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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 2.546 mal aufgerufen
 Ausrüstung > Boote, Paddel, Zubehör, CanoePacks, Kanubau
Lederschlumpf Offline




Beiträge: 99

18.10.2017 20:48
Auftriebskörper reparieren antworten

Wie behandelt man eigentlich Auftriebskörper im Canadier, so dass sie möglichst lange halten? Beim Transport auf dem Autodach ausbauen? Oder eingebaut lassen und so stark aufblasen, damit sie im Fahrtwind nicht flattern (aber bei Sonnenhitze nicht platzen) Und bei Nichtbenutzung? Die Luft ablassen oder aufgeblasen lassen?

Und mit was für Schnüren werden sie üblicherweise befestigt? Paracord?

In unserem Mittelbeutel ist die Naht am Rand aufgegangen und der innere Beutel schaut heraus. Womit klebt man das am besten wieder zu?

sputnik Offline




Beiträge: 2.269

18.10.2017 21:25
#2 RE: Auftriebskörper richtig behandeln, befestigen, reparieren antworten

Hallo Lederschlumpf,

ich habe die Endbags seit 6 Jahren dauerhaft im Boot. Luft etwas ablassen, ja. Nicht zu viel, denn flattern kann tatsächlich auch scheuern bedeuten.
Ausgebaut hatte ich sie dieses Jahr nur, weil der komplette Süllrand erneuert werden musste.

Hier ein Bild, wie ich sie befestigt habe. Die Schnur war bei den Auftriebskörpern dabei. Da tut es eigentlich jede Reepschnur, meine Meinung.



Grüßle,
Stefan

EDIT: zum Reparieren kannst du mal Seam Grip probieren. Vielleicht klebt das die Naht wieder zusammen. Für Löcher habe ich ein Klebeband, das von Seglern zur Reparatur von Rissen im Segel verwendet wird. Weiß gerade nicht, wie es heißt, gibt es aber in verschiedenen Farben. Wenn es dir wichtig ist, frage ich bei Gert Spilker, was er mir da verkauft hat

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Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

jörg i Offline



Beiträge: 63

19.10.2017 00:57
#3 RE: Auftriebskörper richtig behandeln, befestigen, reparieren antworten

Und bei Nichtbenutzung möglichst wenig dem UV-Licht aussetzen, also im Dunklen aufbewahren. Tut auch den Booten gut.

Bernie4x4 Offline




Beiträge: 79

22.10.2017 12:16
#4 RE: Auftriebskörper richtig behandeln, befestigen, reparieren antworten

@Stefan: meinst du Spinnaker-Reparatur-Tape zum Löcher kleben?
Ich habe damit bei meinen Lenkdrachen und PowerKites gute Erfahrungen gemacht.
Dieses selbstklebende Ripstopnylon funktioniert aber nicht bei Luftschläuchen, oder?

Meine zwei Auftriebsschläuche habe ich schon mit Pool-Reparatur-Kits repariert.
Aber was wirklich langanhaltend dichtet ist abhängig vom Material.


Herbstliche Grüße
Bernie

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"Auf dem Campingplatz in Bozen liegen die Waschräume separat"
[Herr Blühmel]

sputnik Offline




Beiträge: 2.269

23.10.2017 19:58
#5 RE: Auftriebskörper richtig behandeln, befestigen, reparieren antworten

Hallo Bernie,

genau, du hast es richtig benannt. Spinnaker-Tape:



kostet 7,90 - 9,90 Euro die Rolle.

Bisher konnte ich die Auftriebskörper dreier verschiedener Hersteller erfolgreich reparieren. Ob es auch mit Luftschläuchen geht? ..... frag mich wieder, sobald ich eine Undichtheit im Luftschlauch meines zukünftigen Faltcanadiers flicken muß

Grüßle,
Stefan

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Stark und groß durch Spätzle mit Soß'

Lederschlumpf Offline




Beiträge: 99

23.10.2017 21:27
#6 RE: Auftriebskörper richtig behandeln, befestigen, reparieren antworten

Danke schon mal für alle Antworten! (Stark) undicht ist des Auftriebskörper nicht, nur die Naht der äußeren Schicht ist aufgegangen. Ich mache mal bei Gelegenheit ein Foto und schaue mir das genauer an.

Bernie4x4 Offline




Beiträge: 79

24.10.2017 10:32
#7 RE: Auftriebskörper richtig behandeln, befestigen, reparieren antworten

Ist es eine genähte Naht (nicht zwingend luftdicht) würde ich sie vernähen, immer gerne mit Wachsschnur.
Man kann aber auch eine solche Reparatur wasserdicht imprägnieren, auch bei einer Schutzhülle macht das
glaube ich sinn.

Ansonsten kenne ich nur Verschweißen durch entsprechende Kleber, oder durch Hitze (Teichfolie, LKW-Plane, etc.).

Notoperationen gehen ja immer auch mit Gaffer Tape :o)

Salve Bernie

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"Auf dem Campingplatz in Bozen liegen die Waschräume separat"
[Herr Blühmel]

Lederschlumpf Offline




Beiträge: 99

12.03.2018 19:35
#8 RE: Auftriebskörper richtig behandeln, befestigen, reparieren antworten

Ich bin endlich einmal dazu gekommen, mir den mittlerweile trockenen Luftsack genauer anzuschauen. So sieht das aus:


Der eigentliche Luftsack besteht aus einem glatten Material, das sich ähnlich wie Kinder-Schwimmflügel anfühlt. Ich bin kein Kunststoff-Kenner - könnte das PVC sein? Der Überzug ist aus einer Art Gewebe und war wohl vollflächig verklebt, nicht genäht. Auf dem dritten Foto sieht man, wie es an den Seiten aussieht, wo es nicht kaputt ist.

Womit würdet ihr das denn kleben? Leider ist kein Hersteller-Logo zu erkennen, sonst könnte ich den Hersteller fragen.

Andreas Schürmann Online




Beiträge: 2.302

12.03.2018 20:02
#9 RE: Auftriebskörper richtig behandeln, befestigen, reparieren antworten

Sieht für mich eher wie geschweißt aus. Also heiß machen und pressen.
Kleinere Verbindungen sind mir schon mit der Kante eines Bügeleisens und Backpapier als Haftschutz geglückt.
Alle meine Versuche mit einfachen Mitteln an beschichteten Stoffen längere Nähte zu schweißen, haben nie wirklich lange gehalten.
Ich habe im wesentlichen mit TPU herum probiert.

Beim Kleben muss man arg aufpassen, das der Stoff die Lösemittel verträgt. Das geht nicht immer gleich kaputt, wird dann aber irgendwann spröde und rissig.

N. A. Offline



Beiträge: 77

12.03.2018 21:52
#10 RE: Auftriebskörper richtig behandeln, befestigen, reparieren antworten

Ich repariere meine immer mit eimem Polymerhybrid Kleber aus der Kartusche (ähnlich Autoscheibenkleber).
Hält dicht.
Gruss Norbert

Maddin Offline




Beiträge: 11

09.05.2018 00:13
#11 RE: Auftriebskörper richtig behandeln, befestigen, reparieren antworten

Hab'se auch immer drin gelassen, jetzt ist am Ansatz des Aufblaßschlauches (transparenten 90° Winkel) das Material eingerissen (ob wg. Belastung beim Transport oder Alterung weiß ich nicht) - bekomme es nicht mehr wirklich dicht. Beim anderen ist am Rand der Klebestelle 90° Winkel zu Luftsack etwas aufgegangen - zweiter Versuch "kleben" hält noch (ist aber erst seit kurzem).
Werd mich mal nach neuen Luftsäcken umsehen ...wenn die so alt sind wie das Boot, dann von 1995...

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