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Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

18.02.2010 11:32
Schärfen, die günstige Variante antworten

Schärfen ist hier ja immer wieder ein Thema, auch wenn es nur am äußersten Rand mit Canoe zu tun hat. Zum WinterTipilager hatte ich die günstige Schleifversion mit, hat sich dann aber nicht so ergeben, dass ich es mal gezeigt habe.
Deshalb hier im Forum, Frank wird mir hoffentlich verzeihen.

Schleifsteine die gut und fein sind, sind immer auch teuer oder gar sehr teuer, gerade der „Gelegenheitsschärfer“ kann aber auch mit wenig Geld zu guten Schärfergebnisssen kommen.

Auf dem Bild wären meine Favoriten.
Glasplatte (oder Stahlpolierplatte - dann gekauft ca. 22Euro)
grobe Polierpaste ca. 4 Euro
feine Polierpaste ca. 6 Euro

Wenn der Klingenwinkel noch nicht stimmt oder Scharten auszuschleifen sind noch Nassschleifpapier oder (ein einfacher Schleifstein 500er – 1000er die ja oft vorhanden sind).
Das Schleifpapier muss auf einen planen Träger aufgeklebt werden z.B. wieder eine Glasplatte.

Beim Schleifen selbst ist es wichtig den gewünschten Schneidenwinkel bis zur äußerten Kante der Schneide einzuhalten. Deshalb kann ich mich mit allen weichen Schleifträgern nicht anfreunden, aus dem gleichen Grund muß auch das Schleifpapier aufgeklebt werden.

Der Schleifvorgangselbst ist einfach:
1) Schleifpaste auftragen, feste Paste mit Wasser oder feinem Öl cremig machen.
2) Klinge im gewünschten Winkel auf die Platte halten.
3) Klinge ohne kibbeln hin und her bewegen, ruhig in beide Richtungen schleifen
4) Färbt sich die Paste zunehmend schwarz findet ein Abtrag statt, so soll es sein.
5) Beide Seiten so bearbeiten bis die Klinge scharf ist.

Um Werkzeuge zu bearbeiten ist der Kauf eines Halters(im Bild oben links) eine gute Sache.
Das gezeigte Model von Veritas gehört nicht gerade zu den billigen, ist aber jeden Cent wert.
Gerade für Ungeübte ist die Einspanlade sehr gut. Arbeitet man wie oben beschrieben mit Pasten, so ist der Abtrag stets geringer als mit Steinen. Je genauer man den zuletzt geschliffenen Winkel wieder einspannen kann, umso schneller ist man fertig. Auch das Anschleifen der Microfase ist mit diesem Halter präzise und schnell erledigt.
Echte Könner benutzen sowas natürlich nicht, ich schwöre drauf.

Beim Messer habe ich noch mal die Scharten raus vergrößert, diese sind durch abziehen mit einer Hartmetallklinge entstanden. Ich kann mich für diese Schärfmethode wenige begeistern. Für ein 10 Euro Messer OK, aber einer guten Klinge würde ich das nicht antun. Auch Wetzstähle machen ein ähnliches Problem, stimmt das Verhältnis zwischen Biegung und Abtrag nicht, gibt es die gezeigten Ausbrüche.

Gruß
Andreas


Wann ist eine Klinge scharf?
Wenn es einem reicht, dann ist es auch gut.
Das Kartoffelschälmesser, trennt natürlich auch die Kerne in einem Apfel ohne das man etwas merkt. Mit meinem Gürtelmesser geht das nicht, denn das ist zum schnitzen angeschliffen. Das Hobelmesser oben schneidet auch noch Späne, die wie Federn zu Boden fallen.[wink]

Das treibende Blatt im Wasser schwimmt aber um keines meiner Messer einen Bogen.

"Doch es ist mit dem Feuer ähnlich wie mit dem Schwimmen, mag kommen was will, man sollte es beherrschen." :Feuer, Andy Müller

Angefügte Bilder:
Schaerfen.jpg  
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