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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 968 mal aufgerufen
 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
Dowoam Offline



Beiträge: 32

28.07.2012 20:35
Geodesic Airolite antworten

Hallo,

Wollte mal nachfragen, ob hier schon mal jemand so etwas gebaut hat?
http://www.gaboats.com/

Bin da irgendwie drauf gestossen und fand es irgendwie interessant.
Besonders weil mir noch etwas sehr kleines leichtes im Kopf rum schwebt.
Um mit dem 16er zu fahren brauch ich immer Hilfe beim Tragen und Verladen. (Auto hoch, ich behindert)

Mich würde interessieren wie stabil die Boote sind, und ob man nicht den "Skin" durch ein Kevlar Gewebe ersetzen könnte um mehr Stabilität zu erreichen bei sehr wenig Gewicht.

Gruss

Dirk

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

29.07.2012 07:22
#2 RE: Geodesic Airolite antworten

Haool Dirk.
Bei uns hat leichteste Prospector 15 hat 14kg, Mattawa und Keewaydin 16kg, aktuell unter 15kg, alle sind dabei sehr stabil.
Ich zweifle stark, daß die Kombination beider Systeme was ähnlich leichtes wie ein skin on frame Canoe ergeben könnte, geschweige denn etwas so stabiles, wie ein Laminat am Stand der Technik.
LGW

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

AxeI Offline




Beiträge: 1.001

29.07.2012 09:43
#3 RE: Geodesic Airolite antworten

Hierzulande haben Jürgen Dorsch und Thomas Grögler wohl die größte Erfahrung im Bau dieser Boote.

Die Bauweise erzeugt erstaunlich robuste Boote. Ich habe einige Zeit mit dem Gedanken gespielt mal ein Wildwasserboot auf diese Weise zu bauen. Das nachfolgende Video hatten wir hier schon irgendwo. Es ist nichts für zart besaitete Gemüter weil man sich da viel Mühe gibt ein Boot kaputt zu machen. Am Ende klappts auch. Der damit verbundene Aufwand ist beachtlich.

Axel

{

P A D D E L B L O G Sicherheitstreffen im September
There's more means to move a canoe than paddles

Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

29.07.2012 12:47
#4 RE: Geodesic Airolite antworten

moin,
vielleicht kannst Du dir auf dieser Seite noch Anregung holen, http://www.baidarka.eu/.
LG Jürgen

http://isladebasura.com/

Dowoam Offline



Beiträge: 32

29.07.2012 18:33
#5 RE: Geodesic Airolite antworten

Hallo,

erst mal danke für die Antworten.
Im Grunde ist ja das selber Bauen auch eine Art Beschäftigungstherapie.
Natürlich kann man für schlappe 3000 Euronen ein 15kg Solo Canadier erwerben, der bestimmt auch sein Geld wert ist.
Aber vielleicht hat man mehr persönliche "Bindung" zu einem selstgebauten Boot. Und irgendwie reizt mich der Bau.
Zumal meine Hobbykasse derzeit sehr leer ist. :( Zumindest zu leer für ein zweites neues Boot.

Aus diversen anderen Projekten hab ich ein wenig Erfahrung mit dem Umgang mit Harz und Gewebe.
Und ein Modellschiff hab ich auch schonmal gebaut. :) Eigenbau Holz. Kleiner aber schön.
Insofern traue ich mir das bauen schon zu.
Ich würde nur sehr traurig sein, wenn so ein Selbstbau schaden nehmen wurde, weil er nicht belastbar genug ist.
Darum hatte ich überlegt, ob man das Gewebe nicht durch Kevlar ersetzen könnte. Also Kevlar on frame sozusagen.
Das wäre ja nahezu Bulletproof. :) Auch wenns ein wenig schwerer würde bestimmt noch im "leichten Bereich"

@Wolfgang: mein Hauptproblem ist ja, die Form. Also das Gewebe in Form zu bringen.
Dazu der Holzframe. Ich meine also das Gewebe für die Festigkeit und die Framekonstruktion nur als Basis fürs Gewebe.


Gruss

Dirk

Jörg Wagner Offline



Beiträge: 871

29.07.2012 22:33
#6 RE: Geodesic Airolite antworten

Hasllo Dirk,
bei geodesischen Booten wie denen aus Deinem Eingangspost wird die Haut praktisch auf den Rahmen "aufgeschrumpft", das geht mit Kevlar nicht, das ganze System beruht auf der Kombination genau der Materialien, die in der Information zu den Geodäten beschrieben wird, nicht immer ergibt außerdem die Hyb ridisierung von Materialien ein besseres Ergebnis im Bezug auf Stabilität, als es die Einzelkomponenten vermuten lassen. Ein schönes Beispiel dafür ist die Wood-Canvas-Bauweise, bei der die Leinwand durch ein auflaminiertes Glasgewebe ersetzt wird, die Folge ist hier eine vergleichsweise große Sprödigkeit.
Erfahrungen mit geodesischen Konstreuktionen hat die hier auch postende Angua.
Jörg Wagner

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

30.07.2012 11:32
#7 RE: Geodesic Airolite antworten

>>> Mich würde interessieren wie stabil die Boote sind, und ob man nicht den "Skin" durch ein Kevlar Gewebe ersetzen
>>> könnte um mehr Stabilität zu erreichen bei sehr wenig Gewicht.

Den Ansatz ein bewährtes Verfahren ohne große Kenntnis gleich noch verbessern zu wollen ist gewagt.
Gerade im Leichtbau macht die richtige Kombination die "Stärke".
Nächste Frage wäre: Um wie viele Quadratmeter geht es genau und wie viel Gramm kann ich sparen?

Und dann gehört Kevlar ja nicht gerade zu den dauerhaften Materialien, eventuell bringt der erforderliche UV-Schutz mehr Gewicht als das Gewebe spart.

Das Verfahren "Skin on Frame" lädt aber auf jeden Fall zum experimentieren ein, viel Spaß dabei.

Gruss
Andreas

Alec Offline



Beiträge: 107

30.07.2012 12:54
#8 RE: Geodesic Airolite antworten

Hallo Dirk

was Du möchtest ist eine Modifikation der Bautechnik, die in Sam Rizettas Buch "Canoe and Kayak Building the Light and Easy Way: How to Build Tough, Super-safe Boats in Kevlar, Carbon, or Fiberglass" beschrieben ist.

Sams Ansatz ist es, ein Spantengerüst zu bauen, das dann gründlich mit Folie abzukleben, Peel Ply aufzunähen und dann mit Kevlar / Carbon laminieren. Danach vom Gerüst abnehmen.

Geodesic epoxiert dagegen hitzeschrumpfbares Dacron auf einem Spantengerüst.
Du könntest Kevlargewebe auf den Rahmen nähen... Schneiden und Nähen des Kevlargewebes muss man ECHT üben, aber es geht. Das Benetzen von Kevlargewebe ist schwierig, vor allem wenn nichts drunter ist auf das man Druck ausüben kann... unbedingt erstmal ein Probestück laminieren. Die Innenseite wird wahrscheinlich sehr kratzig, man kann Kevlar nicht schleifen, Löcher im Kevlargewebe können Dich zur Verzweiflung bringen - deshalb wär's logisch, aussendrüber eine dünne Lage Glasfasergewebe zu laminieren und dann schleifen & lackieren. Bautechnik der Zukunft oder Unfug? Das kann nur ein Versuch entscheiden. Ich denke eher: mühsam, schwierig.

Beachte, dass Holzspanten im Wildwasser brechen können; man kann sie aber reparieren oder ersetzen. Geht es um Abriebfestigkeit, laminiere ich gern gewebtes 45°-Kevlarband über stark belasteten Stellen. - funktioniert gut und hält. Geodesic hat auch Vorschläge für andere Gewebe obendrüber, die wesentlich mehr Abriebfestigkeit als Dacron haben.
Grüsse, Axel

Dowoam Offline



Beiträge: 32

30.07.2012 13:21
#9 RE: Geodesic Airolite antworten

Hallo,

vielleicht erkläre ich mal, wie ich darauf komme.
Ich habe die Seite im Web gefunden und mir überlegt, dass ich ja sowas ähnliches gemacht habe, als ich damals mal (vor sehr langer Zeit) den Kofferraum von Autos ausgebaut habe. Solche GFK Landschaften. Habt ihr bestimmt schon mal gesehen.
Sowas macht man, indem man ein Holzgrüst baut, Stoff drüberspannt und dann erst mal ganz leicht mit Harz einnebelt(Sprühpistole), damit es nicht einfällt. Dann wird das ganze hart und man kann mit Gewebe drauf Arbeiten. Am Ende die Harzoberfläche schleifen und weiter verarbeiten.
Boote baut man ja eigentlich andersrum Also in ein Form reinlaminieren. (Wobei Surfbretter ja wieder auf einen Styrokern laminiert werden.)
So nun die Holzkonstruktion und das Dracon, was mir sehr anfällig scheint. (Das ist ja ähnlich einer Leichtflugzeugtragfläche)

Also dachte mein schlaues Hirn, das Gewebe durch etwas zu ersetzen. GFK - zu schwer. CFK - hab keinen riesen Ofen.
Kevlar - nun wohl nicht wirklich gut zu verarbeiten.
Mal sehen. Vielleicht teste ich das einfach mal.
Anderertseits bin ich schon wieder auf den Seiten von Swift,Bell,... und in der "Biete Abteilung" hier.

Mal sehen, kommt Zeit kommt Rat. Erst mal Schweden!
Zwei Boote werden eh sehr Eng auf meinem Dach werden.

Gruß

Dirk

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

31.07.2012 08:16
#10 RE: Geodesic Airolite antworten

Nimm Dir doch was zu lesen mit in den Urlaub zu dem Thema gibt es genug.
Wenig wissen und viel verändern ist teuer.


>>> GFK - zu schwer. CFK - hab keinen riesen Ofen.
>>> Kevlar - nun wohl nicht wirklich gut zu verarbeiten.
Wieso bist Du Dir so sicher das GFK zu schwer ist? Warum brauchst Du für CFK einen Ofen? Was ist den an Kevlar nicht gut zu verarbeiten?

"Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt davon ab, wie wir uns in ihr bewegen." F. Schätzing

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