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Dieses Thema hat 3 Antworten
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 Allgemeines Canadierforum
ArtDig Offline




Beiträge: 121

09.02.2008 15:16
Nebenflußbefahrbarkeit Nahe antworten

Hallo,

ich habe die ehrenvolle Aufgabe ein Paddelwochenende im Nahe-/ Glangebiet zu gestalten. Jetzt habe ich gesehen, dass es dort neben den Wanderflüssen Nahe und Glan auch noch so etwas wie den Simmerbach, Alsenz und den Hahnenbach gibt. Hat sich da schon mal jemand mit beschäftigt? Sind die für Kanadier fahrbar? Falls ja, wo sind ide Grenzen?

Vorab besten Dank, Marco

Kanuotter Offline




Beiträge: 551

10.02.2008 08:36
#2 RE: Nebenflußbefahrbarkeit Nahe antworten

Hallo Marco,
Frage: Was für Boote, Erwachsene und/oder Kinder?

Das könnten meine Hausbäche sein, hatte aber bereits auf der Nahe in wärmeren Zeiten noch keinen richtigen Zeitpunkt gefunden, um bei gutem Wasser zu paddeln. Das Wasser fließt meist schnell ab und ich bin kein großer Freund vom Treideln. Planungshilfen siehe unter Tourenberichte Nahe. Die Strecke Idaroberstein-Kirn sicher sehr attraktiv bei gutem Wasser und geübten Paddlern (wegen Naturstufen vereinzelten Steinem im Wasser, bin ich aber noch nicht gefahren, nur Sichtbefund vom Straßenrand). Zugrückfahrt nach Kirn besser als nach Idar-Oberstein. Regionalzüge enden oft in Kirn.

Alsenz: hatte ich im Januar mir vom PKW aus als Vorbereitung angeschaut, aber noch nicht gepaddelt. Enges landschaftlich reizvolles Tal (Weinanbaugebiet). Viele Häuser und Dörfer im engen Tal (Wassergüte vmtl. deshalb entsprechend, würde Strauch und Baumhindernisse erwarten besonders im Frühjahr). Flussbreite auf weiten Strecken 5-6 m. Würde im Canadier nicht vor Rockenhausen starten. Empfehlung im DKV-Führer für späteren Einstieg erscheinen mir plausibel. Vermutung: nur im Winter/Frühjahr paddelbar wegen Wassermangel.

Glan: schönes Tal, macht Spaß, keine Schwierigkeitsgrade. Mindestpegel Odenbach 80 cm. Canadier haben es bei 100 cm detulich leichter. Guter Einstieg in Lauterecken (warmes Wetter, erstes Wehr muss übertragen werden, nasse Füße, Umtragen nicht möglich), sonst an Mühle in Medardt oder Meisenheim. Einstieg weiter oben (St. Julian) nur bei gutem Pegel (100 cm), sonst "Wasserwandern" hinter den Mühlen.

Ich würde unbedingt regionale Ausweichalternativen berücksichtigen, da Pegelstände schnell fallen, wenn Schönwetter kommt (außer im Winter).
Empfehlung: Moosalb, Schwarzbach, Blies. Hat ausreichend Wasser garantiert auch im Sommer. Wenn Interesse, mail mich an. Das ist im Sommer meine "Hausstrecke".

Pfälzer Lauter wird im DKV-Führer nett beschrieben ist aber nach Befahrung Otterbach-Wolfstein nach meiner Einschätzung nur was für Paddler mit Lokalinteresse: ruhiges Wiesenflüsschen mit häufigen Ortsdurchfahrten, kein wirkliches Naturerlebnis, WW1 für mich nicht nachvollziehbar, Gefahr durch enge Kurven+gestürzte Bäume und/oder tiefe Brücken. Ab Wolfstein zu oft Wehrumtragungen.

Grüße
Kanuotter

ArtDig Offline




Beiträge: 121

10.02.2008 16:40
#3 RE: Nebenflußbefahrbarkeit Nahe antworten

Hallo,

im Prinzip fährt bei uns alles mit (ww- Kajak bis 4er Kanadier). Ich wollte aber die kleinen Flüsse als spritzige Alternative anbieten, wobei ich dann mit meinem 2,5er Kanadier (4,70) den dicksten Dampfer hätte. Kinder wären auch mit dabei, wenn es vertretbar ist. Wie gesagt, das sollen Alternativen zur Nahe oder Glan sein, wenn es denn jemand etwas rauher mag ;-), bleibt nur die Frage was geht, was geht nicht mehr?

Beste Grüße, Marco

Kanuotter Offline




Beiträge: 551

10.02.2008 20:19
#4 RE: Nebenflußbefahrbarkeit Nahe antworten
Hallo Marco,

beobachte mal die Pegelverläufe auf http://www.hochwasser-rlp.de/nahe/karte/index.php. Mit der Maus auf den Standort gehen und der Wert wird angezeigt. Doppelklick und du siehst den 24h-Verlauf. Farbwahl (hellgrün, dunkelgrün) zeigt Hochwasserstände, die ein guter Indikator für Spaß sind. Dann sind vmtl. auch die Bäche fahrbar. Glan/Odenbach und Nahe/Boos sind Pegel mit guter Aussagekraft. Glan kann bereichsweise im Sommer auch mit 60 cm gefahren werden (Treideln angesagt oder Bootswagen, besser sind 80 cm, 100 ohne Probleme).

Boos: das Kabelwerk (?) zieht hier viel Wasser ab. Umtragen halte ich für kritisch. Ab Pegel 40 cm leckt Wasser über das Wehr. Wir sind im 4.8 m Kanadier mit Pegel 89 mit 2 Erw./2 Kinder gut bis zum Rücklauf durch gekommen (Grundberührung im Wehrauslauf). Kajak und Kanadier Solo vmtl. 20 cm weniger möglich. Achtung: Ab Boos Befahrungsregeln beachten.

Pegel Martinstein: informativ für Fahrten, die oberhalb beginnen und in Martinstein ohne nasse Füsse durchkommen wollen. Umtragen sieht vom Wasser ungemütlich und 500-700 m lang. Bei Pegel 96 rutschen Einer Kajak und Kanadier über die Steine. Teilweise mit dem Paddel schieben. Pegel 110 2er Kanadier o.K.

Stichwort Kinder - für direkt am Fluss: Barfußpfad in Bad Sobernheim, Spielplatz in Norheim 500 m hinter dem Mühlenrücklauf.

Meisenheim/Glan: sehr lohnenswerter Stadtrundgang, Fachwerkhäuser und Stadtmauer.

Grüße von Kanuotter
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