Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Zur Vermeidung weiterer rechtlicher Auseinandersetzungen werden alle Beiträge und Äußerungen über die Firma Gatz-Kanus, den Namen und deren Produkte nicht mehr geduldet.
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 45 Antworten
und wurde 3.782 mal aufgerufen
 Allgemeines Canadierforum
Seiten 1 | 2 | 3 | 4
welle Offline




Beiträge: 1.525

11.01.2010 22:06
#16 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

moin nochmals
Heinz in einem irrst Du wohl: es gibt in Schweden sicherlich mehr als
12.000 Jäger - es haben sich 12.000 Jäger zur Lizenzjagd beworben.
Und dann kommt es leider wieder durch, das Vorurteil: die Jäger sind Machtmenschen....
Stell Dir vor es gibt Leute die haben einfach Lust daran sich abends den
Hintern breit zu sitzen, um etwas in die Kühltruhe zu bekommen und wenn da noch ein
paar schöne Knochen auf dem Kopf gewachsen sind, kann man Knöpfe draus machen
oder diese Knochen als Erinnerung an die Wand hängen.

Wenn das Gesetz - in welchem Land auch immer -
die Jagd zu läßt, ist das nun mal so und wenn die Sea Shepards mit den gleichen
Waffen kommen,aber ihr Handeln nicht gesetzeskonform sein sollte, machen sie sich
selbst Probleme: mit dem Gesetz und auch der öffentlichen Meinung (=Umweltterrorismus)
Macht üben sie dabei sicherlich auch aus....und wenn sie diese Macht in
politische Macht umsetzen würden, sind wir uns doch wieder einig: dann bekämen
die "Gutmenschen" doch etwas gebacken...
Mich stört die fast schon reflexartige Kategorisierung in "jagende, schießgeile Machtmenschen"
und deswegen habe ich mal die Kategorie der "naturschützenden Gutmenschen" dagegengestellt.
Wir könnten noch stundenlang darüber palavern.
Gruß aus dem Norden
Albert

Kaalsche Offline



Beiträge: 120

11.01.2010 23:26
#17 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

Bleibt geschmeidig Leute!

Bei der Jägerschaft sind die schwarzen und weißen Schafe genauso verteilt wie im Rest der Menschheit. Leider hat es sich bei uns nunmal ins Hirn gefressen, dass wir uns negative Meldungen wohl leichter merken als das Positive.

Ich war bereits als Junge auf vielen Treibjagden als Treiber dabei und kann mich heute leider meistens auch nur an die Deppen und Wichtigtuer erinnern. Das liegt wohl daran, dass die vielen verantwortungsvollen und überhaupt nicht schießwütigen Jäger auch gleichzeitig etwas ruhiger sind...... Womit sollten die auch angeben - vielleicht damit, dass Sie gezweifelt und im Zweifelsfall lieber doch nicht geschossen haben. Ich habe auf alle Fälle noch nie einen damit angeben hören, dass er nicht geschossen hat.

Ich bin zwar kein Jäger, aber Fischer und sehe mich öfter auch ähnlicher Vorwürfe ausgesetzt.

Fakt ist, dass es wohl bei uns kaum noch eine rationelle Begründung dafür gibt die Jägerei oder die Fischerei auszuüben.

Tatsache ist aber auch, dass viele viele Angler und viele viele Jäger lange Jahre die mächtigste Lobby zum Schutz der Gewässer und Wälder waren und viel Freizeit in ehrenamtlichen Projekten opfern. Sicher war und ist da ein gewisser Eigennutz dabei, aber ist es schädlich lieber in einem renaturierten Bach angeln zu wollen als in einem verbauten Kanal??

Als Angler habe ich aber in meinem Leben auch viele tausend Stunden in der Natur verbracht und diese schätzen gelernt. Mit der Zeit trat der Fischfang immer mehr in den Hintergrund. Dies kann ich bei vielen meiner Angelfreunde beobachten - bei dem Einen mehr und bei dem Anderen weniger.

Was man nicht kennt wird man nicht schützen.

Ich habe die Meldung über die Wolfsjagd auch in der Zeitung gelesen. Bei uns stand, dass 27 Wölfe frei gegeben sind und dass die 10% des Bestandes in Schweden sind. Das hat mich natürlich auch stutzig gemacht. Sollte ein so großes, dünn besiedeltes Land wie Schweden nicht mehr als 270 Wölfe verkraften? Vom Gefühl und von meinem bescheidenen Wissen über diese Tierart könnte das Land mehr Wölfe verkraften. Der Rückschluss auf gute Lobbyarbeit der Wolfsgegner liegt nahe, aber ist das allein Grund genug, dass wir so emotional wie in diesem Thread aufeinander loszugehen?

Lehnt Euch mal zurück, wartet das nächste Jahr ab und schaut wie sich die schwedische Wolfspolitik entwickelt. Emotional geführte Diskussionen haben gerade bei diesem Thema noch nie zum Ziel geführt. Vielleicht ist es gerade für die Wölfe auch nicht schlecht, wenn diese Tiere durch die Jagd etwas mehr auf Distanz zum Menschen und seinen Siedlungen bleiben und somit etwas aus dem Blickfeld geraten.

In Schweden lebt man seit vielen Jahren auch mit den Bären - die werden auch gejagd.

Ich finde es auf alle Fälle erfreulich, dass so viele Tierarten wieder in ihre alten Gebiete drängen und das Thema bleibt weiterhin spannend.

Martin

HeinzA Offline




Beiträge: 1.367

11.01.2010 23:45
#18 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

Sorry Leute, da habe ich wohl über das Ziel hinausgeschossen (geknallt...) und mich ein wenig zu sehr exponiert und verallgemeinert.

Ich hatte einfach in jungen Jahren ein traumatisches Erlebnis mit einem Jäger, habe durch einen Onkel erschreckenden Einblick in die Jagdpraxis einer riesen großen Forstverwaltung und kenne dazu noch einige Jäger persönlich, denen ich eine gewisse Schussgeilheit (sorry, es geht mit mir wieder durch) um jeden Preis nicht absprechen kann.

Zur Legalität oder Illegalität von Umweltschutzmassnahmen möchte ich hier nur an die illegale Besetzung der Hainburger Au an der Donau durch verschiedene Grün- und Umweltaktivisten erinnern. Damals wurde gegen einen rechtsgültigen Baubescheid zur Errichtung eines Wasserkraftwerkes protestiert und der Baufortschritt aktiv behindert. Resultat ist der heutige Nationalpark Donauauen bei Wien. Richtig oder falsch???

LG und wenn ich jemandem zu nahe getreten bin mit meinen polarisierenden Aussagen, so tut es mir leid. Gehen wir lieber paddeln, sobald es das Wetter wieder zuläßt
Heinz

Nur zahme Vögel träumen von der Freiheit, wilde Vögel fliegen.
Wer vom Weg abkommt lernt die Gegend kennen.

lej ( gelöscht )
Beiträge:

11.01.2010 23:56
#19 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

Moin Heinz
Deinen Unmut über die Jagd kann ich gut nach vollziehen und er ist sicher nicht ohne Grund entstanden. Negative Beispiele liefern einige Jäger mit enormer Regelmäßigkeit und ich habe selbst genug persönlich miterlebtes Fehlverhalten dabei vor Augen.
Es gibt in allen Bereichen die gleichen Idioten, auch unter den selbsternannten Naturschützern und auch Greenpeace hat sich in der Vergangenheit nicht mit Ruhm bekleckert sondern großen Schaden und viel Elend unter Urvölkern angerichtet ebenso wie die Antipelzkampagnen anderer Möchtegerntierschützer.
Jagd ist für mich weder Sport noch Hobby, sondern ein natürlich vorhandenes Gen in meinen Erbanlagen.
Jagd ist archetypisches Verhalten. Ich bin dann vielleicht, aus deiner Sicht, als besonders leidenschaftlicher Jäger entweder noch nicht modern genug weiterentwickelt oder Du könntest für mich als Nichtjäger aus meiner Sicht auch schon etwas zu sehr degeneriert sein(Spaß).
Am Lagerfeuer sitzen ist auch archetypisches Verhalten, der eine hat mehr davon, der andere weniger, spielt keine große Rolle.
Ich esse leidenschaftlich gerne Fleisch, zum größten Teil stammt es von Wildtieren. Eine längere jagdliche Zwangspause ist seit ein paar Tagen zu Ende und ich habe heute morgen frische Leber von Sau, Rotwild und Reh in der Pfanne gehabt, schmeckt phantastisch.
Wölfe sind für mich bewundernswerte Geschöpfe, genauso wie z.Bsp. Waldameisen, Hirsche oder Bachforellen.
Mit 16 Jahren habe ich meinen ersten Wolf geschossen, dem bisher ein angefahrener vor mittlerweile 35 J. gefolgt ist.
Warum ? Ich war das erste mal bei einem Schulfreund in der Türkei und musste mit erleben, wie Wölfe ganz selbstverständlich mit Zyankali vergiftet wurden. Sie richteten im Winter und im Frühjahr immensen Schaden bei den lebensnotwendigen Weidetieren der Bergbewohner an.
Ich fand es besser, aus einem Rudel dass bereits für Schaden gesorgt hatte, einen Wolf heraus zu schiessen und das Rudel damit nachhaltig zu vergrämen als dass es mit Gift mehr Tote gegeben hätte.

Dass die Schweden die Wölfe bejagen wollen, kann ich zumindest verstehen.
Jäger zu sein, ist in Skandinavien im Gegensatz zu hier völlig normal und in der Gesamtbevölkerung viel selbstverständlicher betrachtet. Die Schweden haben gute Jagdgesetze und hervorragende Wildbiologen.
Ren und Elch sind für die Landbevölkerung ein wichtiger Faktor. Dort spricht Niemand von der Ausrottung der Wölfe, sondern von einer Mengenbegrenzung.
Die Freigabe der Lizenzjagd ist meiner Meinung nach ein unglücklicher Schnellschuss, was in der Zukunft sicher verändert werden wird. Kontrollierte Wolfsjagd kann Sinn machen, fordert aber sehr viel Sachverstand.
Da die Schweden uns schon in der Vergangenheit in jagdlichen Dingen weit voraus waren, indem sie viel früher wildbiologische Erkenntnisse und nicht den Trophäenkult, wie bei uns, zur Grundlage ihrer Jagdgesetze gemacht haben.
Die Schweden haben vorbildliche Nationalparke und haben ein besseres Umweltverhalten als wir. Sie leben auch mehr als wir unmittelbarer mit und von ihren natürlichen Recourcen, wie z.Bsp. Holz, Ren und Elch.
Da finde ich es auch nicht verwerflich, wenn sie Wolf, Bär, Luchs und Vielfrass zwar wieder Raum geben aber nicht um jeden Preis. Wir leben hier in Deutschland oder ihr in Österreich, nicht mehr so unmittelbar mit und von unseren (eigenen) Recourcen. Obwohl wir auch erhebliche naturnahe Flächen haben, gestatten wir hier nicht im Ansatz mit Schweden vergleichbar den Prädatoren eine Wiedereinbürgerung. Ich finde Schweden bei den Schweden gut aufgehoben und freue mich, dass sie von mir kein Eintrittsgeld nehmen.
LG Jürgen

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.916

12.01.2010 07:11
#20 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

Wie immer in einer Diskussion ist die "inhaltlich - sachliche" Ebene wichtig, aber solange sie sich nicht der emotionalen Motive zur Jagd annimmt, ein Nebenschauplatz. Sie erklärt zB nicht, warum 12000 Jäger 27 Wölfe erlegen wollen, gescheige denn, deren Motivation. Oder, warum mehrere Jäger aus meinem Bekanntenkreis in Afrika Büffel schießen mußten und das als Höhepunkt Ihrer Jagdleidenschaft ansehen.
Für mich hat die Jagd viel mit Emotion zu tun, kein Wunder, wenn auch emotionell diskutiert wird!
Das Töten an sich fasziniert! Die Machtdemonstration schlechthin! ( Wer es nicht glaubt, tue sich einen Blick in die Fernsehprogramme an).Es ist der Bereich, wo Argumente versagen, die ultimative Grenze! Uns Menschen ist es vorbehalten, willkürlich damit umzugehen. Damit müssen wir Verantwortung übernehmen. Wie wir das tun, ist Kultur. Oder Unkultur.
Albert, der Begriff "Gutmensch" ist echt faszinierend. Immer wenn ich ihn lese ( zB in der unsäglichsten aller österreichischen Zeitungen ) spüre ich zwar was unterschwellig aber völlig diffus damit gemeint ist. Als Reaktion darauf das Gegenteil zu finden fällt mir schwer: irgendeine wüste Beschimpfung, sollte dann wohl als Lob aufgefasst werden, oder?
Verständnisvolle Grüße

Wolfgang Hölbling

moose Offline



Beiträge: 1.478

12.01.2010 07:40
#21 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

feines thema am morgen.
in 1979 hatten wir reichlich wölfe in alaska und es wurde die flugzeugjagd für ein paar tage freigegeben, dabei kam nix raus. nu, es hat halt ab und zu weniger elche, was solls. ich bin schon immer gerne auf wolfsjagd gegegangen, auf ski mit einer 243er, immer hübsch eine spur im schnee aufnehmen und hinterher, bisher bin ich noch nicht an die jungs rangekommen, macht aber nix, hat was archaisches. möglicherweise werde ich nie einen wolf bekommen, aber es hält fit. man kann natürlich auch ohne jagdgedanken ski fahren, mit ist aber besser
ansonst wird nicht leicht einen bogen zum oc zu finden
moose

´und nicht vergessen - es geht hier ja eigentlich um den o/c

HeinzA Offline




Beiträge: 1.367

12.01.2010 08:55
#22 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

So, jetzt hatte ich eine Nacht, um mich etwas zu beruhigen und nachzudenken:

@Peter: Es tut mir von Herzen leid, dass ich diesen Beitrag so emotional angeheizt habe. Sorry!

@an alle Jäger, die sich von mir verunglimpft fühlen: Wie gesagt, habe ich nichts (in gewissen Grenzen) gegen eine gezielte Fleischjagd, die nicht primär auf den Trophäen Erwerb ausgerichtet ist. Gegen diesen, der wie Wolfgang auch schreibt, seltsame Blüten treiben kann, trete ich vehement ein und da kann mich auch die ganze genetisch verursachte Rechtfertigung nicht umstimmen. Wir sind ja auch genetisch dazu veranlagt, unsere Weibchen an den Haaren in die Höhle zu schleppen und Nebenbuhler mit der Keule zum Schweigen zu bringen. Ist heute auch nicht mehr angebracht, oder? Oder sollte ich in nächster Zeit vorsichtig sein, wenn ich die Haustüre öffne?

Auch ich esse Fleisch, gerne sogar (Hej Albert, brutzeln wir trotzdem was in der Muurikka???) und finde es auch ehrlich, wenn ihr die Drecksarbeit dabei macht, die wir anderen Konsumenten vermeiden bzw. im Rahmen der Arbeitsteilung jemanden anderen machen lassen.

Nuuuur, ich habe kürzlich mit meiner Tochter gemeinsam den IMAX Film über die Wölfe angesehen. Dabei wird in Dokumentaraufnahmen die Wolfshatz im Winter mit Hubschrauber und Schneemobil gezeigt, bei der die Wölfe, im Gegensatz zur Verfolgung auf Schiern (Moose, du wirst verstehen, dass ich es begrüße, wenn du noch recht lange erfolglos hinter deiner Beute herstapfst...), kaum Chancen haben, davon zu kommen. Die Verzweiflung, mit der sie es im tiefen Schnee trotzdem versuchen, bevor der (hoffentlich gleich) tödliche Schuss sie fällt. Und das, seid mir nicht böse, das ist reine Mordgier, eine pure Schlachterei, Jagd hin oder her. Und dient garantiert nicht der Fleischjagd.

@Albert: über Legalität oder Illegalität bei diversen Aktionen möchte ich gerne mit dir bei einem Gläschen von irgendwas Gutem am Lagerfeuer in Kärnten diskutieren. Denn wenn die Menschen immer nur das getan hätten, was in der jeweiligen Judikatur legal ist, würde unsere Welt heute vielleicht ganz anders aussehen...

Liebe Grüße
Heinz

Nur zahme Vögel träumen von der Freiheit, wilde Vögel fliegen.
Wer vom Weg abkommt lernt die Gegend kennen.

Klaus ( gelöscht )
Beiträge:

12.01.2010 08:58
#23 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

Meine Meinung: Denke gerade an den Bären Bruno zu dem Zeitpunkt
war ich in Kanada unterwegs. Die Kanadier und Amis haben sich fast kaputt gelacht
was da in Old Europa abgeht, und das wegen einem Bären.

Hat das ganze überhaupt noch was mit der Überschrift zu tun?
Klaus

PS. bei den Kanadiern waren auch Deutsche Auswanderer dabei!

Das Abenteuer fängt schon bei der Planung an.

MrDick Offline




Beiträge: 1.234

12.01.2010 09:02
#24 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

Zitat
Das Töten an sich fasziniert!



Hallo Wolfgang!
Ich glaube das es da eine größere Bandbreite gibt. Als Fischer muss ich ja auch gelegentlich töten, und zwar nicht aus der Ferne sondern sehr direkt. Ich fische sehr gerne und dabei habe ich noch nie verstanden, wieso es auch da einen Trophäenkult gibt. Für mich ist es ein Nahrungserwerb der irgendwie zum See gehört. Das Töten der Fische habe ich immer gehasst. Und noch nach vielen Jahren spüre ich immer sowas wie eine Trauer dabei, und es kostet mich sehr viel Nerven. Ich glaube das ist auch richtig so. Wenn das mal aufhört ist man wohl abgestumpft. Allerdings gehört es dazu. Es einen Anderen machen zu lassen wäre auch nicht besser, nur weniger Ehrlich. Das Leben ist eben nicht schwarz oder weiß und so muss man es wohl aushalten.

Nachdenkliche Grüße, Sebastian

--"Auf der ganzen Welt ist vielleicht nichts so schön, so rein und zugleich so groß wie ein See. Himmelswasser" (H.D. Thoreau)
-
...der will nur spielen!
Für alle die am Bodensee spielen wollen: http://www.freestylecanoeing.org

lej ( gelöscht )
Beiträge:

12.01.2010 10:44
#25 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

Moin Heinz
Zumindest ich habe mich weder von dir verunglimpft noch zur Rechtfertigung verpflichtet gefühlt . Kritik ist wichtig und muss ausgehalten werden auch wenn sie mal etwas stärker emotional eingefärbt ist.
LG Jürgen

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.916

12.01.2010 11:20
#26 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

Hi Sebastian!
Ich bin selbst Fischer und möchte weder auf Fisch noch Fleisch verzichten!
Wie man mit Lebewesen umgeht, das macht den Unterschied! Das schlimmste Kapitel in diesem Zusammenhang ist wohl die oft immer noch katastrophale Massentierhaltung. Zum Schämen!

Hallo Klaus,
250 km nördlich von Toronto, im Cottage Country von Muskoka ist der Bär los! Nach den Einstellen der Frühjahrsjagd ( Tierschützer hatten die Permits aufgekauft ) ist die Population derart angestiegen, daß Kinder in Bracebridge nicht mehr zu Fuß zur Schule gehen. Die Diskussionen sind im WWW leicht zu verfolgen. Also bemüht man sich auch hier einen "modus vivendi" mit Bären zu finden.
Anschaulich auch die Karte der Bärendichte: Nahe der Hudsons Bay ist die Wahrscheinlichkeit Bären zu treffen nur halb so groß, wie im dichter besiedelten Süden.
Übrigens: Die Karte habe ich aus einer Werbung für die Jagd auf Schwarzbären!

Ich finde diese Diskussion, auch wenn sie emotional und ausufernd geführt wird - ja gerade deshalb - spannend und wertvoll.

Wolfgang Hölbling

Angefügte Bilder:
bearDensityMap.gif  
Klaus ( gelöscht )
Beiträge:

12.01.2010 12:53
#27 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

Hallo Wolfgang, ich war damals in Westkanada unterwegs, da sieht es vielleicht anders aus.

Ich esse sehr gerne Fisch, viel lieber als Fleisch, deshalb lese ich auch nicht alles

über eure Fischzüge.

Klaus

Das Abenteuer fängt schon bei der Planung an.

Mario Offline




Beiträge: 79

12.01.2010 14:08
#28 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

Hallo,
mit dieser philosophische Frage über das Jagen, Töten, Sinn/Nutzen bzw. Reglementierung einer Entnahme beschäftigen sich auch immer wieder andere Foren, die mit ähnlichen ethischen Konflikten zu tun haben. Für unsere fischenden, und natürlich auch jeden anderen, Paddelkollegen möchte ich hier mal auf eine ähnliche Diskussion im FFF hinweisen: http://www.fliegenfischer-forum.de/flyfi...ge-t261284.html. Dort geht es nicht nur um die Fischerei sondern um die "Jagt" allgemein. Ich möchte hier nur mal ein kurzes Zitat von Felix herausgreifen was die Wertigkeit eines Lebewesens in der Gesellschaft widerspiegelt.

Zitat
Viele Menschen haben kein Problem Mücken zu erschlagen, Ameisenstaaten auszurotten oder die Mäusefamilie im Keller zu killen - beim Jagen und Fischen legen dieselben Leute aber andere Massstäbe an. Eigentlich doch unlogisch und daher für mich auch kein Grund, diesen Leuten irgendeine Fabel vom "Schützen der Kreaturen durch den Angler" aufzutischen...

.
Was die Anzahl der Wölfe in Schweden angeht so denke ich, sind 250-300 auf die Fläche gesehen wirklich nicht viel und ein Abschuss mit Sicherheit nicht wirklich gerechtfertigt. Was die Sache sicherlich für die Jäger attraktiv macht, ist wohl eher die "Exotic" der Jagtbeute. "Oh, jetzt kann ich mal einen Wolf schießen, hatte ich noch nicht." So oder ähnlich werden die Gedanken da sicherlich laufen. Peter, wieviele lizensierte Jäger gibt es denn eigentlich in Schweden? Bei ca. 8 Mio. Einwohnern gibt es dort bestimmt schon 1 Mio. Jäger? Das wären dann ca. 1,2% die sich für die Wolfsjagd eingeschrieben haben. 12000 hört sich erstmal viel an, aber das ist dann sicherlich nur die gröbste Spreu vom Weizen. Man sollte da die schwedischen Jäger nicht so pauschal über einen kamm scheren. Anders sieht es da für diesen Fall mit der Gesetzgebung aus. Ich bin ja gespannt, wie sich das Wolfsthema, falls sich hier in Deutschland eine größere Population bilden sollte, entwickeln wird. Vielen Landwirten/Viezüchtern und sicherlich auch einigen Jägern steht ja jetzt schon der Schaum vorm Maul wenn sie an einen Wolf oder andere normalerweise hier vorkommende größere Raubtiere denken. Ein Fuchs ist da noch gerade so erlaubt. Aber das ist ja alles noch Zukunftsmusik. Wir werden sehen.
Mario

lej ( gelöscht )
Beiträge:

12.01.2010 15:48
#29 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

Moin Mario
Du liegst sicher völlig falsch, was deine Unterstellung der Beweggründe zur Wolfsjagd in Schweden betrifft, es hilft auch niemandem sondern polemisiert nur.
Es ist Fakt, dass es Jäger mit der von dir angesprochenen Einstellung zur Jagd gibt. Diese würden sich in der Regel nicht die Mühe machen auf Wölfe zu jagen sondern sie nur zufällig erlegen. Wolfsjagd ist, vom Hubschrauber und der Lappjagd mal abgesehen, schwierig.
Die Schweden sind Fleischjäger und die Trophäen sind drittrangig, haben manchmal einen Erinnerungswert. Die meisten Hörner landen in der Mülltonne oder werden ans Scheunentor genagelt. Elch und Ren haben für die Landbevölkerung eine große wirtschaftliche Bedeutung, da sie nicht unwesentlich davon und damit lebt.
Sicherlich könnten und sollten noch mehr Wölfe in Schweden und anderswo leben. Das richtige Maß zu finden ist jedoch nicht einfach und braucht Zeit.
Du hast das mit den Fliegenfischern angesprochen, ich fische manchmal auch auf diese Art hier vor der Tür.
Gerade unter diesen Menschen gibt es eine hohe Prozentzahl, die sich Sportfischer nennen und die Fische nach dem Fang photographieren und dann wieder zurück setzen. Mir kommt das nicht in den Kopf und ich halte es für Tierquälerei.
Grüße Jürgen

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

12.01.2010 17:53
#30 RE: "Die größten Naturschauspiele der Erde" antworten

Ich denke mal, wir sind uns wohl einig, daß es solche und solche Jäger gibt. Beide habe ich schon kennengelernt. In bestimmten Bereichen ist Jagd sicher auch notwendig, um Bestände zu regulieren, weil natürliche Feinde fehlen.

Was ich nicht verstehe (vielleicht kann mich einer aufklären), warum in Schweden von 270 Wölfen über 100 abgeschossen werden sollen. Das dürfte weder mit Bestandsregulierung noch Nahrungsbeschaffung zu tun haben.
Das "Rotkäppchen-Syndrom" dürfte wohl (im Gegensatz zu Deutschland) auch nicht greifen ...

Seiten 1 | 2 | 3 | 4
 Sprung  

Canadier.com ACA Kanuschule