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Dieses Thema hat 14 Antworten
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Umfrage: Bist Du Mitglied in einem Verein des Deutschen Kanu-Verbandes?
Bisher wurden 48 Stimmen zur Umfrage "Bist Du Mitglied in einem Verein des Deutschen Kanu-Verbandes?" abgegeben.
 AntwortenAbgegebene StimmenGrafische Auswertung
1. Ja. Ich bin zwar Mitglied, habe mit dem Verein aber nicht so viel am Hut. 5
10,4%
2. Ja, ich bin "aktives" Vereinsmitglied. 10
20,8%
3. Ja, ich bin Vereinsmitglied und engagiere mich auch in dem Verein (zum Beispiel im Vorstand). 13
27,1%
4. Nein, aber ich bin Einzelmitglied in einem Landes-Kanu-Verband. 4
8,3%
5. Nein, ich bin kein Vereinsmitglied. 16
33,3%
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48 Mitglieder haben an der Abstimmung teilgenommen.
 ALLGEMEINES CANADIERFORUM
HeikoV Offline




Beiträge: 107

19.11.2022 07:10
Canadier im DKV-Verein Antworten

Moin zusammen,
im Faden „Fahrtenbuch“ kam die Diskussion schnell auf Engagement im Verein. Das hat mich dazu gebracht, über das Thema (mal wieder) nachzudenken.

Einige von Euch sind selber Mitglied in einem Verein oder als Einzelpaddler einem Verband angeschlossen. Vielleicht gibt es ja Interesse, ein bisschen Erfahrungsaustausch zu betreiben. Und vielleicht gelingt es ja in einigen Vereinen, den Canadier etwas präsenter zu machen.

Klar, unter Canadierfahrern hat der Deutsche Kanu-Verband nicht den allerbesten Ruf. Darüber kann man jammern – oder daran arbeiten. Fakt ist und bleibt, dass die Vereine des DKV mit Bootshäusern nahe am Wasser, geplanten Fahrten und am Paddeln begeisterten Menschen durchaus interessant für Canadier-Paddler sein können.

Dazu ein bisschen aus unserem Verein, dem Bremer Kanu-Wanderer e.V.:

Ich selber bin seit fast 15 Jahren Mitglied im BKW. Die Vereinswahl hatte damals aber auch schon damit zu tun, dass im Bootshaus eine Reihe Canadier lagen, auf denen ich keine Staubschicht fand…

Wenn ich mal quer durch die Mitgliederliste gucke, sind es aktuell c.a. 15% der Mitglieder, die ein Interesse am Canadier haben, das über „da habe ich mal drin gesessen“ heraus geht. Das sind zwar nicht viele Paddler:innen, aber immerhin.

Was hat bei uns im Verein dazu geführt? Es sind wohl hauptsächlich zwei Dinge:
1) Menschen, die Ihr Wissen über Fahrtechniken gerne weiter geben – und dazu aufgrund ihrer Fähigkeiten auch qualifiziert sind. Dabei ist es egal, ob sie eine „Lizenz“ haben oder nicht.
2) Gutes Vereinsmaterial. Mittlerweile haben wir 4 Tandem-Canadier und 2 Solo-Canadier. Und auch Paddel, mit denen das Paddeln Spaß macht.

Und: Präsenz zeigen! Je mehr Menschen im Canadier gesehen werden, um so eher steigt das Interesse, das auch mal auszuprobieren.

Seit gut zwei Jahren unterstütze ich unseren Jugendwart mit der Jugendgruppe. So sind die Kids immer wieder im Canadier unterwegs. Gerade Solocanadier kommen besonders gut an. Und beim letzten Training meinte der Jugendwart noch: „Bei Gelegenheit würde ich doch gerne noch mal an meinem J-Schlag arbeiten.“ Und das, obwohl er begeisterter Seekajakfahrer ist…

Viele Grüße
Heiko


Mattes71 Offline



Beiträge: 386

21.11.2022 13:30
#2 RE: Canadier im DKV-Verein Antworten

Wir hatten mal eine vergleichsweise gut funktionierende Canadierabteilung allerdings fast ausschließlich mit privaten Booten. Über einen Austausch würde ich mich sehr freuen.


von HeikoV und Marius
rené Offline



Beiträge: 652

21.11.2022 16:19
#3 RE: Canadier im DKV-Verein Antworten

Als ich vor 19 Jahren in unseren Verein eingetreten bin, waren wir drei Candierpaddler mit eigenen Booten. Im Verein war ein Tandem aus PE(ehem.Verleihboot) vorhanden.
Meine eigenen Ambitionen, alle Vereinsfahrten mit dem Stechpaddel zu bewältigen, wurden anfangs belächelt.
Die anfängliche Skepsis hat sich aber zunehmend in Achtung und Respekt verwandelt, als erkennbar wurde, dass es nur wenig gibt, was mit einem Canadier nicht oder nur schlecht zu erreichen ist.
Mittlerweile haben wir drei Tandemcanadier im Verein und das Interesse am Stechpaddeln steigt deutlich.
Immer häufiger werde ich von Vereinsmitgliedern (gerade auch von den jungen Erwachsenen) angesprochen, ob ich ihnen mal ne gründliche Einweisung in die Paddeltechnik geben könne - was ich natürlich gern mache.
Bei unserer diesjährigen Herren-Adventstour wäre das Verhältnis Kajak - Canadier sogar ausgeglichen, wenn ich nicht gesundheitsbedingt(nach meiner Schulter-OP) pausieren müsste.
Alles in allem meine ich, eine positive Entwicklung zu erkennen.


docook Offline




Beiträge: 1.249

22.11.2022 08:28
#4 RE: Canadier im DKV-Verein Antworten

Moin,
was ich hier schreibe, mag sehr altklug klingen - ist aber meine Erfahrung. Nach fast 50 Jahren bei uns im Verein habe ich alle gesellschaftlichen Schritte des Canadier paddelns erlebt. Jahrzehnte lang Nischendasein und Sprüche wie: "kannst nicht richtig paddeln (gemeint war Kajakpaddeln)" oder "wann kaufste Dir denn mal ein richtiges Paddelboot?"
Bei uns gab es noch die Bremer Scene mit den schweren Holzcanadiern (die es immer noch gibt, wie die HKT`ler immer mal erleben können) Dann änderten sich die Ansichten, man sah, auch mehr Canadier im Verleih. Seit ein paar Jahren ist Canadierpaddeln in - auch im Verein-wie Heiko schreibt.
wenn man dann noch Canadier segelt, ist`s irgendwie hier und da interessant...
Viele Grüße
docook


von Dipol und Mattes71
Mattes71 Offline



Beiträge: 386

22.11.2022 08:49
#5 RE: Canadier im DKV-Verein Antworten

Die Sprüche kenne ich zu Genüge auch. Es ist halt wie immer, Unsicherheit, Angst vor dem Neuen, Abgrenzung, und und und. Besser so als anders, denn ich kann Sprüche entgegen setzen. Wichtig finde ich, ist sich davon nicht abzuhalten. Zuletzt hatten wir große Bootshausaufräumaktion gehabt. Da wir einiges an Booten aussortiert. Von dem Geld haben wir dann mit meienr Zustimmung ein Frestylekajak gekauft. Jetzt ratet mal was die nächste Anschaffung ist ( wenn ich es finde ), ein Rodeocanadier.

Ansichten kann man aktiv ändern, wie Docook es so gut beschreibt, man muss nur was dafür tun.


el_largo Offline




Beiträge: 829

22.11.2022 11:09
#6 RE: Canadier im DKV-Verein Antworten

Ich war in unserer Anfangszeit mit dem Canadier in einem Kanuclub, in dem wir allerdings nie richtig Fuß fassen konnten, da dort die allermeisten "einheimisch" waren, im Verein laufen gelernt hatten oder gleich nebenan wohnen und mit dem Fahrrad einbogen um das (zugegebenermaßen wirklich tolle!) Vereinsgelände zu genießen, um fachzusimpeln und eine Runde zu drehen - Boot liegt ja im Bootshaus.
Wir mit unserem opencanoe mussten immer an die 30 Minuten mit dem Auto anreisen, das Boot auf dem Dach, immer in der Hoffnung, einen günstigen Parkplatz in der Nähe zu finden und, wenn so geschehen, das Auto dann hinterher auch noch unzerkratzt von Heerscharen von Radtouristen am Bodensee wieder anzutreffen. Und am besten auch noch ohne Ticket, denn Parkraumbewirtschaftung gibt es ja auch noch.
Das Boot hatte im Bootshaus keinen Platz, und wenn doch, hätte ich es nicht gerne dort gelagert, denn so hätte ich immer erst einen Bogen dorthin machen müssen, wenn ich ein anderes Gewässer fahren hätte wollen.
So waren wir in der Vereinszeit immer die "Reingeschmeckten", nicht hiesigen, die auch nicht sonderlich viel Interesse an Fachsimpeleien hatten, da sie nicht mit Doppelpaddeln und Sit-on-Top-Kajaks mitreden konnten / wollten, sondern auf dem Wasser die Zeit genießen und dazu eine Ein- und Auswasserungsstelle, an der man sich gegenseitig auch mal hilft und man hinterher auch noch sein kann.
Die Vereinsfronarbeitsstunden leistete ich mit Rasenmähen, was aber, als meine Frau mit Neugeborenem zu Hause war, nicht mehr ganz reichte und ich die nicht geleisteten Stunden auch noch finanziell ausgleichen musste. Dieses Gesamtpaket führte dazu, dass ich dem Verein den Rücken kehrte und mich nach Anderem umsah, wo ich aber im benachbarten Österreich auch nicht direkt glücklich wurde (2km Paddeln, um die erste Bierpause einzulegen war mir ehrlich gesagt etwas zu wenig Wassersport). Daher bin ich seitdem vereinslos glücklich auf dem Wasser.

Grüße aus dem südlichen Süden,

Klaus


von Robster
klaus.g.f. Online




Beiträge: 198

22.11.2022 11:30
#7 RE: Canadier im DKV-Verein Antworten

Hallo Namens Kollege ...mir erging es so das der eine Verein nur Dr. Herren zu lies ....

und der andere Verein was sehr besonderes nach sehr wenigen KM auf dem Wasser hatten sie alle Durst

nach Bier ...

so bin ich immer noch ohne unterwegs ....

Klaus.g.f.

Für meine Boote habe ich schon immer in meinem Hobbyraum neben dem Wohnhaus immer gut Platz der auch Klimatisiert ist ...


von el_largo
Robster Offline




Beiträge: 282

22.11.2022 18:37
#8 RE: Canadier im DKV-Verein Antworten

Kommt mir irgendwie bekannt vor... Einheimische können manchmal wirklich "strange" sein...
Als "Zuagroaster" keine Chance... Woran das liegt ?


el_largo Offline




Beiträge: 829

23.11.2022 08:10
#9 RE: Canadier im DKV-Verein Antworten

Das werden wir wohl nie heraus finden. Klar wurde mir allerdings, dass es Einheimische und Einheimische gibt. Denn speziell die, die ich meine (keine Namen!) sind dafür bekannt, dass deren Nase höher wächst als andere.

Grüße aus dem südlichen Süden,

Klaus


Kimaca Offline




Beiträge: 19

23.11.2022 09:30
#10 RE: Canadier im DKV-Verein Antworten

Bin ja auch absolut überzeugter Vereinsloser und das find ich auch würdig und recht so.
Warum du im Verein nicht klar kamst entzieht sich meiner Kenntnis und geht mich auch nix an bzw ist mir auch egal.... ABER das Einheimischen Fass aufzumachen ist fast wie über Ethnien zu diskutieren und geht m.M. nach gar ned.
*Ironie an*
1. Bevorzugen wir Südlichen das Wort Eingeborene
2. Zweitens ist das kein Verein, wir haben Stämme
3. Bier ist ein Grundnahrungsmittel kein Getränk
4. It's nice to be a Preiß, but it's higher to be a Bayer
*Ironie aus*.....
...aber so schaut's aus.
A Guada is a Guada und a Depp bleibt a Depp.
Das ist unabhängig vom Nord-Süd-Ost-Westgefälle und gilt International.
Das sind genau die Art von Diskussionen die nach wie vor in Deutschland das leidige Ost/West am Leben erhalten obwohl schon bald keiner mehr Lebt der es noch kannte.

Es gibt mit Sicherheit Vereine die eben andere Schwerpunkte legen als neue Mitglieder sie für sich legen. Drum hast ja alles Richtig gemacht und bist Solo glücklich.

Und sorry für diesen polemischen Post, der soll niemand beleidigen oder herabsetzen - schon gar nicht el Lago - nicht daß das jetzt so rüberkommt.

Aber Einheimischen Diskussionen geht gar ned in einer globalen Welt der 2000er.

Wir sitzen zwar nicht wie Sprichwörtlich alle in einem Boot. Aber wir sitzen alle in einem Boot.
Wow nettes Wortspiel.
Und da ist es egal ob wir sitzen, knien, stehen (Kayak,Kanu,SUP), ob wir uns mit moin oder servus begrüßen, ob wir braun gelb rot sind.


von Robster
HeikoV Offline




Beiträge: 107

23.11.2022 09:43
#11 RE: Canadier im DKV-Verein Antworten

Zitat von Kimaca im Beitrag #10
Und sorry für diesen polemischen Post, aber Einheimischen Diskussionen geht gar ned in einer globalen Welt der 2000er.


...und vielleicht sollten wir deshalb diese Diskussion hier beenden und - wenn gewünscht - wieder zurück auf das Thema kommen...


von Mattes71 und Dipol
Mattes71 Offline



Beiträge: 386

23.11.2022 11:18
#12 RE: Canadier im DKV-Verein Antworten

Zitat von HeikoV im Beitrag #11
Zitat von Kimaca im Beitrag #10
Und sorry für diesen polemischen Post, aber Einheimischen Diskussionen geht gar ned in einer globalen Welt der 2000er.


...und vielleicht sollten wir deshalb diese Diskussion hier beenden und - wenn gewünscht - wieder zurück auf das Thema kommen...


ja genau, es ging ja nur um Austausch von Canadierfahrer im Verein und wie man Canadierfahren im Verein nach vorne bringt.


Dipol Offline




Beiträge: 191

23.11.2022 12:05
#13 RE: Canadier im DKV-Verein Antworten

Schon seit meiner Kindheit liegen meine Boote im Verein. Hier auf der Holsteinischen Seenplatte und der Ostsee ist ausgesprochenes Seekajak-Revier. Es gibt ein paar private Canadier, die benutzt werden, um mit der Familie im Sommer ein bisschen auf dem See zu schippern. Der Verein hat zwar auch Kanus (schwere Kähne mit zu langen Paddeln), die werden aber nie gefahren. Von den etwa 100 Mitgliedern sind 15 bis 20 regelmäßig auf dem Wasser. Ich bin der einzige, der ganzjährig, auch bei mehr Wind, solo mit dem Canadier unterwegs ist. In meinem Verein werde ich als Sonderling betrachtet, wenn auch mit Respekt. Den habe ich mir allerdings auch dadurch verdient, daß ich mich am Vereinsleben beteilige, Gartenarbeit, Mitglieder-Versammlungen, Sommerfeste...

Seit diesem Jahr habe ich ein Boot, das schnell genug ist, daß ich am wöchentlichen Training und gemeinsamen Ausfahrten teilnehmen kann, was bei den anderen Erstaunen und Interesse auslöst. Sie werden aber trotzdem weiter Seekajak fahren. Zum einen sind sie damit, wenn sie es darauf anlegen, schneller als ich, und Schnelligkeit hat bekanntlich in unserer Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert. Zum anderen fahren sie damit auch bei (noch) mehr Wind. Welle macht Spaß - zugegebenermaßen. Darüber hinaus bräuchten sie aber nicht nur entsprechendes (teures) Material, sondern auch einen zusätzlichen Liegeplatz, und die sind bekanntlich rar.

Ich bin glücklich darüber, in diesem wunderschönen Revier mittlerweile zwei Canadier-Liegeplätze direkt am Wasser zu haben, und es macht Spaß, im Verein nette Leute zu treffen, mit denen man ein Hobby teilt.

_____________________________________________________________________
"Some of us were built to roam" Shakey Graves


Mickrik Offline




Beiträge: 31

23.11.2022 13:46
#14 RE: Canadier im DKV-Verein Antworten

Ich hatte mich im Verein nie fremd gefühlt, obwohl ich noch immer (seit 10 Jahren) der einzige regelmäßige Canadierfahrer bin. Meines Wissens bin ich auch der einzige, der den Vereinscanadier je genutzt hat.
In der Anfangszeit war ich unsicher, ob ich die Gruppe stark aufhalten würde, wenn ich so mitfahre, so dass ich entweder Versuchte einen Mitpaddler zum tandemfahren zu finden (was oft funktionierte), oder mir ein Vereinskajak auslieh.
Bei einer kürzeren Fahrt auf unserer Hausstrecke probierte ich dann aus, einarmig und solo mit der Gruppe mitzufahren, was gut funktionierte (während die anderen eher gemütlich unterwegs sind und öfter mal Paddelschläge aussetzen, paddle ich konstant).
Seit dem bin ich immer einarmig auch bei Vereinsausfahrten dabei.
Ich wurde immer von allen Vereinsmitgliedern angenommen und fühle mich so wohl, dass ich die Ausbildung zum Übungsleiter gemacht hab.

Ich bin gespannt, ob sich das Verhältnis Kajak zu Canadier ändert, wenn ich beim Anfängertraining nicht nur die geschlossenen Boote vorstelle, sondern alle Formen des Kanusports präsentierte.


markuskrüger Offline




Beiträge: 1.506

23.11.2022 14:11
#15 RE: Canadier im DKV-Verein Antworten

Zitat von Mickrik im Beitrag #14
Ich bin gespannt, ob sich das Verhältnis Kajak zu Canadier ändert, wenn ich beim Anfängertraining nicht nur die geschlossenen Boote vorstelle, sondern alle Formen des Kanusports präsentierte.

Guter Ansatz!


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