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Dieses Thema hat 27 Antworten
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 ALLGEMEINES CANADIERFORUM
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Kanuotter Offline




Beiträge: 551

31.03.2008 14:37
#21 RE: Wiedereinstieg aus tiefem Wasser Antworten
Hallo nochmal,

ich habe bei den Vorschlägen die ganze Zeit ein Bild vor Augen:
- Fluss mit 50 m Breite,
- Fließgeschwindigkeit 12-15 km/h,
- Tandempartner an Land geschickt
- Bootswagen am Flechtsitz verzurrt aber lose, Wechselklamooten und Verpflegung in 3 Faltsäcken am Joch befestigt aber lose. Was machen die beim Flippen? Behindern die mich, führen zum Verhäddern?
- Wiedereinstieg bzw. Bootsbergung wegen fehlendem Partner sowieso alleine.
- Was hinter der nächsten Biegung kommt kann ich nicht sehen und kenn es nicht...

Plausibel ist für mich der Vorschlag mit einer langen Leine an Land schwimmen und das Boot ins Kehrwasser treiben zu lassen.
Spitzenbeutel vorne und Hinten machen ca. 2x70 Liter Verdrängung. Überschlägig würde ich in einem 4.8 Meter Boot 1100 Liter Wasser vermuten. Das hilft etwas, gibt etwas mehr Auftrieb, aber nicht viel.
Ich Habe durch die Diskussion hier Lust bekommen mit meinem geplanten Umbau einen Test zu machen. Wenn mich der Mut nicht verlässt Infos dazu in den nächsten Wochen hier im Forum.

Grüsse von Kanuotter

Jörg Wagner Offline



Beiträge: 1.076

31.03.2008 15:02
#22 RE: Wiedereinstieg aus tiefem Wasser Antworten

Hallo Kanuotter,
das von Dir beschriebene Szenario sollte es so möglichst nicht geben. Ein hindernisreicher Fluß mit 15 km Fließgeschwindigkeit verbietet geradezu eine Gepäckbefestigung, wie Du sie beschreibst und ist fahrlässig.
Eine sachgerechte Verzurrung des Gepäcks im Boot, sodaß die Packstücke nicht im Boot aufschwimmen können, erbringt den Vorteil, daß die Packstücke Zusatzauftrieb erzeugen und bei einer Bergung (Wiederaufrichtung des Bootes im Besonderen) nicht behindern. Auf einem Fluß des beschriebenen Kalibers würde ich in keinem Boot auf Auftriebshilfe =Spitzenbeutel verzichten.
Jörg Wagner


Andreas Schürmann ( gelöscht )
Beiträge:

31.03.2008 15:19
#23 RE: Wiedereinstieg aus tiefem Wasser Antworten

Hallo Kanuotter
Für den 50m Fluss würde ich mich zum Ufer orientieren. Ich hab mehr so Situationen auf Seen vor Augen, meist ist es weiter zum Ufer und obwohl die Wassertiefe z.B. im Schilfgürtel nicht hoch ist kann man wegen des Modders nicht stehen.

Das auch bei mir stets an allen möglichen Stellen im Boot festgeklickte Gepäck, wird das umdrehen sehr erschweren, da es ja wasserdicht verpackt ist, würde ich es erstmal an eine Leine picken.

Allerdings habe ich unseren Royalex-"Bomber" mal Probe geflipt (im trockenen) - naja.
Ob wir den so aus dem Wasser schleudern können, das er richtig herum landet? Ich bin gespannt.

@Peter: Für den etwas stabileren Wiedereinstieg will ich auch einen Paddelfloat testen.

Leider sind die Kajakfahrer hier mit ihrem Kentertraining durch, sonst hätte ich mal angefragt ob ich mit dem Canadier ins Schwimmbad darf.

Gruß
Andreas


Frank_Moerke Offline




Beiträge: 1.588

31.03.2008 16:21
#24 RE: Wiedereinstieg aus tiefem Wasser Antworten

Hallo Kanuotter,
insgesamt macht heftig viel Sinn, sich im Vorfeld einer Tour über das Verzurren oder Nichtverzurren bzw. über das Wie-Verzurren von gepäck zu beschäftigen. Ganz schlimm ist immer dieses "ein bischen Anbinden", da gibt es Null Vorteile, aber jede menge Nachteile. Entweder gar nicht anbinden, so daß im Fall einer kenterung das Zeug schnell unter dem Boot raus ist (auf stehenden oder ganz langsam fließenden Gewässern vorteilhaft), oder das gepäck so verzurren, daß es als Auftriebshilfe fungiert. Dann geht flippen nicht mehr. Mit verzurrtem Gepäck (eher auf Flüssen bzw. WW) geht nur noch drehen und ausschöpfen.

In dem von von Dir beschriebenen Szenario dürft der Capistrano eh ausgeschlossen sein. Hier es angebracht, sich nach einer Kenterung sofort zum Bootsheck zu begeben, das Boot nach Kielunten zu drehen, die Leine des Bootes zu greifen und zu versuchen, das Ufer bzw. ein rettendes kehrwasser auf dem Rücken schwimmend mit Füßen flußabwärts zu erreichen.

Frank


Kanuotter Offline




Beiträge: 551

14.05.2008 22:28
#25 RE: Wiedereinstieg aus tiefem Wasser Antworten

Wie versprochen das Feedback vom Einbau der Auftriebskörper und erstem Test.

Ich bin kein Foto-Freak - speziell wenn ich alleine am See übe. Deshalb etwas Nachsicht, wenn nur 1 Foto vom Umbau anhängt und Beschreibung durch Worte erfolgt.

Basisdaten: 4.8 m Canadier, ursprünglich 28 kg, 1 Centerbag ca. 400 Liter, Bug und Heck mit 70 Liter Auftriebskörper mit Schraubdeckel. Erprobung bei Schönwetter auf glattem Badesee.

Nur Bug und Heck-Auftriebskörper:
Bei erzwungener Kenterung läuft Boot ca. zur Hälfte mit Wasser voll. Capistrono Flop allein klappte, da Boot fast nur auf den Auftriebskörpern schwimmt. Beim Wiedereinstieg schaffe ich nur Einstieg in der Mitte. Dann aber Boot wieder halb voll. Bei glattem See, sofortigem "Arsch runter" und sehr besonnenen Bewegungen kein erneutes Kentern. Das Ausschöpfen des Bootes ist sehr schwierig, da Bewegungen schnell zum "Rauswurf" führen. Das gilt besonders für Ausschöpfen mit dem Paddel (hohe Körperlage, ausladende Bewegungen). Ein großes Gefäß wäre hilfreich.

Centerbag, Bug- und Heckauftriebskörper:
Bei erzwungener Kenterung läuft Boot nur 1/4 bis 1/3 voll. Speziell der Centerbag verhindert, das am tiefsten Punkt viel Wasser einströmen kann, weil er blockiert und das Aufschwimmen bewirkt. Capistron-Flop klappte alleine, dannach Boot vielleicht mit 200 Litern Wasser gefüllt. Wiedereinstieg klappte wieder nur über die Mitte, es kommt aber fast nichts mehr hinzu. Erstes Ausschöpfen mit Paddel war trotz hoher Körperlage möglich. Das Boot war angenehm stabil im Wasser (im Vergleich zu vorherigen Versuchen). Dann die letzten Liter mit Ösfass und Schwamm ausgelehrt.

Fazit:
Bug- und Heck bleiben Dauerinstallationen, alleine wegen der praktischen Stauräume. Mehrgewicht bei kurzen Portagen für mich allein noch machbar. Bei Winterfahrten, Hochwasser oder andenen "kritischen" Touren auch mit Centerbag.

Abschließende Anmerkungen:
Der Umbau ist noch etwas provisorisch und vom Typ aktuelle Kassenlage. Teilweise sicher nichts für Materialästheten.
Die Erprobung spiegelt mein persönliches Leistungs(un)vermögen wieder in Kombination mit meinem Boot. Ich kann jedem nur empfehlen Kentern und Wiedereinstieg an seinem eigenen Boot für sich kennen zu lernen, bevor es mal ernst wird.
An Florian ein Dankeschön für manche Anregung und die schnelle und unkompliziete Materialversorgung.

Nasse Grüße von Kanuotter

Angefügte Bilder:
Kanu_DSC00099.JPG  

outdoorer ( gelöscht )
Beiträge:

09.07.2008 22:18
#26 RE: Wiedereinstieg aus tiefem Wasser Antworten

He Kanuotter,

sag mal was sind das denn für Spitzenbeutel mit Schraubdeckel oben auf. Hab ich ja noch nie gesehen. Schreib mal was woher Du diese hast. Wäre auch was für meinen Camper.

Tschau und Grüße


Manfred Offline



Beiträge: 320

09.07.2008 22:40
#27 RE: Wiedereinstieg aus tiefem Wasser Antworten

Hi!

Die Dinger gabs mal bei Globetrotter. Ist so um die 4 Jahre oder länger her.

Würde mich jetzt auch mal interessieren, obs die noch gibt, bzw. den Hersteller.

Grüße

Manfred


Kanuotter Offline




Beiträge: 551

10.07.2008 10:28
#28 RE: Wiedereinstieg aus tiefem Wasser Antworten
Hallo Outdoorer,

das sind Restposten von Stearns (heißen Aqua Gear o.s.ä), gibt es nach meinen Recherchen nur noch vereinzelt bei Mac Track (Outdoorläden bundesweit, hat aber auch eine Internetseite).
Bin zeitlich etwas kurz: wege Internetseite schau mal hier im Forum. Da hatten wir vor Wochen ein Thema Spitzenbeutel/Auftriebskörper.
Kostenpunkt: ca. 50 Euro/Stück. Falls du kaufst, kontrolliere den großen Schraubdeckel, ob er dichtet. Stearn hat umgestellt auf ein Tonnen-Design. Rund, ca. 70 Liter, Schraubdeckel.

Grüße von Kanuotter

P.S.: http://www.yeah-ag.com/yeahshop/shop/det...sqtjrgvqnipasu6

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