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Dieses Thema hat 42 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
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trullox Offline



Beiträge: 616

23.04.2012 19:54
#16 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

Dieser Kieling scheint mir in erster Linie ein trickreicher Outdoorzauberer, der mit Hilfe eines ausgezeichneten Kamerateams versucht, den Zuschauern sprichwörtliche Bären aufzubinden.
Gruß!
Fred

_Amarok_ Offline



Beiträge: 669

23.04.2012 21:07
#17 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

Rechtfertigungsvideo

Die "Rechtfertigung" überzeugt mich nicht. Ein professioneller Tierfilmer sollte m.E. auf einer Qualitätsstufe mit möglichst hohem Wahrheitsgehalt (authentisch) arbeiten. Aber letztlich ist dieser Fake nur ein Indiz für die immer oberflächlicher werdende Gesellschaft.

EifelBiber Offline




Beiträge: 58

23.04.2012 21:18
#18 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

So ist das . Wenn die Natur uns die Hand reicht.
http://www.abendblatt.de/vermischtes/art...ehr-dubios.html
ich weiß jetzt nicht, ob dieser thread richtig ist, aber egal.
sehr traurig und wütend.

Detlef

Es könnte besser gehen - muss aber nicht.

absolut canoe Offline




Beiträge: 1.361

23.04.2012 21:28
#19 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

Nachstehend ein offener Brief, den ich bei FB abgegriffen habe - dieser
Text gibt genau meine Meinung wieder:
""""""""""Rote Karte für Andreas Kieling

Wildnis und Wölfe brauchen authentische, glaubwürdige Fürsprecher. Der Tierfilmer Andreas Kieling ist unglaubwürdig und deshalb der falsche Botschafter.

Schon die ersten Filme von Andreas Kieling über Grizzlybären in Nordamerika haben mich unangenehm berührt. Sie erinnerten mich an das Schicksal von Timothy Treadwell, der sich Grizzlies auf Reichweite näherte, weil er meinte, das seien friedliche Wesen, die nur richtig verstanden werden müssten. Vierzehn Jahre lang lebte" Treadwell so unter Grizzlies", er setzte eine wahre Grizzlymanie in die Welt. Dann wurde er samt seiner Freundin im Katmai-Nationalpark von einem Bären umgebracht und aufgefressen. Der Bär (und ein weiterer) wurde erschossen.

Wiederholt hat Kieling Grizzlybären und andere gefährliche Tiere, z. B. Elchbullen während der Brunft, in seinen Filmen ebenso verharmlost wie Tim Treadwell. In amerikanischen Nationalparks genießt er deshalb keinen guten Ruf. Er ignoriert die Regeln, die für Begegnungen mit gefährlichen Tieren generell und besonders in Schutzgebieten aufgestellt wurden, und ist mehrmals mit gesetzlichen Bestimmungen in Konflikt geraten. Mike Lapinski, der Treadwells Schicksal in einem Buch veröffentlicht hat (Death in the Grizzly Maze. The Timothy Treadwell Story. Falcon, 2005) nennt Kieling in diesem Zusammenhang auf Seite 154 ausdrücklich beim Namen.

Kielings Filme sind im eigentlichen Sinn keine Tierfilme, sondern Selbstdarstellungen eines Egomanen, dem die Folgen seine Tuns egal sind. Die Tiere sind nicht die Hauptdarsteller, sondern bloß Staffage. Die Filme laufen immer nach demselben Muster: Im Wildnisoutfit mit strähnigen Haaren begibt sich Kieling in eine kritische Situation, redet in die Kamera, dass er ganz allein" sei, und wendet sich augenzwinkernd an den Zuschauer, den er auf diese Weise kumpelhaft in das verantwortungslose Geschehen einbezieht: Was ich jetzt tue, sollte man eigentlich nicht machen !" Kieling schert sich nicht um die Bemühungen der Schutzgebietsleute, gefährliche Konflikte zwischen Tieren und Menschen zu vermeiden, bevor sie entstehen können. Es stört ihn nicht, dass Menschen, die sich an seinem Verhalten ein schlechtes Beispiel nehmen, verletzt oder umgebracht werden können. Keinen Gedanken verschwendet er offenbar daran, dass jeder Bär, der einen Menschen attackiert, getötet wird - egal wie provozierend sich homo sapiens auch verhalten haben mag. In einem früheren Film hat Kieling sogar seinen damals elfjährigen Sohn dazu missbraucht, den Nervenkitzel seiner Zuschauer zu erhöhen, indem er ihn in die lebensgefährliche Nähe von Grizzlies mitnahm. Auch kann er es nicht lassen, Tiere - zumindest die weniger gefährlichen - anzufassen. Ob den Tieren das behagt oder nicht - das ist ihm egal.

Beim ZDF hat Kieling nun neue Gefilde für seine Selbstdarstellung gefunden. Sein Film in Terra X am Sonntagabend, 15. April, war ein Fake von A bis Z. Kieling zeigte keine wilden Wölfe in der Lausitz, wie er vorgab, sondern mal die Wölfe im Gehege des Nationalparks Bayerischer Wald und mal Hunde; er zeigte keine Wolfswelpen in freier Wildbahn, sondern filmte im Gehege; er hätte niemals die Genehmigung bekommen, wilde Wolfswelpen an ihrer Höhle zu filmen; denn geschützte Tiere, Wölfe gehören dazu, dürfen laut Naturschutzgesetz bei der Aufzucht ihrer Jungen nicht gestört werden. Kieling hat eindeutige Absprachen mit Leuten, die ihm bei seinem Märchenfilm halfen, gebrochen. Es ist derselbe Kieling, den man in den amerikanischen Schutzgebieten nicht sehen will.

Kieling ist ein gewisses Charisma nicht abzusprechen. Deshalb hätte er ein wichtiger Botschafter für Natur, für Wildnis und für ihre wilden Bewohner sein können. Aber die Fürsprecher von solch kontroversen, polarisierenden Dingen wie Wildnis oder Wölfen müssen vor allem eines mitbringen: Authentizität und Glaubwürdigkeit. Kieling hat keins von beiden. Ihm fehlt der Respekt vor seinen wilden Protagonisten, und er verarscht sein Publikum.

Ulrich Wotschikowsky

Oberammergau"""""""""""""

Luzifer ( gelöscht )
Beiträge:

23.04.2012 21:33
#20 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

hallo Fred,

...nicht ganz zum Thema passend, vielleicht auch deswegen wichtig...

Trickreiche "Outdoorzauberer", wenn die überhaupt "zaubern", ob nun unter Zuhilfenahme toller Filmteams oder mehr schlecht als recht agierender web-site-Erstellern... (ich verweise da auf *selbstzensiert*) haben wir genug.
Die Rücken - Schmerzen wegen auf die Selbigen gebeamten Lasten bzw. die Schmopfkerzen ob der hirnrissigen "Produktionen" mancher Mit - "Menschen" müssen wir halt tragen oder eben abschütteln. Die Betonung liegt auf "abschütteln"!

Ich wünsch mir den Wolf genau hier her. Natur ist, wenn es geschieht. Punkt.

Luzifer

"...Engel haben zum Himmel einen kurzen Draht..."

_Amarok_ Offline



Beiträge: 669

23.04.2012 21:41
#21 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

Zitat von EifelBiber
So ist das . Wenn die Natur uns die Hand reicht.
http://www.abendblatt.de/vermischtes/art...ehr-dubios.html
ich weiß jetzt nicht, ob dieser thread richtig ist, aber egal.
sehr traurig und wütend.

Detlef



Hallo EifelBiber,

gut, dass du diesen Link hier reinstellst.
Leider gibt es diese Typen, die mit einer Waffe durch Wald und Flur streifen und streng geschütze Tiere abknallen. Es ja kein Einzelfall. Offensichtlich gibt es da bei einigen jagenden Zeitgenossen erhebliche Defizite in vielerlei Richtungen. Und gut ist es, dass solche Fälle öffentlich werden und möglichst viele Menschen erreicht.

LG Peter

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.917

24.04.2012 08:55
#22 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

Wenn jemand 20m neben einem Grizzly steht und mir dabei erklärt, daß ich das niemals tun darf, schalte ich aus. Obwohl mich das Thema an sich interessiert. Diese Filme wenden sich an ein unkritisches Publikum, ich halte sie für schädlich.

Mir gefallen Dokumentationen mit Personen im Mittelpunkt, die zB an Wolfsprojekten arbeiten. Die sind einfach reicher, dichter und für mich viel spannender, da die involvierten Personen viel von Ihrer Haltung glaubhaft vermitteln. Ich bin bereit solchen Menschen viel zu glauben, ganz ohne "atemlose" Bilder, ganz ohne "Fake" - Belegfotos.

Seherkultur: Immer noch glauben wir gerne was wir sehen, trotz Werbung, Starwars, Killing...

Ein Fake damit zu rechtfertigen, daß man sonst ein falsches Bild erhielte, das echt Chuzpe. ( Duden: Substantiv, feminin - Unverfrorenheit, Dreistigkeit, Unverschämtheit)

Zu spektakuläre Bilder sind fast ein Garant dafür, daß alles mit enormen Mitteln, oft zum Schaden des Gezeigten entstanden ist.

Außerdem glaube ich: wir hören zuwenig Radio

W

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

Andreas Schürmann Offline




Beiträge: 2.067

24.04.2012 09:41
#23 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

>>> Seherkultur: Immer noch glauben wir gerne was wir sehen, trotz Werbung, Starwars, Killing...

Bei aller berechtigten Kritik an Killing, muss man doch berücksichtigen, das die waren Ursachen vor den Fernsehern sitzen und dann, von den Sendeanstalten, per Quotenpeitsche auf die Produzenten gedroschen wird. Selbst ein Günstling wie Herr Gottschalk, kann heute sein Unterhaltungsschiff an einem Quotenriff versenken.

40Std Web-Cam vom Turmfalken-Horst wird im ZDF genauso wenig laufen, wie man einen dreiseitigen Hintergrundbericht über das soziale Engagement der Fürsten von Absurdistan in der Bild lesen kann.

Da trat doch mal ein Sender mit der Idee an: "Ab Morgen sitzt auch Ihr Gehirn vorm Fernseher."
Und was ist daraus geworden ...

Wenn man "Bild" ließt darf man nicht, das nicht vorhandene "Zeit"-Niveau beklagen.

@Wolfgang: Also Radio ist bei uns aber auch eher auf einem absteigenden Ast.

Gruß
Andreas

"Wie wir die Welt wahrnehmen, hängt davon ab, wie wir uns in ihr bewegen." F. Schätzing

docook Offline




Beiträge: 885

24.04.2012 10:25
#24 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

Moin,
interessante Meinungen. Soweit nicht zu off topic: Fernsehen ist für mich zunehmend "Dooffernsehen" (nach dem was ich denn mal irgendwo aufschnappe), darum ganz konsequent: kein Fernsehen ,eher Radio. Was ich da evtl. verpasse,da kann ich mit leben. Dafür bleibt mehr Zeit für substanzielle Selbstversorgung oder Schönheit der Dinge siehe "Löffel schnitzen". Für mich die bessere Entscheidung.
Viele Grüße
docook

Lodjur Offline




Beiträge: 731

24.04.2012 12:22
#25 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

Hi, ja der gute Mann ist letztlich auch nur ein Produkt unserer hoeher, schneller, weiter aber billiger Gesellschaft. Als ich die ersten Berichte von Ihm sah kam sehr schnell so ein Gefuehl hoch das da irgendwas nicht stimmig war. (Letztlich genauso wie bei diesem unseligen "Leica" Fotograf der seine Kanufuehrer auch nur als schaut her was ich fuern dollen Kerl bin missbrauchte. Die Substanzielle Info dazwischen mag ja in Teilen stimmen, aber das drumherum macht das Geamtgericht zumindest schwer geniessbar.) Auch wenn die bei Kieling gemachten Aussagen nat. teilweise wirklich gefaehrlich und beinahe fahrlaessig sind kann man das ja kaum aendern. Aber der Griff bzw. nicht Griff zum Ausschalt/Einschaltknopf bleibt uns zum Glueck ja unbenommen.
CU Bernd

nicht nur drüber reden...machen!

NielsOlaf Offline




Beiträge: 28

24.04.2012 12:36
#26 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

Gegen berechtigte Kritik ist nichts einzuwenden und da ist sicher einiges berechtigt. Den Filmer Kieling nun aber gleich ganz auf diese "Ausrutscher ins allzu Spektakuläre" zur reduzieren, halte ich aber auch nicht für fair und ausgewogen, aber das ist wohl auch eher eine Geschmacksfrage.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich schlecht streiten und Dokumentarfilme unterliegen nun mal der subjektiven Beurteilung durch Menschen mit unterschiedlichen Geschmäckern. Ich mag auch diese ruhigen Naturfilme, in denen kein Mensch vorkommt. Das ist sehr romantisch, hat aber mit der Realität oft auch nicht viel zu tun, denn wo hat man diese Siuation schon noch wirklich (getrickst wird übrigens auch da heftig). Auch bei diesen Filmen kann man ordentlich verschaukelt werden (oder man hat eben die falsche Erwatungshaltung). Letztens sah ich eine Doku über die Vogesen, der verschiedene mitteleuropäische Tierarten und Ihre Lebensweise vorstellte. Denselben Film hätte man auch bei mir vor der Hautür drehen können und über die Vogesen weiß ich jetzt auch nicht mehr als vorher.

Da habe ich z.B. durch Kielings Wanderung am grünen Band deutlich mehr Erkenntnisgewinn (und auch Unterhaltung) gehabt, wenngleich man insbesondere bei ihm (aber nicht nur bei ihm) immer kritisch sehen muss. Ich wusste zumindest, wo er war und wer da war. Seine fachlichen Erklärungen (und Meinungsäußerungen) sind nicht hochwissenschaftlich, aber gut verständlich. Und zumindest geht ihm die Tendenz ab, die beobachteten und gefilmten Tiere allzu sehr zu vermenschlichen. Bei manch anderen Kommentatoren rollen sich mir schon gelegentlich die Zehnägel hoch. Das zeigt sich besonders bei mit dramatischer Musik untermalten Jagdszenen, bei denen der Zuschauer dann aufatmen darf, wenn irgendein süßes Jungtier der Attacke des Beutgreifers entgangen ist.

Das kritische Zitat weiter oben offenbart - wie so oft - auch viel über den Kritiker selbst. Wer es z.B. so pauschal verteufelt, ein Tier zu berühren und sei es auch nur einen Käfer, gehört ganz offensichtlich zu der Fraktion, die den Menschen vor lauter Respekt möglichst ganz aus der Natur fernhalten möchten. Er sieht schließlich selbst auch eher von außen (und mE etwas unbeholfen) darauf. Jemanden der tagtäglich - aus welchen Gründen auch immer - in der Natur unterwegs ist und dabei zwangsläufig auf unterschiedlichste Weise intensiv mit ihr in Berührung kommt, kann so eine Haltung nur stark verwundern. Sich unverkrampft - ähnlich den Naturvölkern - als Bestandteil dieser Welt vor der großen Stadt zu begreifen und auch den eigenen Zusammenhang mit dieser Welt zu sehen, halte ich für nicht das Schlechteste. Und unter diesem Aspekt leisten Kielings Filme meiner Meinung nach durchaus einiges, gerade weil eben nicht nur Pflanzen und andere Tiere sondern auch er selbst und andere Menschen vorkommen, die sich da draußen bewegen, wenn er eben nur nicht noch mehr in Richtung spektakulärer Action abdriftet.

Die angesprochenen ehrlichen Projektleute greifen übrigens in der Regel viel heftiger und nachhaltiger in die Natur ein, als ein Filmer der sich mal von einem Käfer in die Nase zwicken lässt. Bei denen höre ich viel genauer hin, was sie wollen, was sie machen und vor allem. welches Fachwissen sie offenbaren können. Für mich ist gerade da guter Glaube fehl am Platz, wobei ich die gute Absicht durchaus immer erst einmal respektiere.

_Amarok_ Offline



Beiträge: 669

24.04.2012 21:18
#27 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

Zitat von absolut canoe
Nachstehend ein offener Brief, den ich bei FB abgegriffen habe - dieser
Text gibt genau meine Meinung wieder:
""""""""""Rote Karte für Andreas Kieling ...



Neben der berechtigten Darstellung der kritisch zu bewertenden Sachverhalte im filmischen Schaffen des Tierfilmers Andreas Kieling ist dieser offene Brief gegenüber A. Kieling in Passagen persönlich beleidigend und stellt ihn wiederholt einseitig als ignoranten Naturfrevler dar. Er wird als "Egomane" bezeichnet, "dem die Folgen seines Tuns egal sind" und der sich "Im Wildnisoutfit mit strähnigen Haaren" in kritische Situationen begibt.
Damit wird dieser offene Brief m.E. selbst zu einem kritsch zu bewertenden Sachverhalt.

Troubadix Offline



Beiträge: 1.213

25.04.2012 00:37
#28 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

Moin,
in dem von Albert aus FB eingestellten Brief stehen noch nicht mal alle Negativfakten des Herrn Kieling, der kommt da noch ganz gut weg.
Er ist eigentlich doch ein cleverer Geschäftsmann und Schauspieler im Showgeschäft, hat keinen Doktortitel gefälscht, bisher nur wenige Menschenleben gefährdet und es ist noch kein Vorwurf von Steuerhinterziehung gegen ihn erhoben worden und Dummes Zeug erzählt jeder mal. Kieling ist also nach herkömmlichen Maßstäben ein Ehrenmann und nichts weiter als ein häufiger vorkommendes Spiegelbild unserer Gesellschaft. Mich stört, dass er beim Schowgeschäft Bildung und Wissenschaft vorgaukelt.
So wie Bernd damit umgeht tue ich es auch.
LG Jürgen

http://isladebasura.com/

Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.432

25.04.2012 07:54
#29 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

Ich kann Niels und Peter nur zustimmen.

Es ist natürlich positiv, dem naturentfremdeten Informations-Konsumenten die Natur verständlich und spannend näher zu bringen, die überzogene Selbstdarstellung in seinen Filmen hat mich schon immer gestört.

Auf der anderen Seite sollte man auch bedenken, wer in diesem Geschäft überleben will bzw. Erfolg haben will, muß sich (und seine Produkte) halt auch "verkaufen". Und genau dort beginnt die Gratwanderung. Die Grenze zum Überzogenen oder gar Unseriösen kann schnell überschritten werden, da sich spektakuläre Dinge besser vermarkten lassen, als die anderen ...
Alle Medien leben uns das täglich vor, auch Messner, Fuchs und andere Outdoor-Größen sind nicht frei von diesen Dingen.

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.917

25.04.2012 08:26
#30 RE: Tipp: Mitten im wilden Deutschland antworten

Gu MO Andreas,
Thema Radio: Ö1 ist ein seriöser Sender, erstaunlicherweise mit gar nicht so schlechter Reichweite. Sendungen, wie das Salzburger Nachtstudio oder die wöchentlich wechselnden Reihen im Radiokolleg sind durchweg gut recherchiert und für den, der Freude am Mitdenken hat, ein Gewinn.
Wenn ich in D mit dem Auto unterwegs bin, habe ich Zeit zum Radiohören und finde ich oft interessante Sendungen ( zB Hörspiele und Features im DLF ).

Hallo Nils: Du hast Recht, natürlich gibt es viel schlechter Sendungen. Aber was uns berührt sehen wir umso genauer an. Objektiv gesehen ist Killlings Arbeit geradezu Bildungsfernsehen.
Kielings "Wanderung am grünen Band" ist auch für mich auch subjektiv über weite Strecken gute Unterhaltung.

"Über Geschmack lässt sich bekanntlich schlecht streiten" - aber natürlich - was tun wir denn gerade?

LGW

http://www.canoebase.at/
http://www.swiftcanoe.eu/

Wolfgang Hölbling

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