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Dieses Thema hat 49 Antworten
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Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

31.01.2011 16:18
#16 RE: Schade um den Bären antworten

Whow Ulme, ich bin beeindruckt!

Da stellt sich wer hin, tritt für seine Interessen ein, hat eine Meinung samt Argument - da brauche ich Zeit, für eine angemessene Antwort.
Ich bin gefordert, den Standpunkt, die Sichtweise nachzuvollziehn - da muß sich doch was Denken lassen!

"Kulturlandschaft" scheint für mich ein Schlüssel zu sein.

Danke für Deinen Einstieg, bis bald

Wolfgang Hölbling

lej ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2011 16:36
#17 RE: Schade um den Bären antworten

Hallo Ulme
Mitteleuropa bietet mehr Möglichkeiten für große Viecher als du denkst. Unser ganzes Jagdrecht ist Umweltunfreundlich und hinderlich, es gehört auf den Kopf gestellt. Jagdrecht gebunden an Grundbesitz ist Schwachsinn und gehört abgeschafft. Wild ist Allgemeingut und das Recht es zu bejagen, sollte die Gemeinschaft in Händen haben, dann braucht sich kein Jagdpächter darum Gedanken machen, seine Pacht mit einem Erntehirsch zu finanzieren. Lizenzjagd innerhalb von geographischen Genossenschaften nach ausschließlich wissenschaftlichen Erkenntnissen.
zumindest den zurückkehrenden Zuwanderern eine Chance geben, wenns über einen angemessenen Zeitraum nicht funktioniert, kann man immer noch Nein sagen. In Spanien gibt es mitten in der Zivilisation, d.h.,reine Agrarlandschaft, eine stabile Wolfspopulation, die erst vor wenigen Jahren entdeckt wurde. Sie waren nie aufgefallen.
Gruß Jürgen

_Amarok_ Offline



Beiträge: 669

31.01.2011 20:03
#18 RE: Schade um den Bären antworten

Zitat von lej
In Spanien gibt es mitten in der Zivilisation, d.h.,reine Agrarlandschaft, eine stabile Wolfspopulation, die erst vor wenigen Jahren entdeckt wurde. Sie waren nie aufgefallen.



Jürgen, die Wolfspopulation in Spanien umfasst ca. 2.000 - 2.500 Tiere. Mit dem Wolfsforscher Erik Zimen wurde vor Jahren über die spanischen Wölfe ein Film gedreht. In Italien umfasst der Wolfsbestand etwa 500 Tiere.

Med vänliga hälsningar

Peter

Der Wald lebt, er kann atmen und sprechen und erzählt die Sage von der Urmutter allen Lebens. (jakutisch)

lej ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2011 20:26
#19 RE: Schade um den Bären antworten

Moin Peter
Von den lange bekannten Vorkommen rede ich nicht. Hier geht es um eine zuvor unbekannte Population inmitten intensiv genutzter Agrarlandschaft. Darüber gibt es auch einen Dokumentarfilm, der hier im Fernsehen bereits gezeigt wurde.
LG Jürgen

_Amarok_ Offline



Beiträge: 669

31.01.2011 20:42
#20 RE: Schade um den Bären antworten

Zitat von lej
Moin Peter
Von den lange bekannten Vorkommen rede ich nicht. Hier geht es um eine zuvor unbekannte Population inmitten intensiv genutzter Agrarlandschaft. Darüber gibt es auch einen Dokumentarfilm, der hier im Fernsehen bereits gezeigt wurde.
LG Jürgen



Wo soll das denn sein? Neben dem großen Wolfsvorkommen im Norden Spaniens gibt es noch eine kleine Population (50 - 75 Tiere) in der Sierra Morena (Andalusien). Wölfe kommen übrigens in vielen Kulturlandschaften Europas vor ( u.a. Spanien, Italien, Deutschland, Polen, Schweden).

Der Wald lebt, er kann atmen und sprechen und erzählt die Sage von der Urmutter allen Lebens. (jakutisch)

moose Offline



Beiträge: 1.478

31.01.2011 22:22
#21 RE: Schade um den Bären antworten

die Diskussion ist müssig. Wir haben 80 Millionen 2 beinige Wölfe im BRD/DDR Reservat, auf verdammt wenig Fläche
da kommt es auf ein paar 4 beinige Wölfe überhaupt nicht an - mal sehen wer sich behauptet

Italien, Frankreich, Spanien und auch Polen kann man gar nicht mit unserem Zweibeinernationalpark vergleichen.

Wir könnten ein wenig Hilfe durch unsere 4 beinigen Raubtiere bei der Rehwild- und Hirschreduktion durchaus gebrauchen. Leider kann der böse Isegrim uns beim Schwazwild kaum helfen, der Feigling, nobody is perfect

Ansonsten fände ich eine Jagdordung wie bei den Nachbarn im Süden durchaus hilfreich, könnten wir doch in den ersten Jahren durch friendly fire Millionen von 2 beinige Wölfen reduzieren, mann stelle sich vor 2 Wochen lang könne 90000 Hessen im Spessart auf die Jagd gehen, Gott wäre das eim Gemetzel unter den Jägern. Wenn sich das bei den Wölfen im Osten rumspricht, da kämen doch gleich 2000 Wölfe durchgezogen um sich am Aaas zu laben.

moose

was wäre ein o/c ohne racine, ofen + tipi/cft

_Amarok_ Offline



Beiträge: 669

31.01.2011 22:52
#22 RE: Schade um den Bären antworten

Zitat von moose
die Diskussion ist müssig. Wir haben 80 Millionen 2 beinige Wölfe im BRD/DDR Reservat


Zitat von moose
Italien, Frankreich, Spanien und auch Polen kann man gar nicht mit unserem Zweibeinernationalpark vergleichen.


Es ging nicht um einen Ländervergleich, sondern um Kulturlandschaften.
Ansonsten habe ich noch im Gedächtnis, dass du die Jagd auf den Wolf ja für etwas " archaisches" hältst.

Der Wald lebt, er kann atmen und sprechen und erzählt die Sage von der Urmutter allen Lebens. (jakutisch)

lej ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2011 23:10
#23 RE: Schade um den Bären antworten

Hallo again
@Peter, es gibt ein zweites kleines Vorkommen in Andalusien in einer rein landwirtschaftlich genutzten Gegend. Die Wölfe dort wurden nicht als solche erkannt, man hielt sie für wilde Hunde, durch Schaden an Haustieren fielen sie zuvor nicht auf. Ich versuche mal zu recherchieren, was für ein Film das ist.
Mich hatte das Verhalten nicht besonders verwundert, in Rumänien gibt es Wölfe, die nachts in die Stadt kommen und in den Grünanlagen Kaninchen fangen, diese Wölfe sind manchmal morgens noch im Berufsverkehr unterwegs. Ich finde, dass es die Viecher verdient haben, dass wir auch hier Geduld mit ihnen haben und uns erst mal freuen, dass der Wolf wieder hier ist.
@Moose, in Nordspanien und Portugal gehören Wildschweine zu den vorrangigen Beutetieren der Wölfe, ebenso in der Türkei.
LG Jürgen

kanu69 ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2011 23:32
#24 RE: Schade um den Bären antworten

Ich finde, dass es die Viecher verdient haben, dass wir auch hier Geduld mit ihnen haben und uns erst mal freuen, dass der Wolf wieder hier ist.
Da muß ich Dir absolut recht geben!
Ich finde auch,daß diese Tiere eine Chance verdient haben!!
Gruß kanu69

Ulme Offline




Beiträge: 793

01.02.2011 06:45
#25 RE: Schade um den Bären antworten

Zitat von kanu69
Ich finde, dass es die Viecher verdient haben, dass wir auch hier Geduld mit ihnen haben und uns erst mal freuen, dass der Wolf wieder hier ist.
Da muß ich Dir absolut recht geben!
Ich finde auch,daß diese Tiere eine Chance verdient haben!!
Gruß kanu69



Folgendes brachten sie vor 10min im Radio:

http://kaernten.orf.at/stories/495961/

Edit: ich heiße die Meinung des polternden Kärntner Kommunalpolitikers nicht gut, dem geht es doch nur darum sein Amt mit Polemik zu sichern.

Zitat von moose

Wir könnten ein wenig Hilfe durch unsere 4 beinigen Raubtiere bei der Rehwild- und Hirschreduktion durchaus gebrauchen.



Diese deine Meinung ist dir natürlich unbenommen.

Zitat von moose


Ansonsten fände ich eine Jagdordung wie bei den Nachbarn im Süden durchaus hilfreich, könnten wir doch in den ersten Jahren durch friendly fire Millionen von 2 beinige Wölfen reduzieren, mann stelle sich vor 2 Wochen lang könne 90000 Hessen im Spessart auf die Jagd gehen, Gott wäre das eim Gemetzel unter den Jägern. Wenn sich das bei den Wölfen im Osten rumspricht, da kämen doch gleich 2000 Wölfe durchgezogen um sich am Aaas zu laben.

moose



Du hast eine lebhafte Fantasie, keine Ahnung wodurch diese belebt wird, vielleicht solltest du aber weniger davon nehmen?

Viele Grüße

Ulme

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

01.02.2011 09:08
#26 RE: Schade um den Bären antworten

Es ist die Frage, ob wir bereit sind für Werte, die nicht in sofortigem Profit, oder Shareholder Value messbar sind etwas zu tun.

Für mich ist intelligenter Umgang, wenn mit wenig Mitteln viel erreicht wird ( Grüngürtel, Biotopverbund …), das Gegenteil: mit wenig Nutzen, oder einseitigem Nutzen viel zerstören.

Beispiel: Flurbereinigung - die hat als Begriff eine gute Entwicklung hinter sich gebracht. Erst, als reine Maßnahme zur optimalen Ausbeutung landwirtschaftlicher Flächen für so manchen Verlust an Biodiversität ( weniger Hecken, industriell bewitschaftbare Flächen, Lokal bei uns: Verschwinden von vielen, unsere ländlichen Gebiete prägende Streuobstwiesen …) verantwortlich, ist es heute in der Regionalplanung ein Instrument nachhaltige Entwicklungen zu forcieren.
Dazu ist eine ganzheitliche Sicht wichtig, die von Politikern erwartet, aber zu selten eingelöst wird – siehe Presse oben.

Noch ein Beispiel: In meinem Beruf war ich unter anderem auch mit der Rekultivierung von Schotterabbauflächen befasst. Die Entwicklung in ca 20 Jahren: Erst war das Ziel möglichst schnell alles mit Fichten „aufzuforsten“. Dann fand eine neue Generation in der Landesregierung mit offensichtlich anderem Gesichtsfeld, daß es kaum noch offene Flächen, kaum noch Magerwiesen gibt. Mit allen Konsequenzen, wie das Verschwinden vom „Bläuling“ ...
Seitdem werden viele Flächen „offen gelassen“. Der Betreiber spart Geld, die Umwelt hat eine wichtige Nische wieder. ( Hundsdorf im Rosental – selbst erlebt: eine Bienenfresserkolonie hat sich in einer ehemaligen – Schottergrube etabliert. )
Interessanterweise hat auch eine Änderung im Verfahren viel zur Nachhaltigkeit solcher Projekte beigetragen: Wurden einst alle Genehmigungsverfahren getrennt verhandelt, führt das „konzentrierte Verfahren“ alle Themen (Bergrecht, Wasserrecht, Flächenwidmung, Landschafts- und Umweltschutz, Abbaupläne ….bis Rekultivierung) vorverhandelt, an einem einzigen Termin Vorort zusammen.
Dadurch werden alle Prozesse viel transparenter!

Jäger und Forst:
Interessensausgleich, ist notwendig und logischerweise ein permanenter Prozess.
Umdenken, und Veränderung auch.
Beispiel? Bitte: Die Zeit der Monokultur ist Geschichte! ( Wenn ich an „Energiepflanzungen“ denke, bin ich mir nicht sicher, ob das bis in ferne Zukunft so sein wird. )
Zum Schmunzeln: Zwei große Waldbesitzer ( Habsburg ) in nächster Umgebung, verkaufen für ihre Wälder eine Tages- und Wochelizenz zum Schwammerlsuchen ( Pilzsucher ).

Freizeitsport: Schneekanone, Nachtskilauf, … ??? Ich glaube, es ist auch hier an der Zeit zu überlegen was berechtigte Interessen sind.

Die größten Schäden entstehen durch Unwissen und Desinteresse, durch schieres Proftdenken und durch einseitige Lösungsansätze.
Auch wenn ich mich wiederhole: da bin ich oft froh, dass Richtlinien von außen wirken, siehe Wasserrahmenrichtlinie der EU.

Wolfgang Hölbling

_Amarok_ Offline



Beiträge: 669

01.02.2011 12:26
#27 RE: Schade um den Bären antworten

Bei dieser Meldung besteht ein direkter Bezug zum Paddeln, denn wer freut sich nicht vom Kanu aus diese großen majestätischen Greifvögel sehen zu können. Ich denke hier auch an Welle (Onkel Albert ), der beim Schutz der Seeadler im Norden aktiv ist.

Seeadler im Visier von Giftmischern

Der Wald lebt, er kann atmen und sprechen und erzählt die Sage von der Urmutter allen Lebens. (jakutisch)

Wolfgang Hölbling Offline




Beiträge: 2.918

01.02.2011 12:52
#28 RE: Schade um den Bären antworten

Um das Thema für mich abzurunden: http://www.kleinezeitung.at/kaernten/266...or-kamera.story
...den vom Kanu aus zu sehen wird schwierig!

Ps. Gerade erhielt ich einen Anruf folgenden Inhalts: Bei Schäden durch geschützte Tiere zahlt das Land, bei jagbarem Wild die Jägerschaft. So banal kann Tagespolitik sein!

Wolfgang Hölbling

welle Offline




Beiträge: 1.525

01.02.2011 15:00
#29 RE: Schade um den Bären antworten

Git bei den Seeadlern

wir haben hier auch diverse Vergiftungen von Seeadlern schon seid Jahren
zu verzeichnen und neben den Seeadlern noch Dutzende Greife (Mäusebussarde, Milane,
Habichte...)Ob da ein Zusammenhang mit den großen Gänsefreigehegen besteht konnte bisher
noch nicht geklärt werden.
Wir haben das mal kartografiert und die Gänsefreigehe eingezeichnet, Zufälle????
Auch in der Cuxhavener Ecke wurden Seeadler vergiftet, hier konnte bisher der Zusammenhang
mit Taubensportlern nicht nachgewiesen werden...

Leider ist bei vielen Leuten in der Bevölkering noch die alte "Nutzen:Schaden"-einstellung
fest verankert. (auch die Rabenvögel sind da einbezigen...die hacken immer die Silofolie kaputt)
es gilt schon die Kinder zu sensibilsieren und ich sehe das auch mit als unsere Aufgabe
(anadierfahrende Naturnutzer) hier aktiv zu werden oder zu sein!!!
Gruß aus der Nordheide
(Onkel) Albert


siehe auch hier:
http://www.projektgruppeseeadlerschutz.de/

lithiumhabib ( gelöscht )
Beiträge:

01.02.2011 15:04
#30 RE: Schade um den Bären antworten

Albert,

zumindest für mich wäre die "einfach" darstellbare Grafik eine große Hilfe. In meinem Einzugsbereich höre ich auch von solchen Verbrechen, habe auch schon Kadaver gefunden. Stell doch mal eine solche Karte ein und erläutere wie ihr das kartographiert.

Stefan

"...Lieber möchte ich wie ein Wolf leiden und wie ein Hund verrecken, als weniger empfindsam zu sein ...Klaus Kinski"

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