bisschen übertrieben:


Dirk
obwohl ich nicht so paddel!
moose Offline



Beiträge: 1.478

05.06.2009 14:35
#25 RE: Klärungsbedarf antworten

man muß nach Gefühl Paddeln, glaube ich. Meine Susi die vom Paddeln nix versteht, hat zum Beispiel ein unbestechliches Gefühl welches Paddel für Sie gut ist und welches nicht, fast auf dem mm genau, klingt verrückt ist aber so.
moose

vso Bilder klein machen, geht super schnell

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

05.06.2009 15:48
#26 RE: Klärungsbedarf antworten

Als Ausgangsfrage habe ich noch die Vorteile in Erinnerung, die ein traditionelles Paddel hat. Diese wurden hier schon ganz gut geklärt.

Ob die Lage des Blattflächenmittelpunktes 2 cm höher oder tiefer liegt, wird wohl in der Summe aller Faktoren, die bei einem Paddelschlag eine Rolle spielen, für die Effektivität nicht unbedingt ausschlaggebend sein. Vermutlich auch nur beim Paddeln unter "Laborbedingungen" wahrnehmbar sein.

Neben der Theorie über die Blattgeometrie gehören ja auch noch dazu:

- Rumpfform des Bootes, Länge, Bugform, Kiellinie usw.
- Beladung des Bootes bzw. Gesamtgewicht
- Trimm des Bootes
- Geschwindigkeit des Bootes
- Wind bzw. Windrichtung
- Wellengang
- Körpergröße des Paddlers
- technisches Können des Paddler > Catch, Kraftimpuls ...
- Entfernung des Paddleblattes im Wasser von der Bootslängsachse
- exakte Eintauchtiefe des Blattes, exakter Winkel .... usw.

Hab ich noch was vergessen? Ich denke, auch ein guter Paddler ist nicht wie eine Maschine unterwegs, Eintauchtiefen und Bootsnähe des Blattes können sicher mal um 1, 2 oder auch 3 cm variieren .... hab es noch nicht gemessen.

So spielt auch neben allen ganz objektiven Unterschieden verschiedener Paddel, Paddelblätter usw. das subjektive Emfpinden und die Gewöhnung an ein Paddel auch eine sehr große Rolle.

vauWe Offline



Beiträge: 132

05.06.2009 16:19
#27 RE: Klärungsbedarf antworten

Um die legendär gewordene Aussage von Rainer Zollitsch im Bentshaft-Thread mal zu zitieren:

"Nur für eine Foto-Op im Holzcanadier sollte man noch ein gerades Biberschwanz-Paddel aus Esche oder Fichte benutzen. Ansonsten gehören die ins Museum."

Man sollte einfach die Augen nicht vor der Realität verschließen.

Gersprenzfischer Offline




Beiträge: 194

05.06.2009 17:10
#28 RE: Klärungsbedarf antworten

Ich hab selber kein "Indianerpaddel", vermute aber folgendes:
Durch die größere Blattbreite ergeben sich andere Drehmomente im Padddelschaft. Je nach den Strömungs- und Paddelverhältnissen wird theoretisch ein breiteres Paddel mehr "gedreht", bzw. es muss fester gehalten werden, damit es sich eben nicht längs um den Paddelschaft (die theoretische Verlängerung der Blattmitte nach oben) verdreht.
Da sich diese Paddel augenscheinlich angenehmer Fahren, leigt es wohl daran. Wäre schön, wenn jemand das bestätigt, was ich hier auszudrücken versuche und das dann noch durch praktische Erfahrung bestätigt.
Leider fahre ich, wenn ich überhaupt zum Paddel komme eher auf z.T. sehr flachen Flüss(ch)en, so dass ich beim "Breitpaddel" bleiben werde. Aber wunderschön sind sie wirklich!

janhinnerk Offline



Beiträge: 2

05.06.2009 18:07
#29 RE: Klärungsbedarf antworten

hallo an alle,
meine frau und ich haben solch ein klassisches paddel von welle (albert Dörp), von dem wir einfach begeistert sind. Es läßt sich nach unserer subjektiven ansicht auf Seen und in tiefem Wasser leichter führen und hat den vorteil, daß die seitenkräfte viel niedriger sind (merkt man besonders an der hand am knauf). außerdem ist es viel schöner (unseres aus kanadischem kirschholz und geölt, nicht lackiert)und eben klssisch. wenn du kein regattapaddler, sondern wanderpaddler bist, ist es sicher eine gute wahl. ich würde an deiner stelle einfach mal einige verschiedene modelle probieren (geht hier wirklich über studieren).

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

05.06.2009 18:07
#30 RE: Klärungsbedarf antworten

Bei einem normalen Vorwärts-Paddelschlag treten die beschriebenen Drehmomente nicht auf. Das könnte höchtes passieren, wenn das Blatt stark asymetrisch ist bzw. der Schaft nicht in der Längsachse des Blattes liegt und so vom Schaft gesehen das Blatt auf einer Seite breiter ist, als auf der anderen.

Traditionelle Paddel fahren sich nicht grundsätzlich "angenehmer". Es gibt dort sehr unterschiedliche Qualitäten, manche Eigenschaften können allerdings als angenehm emfunden werden ... z.B. die Flexibilität oder die geringen Drehwiderstände beim Wechseln der aktiven seite.

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