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Dieses Thema hat 29 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
Seiten 1 | 2
MarkusQ Offline



Beiträge: 9

09.08.2007 11:28
#16 RE: schlauchcanadier für WW antworten

In Antwort auf:
Anschaffung eines Schlauch- oder Faltcanadiers


Oder eben falten: Die PakBoats oder Allys werden immer für ihre Fahreigenschaften und z.T. ihre Schnelligkeit gerühmt (stimmt m.E.), aber auch für ihre Wildwassertauglichkeit (dazu kann ich selbst nichts Sachkundiges sagen). Ich habe selbst ein PakCanoe 165 und bin sehr zufrieden, damit kann man auf jeden Fall *bequem* eine 2-Wochen-Wildnis-Tour mit 2 Personen machen. 2 Erwachsene und 2 Kinder habe ich ohne Zuladung auch schon probiert, und da war noch viel Luft für alles mögliche. Nachteil: Preis ca. EUR 2000,-. Und zumindest mein PakCanoe 165 mit vorinstallierten Kielstreifen ist auch deutlich (!) schwerer als die 23 kg, die in den Spezifikationen immer angegeben wird. Mit Sitzen etc. eher über 30 kg. Ein Schlauchcanadier lässt sich zudem vermutlich doch kompakter transportieren und schneller 'aufbauen' als ein Falter.

Gemeinsam haben sie gegenüber den Festbooten den Vorteil der gewissen Biegsamkeit: in den kleineren Flußschwällen, die ich bisher gefahren bin, oder bei großen Wellen auf Seen hat mein P.C. noch *nie* in drei Jahren mehr als ein paar Spritzer Wasser übergenommen, weil es über die Wellen mehr drüberschwabbelt statt sie zu durchschneiden. Auch heftige Steinkontakte etc. werden vom flexiblen Gestänge oft einfach weggepuffert, Spuren sieht man an meinem Boot noch keine. Sehr anfängerfreundlich .

Gruß, Markus

mapman Offline



Beiträge: 38

09.08.2007 12:44
#17 RE: schlauchcanadier für WW antworten


Hallo Blackmore,


eventuell kannst Du aus diesem Bericht ein paar Infos ziehen http://home.arcor.de/canadier-gps-info/c-lappland03-1.htm


viel Spaß beim Paddeln in Lappland wünscht
Ralf

bernhardA Offline



Beiträge: 12

19.08.2007 10:33
#18 RE: schlauchcanadier für WW antworten

ich habe gestern bei einem paddelausflug auf der salza das weiter vorn erwähnte Gumotex BARAKA des öfteren bei tschechischen paddlern im einsatz gesehen.
seitdem steht der entschluss fest: das wird's!
-sieht sehr schnittig aus
-bug und heck schön hochgezogen, um nicht jede welle zu schlucken
-lenzschlauch á la outside
-nette detaillösungen wie gepäcksnetz und pumpenhalterung
-souveränes verhalten auf schwällen (WWIII schätz' ich) ähnlich dem von uns gefahrenen leih-outside
-und subjektiv: elegante erscheinung mit schönen farben (rotorange, dunkelblau)

und preislich bewegt es sich in einem rahmen knapp unterhalb eines sich im jahrelangen leihbetrieb eingesetzten grabner outside. da fällt die entscheidung nicht schwer.

müssen bald einen ausflug nach horni plana inklusive kleinem "reisemitbringsel" machen - von mir kontaktierte österreichische gumotex-händler waren bis jetzt bemüht aber ratlos ("kenn i net", "kann i nachfragen", "kömma im herbst bestellen",...)

Kalle Offline




Beiträge: 53

30.09.2007 21:46
#19 RE: schlauchcanadier für WW antworten

Der Baraka ist ein äußerst stabiles Boot.Er wird Dir viel freude bereiten.Ob Grabner oder andere teure Hersteller,sie können Preis/ Leistungsmäßig nicht mithalten!
Ferner denk mal darüber nach wie weh es tut wenn ein 2000 Euro Boot nen Winkelhaken abkriegt!
Die Gr...bner sind nicht stabiler!

Voitsberg Offline




Beiträge: 91

01.10.2007 07:24
#20 RE: schlauchcanadier für WW antworten

Guck Dir mal das SOAR 14 an, hab ich mir zugelegt.
Fährt sich sehr sicher, wenn Du mittig sitzt kannst Du es auf dem Klodeckel wenden.
Ich hab mir all die anderen Boote auf der Kanumesse in Nürnberg angesehen, bin aber dann nach der Messe zum Kanulader Nürnberg gefahren und hab mir ein SOAR 14 gekauft.
Einzig das Baraka wäre preislich noch interessant.
Nach einer ersten Testfahrt und Vergleichsfahrt mit Outside bin ich total begeistert von meinem SOAR.

Jetzt mache ich mir noch Gepäcknetze auf die Decks und dann kann ich dort sauber die Bug und Heckleine verstauen.
Weiters mache ich dann noch Gepäcknetze an der Innenseite der Seitenschläuche um wärend der Fahrt die vielen tausend Kleinigkeiten verstauen zu können.

Ich bin Heuer auch das XR Trekking und den Rocky testgefahren - nicht ganz das was ich mir vorstelle.
Das schlimmste ist dass die Seitenschläuche schwarz sind, auf dem ruhigen Stausee hat die Sonne die Schläuche derart erhitzt dass ich sie immerwieder mit Wasser kühlen musste - ansonsten sind Brandblasen nicht ausgeschlossen.

Das SOAR hat insgesamt 20 Lenzlöcher Durchmesser ca 30mm, die zugeklebt sind.
Jeweils 5 Lenzlöcher sind Vorne links und rechts, sowie Hinten links und rechts.
Ich hab alle hinteren Löcher geöffnet und selbst im Kraftwerkrückstau kein Wasser im Boot gehabt.
Bei Wellenfahrten mal ein Schlag Wasser ins Boot das merkst Du nicht mal, so schnell ist das Wasser wieder draussen.
Das SOAR 14 passt genau für mich um es: alleine zu fahren, mit der Maus, dem Sohnemann, mit Gepäck für 1 Tag oder 1 Woche.
Wer will kann noch einges an Zubehör bei SOAR ordern.

Übrigens: Ich bin unter dem Baum durchgekommen, das Outside musste drüberheben...

Voitsberg

.
= Vergiss nie Deine Träume, denn sie könnten wahr werden... = (Hans Theessink)

Kanu-Gerald Offline




Beiträge: 3

19.08.2008 21:16
#21 RE: schlauchcanadier für WW antworten

Hallo Bernhard,

ich bin in der selben Situation wie du, war auch einige Wochenenden in Wildalpen, um verschiedene Boote auszuprobieren. War ebenfalls letztes Wochenende da. Am Campingplatz mit einem blauen Multivan samt Eriba Touring.

Am sichersten habe ich mich (als Anfänger) mit dem Gumotex Orinoco gefühlt. Da bin ich sogar vor 3 Wochen bei Wasserstand 3m bis zum Petrus runter gekommen *g*. Jetzt habe ich das Palawa und Grabner Outside ausprobiert. Das Palawa ist eine unhandliche "Gummiwuchtel" und muss alle 5 Minuten entleert werden. Das Outside ist für Profis sicher gut, aber für einen Anfänger wie mich zu wackelig und "arbeitsintesiv". Habe vorgestern auch erstmals in echt das Baraka gesehen und beobachtet, dass die Leute damit ganz easy über den Campingplatz-Schwall fahren, auch bei Hochwasser.

Habe diese Saison zum testen verwendet und werde mir über den Winter für nächstes Jahr ein eigenes Boot kaufen. Derzeit stehe ich zwischen Spreu Mamba und Gumo Baraka. Falls jemand das Baraka auf WW2-3 schon getestet hat, wäre ich für Feedback sehr dankbar.

Bin am 12.-14.9. wieder in Wildalpen. Falls wer da ist, könnt ihr ja an meinen Wohnwagen klopfen. Ein Eriba Touring mit St. Pölten-Land (PL) Kennzeichen und ein dunkelblauer T5 Multivan.

LG
Gerald

bernhardA Offline



Beiträge: 12

20.08.2008 10:32
#22 RE: schlauchcanadier für WW antworten
Hallo gerald,

ich bin mittlerweile stolzer besitzer eines knallroten Gumotex BARAKA!! leider hat es sich bis jetzt leider nicht ergeben, selbiges auf der salza auszuprobieren (entweder wetter in Wildalpen zu schlecht oder Wind am Neusiedlersee zu gut --> windsurfen), aber ich hab die hoffnungen für heuer noch nicht ganz aufgegeben.

zwei touren hab ich damit aber schon gemacht und kann damit schon einen "vorläufigen testbericht" liefern - 1x mur durch graz (weinzödl bis A2-brücke) bei leichtem hochwasser (geschätzt WW II+, schöne, tw. wuchtige schnelle schwälle), zu zweit im boot und 1x mur von mureck nach radkersburg, auch bei höherem wasserstand, teilweise allein im boot (WW I-II).
beide male waren auch ein paar "PALLAVA" dabei, deshalb ein bissl vergleichsmöglichkeit.

-form:
relativ weit hochgezogener bug und heck, hält bei grösseren wellen effektiv die gischt ab. lange wasserlinie, um einiges länger als z.b. beim outside. hat den vorteil, dass das boot recht spurtreu ist und ich allein auch ganz gut zurecht gekommen bin. über wendigkeit kann ich noch wenig sagen, da die mur sehr breit ist und keine raschen ausweichmanöver notwendig waren. durch dicke schläuche und einem verstärkungspolster in der bootsmitte ist das ganze auch sehr stabil. knicken oder verwinden gab's nicht, vor allem im vergleich zu den pallavas. sehr geräumig, eine ruhige strecke mit 2 erwachsenen, 2 kindern und gepäck war kein problem.

-ausstattung:
sehr effektiver (verschliessbarer) lenzschlauch, den haben die tschechen beim outside 1:1 abgekupfert. saugt zuverlässig das wasser aus dem boot.
nette details wie gute tragegriffe, einziebare leinen vorn und hinten, leine rundum, schenkelgurte, gepäcksnetze (für wurfsack, bierdosen o.ä.) und zwei schlaufen für die luftpumpe (sehr praktisch, die purzelt ja sonst immer irgendwo rum!)
beschränkt längenverstellbare sitzbretter. diese könnten meiner meinung nach auch eine spur höher montiert sein.

-fahren:
zu zweit leicht zu fahren, nicht "kippelig", alleine gefahren würde man sich wünschen, das sitzbrett mehr gegen bootsmitte positionieren zu können. durch den hohen aufbau auf ruhigen gewässern natürlich windempfindlich. wie alle schlauchkanadier auch nicht besonders schnell.

-qualität:
bis jetzt ists dicht ;-) schaut insgesamt gut verarbeitet aus, auch wenn einige details (schlaufen für leinen etc) nicht ganz so "expeditionsmässig" aussehen, wie beim outside. material schaut stabil aus, kann aber noch nix dazu sagen.

-preis:
schwer in ordnung!! wenn ich denke, dass ich um das gleiche geld vollkommen heruntergerittene leih-outsides angeboten bekommen hätte...
ich hab's bei kastner&öhler (gigasport) in graz gekauft und da noch 10% auf den LP bekommen.

vorläufiges fazit:
ich geb's sicher nicht mehr her. gefühlsmässig ähnlicher dem outside als dem pallava (was anderes bin ich nicht gefahren), ich werde noch einmal schreiben, wenn ich damit auf salza oder soca war.

bernhard

p.s.: vielleicht sehen wir uns einmal in wildalpen (blauer landrover defender mit GU kennzeichen)
nahanni Offline




Beiträge: 67

20.08.2008 17:37
#23 RE: schlauchcanadier für WW antworten

Hallo
Wie bitte kann man die Outside-Lenzung tunen?
Gruss
Nahanni

hinundschmidt Offline



Beiträge: 78

20.08.2008 19:47
#24 RE: schlauchcanadier für WW antworten

Hallo Gerald
Ein heißer Tipp: Beim http://www.luftbootladen.de kann man das Baraka auch zum Testen bestellen. Wenn´s nicht gefällt, zahlt man nur den Versand und 35€ Testgebühr. Allerdings muß man jetzt schnell sein, weil der Laden geht nächste Woche für 3 Wochen in Urlaub. Ich hab das Baraka selber noch nicht gefahren, aber schon von einigen sehr zufriedenen WW3-Erfahrungberichten gehört.
Grüße
Holger

bernhardA Offline



Beiträge: 12

20.08.2008 19:49
#25 RE: schlauchcanadier für WW antworten

irgendwo hab' ich gesehen, dass wer eine oben und unten abgeschnittene PET-flasche in den lenzschlauch gesteckt hat.

beim baraka funktionierts auch ohne gut, vielleicht ist die position des schlauchs besser.

Kanu-Gerald Offline




Beiträge: 3

20.08.2008 19:58
#26 RE: schlauchcanadier für WW antworten

Danke für den Tipp. Mal schauen, ob ich noch eines bekomme.
LG
Gerald

martinaundflorian Offline



Beiträge: 490

20.08.2008 20:06
#27 RE: schlauchcanadier für WW antworten
Das mit dem Tuning geht so:

Da das Wasser den Schlauch oft platt an den Unterboden drückt kann man dafür sorgen dass der Querschnitt immer erhalten bleibt und so das Wasser noch schneller abläuft. Dafür den Schlauch nach außen ziehen und mit der Steckschnalle verschließen (ohne den Schlauch zu rollen). Dann von einer 1,5l Mineralwasserflache Einweg Deckel und Boden abschneiden, man erhält eine Art "Rohr" das sich flachdrücken lässt und das wieder in seine ursprüngliche Form zurückspringt. Das klappt bei verschiedenen Flachenformen unterschiedlich gut, oft sieht man ihnen die Eignung schon an. Dieses Stück von innen in den Schlauch stecken und
- es hält den Querschnitt offen und erlaubt einen leichteren Wasseraustausch (aber in beide Richtungen)
- es führt im flachen Wasser zu keinen Schäden da es sich zusammendrückt
- nach dem Zusammendrücken springt es (zumindest einige Zeit) wieder in die ursprüngliche Form zurück
- kann durch die geschlossene Steckschnalle nicht verloren werden
- Kostet fast nix

Das rentiert sich nur dann wenn wirklich viel Wasser aus dem Boot muss, also in dickem Wuchtwasser oberhalb WW III da man mit dieser Methode gererell etwas mehr Wasser im Boot hat als ohne "Tuning".
Bei uns hat es sich bewährt...

Florian

edit:
bernhardA war schneller

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Keep the open side up!

nahanni Offline




Beiträge: 67

20.08.2008 22:59
#28 RE: schlauchcanadier für WW antworten

Auch für den Tipp: Vielen Dank
Nahanni

Bonzo Offline



Beiträge: 6

30.09.2008 11:17
#29 RE: schlauchcanadier für WW antworten
Finde die Selbstlenzung im Outside auch nicht so wirklich gelungen.
Dass manche Besitzer damit Probleme haben, ist bei Grabner wohl nicht bekannt.
Die Frage, ob man zusätzliche Lenzlöcher (wie beim Eco) "einbauen" kann, wurde dort verneint.
Wie hier schon berichtet, verliert der Lenzschlauch mit den Jahren an Steifigkeit und faltet sich gerne zusammen.
Grabner bietet dafür den Austausch des Lenzschlauches an.
Ob sich das (grundsätzliche?) Problem damit beseitigen lässt, kann ich nicht beurteilen.
Die Idee mit der Plastikflasche (Danke Florian!) macht wohl leider wirklich erst ab WW II-III Sinn.
Auf ruhigeren Flüssen bleiben wohl nur die beiden Alternativen:

a) Lenzschlauch zu und bei Bedarf anlegen und entleeren oder
b) Lenzschlauch auf und konstant mehrere Zentimeter hoch Wasser im Boot (v.a. im Heck)

Für Fall b) hab ich mir inzwischen "wasserdichte" Socken (Sealskinz) besorgt ... :-(

Bin am Überlegen, ob ich den Lenzschlauch erneuern lassen soll (?).
Sehr interessiert wäre ich deshalb an Erfahrungen von Leuten, die ein relativ neues Outside fahen. Irgendwie werd ich aber das Gefühl nicht los, dass die Selbstlenzung unabhängig vom Bootsalter konstruktiv nicht das Wahre ist. Ähnlich trocken - wie zum Bsp. im Otter - kann ich mir das Outside eigentlich gar nicht vorstellen.

Für Anregungen / Tipps vielen Dank!

Paddlergrüße

Günther
bernhardA Offline



Beiträge: 12

03.10.2008 22:57
#30 RE: schlauchcanadier für WW antworten

ich denke mir, der lenzschlauch hat sowieso die funktion, wirklich grosse wassermengen schnell aus dem boot zu befördern (was er bei meinem baraka und auch nach meiner erinnerung beim outside super macht) und nicht eventuelle wassertröpfchen abzuleiten. ich würd' ihn einfach zumachen, wenn's weniger wild ist.

bernhard

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