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Dieses Thema hat 21 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
Seiten 1 | 2
dmvision Offline



Beiträge: 4

04.05.2011 11:37
Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

Erstmal danke für eure Geduld.

Wohnen direkt am Rhein vor dem Rheinfall. Kaum Strömung.

Haben einen Kanadier bekommen. Gatz Mohawk 525 /85.

Nun zu zwei Fragen.
1) Wie sitzt eine Familie in diesem? Papa gute 100 kg, Mama 65, Sohn 9 Jahre und 7 1/2 Jahre.

Unsere erste Erfahrung mit allen im Boot war Papa hinten im Heck, Mutter Bug, Kidz mitte hintereinander auf den Sizbänken.

Klar haben wir kein breites Ruderboot - aber es war eine wackelige Katastrophe.
Selbst mit nur leichten Padelschlägen und möglich ruhigem sitzen schien es,
als ob das Boot jeden Moment über den Jordan geht mal schaukelte es rechts, dann links.

Wir setzten die Kinder ab und fuhren zu zweit (meine Frau und ich) plötzlich war es deutlich stabiler - wie fuhren, konnten Schläge üben, fuhren Kurven, drehten auf der Stelle etc.

Anschließend fuhren alle mal ein Stück einzeln - Ergebnis ohne Probleme - Stabil und sicher .

Eigentlich wollen wir aber Familientouren machen und überall liest man Gewicht/Zuladung bringt Stabilität.

Was haben wir falsch gemacht?
Was können wir verändern?
Bringt es was am Boot zu machen (Gewicht/ Gepäck kommt wohin? oder irgendwelche Schwimmnudeln?)

Danke für eure Tipps dazu!
Gruss
Dieter

Karl-Michael Koch Offline



Beiträge: 414

04.05.2011 12:01
#2 RE: Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

Hallo Dieter,

jedes Boot verändert sein Fahrverhalten bei zusätzlicher Belastung. Meistens wird es stabiler. Wie es sich bei Deinem verhält, weiß ich nicht, da es sich um ein Boot der o. g. Marke handelt, habe ich keine Erfahrung damit. Aber allgemein solltest Du darauf achten, dass das Boot bei normalen Windverhältnissen leicht hecklastig getrimmt ist. Von daher war die Kombination Mutter-Kind-Kind-Vater schon richtig. Dass es bei "voller" Beladung so kippelt, liegt m. E. auch daran, dass die Kids nicht ruhig gesessen haben. Versuche auch einmal zu fahren, wenn alle sich hinknien, d. h. die Unterschenkel unter ihren Sitz schieben. Dadurch verlagerst Du den Schwerpunkt nach unten.

Grüße
Michael

martinaundflorian Offline



Beiträge: 490

04.05.2011 15:11
#3 RE: Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

Servus,

dass Boote mit mehr Zuladung stabiler werden stimmt nicht Pauschal, das kommt ganz auf die Bodenform an.
Wie bereits erwähnt ist kniend paddeln eine Maßnahme so lange bis man das Zutrauen hat sich hinzusetzen. Als Einsteiger oder mit einem neuen Boot hat man öfter mal das Gefühl der Kippeligkeit, das gibt sich aber meist recht schnell mit etwas Übung. Sobald es bewegt wird oder unübersichtlich und kurvig knien sich auch erfahrene Paddler oft wieder hin um bestmögliche Bootskontrolle zu haben.
Sind Deine Sitzbänke recht hoch? Hat vielleicht sogar jemand etwas daran verändert? Vielleicht kannst Du Deine Kinder mal etwas tiefer setzen oder zum Testen auf den Boden, dann kommt der Schwerpunkt runter und wenn Dir das besser liegt kann man überlegen mit welchen kleinen Maßnahmen man hier weiter kommt.

Wir haben uns schon öfter Boote gekauft an deren Stabilität wir uns erst gewöhnen mussten. Das ist aber besser als den stabilsten Flachbodendampfer zu haben der dann aber recht langsam ist.

Bleib dran, das wird schon!
Florian

--------------------------------------------------
Keep the open side up!

AlexWien Offline




Beiträge: 375

04.05.2011 15:18
#4 RE: Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

Meine Partnerin wollte zuerst nicht knien, erst als ich ihr aus eine 1,9cm Evazotte Isomatte eine bequemen Kniematte gebaut habe, kniet sie. Wir knien erst wenn das Wasser etwas bewegter wird.

sputnik Offline




Beiträge: 2.005

04.05.2011 20:03
#5 RE: Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

Zitat von AlexWien
Meine Partnerin wollte zuerst nicht knien, erst als ich ihr aus eine 1,9cm Evazotte Isomatte eine bequemen Kniematte gebaut habe, kniet sie. Wir knien erst wenn das Wasser etwas bewegter wird.


ich sag jetzt lieber nicht, was ich denke

(tut mir leid, ich kann nichts dafür, ich bin so)
Stefan

Rheinländer Offline




Beiträge: 376

06.05.2011 23:38
#6 RE: Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

..der Sputi, ...zwischen den Zeilen..

sputnik Offline




Beiträge: 2.005

07.05.2011 10:54
#7 RE: Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

Zitat von Rheinländer
..der Sputi, ...zwischen den Zeilen..




Da bin ich nicht der Einzige : topic-threaded.php?board=61606&forum=20&threaded=1&id=4300&message=9961429

Rheinländer Offline




Beiträge: 376

07.05.2011 19:47
#8 RE: Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

Und wer hat's gefunden? Der Mr.Dick
Es passt aber wirklich alles zusammen

strippenziacha Offline




Beiträge: 664

07.05.2011 22:12
#9 RE: Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

Servus zusammen,

@sputnik, wer noch halbwegs lebt, denkt das gleiche :-)

@dmvision
Wir haben das selbe Boot, kenne noch nicht viele Andere, aber es hat einen relativ runden Boden,
und neigt dadurch zum Kippeln, ist aber trotzdem recht stabil, wenn es drauf ankommt.
Die allererste Aktion war, die Sitzbretter rauszunehmen und die Kinder saßen immer nur auf dem Boden auf Isomatten, bei uns paddeln sehr viele diesen Typ und es macht jeder so.

Ich habe ein ähnliches Gewicht wie du und wir machten im letzten Jahr einem Jungen eine Freude, dessen Mutter verstorben war und der wollte mal mit seinem Vater eine Kanutour machen.
Also ich hinten, der Junge ca 12 Jahre in der Mitte auf dem Boden und sein Vater noch etwas schwerer als ich vorne. Ich wie immer knieend. Der Vater vorne hatte Probleme und konnte die Knie nicht richtig abbiegen, also saß er drin. Ich hab Auf der Donau Blut und Wasser geschwitzt, als wir durch den Donaudurchbruch mussten, eigentlich kein Problem, aber mit dem Schiffsverkehr und den stehenden Wellen nicht der Brüller in dieser Konstellation! Gut daß noch ein zweites Boot dabei war und wir uns dann zusammenhalten konnten als die Schaukelei los ging.

Mit Kind und Kegel sind wir da schon oft voll durch, aber wenn der Schwerpunkt so hoch ist, ist es nicht sehr angenehm.

Wirklich schlimm ist es wenn die Kinder auf den Sitzen sind und sich noch am Süllrand festhalten, da ist die Schaukelei vorprogrammiert.

Kann sein, daß mich jetzt einige von den altgedienten Paddlern hier auslachen, aber das ist halt meine Erfahrung.

viele Grüße

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

Kanuotter Offline




Beiträge: 551

08.05.2011 08:27
#10 RE: Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

Hallo Dieter,

eine Hypothese: könnte sein, dass das Gefühl von Kippligkeit sich reduziert, wenn ihr erst mal etwas mehr Vertraut seid mit dem Boot und der Kippligkeit. Das Gefühl legt sich (ähnlich wie beim Fahrradfahren?.

Wir hatten dieses Jahr eine ähnliche Situation 2 Erwachsene, 2 Kinder in einen SoloPlus. Das hatte vor 3 Jahren prima gepasst. Blöder weise wachsen die Kinder jedes Jahr (werden schwerer) und der Junior hat dieses Jahr noch ganz prima mit gepaddelt. Ich hatte das nicht ganz bedacht. Ergebnis:
Ich wollte zuerst die Tour abbrechen, weil ich dachte wir kentern noch im Hafen.
Als wir Fahrt hatten wurde es besser.
Als Junior (oder alle?) im Rhythmus mitpaddelte wurde es eine tolle Tour.

Bei uns ist übrigens die mittlere Bank mal ausgebaut gewesen und jetzt direkt unter dem Sülrand verschraubt - da ist der Schwerpunkt zu hoch, wenn jemand drauf sitzt. Für mich passt das aber, wenn ich das Boot solo paddel, weil die Füße beim Knienen beser unter den Sitz passen.

Gruß Norbert

sputnik Offline




Beiträge: 2.005

08.05.2011 09:15
#11 RE: Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

Zitat von strippenziacha
......Die allererste Aktion war, die Sitzbretter rauszunehmen und die Kinder saßen immer nur auf dem Boden auf Isomatten, bei uns paddeln sehr viele diesen Typ und es macht jeder so.
....
Wirklich schlimm ist es wenn die Kinder auf den Sitzen sind und sich noch am Süllrand festhalten, da ist die Schaukelei vorprogrammiert.

Kann sein, daß mich jetzt einige von den altgedienten Paddlern hier auslachen, aber das ist halt meine Erfahrung.

viele Grüße

Hans



Kann ich nur bestätigen. Wir hatten in keinem unserer Boote eine mittlere Sitzbank weil ich das Tragejoch
gebraucht habe und auch irgendwo gelesen hatte, daß mitfahrende Gäste/Kinder als Ballast anzusehen sind
und aus Schwerpunktgründen am Boden sitzen sollen. Als sie kleiner waren, auf der Isomatte nebeneinander
und das gepolsterte Tragejoch als Rückenlehne. Später hatten wir ein Boot mit Tragejoch und mittlerem
Thwart, so konnten sie hintereinander am Boden sitzen und es hatte jeder eine Lehne.
Mitpaddeln können sie so am Boden sitzend natürlich nicht. Wenn es ihnen langweilig wurde, haben wir
durchgetauscht, und ein Kind durfte vorne paddeln, während sich die Mama, in der Mitte am Boden sitzend,
ausruhen durfte.
Beim Mohawk müsste man sich vielleicht etwas Basteln wegen der Lehne. Nur so am Boden sitzen ohne Lehne
ist meines Erachtens sehr anstrengend. Zumal man nicht einmal ein Paddel zum Festhalten hat.

Dieter, dir würde ich raten, deinem "Großen" ein Kinderkajak zu verpassen. Das hat mehrere Vorteile: die
Jungs brauchen aus Langeweile nicht beginnen sich gegenseitig zu pisacken und streiten und du hast ein
leichteres Boot zu bewegen, was bei fast stehendem Wasser ein unschlagbarer Vorteil ist. Wenn der Große
dann schlapp ist, kann der Kleinere ja das Kajak übernehmen oder du hängst es bei dir hinten dran. Du wirst
sehen, es dauert nicht lange und da will dein Jüngster auch so ein Kinderkajak.

Und von wegen teurer Ausrüstung: bei Aldi oder Lidl gibt es öfter mal so Neopren-Shortys. Die sind eigentlich
zum Schnorcheln gedacht. Kosten glaube ich 30 Euro. Das haben meine Beiden zum Kajakfahren an.

Gruß, Stefan

strippenziacha Offline




Beiträge: 664

08.05.2011 22:38
#12 RE: Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

Salve,

und auch die Neoprenstiefletten jedes Jahr für 9,90 sind für solche Zwecke ihr Geld wert.
Mit Schuhen krieg ich die Füsse schlecht unter die Sitzbank, mit den Dingern geht das prima und man
hat trotzdem Schutz vor rauen Steinen und Stachelzeugs beim Ein-und Aussteigen.
Unsere Jungs haben sich immer an einem großen Packsack angelehnt, oder eben an dem "Tragejoch!" welches ja bei diesen Boote kein wirkliches ist, aber auch gepolstert eine gute Lehne.

Unser Kleiner hat jetzt auch einen Prijon Viper. Seit dem paddelt der noch viel lieber.
Ich denke eine wirklich tolle Idee vom Rosenheimer! Auch im Verein das Kinderboot schlechthin.
Wurden schon leichtere Erwachsene darin mit grinsen auf dem Gesicht gesichtet! :-)

Viel Spaß auf dem Rhein!

Hans

Aus am grantigen Orsch kimmt koa lustiga Schoaß

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

09.05.2011 09:00
#13 RE: Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

Trockensack mit Wechselkleidung... zwischen die Knie geklemmt kann man mitpaddeln, oder man verwendet sie zum anlehnen am Joch. Wenn am Boden eine große Gymnastikmatte liegt, haben die Passagiere kein Problem am Boden zu sitzen oder zu knien und der Schwerpunkt bleibt unten.

LG

Wolfgang Hölbling

dmvision Offline



Beiträge: 4

09.05.2011 10:11
#14 RE: Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

So haben weiter Fahrten hinter uns u.a. eine mehrstündige Tour.

Ich will ja kein Öl ins Feuer gießen zum Thema "Knien bei bewegtem Wasser"
aber als meine Frau gestern neckisch sagte:

"Ich hab uns doch fast ganz alleine hochgebracht" mussten wir lachen.

Nun im Ernst - mittlerweile sind Bänke draussen - ne Iso auf dem Boden. Wir alle sitzen und die Stabilität ist gut.
Der Kanadier kommt vorwärts und wir fahren sogar nicht nut zick-zack.

Spaß ist dabei und alle fühlen sich sicher.
Aufgrund einer Knieverletzung kann ich derzeit nicht knien - aber im Schneidersitz geht es.

Bewegtes Wasser würde ich noch nicht wollen, aber hier im Rhein ist es super.

Langsam - aber immer mehr weiss man wie man paddelt um nach rechts/ links zu kommen, anzulegen oder sich zu drehen.

Klar Bogen, Grund, J, L, Deppenschlag sind noch recht böhmische Dörfer und wie ich (hinten) zum Beispel alleine rudernd das Boot
gerade fahrend bekommen ohne die Seite zu wechseln scheint mir noch Magie!

Wenn wir in der Nähe ne Möglichkeit finden dies zu vernünftigen Preis zu erlernen werden wir uns wohl mal nen Kurs antun.
Oder wir finden wen, der hier in der Nähe wohnt und für eine Einladung zum Essen und nen paar Flaschen Wein oder ähnliches uns privat was beibringt.

Also nochmals "DANKE" für alle Ermutigung, Tipps, Hinweise etc.

Ihr seid spitze!
Gruss
Dieter

kanute Offline




Beiträge: 549

09.05.2011 14:17
#15 RE: Blutiger Anfänger braucht Tipps antworten

Nun im Ernst - mittlerweile sind Bänke draussen - ne Iso auf dem Boden. Wir alle sitzen und die Stabilität ist gut.
Der Kanadier kommt vorwärts und wir fahren sogar nicht nut zick-zack.

Ihr sitzt auf dem Boden?

Grüße
Bernd



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