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Dieses Thema hat 33 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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wupperboot Offline



Beiträge: 96

03.01.2018 15:59
#16 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

Eigentlich ist die Frage: "Mindestgrösse eines Autos" nur halb richtig gestellt.
Die gesetzlich erlaubten Überstände sind ja nur ein teil der Wahrheit.

Gibt es also eine "Mindestgrösse für ein Dach" bzw. einen "Mindestabstand zwischen den Trägerholmen"?
Das dürfte ja nicht nur mit der Länge des Kanadiers sondern auch mit den auftretenden Kräften / Geschwindigkeit / Seitnwind etc. zusammen hängen- leider habe ich Physik früh genug abgewählt, um keine schlaue Antwort geben zu können.

Um die Auflagen zu verbessern ist eine Konstruktion à la Leiter oder vielleicht des Thule Dachträger sicher nicht verkehrt; gegen die Seitenwindanfälligkeit, die ja umso höher sein dürfte, je kleiner der Abstand der Träger ist, könnte Seitenhalter (wie z.B. Thule Portage) am Träger helfen. Ich verwende zu mindestens auf einer Seite Senkrechtstreben.

Wie sieht es aus, wenn mensch die Dachfläche selbst nutzt? Es gibt ja entsprechende Konstruktionen mit Schaumpolstern oder Matten, bei den das Boot direkt auf das Dach geschnürrt wird?

Lasse Lachen Offline




Beiträge: 280

03.01.2018 16:34
#17 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

Der Holmabstand ist der entscheidende Punkt.
Zusätzlich ist es auch ggf. noch interessant, wie weit vorne der vordere Holm (bzw. wie weit hinten der hintere Holm) montierbar ist.

Beispiel: Wenn man beim Opel Zafira (erste Generation) den vorderen Holm so weit wie möglich vorne an der Dachreling montiert, dann liegt (m)ein 17-Fuß-Canadier auf diesem Holm ziemlich exakt mit seinem Schwerpunkt auf, wenn man ihn so weit nach vorne schiebt, dass er mit der Fahrzeugvorderkante bündig abschließt. (Ich musste also nie nachsehen, ob er zu weit vorne aufliegt. Sobald er nicht mehr nach vorne kippt, lag er richtig )
Nachteil daran war aber auch, dass die halbe Bootslänge ohne Unterstützung/Auflage über den vorderen Holm überstand und den Winden (Fahrtwind, Seitenwind, ...) ausgesetzt war. Auch eine gute vordere Abspannung ersetzt keine Auflage.

Da kann man sich leicht ausmalen, welche Hebelkräfte da wirken.
Wenn man sich nach den Kriterien so manch aktuelles Fahrzeugmodell genauer ansieht, dann fallen doch schon einige Autos für unser Hobby weitgehend aus.

Konstruktionen, wie eine Leiter oder der Thule Dachträgeraufsatz können ggf. die Belastung für das Boot reduzieren, die wirkenden Hebel bleiben aber für die Dachträger und das Auto, speziell die Befestigungspunkte am Dach die gleichen. Nur die zu haltende Masse hat sich weiter erhöht.

Von einem Canadiertransport direkt auf dem Dach, ohne Trägerholme, nur mit Polster halte ich gar nichts. Autos sind nicht wie Panzer konstruiert. Bei Autos gibt es Bereiche, die für die Aufnahme von Kräften konstruiert sind und Bereiche, die nicht darauf ausgelegt sind. Ein Fahrzeugdach gehört eher zur zweiten Gruppe. (Erstaunlich, wie wenig Material man vorfindet, wenn man mal die Dachinnenverkleidung abnimmt).

Warumm sollte Seitenwind bei kleineren Trägerabständen stärker wirken, als bei größeren. Dann müsste der Seitenwind ja gezielt das vordere oder hintere Ende des Fahrzeugs anblasen und den Rest ignorieren.
Solange du deinen Canadier sicher festgezurrt und möglichst auch noch hinten und vorne abgespannt hast, Boot und Fahrzeug also mehr oder weniger eine Einheit bilden, dann drückt der Seitenwind das komplette Gespann zur Seite. Der Effekt ist damit von der Windgeschwindigkeit und der Angriffsfläche (Seitenfläche von Boot + Auto) abhängig.

Gruß, LL

lupover Offline



Beiträge: 554

03.01.2018 16:49
#18 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

Zitat: Canadierlänge (in cm) - Autolänge (in cm) < 100cm

Ist das wirklich so? Andreas hatte ja die Idee, das Fahrzeug mittels Fahrradträger gewissermaßen zu verlängern und so einen längeren Überstand nach hinten zu legalisieren. Ich finde allerdings im Netz nur die Regel, dass hinten ohne Fahne ein Meter Überstand erlaubt ist. Und zwar über das Fahrzeugende gemessen, von den Rücklichtern steht da nichts. Mit dem Fahrradträger werden die Rücklichter nach hinten verlagert, nicht aber das Fahrzeugende.
Grundsätzlich hat die Idee mit dem Fahrradträger schon was. Fahrradtransport plus mehr Überstand nach hinten für relativ kleines Geld (für eine bloße Verlängerung genügt ja auch der billigste Träger). Legal oder Wunschdenken?

Gruß
Habbo

Leichtgewicht Offline




Beiträge: 1.342

03.01.2018 17:11
#19 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

http://www.verkehrsportal.de/stvzo/stvzo_32.php

...da steht es drin...


Da gehört ein Fahrradträger mit ABE definitiv dazu



Nochmal zu den Automaßen - ein 17 Fuß-OC hat 5,18 m - abzüglich 1,5 m = 3,68 m benötigte Autolänge - richtig?!

Selbst mein alter Opel-B-Corsa hatte 3,72 m - daher hätte ich auch mit dem legal einen 17er OC transportieren können - auf dem KIA-Picanto (3,49 m) legal einen 16-Fuß-OC, und auf meiner jetzigen Huddel (SEAT MII - 3,55 m) noch einen 16,5er OC...

Wenn Du also was Längeres transportieren willst darf ich Dir den Spruch von meinem Freund aus Hannover zitieren:

"Was holst Du Dir auch so eine gummibereifte Kasperlebude?!"


LG Leichtgweicht

Lasse Lachen Offline




Beiträge: 280

03.01.2018 17:30
#20 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

Wenn ich die Frage von @Tharau richtig verstehe, dann geht es ihm weniger um Fragen zum legalen Transport, sondern mehr um den sicheren Transport.
Dazu hat er ja inzwischen diverse Hinweise bekommen. Eine Rückmeldung seinerseits wäre hier sicherlich nochmal sinnvoll.

Hinsichtlich einer "Fahrzeugverlängerung" durch einen Fahrradträger würde mich noch interessieren, was unsere Nachbarn (speziell Österreich, Italien und Schweden) dazu sagen.

Gruß, LL

Tharau Offline




Beiträge: 14

03.01.2018 19:00
#21 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

Es ging mir um die Möglichkeit sicher und mit Boot auf dem Dach am Ziel anzukommen, gerne auch mit reduzierter Geschwindigkeit.
Einmal hatte ich starken Seitenwind auf der Autobahn, das fand ich nicht so toll. Das Boot hat sich bei Böen seitlich versetzt.

Tharau

Lasse Lachen Offline




Beiträge: 280

03.01.2018 19:37
#22 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

Zitat von Tharau im Beitrag #21
Das Boot hat sich bei Böen seitlich versetzt.


Das Boot auf dem Auto? Dagegen hilt nur besser festzurren, unabhängig von der Fahrzeuggröße.

Das Boot mit dem Auto? ein grundsätzliches Problem bei böigem Seitenwind. Da hilft am besten angepasste Fahrweise. Niedrige Fahrzeuge, Fahrzeuge mit langem Radstand und/oder großer Spurweite sollten hier im Vorteil sein.

Letztlich bleibt die Frage aber, ob man sich für die 2 (?) Situationen im Jahr, bei denen ein größeres Fahrzeug diese Vorteile ausspielen würde, sich dieses größere Fahrzeug leisten will, oder ob der kleine Wagen nicht doch auch reicht.

Ich transportiere auch schonmal (gleichzeitig) 2 aufgebaute Allys auf einem VW Lupo. Dann halt etwas langsamer, als normal

Gruß, LL

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.237

03.01.2018 19:40
#23 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

Gegen das seitliche versetzen auf den Holmen setze ich Thule Loadstop von innen gegen den Süllrand. Das fixiert das Boot perfekt.

lupover Offline



Beiträge: 554

03.01.2018 21:58
#24 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

Vielen Dank, dann wäre das Überstandsproblem hinten mit meinem Fahrradhalter ja gelöst.
Seitliches Verrutschen auf glatten Trägerholmen: Spielkartengroße (wenn überhaupt) Stücke einer alten Isomatte unter den Süllrand geklemmt verhindern das Rutschen zuverlässig. Unterlegen auf einer Bootsseite genügt. Die Stücke halten nicht ewig, aber aus einer 5 € Baumarkt-Matte kann man hunderte gewinnen.

Gruß
Habbo

Bernie4x4 Offline




Beiträge: 53

04.01.2018 18:11
#25 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

Ich habe das Verrutschen mit einem alten Fahradschlauch verhindert.
Der von einem MT-Bike passt genau über das Thule AeroRohr ...
Demnächst mach ich mir aber wieder welche aus Dämmrohren mit Gummifolie und Reisverschluss ...
So wie diese Rohrschützer bei den BMX-Rädern (früher) :o)

Gruß Bernie

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"Pain is temporary, glory is forever"

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Donau-Pegel-Kelheim

Rockatanski Offline




Beiträge: 18

04.01.2018 20:24
#26 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

Noch einfacher finde ich das Heizungsdämmrihr über den Süllrand zu klemmen und nicht auf den Träger.

Aber ist wohl Geschmackssache...

gleiter Offline




Beiträge: 333

04.01.2018 21:44
#27 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

Hi!

Zur eigentlichen Frage kann ich nichts beisteuern - unser Autowagen ist länger als das 16 Fuß Canoe (und trotzdem steht es hinten über, aber nur recht wenig) - als sehr gute Verrutschsicherung hat sich der Kanuträger von Thule bislang bewährt. https://www.thule.com/de-de/de/sport-rac...ortage-_-819000 Nicht gerade ein Schnäppchen, zugegeben, aber zusammen mit den Schnüren zum zusätzlichen Abspannen von Bug und Heck eben das komplette Paket.

Gruß aus dem Wein/4, André.

strippenziacha Offline




Beiträge: 714

04.01.2018 21:47
#28 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

Servus, also ich transportier meinen Wenonah Solo Plus auf dem Panda ohne Probleme.

hinten raus grad so knapp 1,5m mit Fahne dran, für die Nacht ein roter wasserdichter Rollverschlußsack mit Luft drin und einer Taschenlampe drin...passt.

Festgehängt vorne auch mit den Schlaufen im Motorraum oder auch vom Bug zurück zu den Holmenden, dann ist die Sicht freier, hinten das Gleiche das Heck auch an den hinteren Holmenden schräg abgespannt.

Das Boot selber auch mit U-Profilen aus einer Transportverpackung entweder auf den Holm gezwickt, oder die Dinger über den Süllrand genau beim Träger gesteckt...hält...kostnix..

Den Gurt der über das Boot geht, an einer Seite 1-2 mal umden Holm gewickelt bevor ich den wieder rüberwerf, dann rutscht da nix mehr seitwärts. Hält bombenfest.

Beim Caddy das Gleiche, nur da sind die Holme viel zu eng beisammen...beim Nachfolgermodell gabs dann noch ein 3. Paar Fixpunkte am Dach...viel besser....

einen 17Füsser hatte ich auch schon mal auf dem Panda...allerdings is das schon illegal...der stand vorne auch ca 20 cm über, als ich das Boot dem neuen Besitzer im Nachbarort überbrachte :-)



Gruß

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

Mahyongg Offline



Beiträge: 249

12.01.2018 23:05
#29 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

Ein Freund von mir hat einen Honda Jazz in Canada.. er hat einen Bootsverleih und transportiert auf dessen Dach alles was er so hat, bis hin zum Discovery 174 oder wie das Trumm heisst. Mehr Boote auch auf einem kleinen Trailer, so als Alternative / Zusatz auch nicht dumm, aber meistens eben zack aufs Dach.. ;D

Cheers!

Jan

Haubentaucher Offline



Beiträge: 235

13.01.2018 00:12
#30 RE: Mindestgröße eines Autos beim Canadiertransport antworten

Ein 5 Meter PE-Canadier auf einem Lada Niva (3,60) fährt sich ausgesprochen gut, weil der noch echte Stoßstangen zum Zurren hat. Außerdem hat er eine Dachrinne, die aus einem gezogenen Teil des Dachblechs besteht und entsprechenden Lasten widersteht. Bis auf die Stoßstangen und die Dachrinne wird das Deinem Jazz ziemlich nahe kommen. Ein Boot geht noch, aber ein kleiner Turm, der die volle vom Hersteller erlaubte Dachlast ausschöpft, lässt ein kleines Auto in Kurven schwanken, wie einen Kronleuchter bei Erdbeben. Es hilft nur Augenmaß und vorauschauende Fahrweise.

Bei relativ langen Booten, geringen Holmabständen und ohne weiteres Zurren an Autos mit lauter Weichplastik an den Enden haben mir bisher zwei Probleme zu schaffen gamacht:
Das Boot kann sich auf schlechter Wegstrecke aufschaukeln und es kann von Seitenwind aus seiner Position herausgedrückt werden. Selbst Antirutschmatte auf dem Dachträger hilft nur beschränkt. Hängt es erstmal schräg, trifft der Fahrtwind nicht mehr genau von vorn auf das Boot und er drückt es noch weiter rum. Muss man Anhalten un neu zurren. Das einzige was wirklich hilft ist von Anfang an langsam zu fahren. Wie langsam oder ob das gemessen an der ortsüblichen Fahrweise überhaupt langsam ist, muss man ausprobieren.

Zurren gegen eine AHK vermindert das Aufschaukeln. Motorhaubenscharniere sind oft nicht weit genug vorn und man provoziert Lackschäden oder verbogene Scharniere. Abschleppösen sind oft diagonal angebracht und es ist ohnehin nur eine Schrauböse mitgeliefert. Um die Stoßstange herum und im Unterbodenbereich befestigen kann das Stoßstangenplastik ruinieren.
Also Mut zur Lücke. Besser als in einem langen Sprinter wäre Dein Canadier mit 4,75 ohnehin nirgend untergebracht.

Chris

Angefügte Bilder:
haelt_gut_bis 130.JPG  
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